

(Geistiges Bewusstsein des 21.Jahrhunderts
- Phi griechisch – die Zahl 21 wie TT – gleich;
- die Berechnung des Kreises …)

Der ehemalige, in den Akten der Kriminalpolizei geführte „Schwerverbrecher“ Ralf Eickemeyer, alias dr rey eight (drREYeight - 8), aus dem Berliner Milieu, mit mehr als sechsjähriger West- und über dreijähriger Osthafterfahrung als Fluchthelferakteur und seit 26 Jahren medizinisch HIV-positiv diagnostiziert, berichtet hier im Rückblick auf sein Dasein, über die eindrucksvollen Geschichten eines Lebens, mit zahlreichen unterschiedlichen Eindrücken aus verschiedenen und wechselnden Beobachtungen der unterschiedlichsten Milieus. In einem persönlichen Protokoll aus den Grenzbereichen des menschlichen Verhaltens, mit dem Wissen aus den philosophischen Betrachtungen, die aus den Jahrtausenden der alten Bücher im Strafvollzug von ihm gelesen wurden, kommen interessante Erkenntnisse mit Erfahrungsverknüpfungen seines Lebens ans Licht.
Eine wichtige Rolle in seinem Leben spielte seine Jahrzehnte Jahre alte Freundschaft zu dem Künstler Horst Walter, alias H.O.K.W, alias MALA, alias bischöflicher Berater der Zionsgemeinde in Berlin-Mitte. Er, als Maler und Initiator des d’ART e.V. Berlin, der Philosophische Praxis Berlin und der freien Zeitung „Kunstburg“ gab den Anstoß um ihn immer tiefer und intensiver auf den spirituellen Weg zu schicken, den er gerade auch im Hinblick auf seine HIV-Diagnose benötigte, um in die bislang ungeahnten und unerschlossenen Dimensionen des Bewusstseins, mit dem Willen zum Glauben zum und am Leben zu finden und dessen zu schätzen zu lernen.
So begann ihn die Frage zu beschäftigen, wie die auf diesem Wege gemachten Einsichten mit dem bisherigen Leben in Einklang zu bringen sind, woraufhin dieses Buch entstand. Denn für seinen positHIV-Weg benötigte er mehr als nur gute Ratschläge und medizinische Anweisungen. Nun musste sich der Aufgabe und Berufung bewusst gemacht werden und jegliche Verantwortung auch selbst übernommen und selbstverantwortlich umgesetzt werden! Posithiv Info
>>>>>
Dasty Daikini
Erster, von vier Teilen des Skripts Immun leben & lieben positHIV
XXV. OM A TON
XXVI. Reservation
XXVII. Hedonismus
XXVIII. Deduktion
XXIX. Herbarium
XXX. Tensegrity
XXXI. A Pro Po
XXXII. Kontemplation
XXXIII. Natural / Obligation – Restitution
XXXIV. Spektralfokussierung
XXXV. Dualität
XXXVI. Traumatisierung / Psychomatik
XXXVII. Noetische Gnostik
XXXVIII. Energiefrequenzen
XXXIX. Introspektion
XL. Resümee / Epilog
XLI. La Ultima
|
Zur Beachtung bei allen schweren Erkrankungen: meditative Schulung Bewusstheit, Aufmerksamkeit und Sammlung - ACHT-8-samkeit
Das ist der edle achtfache Pfad – der Pfad des Lebens als Grundlage mit Übungen der Achtsamkeit als Sammlung ... - durch Sammlung zur Einsicht gelangen. Durch rechte Sammlung verwirklichen wir rechtes Bewusstsein und Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechten Lebenserwerb ... Und rechtes Bemühen. Dieses Buch ist untrennbar in die Entwicklung eingebettet, zu der ich mich aus eigenem Antrieb vor nunmehr fast 20 Jahren, mit der Diagnose positHIV und dem Beginn meiner Suche nach praktikablen Methoden der Selbstheilung verpflichtet habe. Wir müssen die Selbstheilungskräfte zu aktivieren lernen, aber es kann niemals ärztlichen Rat und die medizinische Hilfe ersetzen. Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus der Anwendung oder Weitergabe der Informationen aus diesem Buch entstehen könnten.
Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich mir aus vielen von Fachbüchern, die als Quelle für diese Publikation dienten, einen Hinweis vorangestellt, hier folgend wiedergebe und es so auch als Vernetzung und Anregung sehen möchte. „Ein Buch entsteht nicht so mir nichts dir nichts und im Augenblick, sondern ist stets das Ergebnis der Aufnahme, Verarbeitung und Veränderung von fachlicher Information aus Büchern, Vorträgen, Seminaren und zahllosen Gesprächen.“ Alle Angaben in diesem Buch sind sorgfältig geprüft und geben den gegenwärtigen Wissensstand von Frühjahr 2003 (buddhistischer Zeit 2546) wieder. Da sich Wissen aber laufend und in rascher Folge verändert und weiterentwickelt, muss jeder LeserIN ständig prüfen, ob die Angaben nicht durch neuere Erkenntnisse überholt sind. Dieses Buch kann einen Arztbesuch auf keinen Fall ersetzen.
In dem Sinne danke ich allen, die - direkt oder indirekt - zum Inhalt dieses Buches beigetragen haben. ... Spirit Guide ATON im Phi bei dr REY eight...
|
ACHTUNG: angeblich AIDS wurde der Stempel aufgedrückt, vorrangig eine homosexuelle Krankheit zu sein. Dies würde es zusätzlich erschweren, eine rationale Analyse und Diskussion über vorgeblich AIDS zu führen. Auch im Nazi Deutschland waren Homosexuelle noch vor den Juden unter den ersten, die ausgerottet wurden, damit weniger Bürger Widerstand leisten würden.
Die Details darüber, wie genau der so genannte AIDS-Virus hergestellt, vervielfältigt und durch Impfprogramme in den Umlauf gebracht wurde, sind vorhanden, aber ziemlich verworren. Es liegt hinter dem Bereich des Möglichen mit diesem Bericht einen Crash Kurs über Virologie, Epidemiologie, Genmanipulation und den militärischen Strategien des internationalen Faschismus zu geben. Ihr Leser seid jedoch dazu aufgerufen die hier bereitgestellten Nachweise selbst einzuholen und zu untersuchen.
Das Böse ist hart zu bekämpfen, besonders in dem Maße in dem wir es hier vorfinden. Wenn wir die Präsenz dieser Leute anerkennen, die denken, dass ihre einzige Chance auf Überleben darin besteht, zwei drittel aller anderer zu töten und die die Möglichkeit besitzen, dies auch zu tun, dann liegt es an uns etwas dagegen zu tun. Andere Motive beinhalten das alte "teile und herrsche" Prinzip. "AIDS" verursacht Angst und Misstrauen unter den Menschen und schreckt sie davon ab, auf der Grundstufe der Sexualität eine persönliche Beziehung zueinander zu haben. Es fungiert als eine Hürde zwischen der erstrebten kulturellen Wiederauflebung für Frieden, Liebe und Kooperation.
"Ärzte schütten Medikamente, von denen sie wenig wissen,
zur Heilung von Krankheiten, von denen sie weniger wissen,
in Menschen, von denen sie nichts wissen." Voltaire
"Jede Krankheit hat ihren besonderen Sinn, denn jede Krankheit ist eine Reinigung; man muss nur herausbekommen, wovon. Es gibt darüber sichere Aufschlüsse; aber die Menschen ziehen es vor, über hunderte und Tausende fremde Angelegenheiten zu lesen und zu denken, statt über ihre Eigenen.Forsche nach den Ursachen der Krankheit
Verdecke nicht Symptome mit Medikamenten
meinen Freunden:
Gertrud, Conchita, Helga, Hotte, Sascha, Hans-Joachim, Dieter, Dirk, Hakan und den vielen Namenunbenannten ...
Meinen medizinischen Helfern
Dr. Hartmann, Dr. Tilo, Dr. Richter, Dr. Brand u.v.m.
Meinen Engeln des AVK Berlin
Frau Claudia Adam und allen lieben Schwestern
Den großen Dichtern und Denkern der Sonne und dem Universum!!!
“Es ist der Geist, der sich den Körper baut” (J.W.v. Goethe)
Gewidmet dem Paradies auf Erden!
„Endlich einmal kommt sie doch, jene Stunde, die dich in die goldene Wolke der Schmerzlosigkeit einhüllen wird: Wo die Seele ihre eigene Müdigkeit genießt und glücklich, im geduldigen Spiel mit ihrer Geduld, den Wellen eines Sees gleicht, die an einem ruhigen Sommertage, im Widerglanze eines bunt gefärbten Abendhimmels, am Ufer schlürfen, schlürfen und wieder stille sind - ohne Ende, ohne Zweck, ohne Sättigung, ohne Bedürfnis - ganz Ruhe, die sich im Wechsel freut, ganz Zurückebben und Einfluten in den Pulsschlag der Natur.“ Dies ist Empfindung und Rede aller Kranken: Erreichen sie aber jene Stunden, so kommt, nach kurzem Genusse, die Langeweile. Diese aber ist der Tauwind für den eingefrorenen Willen. Er erwacht, bewegt sich und zeugt wieder Wunsch auf Wunsch. - Wünschen ist ein Anzeichen von Genesung oder Besserung."
Friedrich Nietzsche
Dieses Buch/skript enthält meinen persönlichen Erfahrungsbericht zum Weltthema Immunschwäche, die angeblich AIDS genannt wird. Einige Betrachtungen zum Überleben, und meine daraus gewonnenen Sternstunden der positHIVen Erkenntnis. Es erhebt nicht den Anspruch wissenschaftlich fundierte, medizinisch erprobte, oder alternativ wegweisende Methoden aufzeigen zu wollen. Es ist vielmehr ein individuell, subjektiver Bericht eines Betroffenen. Eine Erzählung, die Erkrankten helfen kann, mit ihrer eigenen Diagnose und Betroffenheit, oder auch aus ihrer Krankheitssituation als solcher heraus besser damit umgehen zu können. Mit vielen autodidaktischen Überlegungen zu Ursache und Wirkung, mit vorsichtigen Überlegungen zu bestimmten Auswirkungen und einigen einhergehenden Vorschlägen zur Verbesserung der momentanen Lebensumstände. Mit dem Aspekt, warum bisher gerade Randgruppen häufiger betroffen waren und weshalb es zukünftig verstärkt, allgemein ein weltpolitisches Problem sein wird.
Es wird interessierten Betroffenen ihre eigene Situation vielleicht besser verdeutlichen, sowie helfen, und ist angelehnt an ethnologische Heilungsgeheimnisse der Jahrhunderte. An das Geheimnis “GESUNDHEIT”, bei einer Krankheit als Weg zu dem Arzt in uns selbst, wenn nur die Geisteskräfte aktiviert werden. Aus meiner ureigenen Perspektive der nunmehr bald 25-jährigen Erkrankung HIV-Positiv verfasst, mit fehlender Schulbildung oder beruflicher Ausbildung, belegt mit Arbeitsverbot, alles wegen zu hohem IQ durch psychologisches Gutachten (als Jugendlicher) vor 42 Jahren zum Kriminellen sterilisiert, weil ich ein hyperaktiver Jugendlicher war. So machte mich früher auch Beten, Glauben und Hoffen noch grundsätzlich schwindlig. Zölibat und Frömmigkeit hielt ich für Krankheiten. Die Liebe verwechselte ich mit Besitz und Konsum und das Leben sah ich als Erschwernis, welches egal auf welche Art erworben und gleichzeitig bewältigt werden musste.
Dann kam der Tag der Diagnose. Ab da galt es mein bisheriges Dasein neu zu überdenken und alles, was mir von der Gesellschaft als Vorbild dienend, vom System und den Erziehungsbehörden beigebracht wurde, völlig als ad absurdum führen zu müssen, damit sich eine Möglichkeit zum Überleben finden ließ. Meine Laufbahn als elternloser Straßenkämpfer (streetfighting-man), umgangsbezogen von der Justiz “im Namen des Volkes” kriminalisiert, lange politisch inhaftiert, musste ich mit meiner Vergangenheit brechen und sie abschließen, um vielleicht auch besser überleben zu dürfen. Das wurde mir mit der Diagnose jedenfalls definitiv klar.
Daraus ergaben sich, wie selbstverständlich, die nächsten Schritte. Ich musste zu meinem Herzen und der Menschlichkeit finden und Freundschaften, als Basis all meiner Beziehungen endlich kultivieren lernen. Ferner wurde mir bewusst, dass die beste Medizin das Wissen ist, dass ich eine Aufgabe zu erfüllen habe und meinen Humor nicht verlieren darf. Schon bei früheren langjährigen Haft- und Krankenhausaufenthalten half mir häufig herzhaftes, sarkastisches Lachen über die Situationen hinweg.
Ich musste frühzeitig begreifen, dass sich mit etwas Humor fast jedes Leiden beenden ließ. Ich hatte das phantastische Glück, dass in all den vergangenen vergeudeten, leeren Zeiten der Langeweile, die alten und neuen Philosophen, Dichter und Denker, mir in ihren großartigen schriftlichen Werken zur Seite standen. Die zahllosen Bücher mit inhaltlicher Geisteskraft verkürzten mir die Zeit und schenkten mir Wissen, welches meinen unbekannten Glauben festigte. Das Buch der Bücher, ob Bibel oder Koran und andere, waren zwar ein bekennender Weg, sie unterschieden sich aber zwischen Wort und Tat dermaßen, sodass sie abschreckten. Tiefe Einblicke in den buddhistischen Glauben, den indianischen Pfad, sowie die Anbetung der alten ägyptischen sowie aztekischen Sonnengötter, gaben mir wichtige Erkenntnisse und erleichterten mir mein Leben ungemein.
Meine vielschichtigen negativen Erlebnisse, die ich mir nur durch mich selbst zu positiven Erfahrungen machen konnte, können mir nun helfen, auf geistiger Ebene auch andere betroffene Menschen daran teilhaben zu lassen. Um auch deren Hoffnung zu wecken, ist es meine Aufgabe aus meinem Erfahrenem zu berichten. Dabei erhebe ich den Anspruch, einige Perspektiven richtig zu stellen und gesellschaftliche Betrachtungen zu revidieren. Auch wenn wir meist selbst verantwortlich sind für unsere Krankheiten, müssen wir den Willen zu leben als Fenster zur Zukunft sehen und die eigenen Lektionen dann auch weitervermitteln. So werden überholte Paradigmen erneuert. Da ist es weniger wichtig “gesund” zu sein, als im “Heil” Harmonie zu finden, und mit Verantwortung seinen Aufgaben nachzukommen. Auch wenn durch unser Stammesbewusstsein die Realitätsfenster nur eng beschränkt sind, kennt doch die Schulmedizin garantiert keine Heilungsgeheimnisse, die unberücksichtigt aller anderen Erkenntnisse, einen Alleinanspruch hat. Deshalb müssen wir uns auf unsere eigenen und anderweitigen kulturellen Geisteskräfte konzentrieren, da es nicht helfen kann, nur Tabletten zu schlucken.
Auch wenn die intensive Suche auf dem schulmedizinischen Weg irgendwann Heilung versprechen kann, müssen wir zunächst selbst das Leben bejahen. Dabei kann ein Arzt nur bedingt helfen. Jedoch allein wir selbst sind ebenfalls machtlos, wenn wir nicht die richtige Einstellung zu unseren Geisteskräften, Mutter Erde und der Verbindung zum Universum haben. Es wäre verantwortungslos ernsthafte Erkrankungen zu ignorieren und mit dem Leben insgesamt in alter Weise fortzufahren. Gerade wegen all der krank machenden Symptome, die in der Gesellschaft und ihren Strukturen zu finden sind. Denn der Staat ist ein Ungeheuer; ein System mit krank machenden Strukturen. Da müssen Alternativen und Komplementärmedizin ergänzend sein, obwohl und gerade weil wir alles meistens nur vorrangig aus dem persönlichen Kulturkreis betrachten. Eigentlich bei fast allen Geiseln der Menschheit unserer Zeit, wie z.B. Krebs, Magersucht, MS, Alzheimer und noch viele, viele mehr, muss zunächst immer um ärztliche Unterstützung und Beistand ersucht werden. Aber letztendlich ist jede Krankheit vorrangig eine Sache des Bewusstseins und der eigenen Einstellung über die entsprechenden Lebensumstände, mit den daraus eingeschränkten, erwachsenen denaturalisierenden Bedürfnissen, soweit sie nicht genetisch und in der 1.Entwicklungsstufe des Fötus manifestiert sind. Und häufig nebenher noch soziale und finanzielle Ursachen aufweisen.
Natürlich unterliegt Krankheit auch Genfaktoren sowie den 8 Stufen der menschlichen Entwicklung, die sich über die psychobiologischen Botenstoffsysteme ausdrücken und sich ferner in Seele, Geist und dann erst im Körper manifestieren. Letzteres spiegelt sich im Glauben, der für den Menschen ein eigenes Energiezentrum darstellt und sich auch körperlich ausdrückt. Zu allen einzelnen Betrachtungen werde ich im Laufe der Geschichte noch Stellung beziehen. Schon über Timothy Leary kenne ich den Aspekt, den er in acht(8) Schaltkreisen definiert hat, der uns aber ansonsten von niemand für die Führung zur Lebensqualität erklärt wird. Niemand ermutigt uns dazu, aus einer breiten Palette von Todesmöglichkeiten auszuwählen, um den Anstand zu bewahren. Nein, da werden uns nur Unredlichkeiten für eine zweifelhafte Lebensführung gelehrt. Und dann. Gerade wenn sich der große Augenblick unserer Abschlussprüfung nähert, steckt man/frau uns in einen gitterlosen Gefängnistrakt, der sich "Intensivstation" nennt - und nun?
Denn wir sollten uns insoweit schon mal im Klaren sein, dass wir an dieser endgültigen Stufe des Daseins eine kolossale psychedelische Erfahrung machen, die unsere Vorstellung und Erfahrung in Intensität übersteigt und die bis in alle Ewigkeit dauern kann. Sofort fallen einem dabei natürlich Interviews mit Sterbenden von Elisabeth Köbler-Ross und Stephan Levin ein. Aber uns kann der Staat nicht zwingen am Leben zu bleiben, denn so wird nur eine staatliche Folter dargereicht, wo das qualvolle Sterben akzeptiert werden muss. Dies wäre doch eine echte Aufgabe für Amnesty International. Mein Wahlmotto bleibt jedoch, dass Sterbende ermutigt werden sollten, sich auch weiterhin in der Kunst des Lebens zu üben - auch während sie sterben - oder gerade während sie im Sterben liegen, muss ein Happening erfolgen. Vielleicht sind jedoch gerade die HIV- und so genannten AIDS-Kranken, “die Krieger des Lichts” ein Hoffnungsschimmer für die zukünftige evolutionäre Entwicklung der Menschheit insgesamt und überhaupt? Denn bei allen Menschen führt das Leben unweigerlich zum Tod und was für Informationen werden da verschwiegen? Vielleicht sind gerade auch homosexuell begnadete Menschen, mit einer ganz extremen Begabung, die eine unwahrscheinlich wichtige evolutionäre Erweiterung der gesamten Rasse Mensch, des Homo sapiens zur Stufe homo scientificus darstellen? Was wäre, wenn es wirklich so wäre? Was wäre wenn … haben wir uns das wirklich schon gefragt?
Berichten zufolge hat doch die Medizin- und Genforschung erstaunliche Erkenntnisse gewonnen. Denn vor 5 Millionen Jahren sollen die Affenpopulationen durch HIV- und Hepatitisvirus schon einmal fast ausgestorben sein. Aber langfristig infiziert mutierten dann wahrscheinlich die Gene, sodass diese Genmutation durch Infizierung dazu führte, dass die unterschiedlichen Affenarten heutzutage zwar infiziert sind, jedoch resistent. Das heißt also, Affen können im Laufe der heutigen Entwicklung an Hepatitis und HIV nicht mehr erkranken oder sterben. Bei ihnen hat die Resistenz gegen Hepatitis oder HIV im Lauf der fünf Millionen Jahre Entwicklungsgeschichte zu einem evolutionären Schöpfungsgeschenk geführt, um ihrer Rasse das Überleben zu garantieren. So berichten es jedenfalls BBC Dokumentationen.
Ferner wurde beobachtet, dass asiatische und afrikanische Prostituierte trotz Infizierung mit HIV an dem so genannten AIDS nicht erkranken können. Auch sie weisen teilweise ebenfalls bestimmte Resistenzen auf und sind zwar infiziert, jedoch nicht krank. So bleibt der Medizinforschung noch sehr viel Erkenntnisarbeit, da zu solcherlei Realitäten keinerlei gültiger Erfahrungen existieren. Noch sind es Phänomene, die sich der Schulmedizin entziehen und doch nicht, bestritten werden kann. Wo im Allgemeinen kein Interesse besteht, sind es wiederum nur vereinzelte Mediziner, die sich nun auch aus Kloster-, Ethno- und Gesamtmedizin ihr neues gültiges Bild des Wissens schaffen und dabei den Glauben, sowie Geist und Seele berücksichtigen.
Denn bisher blieben der traditionellen mitteleuropäischen Medizin auch anderweitige Heilungsgeheimnisse fremd, weil sie sich ihrer Ahnen entfremdeten. Die Einblicke in Kloster- und Ethnomedizin werden uns ein tieferes Verständnis vermitteln und unsere Realitätsfenster wieder erweitern. Wobei es letztendlich beim einzelnen Patienten der Glaube ist. Der Glaube als solcher und an die Behandlungsform, die sie/er selbst akzeptieren können. Glaube ist dabei die einzigste Garantie für einen augenblicklichen Heilungserfolg. Eine Wahrheit, die wir kennen und diese Wahrheit verlangt zum Ausdruck gebracht zu werden, indem wir sie wieder nutzen und auch benutzen. Dazu muss solcherlei Wissen auch aufgedeckt werden.
Deshalb heißt es ganz besonders, den Glauben und das Bewusstsein zu aktivieren, damit wir uns den Heilungsgeheimnissen öffnen können und bevor wir erwarten gesund zu werden, zunächst zu unserem Seelen- und Geistheil finden, um dann erst den Körper wieder herzurichten. Nun beginnen wir aber mit der Vorgeschichte zu meiner Diagnose, mit der Erkenntnis des wahren Ichs; das Bewusstsein über das Universum und das Ich jenseits der Person - das sich in jedem von uns manifestiert, auch selbst zu stellen - um es zu erlangen ... damit betrete wir dann das "grenzenlose" Bewusstsein.
“Oft sehen die Dinge so aus, als sei alles verkehrt - und doch hat man Gelingen.
Oft sehen die Dinge so aus, als sei alles in Ordnung -
und doch hat man Misserfolg.
Wer sich bewusst ist, dass
Gelingen zu Misserfolg und Misserfolg zu Gelingen führen kann,
mit dem kann man über die Wandlungen reden.”
Lü-shih Ch’un Ch’iu
ANAMNESE - VORGESCHICHTE EINER KRANKHEIT
Über die Geschichte meiner Kindheit und Jugend zu berichten, wird allgemein geglaubt, dass das eigentlich nicht so viel mit einer Krankheit, geschweige dann AIDS – HIV positiv zu tun hat. Die allgemeine Ansicht ist die, dass dafür jeder selbst verantwortlich ist und es sich "holt" … aber in jeder einzelnen der acht menschlichen Entwicklungsstufen gibt es maßgebliche Informationen, zu dem psychobiologischen Realitätsablauf, der folgende Entwicklung festlegt. Daraus ergeben sich dann die Botenstoffe, die über die Hormone und Nerven, den Zellwachstum bestimmen. Somit für die gesamte Entwicklung wichtig sind, und Gesundheit oder Krankheit festlegen. Ferner sind für einen gesunden Zellwachstum, auch selbstverständlich die genetische Bestimmung der Proteine mit verantwortlich. Natürlich ebnet der vorgeburtliche Einfluss ebenso, wie früheste Kindheits- und Jugenderfahrungen die weiteren Wege in mein heutiges positHIVes Denken als solches. Es ist aber doch auch andererseits eine eigenständige andere Geschichte, obwohl ich damit beginnen werde.
Die Kindheit verbrachte ich bis zu meinem sechsten Lebensjahr überwiegend bei meiner Großmutter, bei der ich auch später, bis zu meinem 24. Lebensjahr, stets mein Zimmer freigehalten bekam. Egal wo ich wohnte oder lebte, das kleine individuell eingerichtete Zimmer, war immer für mich da. Einschließlich der Fürsorge und Liebe von Ihr, die ich erst heute richtig zu schätzen weiß.
Im Alter von 6 Jahren, theoretisch stand meine Einschulung bevor und die Ärzte stellten eine Erkrankung des Blutes und des Lymphsystems fest. Die Diagnose “Blutkrebs”, also Leukämie, ist garantiert übertrieben, da es sich in meinem Falle mehr um unregelmäßige Lymphknotenschwellungen gehandelt haben muss. Fünf Jahre später sollte ich damit abermals Probleme bekommen. Viel später, also heutzutage weiß ich erst, dass diese früh jugendlichen Erscheinungen ebenfalls für den Lebensverlauf mit heutigem Krankheitsbild verantwortlich sind. Denn wenn die Botenstoffe der Hormone und Nerven nicht die ausreichend richtige Information enthalten, können diese keine gesundes Leben erhalten, dann können die Proteine nicht entsprechend die Zellen nähren. Und dafür sorgen eben Blut und Lymphflüssigkeit.
So kann auch gar nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass schon vor rund 100 Jahre, nach dem Tod von dem bedeutenden Arzt, Ethnologen, Anthropologen, Archäologen und Politiker Rudolf Virchow, wir auch heute wieder einmal bei der Schulmedizin an der Stufe stehen, wo erneuernde Maßnahmen der Wandlung und Erkenntnis benötigt werden. Da schon bei der Flecktyphus-Epidemie im 19.Jahrhundert Virchow festgestellt hatte, dass “die Ursache für das Wüten des Todes eine fehlgeleitete Politik der preußischen Regierung sei. Abhilfe könnte neben der Versorgung der Bevölkerung mit Arzneien und Lebensmitteln nur eine ‘volle und unumschränkte Demokratie’ bringen.” - “Politik ist weiter nichts als Medizin im Großen und die Medizin kann dabei allein nicht unberührt bleiben; eine radikale Reform ist auch bei ihr nicht mehr aufzuschieben.” Wir sind zwar heutzutage an einer anderen Stufe unserer Entwicklungsgeschichte, aber die Aussage hat nun gerade in Hinblick auf angeblich Aids, Vogelgrippe und die anderen Panikmachen an angeblichen Pedemien, wie SARS und BSE eine globale Bedeutung. >Omnis Cellula a Cellula<: „Jede Zelle stammt aus einer Zelle und kann sich nur soweit gesund entwickeln, inwieweit die vorhergehende Zelle auch gesund ist.“ Und das Terrain ist der Nährboden für bestimmte Entwicklungen mit deren Auswüchsen und Erscheinungen.
Darüber keinerlei Ahnung war ich damals zunächst mit meinen knapp 6 Jahren nur glücklich, dass diese ärztliche Diagnose, meine Einschulung verzögerte. Denn auch wenn es meine Mutter nicht großartig interessierte, da ich ein Junge war und alle Männer in ihren Augen, sowieso nur Verbrecher, Mörder und nicht existenzberechtigt, so hieß es doch für mich, dass sich meine Oma auch weiterhin, noch intensiver um mich kümmerte.
Ich kann mich nicht daran erinnern, was damals alles ärztlich beraten und diagnostiziert wurde, jedoch das Resultat meiner mir nicht mehr bewussten Erkrankung hieß, dass meine Großmutter mit mir für vier Monate in die Alpen reiste. Auf einem Gebirgsbauernhof durfte ich mit ihr zusammen den Sommer verbringen. Es war die angenehmste und schönste Zeit meiner Kindheit. Die gesamte Natur, und all mit dieser verbundenen Erscheinungen, ob Gewitter oder Sonne, Tiere oder Blumen, ich tauchte Hals über Kopf in diese paradiesischen Erlebnisse und kam dann, laut der darauf folgenden Nachuntersuchungen, GESUND zur Einschulung in Berlin.
Jetzt begann für mich ein weiterer sehr unangenehmer Teil eines prägenden Daseins. Der gelegentliche Kontakt mit meinen geschiedenen Eltern war ein Gemeinheitsritual. Vor allen Dingen haben kleine Jungen keine Fragen zu stellen, sondern Pflichten, Gehorsam und Ordnung zu erfüllen. Ein Junge muss ein guter und gehorsamer Soldat werden und weint nicht. Er hat zu ertragen, zu dulden und zu leiden. Neben der Schule war das, das vorgespielte Weltbild, was ich zu begreifen hatte. Außer meiner Mutter, waren alle anderen böse und schlechte Wesen – und die Männer erst, ein Schweinepack. Meine Mutter hetzte mich gegen meinen Vater, mein Vater gegen meine Mutter auf. Ich hatte grundsätzlich den Mund zu halten und: „Wer viel fragt, wird dumm …“, hieß es da. Zu meiner Schwester, die überwiegend bei meiner Mutter groß wurde, bestand Kontaktsperre, da ich als Junge nun mal ein Verbrechertyp und Lustmolch war - bzw. sein sollte – oder noch werden würde. Da war sich anfangs meine Mutter noch nicht richtig schlüssig – dies folgte mit fester Ansicht erst nach meinem 10ten Geburtstag. Denn ich wollte zu viel wissen und musste deshalb auch ein völlig typischer Verbrechertypus sein – Gitarre erlernen und Judo, das kam nun mal überhaupt nicht in Frage. Das sind Dinge für arbeitsscheues Gesindel und meine Mutter gab für solcherlei Abschaum wie für mich, dafür keine Unterstützung.
Allerdings geschlagen wurde ich so gut wie nie, da sich meine Mutter eine bessere Strafe für mich ersann. Wenn ich irgendetwas ausgefressen hatte, und gelegentlich auch für meine Schwester sogar den Kopf hinhalten wollte, dann beabsichtigte meine Mutter lediglich den Makel meiner Männlichkeit zu vernichten und trat mir in die Geschlechtsteile. Diesbezüglich hatte ich bereits auch einen ersten Kastrationsversuch im zarten Alter von 2 bis 3 Jahren hinter mir. Eben ganz ihrem allgemeinen Motto gemäß. Daraufhin entwickelte ich eine Technik; erstens bei Konfrontationen mit Frauen eine grundsätzlich versetzte seitliche Beinhaltung und zum Abblocken meine Knie, sodass ich sie sofort anheben konnte und mich somit ihre Tritte selten trafen, da ich verstand, rechtzeitig das angewinkelte Knie vor meinen Unterleib zu ziehen. So setzte sich das familiäre Glück fort, was letztendlich dazu führte, dass ich mich mit 12 Jahren auf der Straße und mit 13 Jahren im Untersuchungsgefängnis für erwachsene Männer, in der Strafanstalt Berlin Moabit wiederfand.
All dies, und noch sehr vieles mehr; Nettigkeiten meiner Mutter, wobei selbst die Justizbehörden überfordert wurden, denn die bemerkten meine Strafunmündigkeit auch erst sechs Wochen später. Nachdem meine Mutter mich lebenslänglich eingesperrt sehen wollte. Daraufhin wurde dann erst einmal ein psychologisches Gutachten erstellt, welches mich für den Rest meines Lebens beeinflussen sollte. Denn es hatte Schul- und Ausbildungsverbot zur Folge, woraus dann letztendlich viele Jahre später auch das Arbeitsverbot entstand. Der damalige Psychologe, ein sehr „freundlicher Mensch“, er hieß Dr. Tambourini, woran ich mich gut erinnern kann, da der meine hohe Intelligenz, bei krimineller Genveranlagung bescheinigte und somit vieles für mein weiteres Leben festlegte, was ohne solche verheerende Beurteilung garantiert anders verlaufen wäre.
Damit begann mein Lebensweg als Odyssee durch Erziehungsheime und Strafanstalten. Alles, was mir dann dort gezeigt und verinnerlicht gelehrt wurde, versuchte ich selbstverständlich schnellst möglichst im realen Leben anzuwenden und umzusetzen. Mit einem Galgen als Erziehungsmaßregelung vor den Augen, erlernte ich die Gesetze der Straße – und Anarchie. Ich hatte aber meine Schutzengel und sehr, sehr viel Glück, meine Oma, die mir in all den Jahren zur Seite stand, sowie einen guten Rechtsanwalt – Klaus-Peter Stamm. Aber vor allen Dingen hatte ich niemals eine böse Absicht im Sinn, sodass ich für meine große Experimentierfreudigkeit nur gute 9 Jahre und wenige Monate Haft insgesamt abmachen musste.
Da gab es keine Alternative und ohne Frage musste ich aus sozialer Notwendigkeit heraus straffällig werden. Dabei hatte ich die unterschiedlichsten Lektionen, zwischen Freiheit, Flucht und Inhaftierung gelernt. Der Gewinn aus der so genannten „Kriminalität“ reichte meist nicht einmal für Essen und Mietzahlungen. Auch bei meinem Rechtsanwalt blieben bis heute noch Rechnungen offen. Mein letzter Gefängnisaufenthalt ist nun aber schon mehr als 24 Jahre her. Nach meiner letzten Verurteilung hatte ich absolut jedes Interesse daran verloren, das bis dahin Gelernte auch weiterhin noch umzusetzen und mir zueigen zu machen.
Ich hatte die vielen Inhaftierungen mit unmerklich, jedoch spürbaren innerlichen Verletzungen überstanden. Selbst die sechs Monate Isolations- und Dunkelhaft bei der Staatssicherheit der DDR-Behörden später, brachten mir, in der darauf folgenden Strafhaft Rummelsburg zwar viele graue Haare ein. Es konnte mich jedoch nur unwesentlich beeindrucken und vehementer war meine Verachtung den Berliner Justizbehörden gegenüber, die in Abwesenheit ihr Übriges taten.
Dann wurde ich das letzte Mal entlassen und ich stand wieder einmal allein auf der Straße. Ohne Vorbereitung, ohne finanzielle Grundlage, ohne Wohnung, ohne Arbeit, reuig, resozialisiert und moralisch zu tiefst gefestigt, garantiert – ich konnte nur lachen. So sollte es wohl klingen. Aber ich kam mir wie ein Idiot vor, weil ich mir ja der Situation als solcher bewusst war. Ich kannte zum Ersten die Folgen des Gewöhnten und zum anderen, wusste ich um die Einsamkeit und Angst des Neuen.
Wenn sich die Tore der Strafanstalten, in die Freiheit hinter mir schlossen, war das Erlebnis des neu gewonnenen Lebens, jedes Mal ein emotionaler Befreiungskick von nicht beschreibbarer Faszination. Eine Lebendigkeit durch Wiedergeburt im Sinne von Lebendigkeit der Wahrnehmung von unbekannten Erwartungen und falschen Vorstellungen. Ein kribbeln des Blutes auf einer phänomenalen Ebene des Erlebens; lebendig sein zu dürfen. Ein Erlebnis des Erfolges. Mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Völlig paradox und doch so real, dass das Gefühl ein echtes Suchtpotenzial beinhaltet und mich auch ohne Abschreckung über viele Jahre hinweg, immer wieder rückfällig werden ließ – so wird Knast verständlich gemacht. Zeitweilig hatte ich selbst dieses Verlangen nur ganz schnell wieder in den Knast zu kommen.
Ebenfalls ein Grund, weshalb ich mich auf den ewigen Streit mit der Justitia einließ. Die einzigste Tante, die bis dahin ständig etwas von mir wollte und auf meine Anwesenheit in ihren einladenden, frei finanzierten Räumlichkeiten bis dahin auf mich einfach nicht verzichten wollte. Nun sollte aber alles anders werden. Ich hatte keine Lust mehr auf frei finanzierte Meditationsräume. Klausurstätten mit Zuchtergebnis „Verbrechen“ – was ist das für ein krankes System.
Jedoch war mir bis dahin noch nicht bewusst, was für neuerliche Schwierigkeiten mir die Behörden in den Weg legten. Ich sollte aus dem angeblich sozialen Netz und der Arbeitswelt ausgegliedert werden. Und auch das sind Extra-Geschichten aus einer anderen Dimension, die sich in dieser Form nur Staatsgewalten erlauben dürfen. Also für andere Menschen ohne die gleiche Erfahrung wie der Eigenen, wird dies doch auch immer etwas unverständlich bleiben. Denn es gehört schließlich nicht direkt zu meinem gegenwärtigen Krankheitsbild und weitere Erklärungen folgen zu gegebenem Anlass, dann höchstens im Lauf der Erzählung etwas später.
Aber das Einzigste, was ich mir in all den vielen Jahren bis dahin aufgebaut hatte, waren meine für mich überaus wertvollen Kontakte, zu den unterschiedlichsten Mitgefangenen. Zu meinen Freundschaften konnte ich sie nicht zählen, jedoch waren sie Ersatz für meine sozialen Bindungen in der Gesellschaft. Ansonsten blieb mir nur mein alter schamanistischer Führer und Künstler MALA. Der bewegte sich aber in einem alternativen Guru-Kreis, der mir so, jedenfalls damals gar nicht lag. Es wurde nur geschwafelt und geschwafelt, alles bei einem Tee noch einmal beredet, jedoch nichts geschah, keine Handlung folgte. Davon hatte ich kein Essen im Magen und kein Dach über dem Kopf.
Wie sollte es nur weitergehen? Vom Bezirksamt wurde ich aufgefordert: “... mir doch von älteren Herren meine Existenz sichern zu lassen ... bei meinem guten Aussehen!” Was das heißt, überlasse ich jedem seiner Phantasie … nachdem ich zunächst Hausverbot für ein mir zuständiges Bezirksamt erhalten hatte, damit mir keinerlei Unterstützung und meine Fragen nach Hilfe, nicht beantwortet werden mussten, war das jedenfalls die Antwort eines Bediensteten der Gefangenenhilfe. Das kannte ich doch, bei meiner beschädigten Biographie, mit Ausblick auf einen Galgen aus der Nazizeit, wurden heilpädagogische Maßnahmen erzwungen und dies nannte sich dann Resozialisierung, und brachte mir noch anderweitige Aussagen ein, die mehr als zynisch und für jemanden der es nicht selbst erlebt auch unverständlich bleiben. Ein Dienststellenleiter eines weiteren Bezirksamtes riet mir, "eine strafbare Handlung zu begehen, da im Knast immer ein Zimmer für mich frei wäre." Aber dies Amt hatte bereits Jahre zuvor dafür gesorgt, dass meine ehemals bewohnte Wohnung, mit einer sehr guten und teuren Einrichtung abhanden gekommen und entrümpelt war. Da sich um mein Mobiliar und die persönlichen Dinge, erst 1 ½ Jahre nach meiner DDR-Inhaftierung von Amtswegen gekümmert wurde. Logisch, dass nach eineinhalb Jahren alles weg ist – aber, wie sollte es anders sein, denn ihnen durfte ich auch für den Galgenausblick Jahre zuvor dankbar sein.
Nun, ich hatte jedoch keine Lust schon wieder strafbare Handlungen folgen zu lassen, so begab ich mich auf meine eigenen Füße und meldete eine Selbstständigkeit im Baugewerbe an. Absolut ohne alles. Allein mit dem was ich auf dem Körper trug, ohne Wohnung und ohne einen Pfennig Unterstützung, außer der meiner neuen “Bekanntschaften” aus der Strafanstalt, bzw. meiner Vergangenheit wegen der ich inhaftiert war.
Wenige Monate nach meiner Haftentlassung dann, bekam ich schon wieder eine unerwartete Vorladung zu einem Anhörungstermin beim Amtsgericht. Da in den Jahren der Haft verschiedene Kosten anliefen und sich zu einem größeren Schuldenberg anhäuften, wurde ich bei dieser Anhörung gefragt, warum ich diese Verpflichtungen noch nicht beglichen hätte. Mühselig versuchte ich dem Richter klar zu machen, dass das aus den oben eben angeführten Gründen, mir noch nicht möglich war. Ich hatte keinerlei behördlicher Unterstützung erhalten, war erst wenige Monate mit erfolgloser Arbeitsuche draußen, und aus der Selbstständigkeit ergaben sich noch keine Gewinne, da ja zunächst in den “Firmenaufbau” investiert werden müsste. Außerdem hatte die letzte ca. 6-jährige Inhaftierung (in zwei Etappen – eine Hälfte DDR-Haft, den Rest in Berlin-Tegel), die von mir im DDR-Teil zum Wesentlichen in Staatssicherheitshaft verbüßt wurde, mich in psychologische Betreuung geführt.
Der völlig engstirnige Richter konnte sich das bei seinem Gehalt und geordneten Verhältnissen, selbstverständlich nicht im geringsten Vorstellen und unterstellte mir – da ich auch keine Sozialhilfe in Anspruch nahm, dass ich die Zahlungen an meine Gläubiger absichtlich unterschlug und ihnen vorenthielt. Eine Bewährungsstrafe war das Ergebnis. Mit anderen Worten kurz gefasst, ich bekam drei Monate Haftstrafandrohung, weil ich den Status des Sozialhilfeempfängers ablehnte.
Noch einige andere Erlebnisse mit dem Gericht verdeutlichten mir recht bald, dass das Unterfangen ein ordentliches Leben auf die Beine zu stellen, für mich als Vorbestraften mit psychologischem Gutachten wegen krimineller Veranlagung, ein völlig aussichtsloses Begehren ist. Angst und Schrecken wurden geschürt und sonst nichts. Mal erkannten mich angeblich Zeugen anhand meiner Vorgeschichte, durch gesammelte Unterlagen bei der Kripo. Dann wurden später an mir auch Ermittlungskonzepte für Sondereinsatzgruppen erprobt. So sagte mir einmal eine Richterin, dass bei der Vergangenheit von mir, ich stets und immer, grundsätzlich “schuldig” bin. Ob nun schuldig oder nicht, das spielt in meinem Fall keine Rolle. Damit musste ich mich nun erstmal abfinden.
Ich möchte mir jedoch weitere Ausführungen ersparen. Da ich insgesamt mit meiner Haftentlassungsmisere nicht fertig wurde, ging ich wie gesagt zu einem Neurologen, der mir eine Haftpsychose bestätigte. Damit begann dann ein weiteres Karussell des gesellschaftlichen Wahnsinns; was dann verheerend auch bei mir zu greifen begann, und ich konnte die Auswirkungen des psychologischen Gutachtens aus meiner frühen Jugend wiederholt zu spüren bekommen. Es ist vermessen anzunehmen, dass irgendwelche Vorstrafen irgendwann einmal erlöschen und nicht mehr vorgehalten werden. Sie sind bei allen Angelegenheiten immer präsent.
Also sollte ich nun mit Pharmazie voll gepumpt werden. Ich wunderte mich, dass die Rezeptblöcke der unterschiedlichen Psychiater überhaupt ausreichten, um all das zu fassen, was mir da verschrieben wurde. Am Morgen Aufputschmittel, tagsüber beruhigende Medikamente, nachts Schlaftabletten. Aber auch die Justiz erlaubte sich wieder neue Paradestücke des unverständlichen wahren Irrsinns, der sich Realität nannte – und auch heute noch nennt. Oder was war das denn sonst? Astrophysikalisch ließen sich diese Realitäten doch auch beliebig wechseln! Oder?
So gingen alle meine guten Vorsätze für meine Selbstständigkeit verloren. Selbst auch im wirtschaftlichen Bereich; ob nun Zuhälter, im Bauhandwerk, oder als Ehevermittler mit eigenem Institut, egal was ich anfing, irgendwie war es zum Scheitern verurteilt, weil sich ständig die Behörden einmischten. Formalitäten und engstirnige Voreingenommenheit begleiteten das Amtswesen. Natürlich, war ich auch in jedem einzelnem Bereich ein miserabler Geschäftsmann, weshalb schon von meiner Seite aus, alle genannten Unternehmungen scheitern mussten. Trotzdem war diese Art der Bevormundung unerträglich und zum Scheitern verdammt.
Vielmehr kam mir jedoch mein so genanntes “Schicksal” immer wieder zu Hilfe. Denn zwischenzeitlich konnte ich sozusagen einen Besuch im “JENSEITS” erleben. Ein Herzinfarkt und Nervenzusammenbruch, führte mich in den klinischen Tod und ließ mich mit Haldol, Bluttransfusionen und unter dem Sauerstoffzelt, zu einer tiefen spirituellen, geistigen Ebene, im Nervenkrankenhaus Königsluther finden. Das hieß sechs Wochen “Klapsmühle” intensiv. Auch wenn das alles eigenständige Geschichten sind, die eigentlich in anderen Erzählungen berichtet werden sollten, waren es Erfahrungswerte persönlicher Art, die zu meiner heutigen Einstellung und letztendlich auch zur Diagnose führten, einer der wesentlichsten Schritte.
Jedoch war dieser klinische Tod, nachdem ich erwachte und drei Tage künstlich am Leben, und sieben Tage im eigenen Koma unter dem Sauerstoffzelt lag, maßgeblich für die Veränderung meines Lebens, und ausschlaggebend für eine spirituelle Einsicht. Ich konnte während dieser Zeit den Kontakt zu meiner verstorbenen Großmutter – aber auch anderen verstorbenen Geistern aufnehmen. Mein geistig Unterbewusstes stellte in diesem Körperzustand eine >direkte< Verbindung der universellen Energie zu meiner Oma, aber auch insgesamt, bis zurück zum Urknall der weltlichen Entstehungsgeschichte her. Obwohl es mir verdeutlichte, dass es den Urknall wohl gar nicht gegeben haben kann, denn die Welt entstand im Stillen – durch Nachdenken. Ich erlebte und durchlebte in allen Einzelheiten fokussiert und holografisch, spektral und im Zeitraffer mit bildhaften Einzelerlebnissen, die Entstehung der Schöpfung und allen Lebens. Eine Form des Erlebens, die mich mit universalen, energetischen Erlebnissen des Entstehens des Universums erfüllte. Ich nahm mit Seele, Geist und Körper die Entstehungsgeschichte der Welt und des Universums wahr. Eine so unglaubliche Geschichte, sodass sie sich gar nicht richtig beschreiben lässt. In allen Perioden jedoch zeitlich verschoben, ließ ich mich vom Urknall aus der Stille des ewig strahlenden weißen Lichts, über die ungeordnete Stein-, Bronze-, Eisenzeit bis zu den Indianern, sowie in die Tempel und Pyramiden der Sonnengötter der ägyptischen und aztekischen Kulturen führen. So eine umfassende Reise hatte ich niemals zuvor unternehmen können und es bleibt ein beeindruckendes Erlebnis – wenn der evolutionäre, statt revolutionäre Weg beschritten wird.
Alle Elemente wurden von meinem seelischen Körper erlebt und vom Geist, unbewusst und doch greifbar lebendig reflektiert. Mit einer Wahrnehmung wie in einem authentischen Traum konnte ich Feuer, Wasser, Sturm, Eis und alle anderen lebendigen Energien spüren. Gefesselte in einen Rahmen, woraus es nicht zu entrinnen gab, musste ich es hin und zurück wahrnehmen und sowohl beim Aufstieg als auch im Fall physisch spürbar erleben. Kein one-way-ticket, sondern eine unglaubliche Hin- und Rückreise durch Jahrmillionen. Ich war monatelang beeindruckt und selbst heute überfällt mich eine Präsenz dieses Geschehens, die kaum in passende Worte zu kleiden geht. Erschreckend, berauschend und doch wahnsinnig faszinierend.
Lernprogramme der Menschheit kamen vor mein geistiges Auge. Die Geisteskräfte der Menschheit mit ihrem gesamten Wissen und den Geheimnissen der Jahrhunderte, zogen vor meinen Getrübten, wie mit einem umnachteten Galantine-Blick in mir vorüber. Ich wurde in die alten Kultstätten eingewiesen und mit unbekannten Energien und Mächten bekannt gemacht. Wegweisend erschien dabei zwischenzeitlich meine schemenhafte Großmutter, um mir hilfreich und belehrend den zukünftigen Weg aufzuzeichnen - abwechselnd mit skurrilen, nicht deutbaren Schemen. Wir sprachen ohne Worte und ich verstand - sie und ich, alles ohne Zeichen und doch so bewegend, markant und über deutlich zeichnend. Immer wieder wurde das Wesen meiner längst verstorbenen Großmutter deutlich. Sie war greifbar und doch plötzlich auch in mir selbst, ohne eigentlich authentisch zu sein. Einfach da – aber nicht greifbar. Nur irgendwie wahr und doch so ungeheuerlich ungreifbar. Eine totale Verschmelzung.
Auf das tiefste erschüttert kam ich aus der Ohnmacht und hatte erstmalig ein wahrhaftig geistiges Bewusstsein. Ich hatte eine völlig unbekannte Dimension durchschritten. Ein anschließendes Vakuum, ein tranceähnlicher Zustand von benommener Umhüllung, verdeutlichte mir vehement, dass das Leben noch viele Aufgaben und Prüfungen für mich bereithielt. Nun hieß es, diese zu finden und zu leben. Meine Erkenntnisse und deren Begebenheiten in mein Leben vernünftig umzusetzen.
Ich kam auf „die Erde zurück“ aus einer anderen Zeit, aus einer völlig anderen Dimension, mit noch niemals zuvor erlebten Wahrheiten der unbeschreiblichsten Erkenntnisse. So erwachte ich aus meinem Erlebnis mit dem Beinahe-Tod! Ich musste mein Bewusstsein zu Körper, Seele, Geist sondieren und neu ordnen. Ich konnte erstmals mein Dasein fokussieren. Wie mit optischen Linsen gleich, konnte ich mein eigenes Leben auf ein Licht ausrichten und scharf stellen. Es war wie ein auf einen Punkt gerichteter Lichtstrahl, der mich beeinflusste und mir eine bis dahin völlig unbekannte Kraft verlieh.
Im Kaleidoskop des Erlebten erfuhr ich Wahrnehmungen von völlig neuer Dimension. Die Größenordnung des bisherigen Lebens bekam eine weitere Facette, ein neues Spektrum von Farben, Licht, Begebenheiten, die sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermischten und vereinigten. Das war wieder eine der zahllosen Facetten eines brillanten Erwachens. Im Rausch der Sinne und Gefühle erkannte ich mein Dasein. Das war eine transzendentale Erfahrung, die mir zuvor nur beim Lesen aufgefallen war. Über die alten Griechen zu Kant, Hesse, Castaneda und viele, viele mehr, sowie vor allen Dingen auch Poeten berichteten darüber und nun hatte ich eigene körperliche Empfindungen dazu. Ich war doch auch irgendwie „Mensch“ und musste nun nur noch danach leben. So ließ sich endlich der Eindruck erwecken, dass es ein Leichtes war zukünftig ein geistiges Dasein zu führen. Auch wenn die Realität es zeigte, wie schwer und anstrengend dies sein sollte – und eine wahre Geistigkeit meist gar nicht erreicht, bzw. erzielt werden kann. Gerade, da ich als eigentlich überzeugter Atheist den Weg zum Christusbewusstsein kennen lernen konnte.
Das ist sehr einfach gesagt, aber wie ist es umzusetzen? Wie lässt sich aus fatalen geschichtlich, kulturellen Zeitsprüngen, für die Gegenwart sorgen? Dreist, wenn ich nun im Besitz von Anweisungen und Karten eines geistigen Lebens war, wie sollte ich diese auf dieser irdischen Welt umsetzen – realisieren, festhalten und wie vor allen Dingen dies dann zu leben? In einem Umfeld, was darauf doch gar keinen Wert legt? Ich fand auf dem Weg uralte Erkenntnisse neu formuliert, gelangte zu menschlichen Eigenschaften von Fühlen, Hören, Sehen zurück, und hatte übersinnliche Natürlichkeit dabei erkennen dürfen. Jedoch was gab es mir in meinem irdischen Leben?
Wie lässt sich damit Geld verdienen, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Ich wehrte mich immer noch gegen das ungeschriebene Gesetz des Schicksals. Auch wenn ich an das Buch der Bücher, indem sich unser aller Lebensgeschichte verbergen, glaube. Ich weiß nicht - und so wollte ich auch immer noch nicht begreifen, dass die elementaren Strukturen der Gesetzmäßigkeiten, auch auf mich und für mein Leben zutrafen. Ich war immer noch rational beflügelt und hielt von geistig, spirituellen Notwendigkeiten ebenso wenig, wie ein wildes Tier - das Stempeluhr stecken. Trotz aller Begebenheiten wusste ich nicht, woran ich mich halten sollte.
Aus meiner Perspektive kannte ich im Prinzip kein Leid und war stets zuversichtlich, aber auf das gerade erst kennengelernte Urvertrauen konnte ich noch nicht bauen. Sorgen waren mir eigentlich fremd, gerade wegen all der Knastjahre, aber trotzdem sorgte ich mich um mein Dasein. Was für fatale Widersprüche.
Ich fand keine Arbeit und wusste, dass sie mich fremdbestimmt nicht glücklich machen konnte. Jedoch konnte es so nicht weitergehen. Da erinnerte ich mich, dass ich immer wieder und schon vor vielen Jahren häufig der Promotor für Initiativen war, die maßgeblich Gruppen und regionale Schichten und Strukturen veränderten. Ich war Klassensprecher, Knast-Insassenvertreter und irgendwo dort auch immer bei den ersten Reihen zu finden. So gründete sich auf meine Initiative der erste eingetragene Rockerverein Berlins (Mephisto-Mob) zu einem Motorrad e.V. (heute Born to be wild). Inzwischen waren die und andere Berliner Jungs aus der Vergangenheit häufig bei Rockkonzerten und Festivals, zu Sicherheitskräften der Veranstalter geworden.
In der Aussage der Memoiren von Sonny Barger z.B., dem Gründer der amerikanischen “Hells Angels”, ist eine durchaus wichtige Bemerkung festgehalten: "Ich habe nie etwas Unrechtes getan, aber derjenige, der mir oder meiner Familie etwas antut, der sollte sich nicht täuschen … und da wehre ich mich nicht anders, als es der Staat mir vormacht und beigebracht hat!” Auch ich kann mich mit dieser Einstellung identifizieren. So wusste ich; ich durfte mich jedenfalls öffentlich nicht mehr zeigen, oder aktiv werden und außerdem hatte ich gerichtliche Auflagen zu erfüllen. Wenn da irgendwo ein ermittelnder Beamter war, der mich rein zufällig sah, dann hatte ich garantiert wieder ein Strafverfahren am Hals. Also musste ich anders agieren.
Wie ließ sich aber ein Leben legalisieren, welches von vornherein zur Kriminalität stigmatisiert wurde? Ich war doch gebrandmarkt und hatte meine Rolle zu tragen. Systembedingt zu einer Selbstdarstellungsweise sterilisiert, die sich kriminell ernähren sollte. Denn auch wenn ich mir nur meinen Unterhalt verdiente, der mit allen Ansprüchen des Erlebten und der daraus gewonnenen Notwendigkeit, dem Status eines Kriminellen nicht entspräche, wäre ich dadurch doch bereits erneut verdächtig. Ich kann Beispiele ohne Ende nennen. Das nützte meinem geistigem Verständnis und meiner veranschaulichten Lage jedoch recht wenig.
Um nicht auf negative und schlechte Gedanken zu kommen, begann ich erstmalig mein Leben zu sortieren und unter den Rubriken von Selbstkontrolle, Selbstdisziplin, mit mehr Selbstbewusstsein und Respekt zu ordnen. Zunächst auch ein wichtiges Bedürfnis für mich selbst, mit mehr Achtsamkeit zu handeln.
Dieser erlebte transzendente Zustand, den ich gerade erst kennen lernen konnte, den durfte ich nicht einfach wieder mit Banalitäten, wie arbeiten und Geld verdienen, für Fron bei Sklavendiensten für fremdes Kapital vergeuden. Daran erinnerte mich die vergangene Zeit im Strafvollzug, als ich das “KAPITAL” von Karl Marx und die Korrespondenz zwischen ihm und Friedrich Engels gelesen hatte. Außerdem hatte ich es erlebt und am eigenen Körper zu spüren bekommen, dass es einem Arbeiter absolut nichts nützt, wenn er zwar Arbeit hat, von dieser jedoch nicht leben kann. Und die Justiz wollte mich zum Sozialhilfeempfänger degradieren und dabei dann noch einige 10 Tausend D-Mark kassieren – sonst drohte mir erneute Haft. Was für ein Wahnsinn! Es schien wieder einfach alles gescheitert. Als selbstständiger “Unternehmer” wie früher und später selbst erlebt, war es sogar noch schlimmer, da einen dann Steuern, Abgaben und Bürokratie auffressen und alles verleiden. Wenn dazu jedoch ein Vorstrafen- und Schuldnerregister kommt, dann ist es völlig aussichtslos und ein wahrer Kraftakt, dort dann wieder rauszufinden. Jedenfalls "Hut ab" - vor denen die es schaffen.
Meine eigene Erkenntnis und viele meiner gelesenen Bücher waren sehr wichtige Werke für mich, da ich in meiner rebellierenden Jugendzeit bei den Haschrebellen, tiefe Einblicke zum Verständnis der Roten Armee Fraktion hatte. Da war natürlich auch Karl Marx und die Mao-Bibel meine erste Pflichtlektüre im Knast, um wenigstens im Nachhinein die Zusammenhänge der Studentenunruhen noch zu begreifen. Nun war es ein Hindernis für mein Leben. Aber doch längst nicht solch schweres Hindernis, wie die eigenen erlebten Vermittlungsablehnungen des Arbeitsamtes und die dazu richterlichen Auflagen.
Tja – ich kam mit meinem Leben scheinbar nicht weiter. Der geistig erweiterte Zustand, der mir die Strukturen meines Daseins ebenso, wie die Umstände und Tatsachen meiner Vergangenheit, der Kultur und der Weltgeschichte vor Augen führten, verweigerten mir aus meinem >neuen Bewusstsein< heraus ein bürgerliches Leben zu führen. Aber gerade das verwickelte sich dann auch immer mehr in Verstrickungen, aus denen ich kein Entrinnen sah, wenn ich mich nicht zunächst noch wesentlich mehr auf mich selbst konzentrieren würde. Es gab für mich nur den Weg, mich ausschließlich um mich selbst und meinen Körper zu kümmern. Denn wenn ich mir nicht selbst half, dann würde mir keiner helfen.
Ich wusste zu dieser Zeit noch nicht, dass ich mich mit den HIVirus infiziert haben sollte, denn ein zwischenzeitlich absolvierter Test war negativ und wieder einmal spielte das Schicksal eine maßgebliche Rolle. Wie hätte das Ergebnis auch anders sein können, denn ich kam jung, dynamisch und sportlich dort an – aus meinen beobachtenden Erfahrungen habe ich konstatieren dürfen, dass schon allein die sozialen und optischen Umstände einen wesentlichen Ausschlag auf „PositHIV“ bzw. „Negativ“ haben. Interessante Beispiele sind auch in dem Buch von Michael Leitner über den „Mythos HIV“ zu finden und selbst Prof. Dr. Arastéh gibt in seinem „Buch gegen die Panik“ zu bedenken, dass die Tests niemals zuverlässig sind.
Nun, auch wenn also zwischenzeitlich fast mein gesamter alter Bekanntenkreis schwer erkrankt oder sogar schon teilweise verstorben war, ich sah mich als Auserwählten der in Harmonie lebend, eben völlig immun gegen solcherlei noch lange nicht geklärter schulmedizinischer „Weisheiten“ ist. Und so konnte mich vorerst keine dubiose Diagnose beunruhigen – noch dazu, wo ich für mein Leben wieder eine Perspektive hatte.
Die Rolling-Stones waren zum Konzert in der Stadt und mit den Verknüpfungen aus der Vergangenheit erfuhr ich, dass Sicherheitskräfte gesucht wurden. Ich hatte endlich einen Job, der mir Spaß machte. Ich durfte für Fritz Rau und andere große Veranstalter tätig werden. Gleichzeitig dachte ich mir, dass das die Gelegenheit sei, um auch für meinen Körper und mein Bewusstsein ein konsequentes Training zur Ertüchtigung einzugehen. Es geschah mehr unbewusst als bewusst, dass ich im Nachhinein betrachtend, genau das Richtige tat, um das Virus (sofern es ihn in dieser Form überhaupt existent ist) zu verzögern.
Ich begann mit einem intensiven Sporttraining und damit verbunden, mit bewusster Ernährung. Jedenfalls konnte ich mit diesem Einsatz an Körperbewusstsein, mit dem Verlangen nach Schönheit und: „nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“, meine spätere Diagnose um 6 bis 8 Jahre schon mal verzögern und blieb solange fit, solange ich keine angstmachenden Stressfaktoren kannte. Heute weiß ich, dass das wesentliche Bestandteile eines gesunden Lebens überhaupt sind und bleiben werden. Denn wir sind, was wir essen – und wie wir geprägt werden. So putschte ich meinen Energie-, Hormon- und Eiweißhaushalt hoch und versorgte meinen Körper mit allem dazu notwendigen Zusatzstoffen. Zurückblickend sehr wichtige Reflexe, die damals wahrscheinlich auch dazu führten, dass das Virus im ersten Test nicht aufgedeckt wurde. Damals war mir dies in dieser Form noch gar nicht so bewusst. Ich wusste nur, dass ich als Sicherheitskontrolle und Bodyguard für Pop-Künstler, auch fit und sportlich sein musste.
Also meldete ich mich in einem Sportstudio an, trainierte je nach Zeit, drei bis sieben Mal die Woche, zwei bis fünf Stunden am Tag. Ich kombinierte also Kampf mit Kontaktsport und Bodystyl mit BODY-BUILDING. Dabei standen mir auch Lehrmeister zur Seite. Meine Verbindungen zu den alten Rockern und Zuhälterkreisen zeigten sich erstmalig als positiv. Aber das auch nur deshalb, weil ich bereit war, für mich persönlich das Beste daraus zu machen und mich nicht darin zu verstricken. Mein eigener persönlicher Weg war mir das Wichtigste und außerdem hatte ich mit den “Kollegen” sowieso keine richtige, sondern nur eine oberflächlich verbale Verbindung. Nach meinen Erlebnissen kam mir alles irdische Geschwätz banal und überflüssig vor.
Ohne besondere Auffälligkeiten vergingen einige Jahre im Einklang mit mir selbst, und dem neu gewonnenen Körperbewusstsein. Ich konnte mir durch die gelegentlichen Nebenjobs, bei großen Veranstaltungen, eine ausgewogene Ernährung leisten und nahm Zusatzpräparate in Eiweißform und bei körperlichem Unwohlsein, reines Vitamin C, also Ascorbin zu mir. Später sollte sich herausstellen, dass auch das für meine Gesundheit sehr zuträglich war. Im Nachhinein erfuhr ich dann, dass mit solcherlei Therapien sogar viele Erkrankungen geheilt werden, oder bei rechtzeitiger, vorbeugender Anwendung gar nicht erst auftreten. So habe ich später dazu auch erstaunliche Erkenntnisse von der ÄrztIN Frau Dr. Juliane Sacher, aus Frankfurt am Main gelesen. Es ist aber natürlich kein Heilmittel und kann in sofern nicht grundsätzlich empfohlen werden, ohne dazu einen Arzt zu befragen. Bedauerlich nur, dass die Schulmedizin keinen verständlichen Kontext und ein Zusammenfassen von Körper, Seele, Geist, Ernährung und sozialem Umfeld kennt.
Jedenfalls gaben die Konzerte mir so viel Spaß und Wohlbefinden, sodass auch das als Therapie angesehen werden kann. Auch wenn es nicht gerade zum Reichtum führte, so war doch der Kontakt im Veranstaltungsrahmen zu namhaften Künstlern, wie Mick Jagger und den Stones, Rod Steward, Tina Turner, Joe Cocker, Van Halen, Lou Reed, David Bowie, Konstantin Wecker, Udo Lindenberg, Achim Reichel, Nina Hagen, Ina Deter und Band, Nena und, und vielen, vielen anderen, im Arbeitsaufwand mit den „Kollegen“, ein angenehmer Umgang und eine verantwortungsvolle Beschäftigung. Denn gerade Verantwortung, die braucht der Mensch für seine persönliche Ausgewogenheit und ich ließ absolut nichts aus, um mir Verantwortung aufzubürden. Denn es gab dem Leben einen Inhalt.
In dieser Zeit lernte ich auch meine spätere Frau kennen. Das war dann wirklich das aller größte Glück meines bisherigen Lebens und der Neubeginn einer zufriedenen Epoche – in bis dahin nie gekannter Liebe mit Verständnis. Obwohl wir anfangs noch nichts von meiner Infektion wussten und dadurch auch keine übertriebene Vorsicht walten ließen, können wir uns sehr glücklich schätzen, dass sie sich nicht infizierte, obwohl unser damaliges Sexualleben absolut nichts zu wünschen übrig ließ.
Mit meiner Liebe zu meiner Frau, tat sich für mich eine neue Welt, mit sagenhaften Begebenheiten und sehr tiefen Erfahrungen, in absolut allen Bereichen auf. Diese Liebe von mir wurde auch erstmalig, nach dem Tod von meiner Oma, erwidert und an mich zurückgegeben. Ich erfuhr erst von ihr die bedingungslose Liebe aus dem Herzen, die ich zuvor nie zu definieren wusste.
Über die Liebe habe ich dann auch mein eigenes Leben ebenso, wie mein Verhältnis zu den Menschen im Allgemeinen, sowie zur Gesellschaft im insbesondre, neu erfahren können. Dabei musste ich feststellen, dass nichts zu erzwingen ist und zunächst die eigene Einstellung dazu stimmen muss, um die Liebe überhaupt zu erleben. Rennt man/frau einer Beziehung oder dem Glück, dem Geld oder den Wünschen die gehängt werden, zu intensiv hinterher, dann verkrampft man/frau und das “OBJEKT der BEGIERDE” entfernt sich von einem immer weiter.
Das ist wie mit einem Gegenstand, der in der Hand gehalten wird. Solange ich diesen Gegenstand festhalte, solange wird es mir unmöglich sein, einem mir entgegenkommenden anderen Gegenstand zu greifen, beziehungsweise mein Gefühl über diese Hand, also diese einem anderen Menschen zu geben. Ich muss zunächst den Gegenstand abstellen und aus meiner “UMKLAMMERUNG” lassen, bevor ich neue Eindrücke und Begegnungen entgegen und aufnehmen kann.
Ebenso ist es mit der Liebe, dem Glück, Beziehungen, Freundschaften und Wünschen verbunden, dass erst das LOSLASSEN von alten Dingen oder Einstellungen, neue Erfahrungen und Erkenntnisse bringen können. Dazu gehört natürlich Vertrauen und Selbstbewusstsein.
Aber nicht allein nur dieses erhabene Bewusstsein, durfte ich durch die Liebe und mit meiner Frau zu schätzen lernen, sondern vielmehr auch die Tatsache, dass wir Menschen alles erreichen können, was wir uns erträumen und erwünschen, wenn der Wille dazu mit positiver Energie, von Geisteskraft über den Bauch in das Herz und den Kopf gelenkt wird. Wir haben es mehrfach beide durchgetestet und es stimmt wirklich. Wir haben uns immer wieder Dinge gönnen können, die wir uns zuvor meist nicht einmal erträumt hätten. Aber dies nur, wenn wir zuversichtlich und mit Schöpfungsvertrauen an den täglichen Dingen arbeiteten.
Auch dies ist natürlich eine ganz andere Geschichte und gehört nicht wirklich zu meinem Krankheitsbild, nur eben in sofern, dass ich heutzutage weiß, dass das Virus mich nicht umbringen wird. Höchstens die schulmedizinisch völlig falsche Behandlung, woraus dann Folgeerkrankungen resultieren. Opportunistische Infektionen also, die wegen anderweitiger Disharmonien und Gleichgültigkeiten der Umwelt, mit permanenter Vergiftung der Industrie, auch durch unbewusste Gewohnheit erwachsen sind und demgemäß ihres Widerspruchs der Natürlichkeit gegenüber, zum Ausbruch kommen können. Diese, die von den Mustern der erlernten Gesellschaftsregeln übernommen werden, ohne selbstbewusst und verantwortungsvoll mit Achtsamkeit auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, das sind die tödlichen Umstände eines jeden Lebens – aber bestimmt nicht die uns eingeredeten “Krankheiten”!.
Ich habe gut und böse gekannt,
Sünde und Tugend, Recht und Unrecht;
Ich habe gerichtet und bin gerichtet worden;
Ich bin durch Geburt und Tod gegangen,
Freude und Leid, Himmel und Hölle;
und am Ende erkannte ich,
dass ich in allem bin
und alles in mir ist.
Hazrat Inayat Khan
ALLGEMEINES
Bei den Vorbereitungen zu unserer Eheschließung, zeigten sich Dastys Eltern sowohl auch ausnahmsweise Mal mein Vater, als gute Geister, die uns unterstützten. Erstaunlicherweise finanzierten sie uns die Hochzeit mit Reise nach Amerika. Ansonsten standen sie unseren Diagnosen sehr skeptisch gegenüber, sodass Dasty noch heute sehr häufig zu hören bekommt, “sie wolle mit Ihrer Erkrankung (Magersucht) ja nur ihre Faulheit entschuldigen, um sich um die Arbeit zu drücken.” Ihre Mutter äußerte sich sogar einmal dahingehend, dass Ihr ihre Kreativität peinlich sei und: “... man könne damit schließlich keinen Staat machen!” Was damit gemeint war konnte nicht geklärt werden. Das warf doch eigentlich viele Fragen auf und diese Nichtakzeptanz der Person, konnte auch durch noch so viel "Liebesüberschüttung" nicht ausgeglichen werden, wenn kreatives Schaffen bei ihnen keine Berufung ist. Was für kreative Feuer in einem lodern, das hat nicht zu interessieren, wenn die „Staats-Pflichten“ vernachlässigt werden.
Aber das sind andere Geschichten und bevor wir uns nicht selbst für das Ziel der Reise zum Heiraten entschieden hatten, war mein Gesundheitszustand dermaßen desolat, dass wir beide nicht annehmen konnten, das kommende Jahr noch durchzustehen. Wir wussten zeitweilig wirklich nicht, wie das weitergehen sollte oder zu schaffen war. Ich begann kurzfristig und ersatzweise, rückfällig mit den so genannten Drogen zu experimentieren, die heutzutage alle nicht mehr das sind, als was sie tituliert werden. Die Monate vor der “Hochzeitsreise” waren sehr defiziel. Es wurde von mir alles geraucht, was so auf dem Markt und unter den verschiedensten Namen angeboten wurde und zu den "harten Drogen" zählt. Ausnahmsweise auch einmal zum Abschalten und diesmal nicht zum Bewusstsein erweitern. Es sind allerdings längst nicht mehr die Substanzen, für die sie verkauft werden. Doch das ist bekanntlich ebenfalls ein anderes Kapitel und nur den Eingeweihten bewusst. Außer der Tatsachen, dass es absolut kein Thema ist über „verbotene Drogen“ zu sprechen, so lange die Pharma- und Lebensmittelindustrie uns alle systematisch mit „legalen Drogen“ vergiften darf und ferner, es eine so dermaßen verdummende Drogenwerbeveranstaltung der Größenordnung des Münchner Oktoberfestes gibt. Jedoch dazu dann auch ausführlicher etwas später. Mittlerweile ist in weltweiten Studien nachgewiesen, dass die „Legalen“ nicht unwesentlich schädlicher, als die „illegalen Drogen“ sind! Da sollte dann auch kein Unterschied gemacht werden.
Zunächst und zu der damaligen Zeit einschließlich meiner Vergangenheit und dann noch mit unserer Berliner Wohnung - die direkt und mittig in und auf der Giftszene Kreuzberg-Schöneberg lag und netter Weise einmal von den Eltern meiner Frau, für die Tochter besorgt wurde, da fiel mir zunächst nichts Besseres ein, als sich in den normalen Prozess des Wahnsinns zu integrieren, und selber wieder zu konsumieren. Das kam mir doch gelegen, und mein exzessives Verhalten lag klar auf der Hand. Außerdem der Umstand, dass ich mit meinen Tätigkeiten in Gastronomie und bei Großveranstaltungen eine Unmenge an unterschiedlichen Leuten und Typen kannte, die mich häufig verwöhnen wollten und mir meist etwas zusteckten. So machte es mir dann doch den Zugang zu den entsprechenden Dingen, die Drogen genannt werden, sehr einfach und kostengünstig. Denn ich brauchte nichts dafür bezahlen.
Jeder Dealer (Drogenhändler) schätzte sich fast glücklich, mir etwas “ausgeben” zu können. Denn obwohl ich sie alle kannte, schwärzte ich niemals jemanden an, was sich nun doch scheinbar auszahlte. Ich war für die kurze Zeit ein angenehmer Gast, an allen Daelerumschlagplätzen und in jeder privaten Wohnung, wo damit umgegangen wird. Ebenfalls ein politisch, soziales Debakel, wenn es in die Grauzone des privaten Bereichs gelenkt wird und verboten bleibt. Denn den mafiösen Strukturen wäre bei vernünftiger Legalisierung der Boden entzogen. Es sterben schließlich jährlich ca. 20 000 Menschen (nachgewiesen) an medizinischen Fehlentscheidungen und Medikamenten (Dunkelziffern und Kenner der Statistik sagen sogar es wären 80 bis 150 000 Menschen), jedoch nur sehr wenige durch "Drogen". Mein Konsum jedenfalls an “angel-dust”, “creck” und “FOLIEN”, wie es in einschlägigen Kreisen heißt, konnte ich vor meiner Frau Dasty natürlich nicht verheimlichen. Wenn ich von der Hunde-Runde zugebaist heim kam, schwieg sie nur noch und weinte über mich oft heimlich. Da ihr die Worte und das Verständnis für mein Verhalten fehlten, übernahm sie selbstverständlich und gelegentlich schweigend die Aufgaben, die die Situation ändern sollten. Sie war es auch die wusste, dass ich wieder mehr motiviert werden musste und neue Ziele benötigte, um mit verantwortungsvoller Aufgabe und mehr Kreativität konfrontiert zu werden. So einfach lässt sich jedes Suchtverhalten lenken.
Also entschieden wir uns dann auch recht bald nach Kalifornien zu fliegen, wo wir in Las Vegas heiraten wollten und damit ein unvergessliches Erlebnis hatten. Es war auch im Nachhinein eine völlig richtige und einmalig phantastische Entscheidung. Die Dimension des Größenwahns wird in Amerika oft überschritten, jedoch der Herrlichkeit I-Punkt ist für uns Las Vegas und nach wie vor beeindruckend und unvergesslich geblieben. Dort dann auch noch heiraten zu können, hatten wir beide niemals zuvor erwartet. Es war eine wahrhaftige Traumhochzeit, die wir mit dem nötigen Bargeld jederzeit wiederholen würden. Allerdings nicht mehr heutzutage, da die Bush-Junta nur noch faschistoide Vergleiche der uralten Kolonialherren zulässt, die Reisen in die Vereinigten Staaten beängstigend erscheinen lassen. Aber 1995 hatte sich diese dubiose Regierung noch nicht an die Macht geschummelt.
Endlich – endlich wieder raus aus dem “Müll” und “Mief”, wo aufgrund des gescheiterten Unterfangens ein Kulturzentrum in Biesenthal zu schaffen, sowie unserer Berliner Wohnung, die mehr oder weniger nur noch vom Gerichtsvollzieher betreten wurde, ein Leben unmöglich erschien. Wir hatten eine Menge verloren und waren eigentlich gerade dabei auch unsere Selbstachtung und unser Selbstbewusstsein zu verlieren. Wenn wir nicht jetzt uns selbst und unsere Liebe durch Eheschließung bestätigten, wann dann? Wir empfanden das Scheitern, an dem wir selbst noch nicht einmal verantwortlich waren, mehr als deprimierend. Daraus ergab sich dann tiefe Depression und eine große Ablehnung und Verachtung, die ich schon von früher her kannte und die mich stets beängstigte, wenn es um das ehemalige DDR-Regime und unsere Behördenstrukturen ging. Nun erweiterte sich diese Ablehnung noch. Aber ich muss der Reihe nach berichten. Zunächst konnten wir uns in der natürlichen Weite der amerikanischen Landschaften erholen.
Bei unserer anschließenden Fahrt durch Kalifornien, musste ich persönlich zunächst erst einmal mit den geringfügigen Erscheinungen des Entzuges klar kommen. Deshalb fuhren wir auch zunächst von Los Angeles aus, wo wir gelandet waren, direkt in die pure Natur des Grand Canyon, um Kraft in den uns unbekannten Dimensionen zu tanken. Denn durch die gigantische Stadtsiliuette ist die Kulisse von Las Vegas dermaßen beeindruckend, sodass es mich mit verwirrtem Kopf völlig irritierte. Die anschließende Gewaltigkeit der Rockys, der Schluchten mit Pflanzen und Tieren – ließ uns zu tiefst erschüttern und uns unserer eigenen kleinen Nichtigkeit bewusst werden. Mit der beeindruckenden Größe in Weite und Natur, vergaßen wir schnell die persönlichen Differenzen mit der gescheiterten Selbstständigkeit in Deutschland.
Diese unwahrscheinliche, faszinierende Gewalt der Natur, die mir innerhalb von wenigen Stunden verdeutlichte, was es doch für ein winziges Dasein ist, mit dem ich mehr als zufrieden und glücklich zu sein habe, ließ das vergangene Erlebte schnell vergessen. Biesenthal, das Behördliche AUS, der exzessive Drogeneinfall, das alles war, nun auf einen Schlag in Vergessenheit - nur noch Vergangenheit und ich konnte mich wieder auf Ziele und Aufgaben konzentrieren. Es hieß aber auch, sich mit dem Autofahren auf amerikanischen Highways und Roads "freizufahren"; von den Drogenexperimenten und Depressionen - die doch noch irgendwie nachhingen. So wie ich es schon bei anderweitigen hunderttausenden an Kilometern erleben durfte, war jedes selbst geführte Autolenken eine wahre Therapie. Es war die Flucht vor dem tristen Alltag und mit Dasty zusammen die Gelegenheit zu langen, intensiven Gesprächen – beim Fahren und Träumen.
Das emotionale Gefühl darüber verband mich noch einmal tiefer mit meiner Dasty. Denn bevor wir im Hotel “Excalibur” abstiegen, hatten wir uns die Kirche zum Heiraten schon ausgesucht und uns in dem kleinen Chapel, wo auch angeblich Elvis Presley sich vermählt haben soll, zur >Nachthochzeit< vormerken lassen. Wir wählten 22:oo h aus zahlentechnischer Überlegung, denn wir glauben ein wenig an geomantische Zahlenmuster. Erst dann ging es in unser Hotelzimmer zum Relaxen und Umziehen, was ebenfalls die passende Zahlenkombination besaß. Dass der Tag von uns ebenfalls ausgewählt wurde, muss ich dabei wohl nicht erst erwähnen. Die Eheschließung vollzog sich wie im Märchen ohne Komplikationen und damit war mein Glücksempfinden grenzenlos. Wenn wir zwischendurch dann an Deutschland dachten, ach herrje! Ein wahrer Freudentaumel des vom Schrecken Abgerückten! Ein Vergessen im Erleben.
Nun hatten wir ausschließlich Zeit für uns selbst und konnten uns auf uns beide konzentrieren. Der Erlebniswert unserer dreiwöchigen „Hochzeitsreise“ durch Kalifornien, Utah und Mexico gab uns die Gelegenheit, durch tiefe persönliche Gespräche, mit der direkten Vergangenheit aufzuräumen und klarzukommen, sowie unsere Beziehung noch mehr zu verinnerlichen. Schließlich war da doch eine Menge aufzuarbeiten. Alle Aufregung der vergangenen Epoche wurde noch einmal angeführt und machte uns Stück für Stück bewusst, was wir selbst mit uns und aneinander haben. Dabei kam natürlich viel zur Sprache und die verachtende Einstellung zu den DDR-Erlebnissen konnte aufgearbeitet werden. Denn die einzelnen Menschen traf ja praktisch keine Schuld und unsere Gäste hielten uns schließlich durch alle Höhen und Tiefen die Treue. Es waren letztendlich behördliche Diskrepanzen und alte Kadermachenschaften, die sich in dem sozialistischen System besonders deutlich gehalten hatten und uns so viele Schwierigkeiten bereiteten.
Auch ihre Verzweiflung bezüglich meiner Drogenaffäre, die sie, am Rande der Hilflosigkeit, zu Wut- und Schreianfällen heimlich und im Stillen brachte, wovon ich gar nichts mitbekam, wurden wieder entkräftet. Denn ich war zwar uneingeschränkt "süchtig", das gebe ich ja zu, jedoch ich konnte mit meiner –Suche- umgehen. Denn um am Leben zu bleiben, muss schon eine gewisse Sucht, und wenn nur zum regelmäßigen Atmen, vorhanden sein. Nun musste sie sich keine weiteren Sorgen mehr machen, da ferner ihre Stärke und ihre Liebe zu mir, mich durchaus entschädigte und dies ein vehementes Erlebnis für mich noch heute darstellt. So wie ich, musste auch sie die zurückgelassene Zeit erst einmal verarbeiten. Jeder eben auf seine Weise - mir wurde dabei nur bewusst, dass ich das wieder im Alleingang und somit mit mir selbst und meinen Negationen bekämpft hatte, was nicht förderlich ist.
Ich musste mir eingestehen, und es wurde mir mit aller Deutlichkeit auch klar, dass ich mit Abstand die großherzigste aller Frauen, nun meine Frau nennen konnte. Denn welche Frau hätte solch ein Theater und so einen kaputten Blues akzeptiert. Welche andere Frau, hätte nicht längst “... und tschüs Alter!” gesagt, statt mich alten Rock'n roll Haudegen auch noch zum Mann zu nehmen. Gerade weil ich mich nach Biesenthal so verhalten hatte und wieder in alten Lastern versackte. Ein völlig neuer Abschnitt des Lebens begann. Nun wussten wir beide gemeinsam, dass wir uns aus der Gesellschaft aussortiert hatten. Für immer “... bis dass der Tod uns trennt ...!” Das hatten wir uns gegenseitig geschworen. Was war dagegen die nun schon fast vergessene und kaputtgegangene Vergangenheit?
Nun benötigten wir nur die Zeit, um unsere Gesundheit zu sortieren und den geschäftlichen Niedergang zu verarbeiten hieß, das Leben neu zu definieren und wieder neue Verantwortung, wenigstens für einander zu finden. Denn für einen geschäftlichen Neustart mit dem Schuldenberg am Hals, dafür gab es keine Möglichkeiten mehr. Nun waren wir nicht nur durch unsere eingeschränkte Gesundheit behindert, sondern auch mit behördlicher Unterstützung der Zukunft beraubt? Nein, auch wenn nun meine Angetraute Dasty Intrigen und Gemeinheiten kennen gelernt, die sie für unmöglich gehalten hätte, wenn Sie diese nicht selbst durchlebt hätte. Nur das soziale, deutsche Netz hielt uns glücklicherweise noch am Leben.
Von nun an beschäftigte sie sich ausschließlich mit der Heilkunde der Pflanzen und der pflegenden Heilkunst. Ich wusste noch gar nicht, wie schnell wir dies Wissen für mich benötigten. Es schien emens, mit was für einer Hingabe sie sich um die Dinge kümmerte, die ihr die Pflanzen, die Heilkräuter und natürlichen Drogen in dem Sinne, für Kräfte und Energien erschlossen, die uns neuerliche Ausdauer verlieh. Mit diesem Weg des Wissens schenkte uns das Schicksal wieder einmal einen beeindruckenden Inhalt an natürlichen Informationen. Denn alle Pflanzen können zum Nutzen der Gesundheit eingesetzt werden und ich war gespannt, ob mit neuerlichen Perspektiven der natürlicheren und bewussteren Medikation durch Pflanzenstoffe, meine Diagnose noch einmal aufzuheben ginge.
Ich fand für sie den alt ehrwürdigen Begriff aus dem Griechisch, wo es da dann unter Iatrik geführt wird, wenn es sich um Heilkunde und medizinische Heilkunst dreht. Aber auch die Spagyrik des Mittelalters beeinflussten sie in ihrem Interesse für die Alchemie der Pflanzen. Und so beschäftigte auch ich mich nun wieder mehr mit entsprechender Lektüre, die mich von der Krankheit fort, zu der Gesundheit führen sollte. Ein alchemistisches Ansinnen, welches zu dem Zeitpunkt zwar keinen aktuellen Charakter hatte, mich aber durch meine Diagnose ebenfalls tief berührte. Wie wichtig es wirklich werden sollte, das konnten wir beide ja noch nicht ahnen. Aber es schien schon einmal die Aufgabe schlechthin zu sein, mit alten Paradigmen aufzuräumen und sich in die Wahrheiten der natürlichen Traditionen zu stürzen – die da sind: Weg – Wahrheit – Licht – Universum!
Die Behandlung von Krankheiten mit pflanzlichen Substanzen, durfte ich lernen, ist dann die Phytotherapie. Ebenfalls aus dem Griechischen und bei unserem zukünftigen neuen Interessen, auch eigentlich der richtigere Begriff, den Bestrebungen meiner Frau dann mit dem Untertitel bei der Iatrik zu versehen. Denn erst mit der Zivilisation einher, ging die Entfremdung von der Natur und so ist die Gesundheit ein Geheimnis geworden. Eben, wie Iatrik und Spagyrik ebenfalls Geheimnisse unserer Zeit sind. Das war die übergeordnete Aufgabe, die uns beide zukünftig vorrangig beschäftigen sollte. Nicht allein nur für uns, sondern auch deshalb, um die gesellschaftliche Sicht innovativ zu bewegen und anderen Betroffenen, über den wissenschaftlichen Stand der Medizin hinaus, erneuerte Einblicke in die elementarsten Bedürfnisse und fundamentalen Notwendigkeiten der Menschheit zu geben.
Da ist es selbstverständlich, dass wir stets unser Leben nach unseren Bedürfnissen gestalten und diesen Weg dann immer wieder neu beschreiten müssen. Dabei ist unser Streben und Handeln Freude und Spaß zu verbreiten und zu schaffen oberstes Gebot. Schon aus lachtherapeutischer Sicht. Gerade bei unseren Krankheitsbildern war es wichtig, wieder ein Teil der Gesellschaft zu werden, da sie auf grundlegenden, strukturellen und psychosomatischen Ursachen beruhten. Denn nur wenn wir das tun, was für die gesamte Menschheit das Beste ist, können wir gewinnen. Dabei müssen wir wieder zu einem gewissen Maß an Gesundheit gelangen; das heißt, gerade für uns “Kranken”, unsere Krankheit zu studieren, um zu wissen, was eigentlich in, und mit unserem Körper so vonstatten geht. Was Gesundheit nun wirklich heißt und wie das überhaupt zustande kommt und sich zusammensetzt, dass wir uns damit und über verschiedene Krankheit definieren und belasten, das sollte von uns selbst bemerkt werden und dann kann es eben auch ein Teil Wissen sein! Das müssen wir erst begreifen lernen. Über das, was wir selber wissen, kann uns nichts vorgemacht werden und stützt unser eigenes bewusstes Sein.
In den Zeiten, wo ich noch aktiv Sport treiben konnte, wohin meine Gesundheit mich auch wieder führen musste, da richtete ich mich ganz automatisch nach einem einfachen Leitsatz aus. “Nur in einem gesunden Körper, steckt ein gesunder, reiner Geist!” So beschlossen wir also, uns nur noch mit uns selbst und daraus notwendig, mit unserem Partner und unserer Beziehung zu beschäftigen. Das Beste für uns finden, um daraus das Beste für das Allgemeine zu schaffen. Mehr konnten wir nicht mehr tun.
Aber von was nun in der Zwischenzeit leben? Eltern, die unser Leben finanzierten, hatten wir nicht. Ein Stipendium war nicht in Sicht. Um unsere zukünftige intensive Beschäftigung auf dem Gebiet Pflanzengeist-Heilmedizin, oder den Energie-Tanz meiner Frau, zu unterstützen benötigten wir nebenher auch Geld zum Leben. Auch bei ihrer Malerei zeigten die Mitmenschen zwar große Bewunderung, aber Geld ließ sich damit momentan und auf eigenartige Weise nicht verdienen. Noch einige Jahre zuvor konnten wir von den einzelnen Aufträgen aus Modeveranstaltungen leben. Wir waren zunächst in Berlin, mit Dastys face-ART-roayal-Malerei sogar relativ bekannt. Jedoch mit dem Versuch ein brandenburgisches Kulturzentrum zu schaffen, hatten wir den Anschluss an die Mode- und Designer-Welt verloren. Vor Biesenthal war meine Frau noch fest mit Design und Mode beschäftigt, nun hatte bei ihr jedoch die zerstörte Aufbauarbeit für den 1. Kulturbetrieb der Mark Brandenburg, auch die letzten Kräfte verbraucht. Die körperliche Verausgabung mit dem Ausgangspunkt ihrer Magersucht war nachhaltig und ja ganz offensichtlich; schließlich mit einem Zusammenbruch bestätigt, da ging also nicht mehr viel mit körperlicher Anstrengung und vorbei schien jede berufliche Perspektive. Auch kreativ.
Meine persönliche Situation war noch katastrophaler. Mein Interesse für Soziologie, Philosophie, Psychologie und Esoterik blieb allgemein völlig unbeachtet, da ich kein abgeschlossenes Studium vorzuweisen hatte. Also, demnach alles eine brotlose Kunst. Die Gastronomie konnte ich wegen meiner Suchtgefährdung vergessen und ich hatte nichts weiter gelernt, als mich herumzuschlagen. Nur wenn ich mich schriftlich einigen Freunden mitzuteilen verstand, konnte ich mich überhaupt noch verständlich machen, jeder persönliche Kontakt mit Menschen machte mich aggressiv. Denn mit der Haftbelastung konnte ich keine normalen Kontakte aufbauen. Schnell wurde ich in den Kreisen nur als Spinner tituliert und hatte mit der verbalen Allgemeinkommunikation meine Schwierigkeiten. Denn ich war ja doch auch unbestreitbar ein Vorbestrafter aus dem Milieu ... mit vielen Ecken und Kanten.
Gemeinsam stellten wir fest, dass das gesellschaftliche Verständnis für uns, nur auf dem Niveau der “AUSSERIRDISCHEN” festgelegt werden konnte. Was schließlich auch nicht gerade unser Selbstwertgefühl unterstützte und natürlich zu weiteren Belastungen führte, da wir stets nur belächelt wurden. Körperlich nicht mehr fit und dazu die finanziellen und sozialen Schwierigkeiten, das ließ keine gute Aussicht zu. Dazu dann Vorstrafenregister und HIV-Diagnose, das vertiefte meinen Intellekt, mit allen gesellschaftlichen Ideen und Verpflichtungen zu brechen. Diese verlogenen Paradigmen der Wohlstandssättigung hatten keinen Bezug zu mir oder uns, verschaffte uns Abstand und konnte uns auch irgendwie abheben lassen. Was uns zwar in den egozentrischen Betrachtungen weiterhin unterstützte, war der Gedanke daran insgesamt doch auch nicht gerade aufbauend. Andere nennen es aussichtslos und ohne Perspektive. Ich hatte so wenigstens meine Hoffnung auf ausgelebte Freiheit. Die nötige Qualität dafür musste ich mir erträumen und diese dann zu verwirklichen, das wusste ich mit meiner Vergangenheit, dafür musste ich mich in Achtsamkeit und Ausdauer üben. Denn eigentlich hatte ich mit der nötigen Beharrlichkeit stets alles das erreicht, was ich irgendwann angestrebt hatte.
Außerdem waren wir in der glücklichen Lage am Leben zu sein. Das war zunächst das Wichtigste. Wir hatten uns und unsere Liebe. Wir konnten uns zwar aus unserer Liebe zueinander das Leben verbessern und auch unsere Beziehung auf geistiger Ebene versüßen, aber wie wurden wir davon satt? Ob das zum Mietezahlen ausreicht? Uns war klar, unter deutschen klimatischen und bürokratisch, wirtschaftlichen Bedingungen konnten wir uns nicht erholen, geschweige uns dann wieder herstellen. Das erschien uns einfach unmöglich. Auch wenn es ein gewisses soziales Netz gab, ließ doch gerade dies einen weder leben geschweige dann in Ruhe sterben. Also musste da auch noch etwas Neues kommen. Denn nur so zu "leben" ist vegetieren und hat keine Lebensqualität. Wenn der Drang zum Schaffen einschläft, ist für uns die Suche nach dem Sinn des Lebens beendet.
Ferner sind unsere beiden Krankengeschichten, nach schulmedizinischen Erkenntnissen nicht heilbar. Mit der psychomatischen Magersucht meiner Frau, hat Medizin und Gesellschaft so gut wie gar keine Erfahrungswerte, da bei Magersucht immer nur von der typischen Bulimie, also Anorexia nervosa, die Rede ist. Selbst in Fachbüchern und von Ärzten wird zugegeben, dass diese Krankheit Rätsel aufgibt – trotz weltweiter Forschung.
Ich habe mir dagegen schon insofern die richtige Krankheit ausgesucht, da wohl weltweit für AIDS die beste Forschung und das meiste Geld ausgegeben wird. Also, wenn schon, denn schon gleich richtig und in meiner Jugend sagte ich immer: “Barfuss oder Lackschuh ... und was mich nicht umbringt, macht mich hart!” Wie gesagt, führt letztendlich jedes Leben zum Tod! Dies war mir schon immer bewusst. Aber aus einer anderen Perspektive und nicht aus unserer fehlenden Gesundheit heraus. Zur Folge blieb, wir waren nun beide uneingeschränkt und offensichtlich arbeitsunfähig. In dem Sinne, Frührentner ohne Rentenanspruch. Und was nun?
Aber eins hatten wir beide nun mal gelernt. Auch aus jedem Minimum noch ein Maximum sowie das Beste zu machen. Auf der Suche nach menschlicher Anerkennung, verstrickten wir uns beide in der Sucht. Um daraus wiederum die Erkenntnis für das Gegenwärtige zu finden – was sich zeitweilig dann als Siechtum zeigte. Das brachte jedoch zum Glück tiefe spirituelle Einblicke. Wenn sich auf den Begriff der “SUCHT” konzentriert wird, so hatten wir eine gewisse Zuversicht, aus unseren jeweiligen Situation gezogen. Dasty aus ihrer Magersucht, so wie das Wort es schon sagt. Ich dagegen auf der Suche nach materiellen Gütern, wobei ich mein ganzes Leben nicht verstehen konnte, warum die Menschheit mit zu viel an Geld, meist menschlich und geistig verarmter sind als materielle Arme. Das war auch paradox und veranlasste zur Zwiesprache mit mir Selbst. Denn auch wenn so genannte Reiche vielleicht noch fachliche Qualitäten aufweisen konnten, sind sie doch häufig wenig menschlich. Verständnis und ehrliche Spiritualität anzutreffen ist da oft völlig fehl. Bedauerlich, aber nach meiner Erkenntnis doch wahr und wohl auch nicht über anderweitigen Ehrgeiz auszugleichen. Nein, ganz gewiss nicht.
Ich kann es aus meiner Sicht und meinem Leben eigentlich sehr gut beurteilen, da auch ich so ein oberflächlicher Dummkopf war, als ich mit 20 Jahren erstmalig einen Ferrari fuhr und mit 21 Jahren bereits meine 20 bis 40 Tausend Mark im Monat verdiente. Alle Menschen, die ich persönlich damals kennen gelernt hatte, waren nicht in der Lage, über Menschlichkeit, Verständnis oder etwa Religion zu reden, geschweige dann soziale kritische Betrachtungen gelten zu lassen. Selbst Gefühle und Logik waren abgeschaltet, nur um das Ziel der Befriedigung, das Geld und die Macht des rechtschaffenen „Rationellen“ vertreten zu müssen, wurden wahre Bedürfnisse verleugnet. Warum eigentlich? Für mich war dies Siechtum und nicht die Suche nach dem Sinn des Lebens, mit allen Konsequenzen – denn ein jeder verlangt ein befriedigendes Dasein!
Anhand unserer Erfahrungen wussten wir, dass die Illusion der von der technokratischen Zivilisation vorgegaukelten Heilen Welt, nur krankmachender, Natur entfremdeter, Sühne- und Leidenswahnsinn vorbringt und dies dann kompromisslos reflektiert. Gerade von diesen Menschen wurden wir meistens dementsprechend auch noch so behandelt, als ob wir es uns selbst zuzuschreiben hätten und wenn meine Frau “nur mal essen würde”, oder ich eben “eine andere Vergangenheit mir ausgesucht hätte”, dann müssten wir jetzt nicht dieses Leben führen. Also kurz gesagt, “selbst schuld” und mit anderen Worten, etwas essen und Drogenfreiheit sollte dann schon zur Gesundheit führen. Als ob es so einfach wäre und ich mir dies Leben aus-geSUCHT hätte. Diese allgemeine Einstellung ist schon eigenartig.
Krebs, MS, Alzheimer oder andere Krankheiten werden häufig im Allgemeinen und von den meisten Mitmenschen, als “tragisches Schicksal und bemitleidenswerte Krankheit” definiert. Aber wir mussten uns sehr häufig anhören, dass wir es uns selbst zuzuschreiben hätten. Für mich kam in solchen Momenten dann der Rolling Stones Titel: „I‘can get now satisfaction“ – in den Sinn – und es interessierte mich nicht, was andere davon hielten.
Bedingt mag auch das Folgende ohne Frage richtig sein. Denn ich sage, “dass der Mensch, ab einem bestimmten Alter, für sich und seine Haltung, Zustand und Aussehen selbst verantwortlich ist.” Schließlich definieren wir uns durch, oder mit dem, was wir zu tun pflegen. Aber ganz besonders auch mit unseren Gedanken. Gedanken führen dazu, dass geglaubt wird und wer glaubt zu denken, der glaubt doch wenigstens schon mal. Glaube ist dann das Ergebnis vieler Bejahungen und letztendlich ein Gemütszustand. Die Tat wird vom Wort, das Wort vom Gedanken und der Gedanke wird vom Glauben und Wissen genährt. Dieser Gemütszustand, der vom Glauben gespeist zu Taten und Geschehen wächst, wird durch Bejahung induziert und geschaffen. Affirmation der positiven Art nennt sich so was dann wohl!
Was war ich schon? Dieb, Einbrecher, Räuber, Sittenstrolch, Zuhälter, Ehevermittler, Nachtwächter, Bühnenarbeiter, Türsteher, Geschäftsführer, Promotor und Regisseur, und, und jetzt ein todkranker Seuchenträger und Sozialhilfeempfänger. „Wir wären Narren, wenn wir das, was uns zusteht, nicht in Anspruch nehmen würden“, sage ich dazu zwar. Das ist die eine Seite, die ich mir einredete. Es ist aber auch diskriminierend und für mich, bzw. uns, eine beschämende Situation. Ein häufig anzutreffendes Zivilisationsdebakel, das aber heutzutage immer mehr die Menschheit heimsucht. Denn wir alle sind auf der Suche. Nach mehr Geld, nach mehr Sicherheit, nach mehr Technik, nach mehr von ALLEM und vor allen Dingen nach Gesundheit und ewiger Jugend. Heißt auf der Suche danach nicht auch süchtig zu sein? Und wie viele Menschen erleiden dabei Schiffbruch?
Wird es uns allen wirklich so beigebracht? Ohne öffentliche Moral und Ethik! Ja, so empfinde ich es. Hauptsache macht sich ein jeder, auf Kosten der Anderen, die Taschen voll? Ist es das, was das Wichtigste ist und was wir deshalb unbedingt gelernt bekommen müssen? Die Politiker leben es in geschlossenen Reihen vor. Manager und Geschäftsführungen werden darauf gedrillt und im Sport, da hat nur der Aussicht auf Erfolg, der den nötigen “KILLERINSTINKT” aufweist. Soziales Engagement und Menschlichkeit muss jeder aus sich Selbst heraus lernen. Wenn wir einen Fernseher, eine Waschmaschine, Computer oder Auto kaufen, dann bekommen wir eine Betriebsanleitung mit ordentlicher Auskunft, wie damit umzugehen ist, beigefügt. Bei unserem Leben glauben wir, dass das alles von selbst läuft und jedes Trottelchen kann Kinder zeugen.
Das nennt sich eben Zivilisation und es führt zu weit, sich darüber weiter auszulassen. Schließlich sind wir alle doch letztendlich so demokratisch und sozial abgesichert, sodass auch wir ein verbrieftes Recht zum Überleben haben. Selbst Kranke und Invaliden und selbst die, die rücksichtslos mit Vorsatz sowie ohne Verantwortung Leben zeugen, selbst für die kommt unser System auf. Das ist nicht in Amerika, Asien oder Afrika so und wir können wirklich dankbar sein, dass wir mit solcherlei Passformalitäten das Licht der Welt erblicken konnten. Denn die armen, bedauernswerten Amerikaner haben überhaupt kein Sozialsystem und dafür nur ein Waffengesetz, welches jeden berechtigt, seine Frau, Kinder, Eltern, Lehrer oder Nachbarn zu erschießen. Ein wirklich verarmtes und bemitleidenswertes Volk, wenn es sich nur über Waffengewalt freiheitlich auszudrücken versteht und das Gewehr und die Pistole dann als Selbstbewusstsein deklariert.
Insgesamt musste ich persönlich jedenfalls sehr zufrieden sein und mich mehr als glücklich schätzen, in diesem wunderbaren Deutschland zu Hause sein zu dürfen. Denn einzelne Passagen der Vergangenheit wären schon ein abgeschlossenes Leben für sich gewesen. Jedenfalls, wenn ich anderswo groß geworden wäre, dann hätte ich aus noch weniger Möglichkeiten auch noch mehr Gefahren versprochen bekommen. In den USA beispielsweise, da wäre ich eventuell mit 13 Jahren hingerichtet worden. Dazu kommt die soziale Absicherung und die medizinische Versorgung. Welcher Afrikaner oder Asiat hat so was? Tja – und juristisch erstmal. In Amerika wäre ich, wenn ich nicht gleich hingerichtet worden wäre, wahrscheinlich noch die nächsten 100 Jahre eingesperrt. Das sind alles Überlegungen, die auf gar keinen Fall außer acht gelassen werden dürfen und wofür ich dankbar bin.
Es ist allerdings auch kein Grund STOLZ darauf zu sein, da ich zu diesem Ganzen nichts weiter dazu beigetragen habe. Außer vielleicht mein eigenes Leben zu leben und so oft und so gut, wie es nur irgend ging, verantwortungsvoll zu handeln und in bestimmten Situationen, bestimmte Leute in die Schranken zu weisen. Jedenfalls empfinde ich von jeher, den kleinen unscheinbaren Kreis meines bescheidenen Wirkens, als absolutes Paradies und rechtschaffene Insel des Friedens. Auch wenn gelegentlicher Kampf dazu gehört. Es ist nur zu verständlich, dass man/frau absolut nichts geschenkt bekommt. Außer dem Leben. Was will ich mehr und was will ich da noch erwarten? Das größte Geschenk, welches am wenigsten Beachtung findet, musste endlich mit offenen Augen angenommen werden. Das Leben!
Selbstverständlich ist es einfach ganz natürlich, dass wenn ich sozusagen im Garten Eden leben möchte, ich auch selber dafür zu sorgen habe, dass die Verhältnisse stimmen und Friede, Harmonie und Ruhe herrschen und ich im Einklang mit Natur, Partner, Tier und Pflanzenwelt lebe. Am leichtesten lässt sich dies nachvollziehen, wenn ich zunächst einmal für mich selbst Verantwortung übe und mir dann Haustiere zulege, um Verantwortung auch für diese zu üben. Das schlechteste ist es sich unerfahren und selbst noch gar nicht reif – noch nicht einmal soweit um für sich selbst sorgen zu können; dann auch noch Kinder sich anzuschaffen, so wie ich es mit knapp 20 Jahren tat! Mein diesbezüglich schlechtes Gewissen darüber brachte mich jedoch dazu, für sie stets zu beten und mich wenigstens geistig damit ständig und intensivst über die Verantwortung im Allgemeinen auseinander zu setzen.
So habe ich mein ganzes Leben lang Hunde, Reptilien und Schlangen besessen und seit dem Ich mit meiner Frau zusammen bin, nun auch für Katzen mit Verantwortung übernommen habe. Das kann verständlicherweise nur in soweit verantwortlich sein, solange ich für die Tiere um mich her, das richtige Biotop, die entsprechenden Verhältnisse und ausreichend Bewegung schaffe und nicht mehr Tiere “sammele”, als ich auch versorgen und mich um sie kümmern kann. Denn es nützt keinem Leben wenn sich übernommen wird und durch vorgebliche Großherzigkeit, Tiere nur noch gesammelt werden. Das sind schließlich auch Überlegungen aus meiner zweifachen Vaterschaft.
Was mir meine gute Beziehung zu meinen Tieren verschaffte, ist in Worten kaum zu erklären, da ich um den Wohlfühleffekt und die Sorge um sie, meine eigene Lebensqualität verbesserte. Außerdem durfte ich vielfach feststellen, dass Tiere wohl doch die besseren Menschen sind. In entscheidenden Phasen meines Lebens haben sie dafür gesorgt, meine Situation zu verbessern, oder auch überhaupt erst erträglich zu gestalten. Über viele Begebenheiten des Alltags und allgemeine Schwierigkeiten hinweg, trösteten meine Tiere mich hinweg und gaben mir wenigstens die Verantwortung zu ihnen, sodass das Gefühl vom Paradies und Garten Eden überall möglich wurde. Gerade, weil der Kampf in und durch die so genannte Gesellschaft um mich her, immer und von jeher kriegsähnlich von mir empfunden wurde, konnte ich mit und bei Tieren Frieden finden.
Aber eben auch, weil ich eigentlich aus meinen Erfahrungen heraus, eine tiefe Ablehnung zu menschlichen Gruppierungen hege und wahre Freundschaft und Gefühle, nur durch den Kontakt zu meinen Tieren lernen durfte. So wie ich zum Beispiel erleben konnte, dass die Hunde, die durch menschliche Hand schwerwiegende Verhaltensstörungen hatten, nach einiger Zeit bei mir, so viel Vertrauen zurückgewannen, sodass sie handzahm wurden und sogar auf meine Gedanken reagierten. Ja, ehrlich – da musste ich wohl ein Hundeflüsterer sein. Die Handlungen bei Hunden konnten mit meinen Gedanken und von meiner Emotion beeinflusst werden. Das stellte ich bei verschiedenen Hunden von mir fest und beobachtete es immer wieder, dass ich einen besonderen Bezug zu Tieren hatte. Selbst Handauflegen und Heilen war eine selbst erlebte Erfahrung, die ich mehrfach antraf und die mich immer wieder beeindruckte, da ich mich mit diesem Thema eigentlich erst einige Jahre später beschäftigte.
Für mich ein erhebendes Gefühl und der Beginn, mein Urvertrauen zu der natürlichen Welt aufzubauen. Zu Naturereignissen ebenso, wie zu Pflanzengeist und jedem tierischen Leben - um dies in mein Eigenes zu integrieren. Das hieß dann letztendlich auch, in mir mehr Vertrauen und Verantwortung zu mir selbst und meinem Umfeld zu schaffen und, ist es nicht das, womit das Leben mehr Spaß macht und die Welt größer wird?
Diesen langwierigen Prozess meiner Entwicklung hatte ich mir selbst angeeignet und mit Tieren zusammen aufgebaut. Das war keine Erfahrung, die mir im Allgemeinen gewöhnliche Menschen vermittelten. Nein, absolut nicht. Außer ganz wenigen geistigen Führern, wie zum Beispiel mein philosophischer Freund Hotte MALA, meine Oma und meine Frau, wurde mir doch von menschlicher Seite, sowie im Besonderen von den Erziehungs- und Staatssystem her, absolut nur völlig Gegenteiliges vermittelt. Ganz entgegen zu meinem Empfinden. Und das ist nun wirklich ein schlechtes Verhältnis, wenn bei Hunderten, oder Tausenden an Kontakten nur drei positive Betrachtungen bleiben. Oder etwa nicht? Aber was lernte ich von den Menschen? Ich muss mir doch nur die Gesellschaft anschauen …
Ich kann mich sehr intensiv und viel zu gut an meine erste Zeit in der Untersuchungshaft Moabit, mit 13 Jahren, erinnern. Es schien eine Welt für mich zusammenzubrechen und keinen Menschen hätte es interessiert, wenn einer meiner Selbstmordversuch wirklich in den Tod geführt hätte.
Moabit – war zu meiner Zeit, Anfang der 60er Jahre, noch zum größten Teil ein mittelalterliches Gefängnisgemäuer. Teilweise ohne jede sanitäre und hygienische Einrichtung, wie warmes Wasser, Heizung oder Toiletten. Es beherbergte damals Erwachsene, einfache Männer und “SCHWERVERBRECHER” unter einem Dach und die Gewalt war die einzigste Hierarchie die Bestimmung hatte. Nun, dann auch noch mit mir Kindskopf besetzt und wozu sollte ich jetzt nun umgeformt werden? Schließlich der Situation angepasst ein gewaltiger Schock für meinen kindlichen Verstand.
Aus der liebevollen Umsorgung meiner Großmutter herausgerissen, ein absoluter Schock für mich, den ich jahrzehntelang nicht zu verarbeiten und verkraften verstand und an deren Spätfolgen ich vielleicht sogar noch heute traumatisch leide. Da viele Reaktionen meiner alltäglichen Handlungen noch immer davon beeinflusst werden. Schon rein mechanisch und automatisch sind da Muster festgelegt, bei denen niemand eine vernünftige Anleitung weitergab – mich aber noch immer lenken und mich auch gelegentlich anders reagieren lassen, als ich es selber wünschte.
Ein Märtyrium der lebensbeendenden Maßnahmen, die mir den Tod vor Augen brachten und mich über den Rand der Verzweiflung weit hinaus, beeindruckte. Es warf in mir nur alle Schlechtigkeit der gesamten Menschheit auf und verdeutlichte, dass mir auch später häufig keine andere Wahl blieb, so zu handeln, wie ich eben handelte. Eine Leidensqual von unvorstellbarer Intensivität, die damit begründet wurde, dass ich wie gesagt, einem Schulfreund Zigaretten versteckte und mich beim Mopedfahren ohne Führerschein, von der Polizei ergreifen ließ. Dazu kam die unverzeihliche Position, dass ich eben keine Eltern besaß. Für die damaligen Gerichte ausreichend mich mit staatlichen Konsequenzen zu belegen. Heutzutage nicht mehr vorstellbar, aber damals noch Realität.
Dieser Irrtum, der auch die Justitia nach sechs Wochen zu Gegenmaßnahmen veranlasste und mir meinen ersten öffentlichen Erzieher, Herrn Eddinghaus vorstellte, brachte dann den zweiten Schock. Auf jede Frage von mir wurde ich darauf verwiesen, dass auf dem Dachboden des Amtsgerichts Tiergarten noch eine Guillotine deponiert sei. Vor dem Schlafzimmerfenster meines vergitterten Zimmers „mit Aussicht auf das Leben“, stand ein alter Galgen aus Adolfs Zeiten. Dieser sollte nach Aussage meines Erziehers, allein für solche Typen wie für mich gedacht sein. Ist das nicht äußerst menschenfreundlich? Ich finde es noch heute als eine hervorragende und bemerkenswerte, sowie wahrhaftig heilpädagogische Art und Weise, solcherlei aufbauender Erziehungsmethoden mehrmonatig, oder auch über Jahre zu praktizieren. So werden „Staatsfeinde“ perfektioniert. Denn meine kindliche Aussicht bestand damals darin, diese Erziehungstorturen als Bestimmung der nächsten sieben Jahre zu sehen; da ich ja erst mit 21 Jahren volljährig war. Dieser erwähnte Galgen – als Aussicht auf das zukünftige Leben, zum Fußballtor umfunktioniert, wurde zum Trauma mit Hass und Gänsehaut, wenn ich später Fußball erleben sollte …
Da hatte sich eine Perspektive in mein kindliches Gehirn dermaßen eingegraben, sodass es dann auch meine “Heilsversprechung” für die Menschheit, die ich persönlich traf, sein sollte. Da herrschten nur Rachegedanken, aber auch der unabdingbare Gedanke zur Eigen- und Selbstständigkeit. Mit dieser verdeutlichten Grundeinstellung, hätte sich dann schon zwei Jahre später, fast beinahe, mein aktiver Eintritt in die Rote Armee Fraktion vollzogen. Diese hatten sich aus den ersten Schritten der “HASCHREBELLEN” gegründet und war die Antwort, die damalige Gesellschaft der 68er, auf revolutionäre Weise zu verwandeln. Es ging um Reformen und hinweg mit den Naziführern, so wie ich sie in meinen ersten Erziehern und Psychologen angetroffen hatte. Da war die Hippie-Ära mit den Berliner Haschrebellen ein Ausweg und der persönliche Freiheitsausbruch aller bisherigen negativen Erlebnisse. Ein fröhlicher Anfang mit friedfertigen Gedanken, wurde durch die Agitationszeitschrift 883, der Kommune 1, der Gründung der Roten Armee Fraktion und all deren Aktivitäten beeinflusst.
Mit Hingabe konnte ich den Reden von Rudi Dutschke lauschen, dessen Zitat von Fontane mich bis heute begleitet: „Wer mit 20 Jahren kein Revoluzzer ist, der hat kein Herz - wer es mit 40 dann immer noch nicht ist, das ist ein Dummkopf!“ Dazu die Musik der Stones, Eric Burden, den Doors und all den anderen vielen Poeten … das waren doch die Wahren Christen, Revoluzzer und geistig wachen Köpfe - aber meine Lehrer, meine Eltern - und all die anderen >seriösen< Gestalten … puh, wenn es mich nicht schüttelte, dann bekam ich Hass! Bei den Gefühlen verdrehte sich der Magen und ich konnte nur mit mir Selbst umgehen …
Dann die Ära der Haschrebellen - und mit meinen Erfahrungen aus Erziehungsheim und Strafanstalt verständlich, aber absolut nicht respektabel, dass ich mich ihnen zuwandte. Die Nachfolger, die Rote Armee Fraktion (RAF), da war es dann doch schon etwas anderes. Es ist mein Glück meines Schicksals, dass ich den Durchblick sozusagen hatte, um eine übergeordnete undurchsichtige Sache darin zusehe. Der übergeordnete Begriff des Sozialismus war so unantastbar für mich, wie die kirchlichen Betrachtungen dem Glauben gegenüber. Mein Horizont ließ nicht den Hintergrund und die Drahtzieher erkennen, weshalb ich nach meiner Beteiligung bei den Haschrebellen doch recht schnell auch wieder den Abstand zu den geforderten Dingen und den Gedankenüberzeugungen der RAF fand.
Meine aus eigener Erfahrung gewonnene Intuition, den erwachsenen Menschen gegenüber und der persönliche Kontakt, zu dem zeitweiligen Waffenbeschaffer Günther Voigt, verhinderten es, dass mein Interesse an den Haschrebellen nicht mit gleichem Maße, der Roten Armee Fraktion (RAF) galt. Denn wie sich später herausstellte, war mein gesundes Misstrauen diesem dubiosen verräterischen Voigt gegenüber, mehr als begründet. Er trat dann nämlich als Kronzeuge auf und verschwand ebenso dubios wieder im sozialistischen Untergrund, wie er auf der Bildfläche erschien und mit seinen Waffengeschäften herumprahlen konnte. Sein auffälliges und mysteriöses Verhalten ließen mich stutzig werden, was mir mit meinem "Durchblick" letztendlich viel Ärger ersparte. "Unbewusst" wurde ich von Voigts Verhalten gewarnt, den Folgeschritt zu tun. Eine Eingabe meines Gefühls.
Auch wenn meine guten Kontakte es mir ermöglichten einen tiefen Einblick in die Strukturen einer notwendigen Revolution nachzuvollziehen, so war ich doch stets skeptisch. Obwohl es mein damaliges anarchistisches Denken im Allgemeinen doch befürwortete und ich die Stundentenunruhe als solche für gut empfand. Aber mein Instinkt, mein Gefühl das wurde gestört durch den Kontakt mit dem Waffenbeschaffer der RAF; Voigt. Er war mir so unsympathisch wie die Rechtsanwälte Schily und Mala. Eben, durch die Aussage von Rechtsanwalt Schily, der die Verteidigung eines Strafverfahrens gegen mich wegen Landfriedensbruchs ablehnte, da ich ohne Elternhaus eine „kriminelle“ Vergangenheit, aber eben keine „politische“ haben sollte. So war seine Aussage zu meiner Bitte von ihm verteidigt zu werden. Bei einer Demonstration der Haschrebellen, war ich in das Netz der Ermittlung geraten und musste mir dann die Ablehnung der Verteidigung anhören. Aber dadurch lernte ich dann wenigsten meinen hoch verehrten Kiezverteidiger RA Klaus-Peter Stamm kennen. Denn er sollte mich viele Jahre begleiten und noch heute bin ich ihm zu großem Dank verpflichtet, wobei ich es bis heute zu schätzen weiß, dass ich diesen Verteidiger für die wichtigste Strecke meines Weges an meiner Seite hatte.
Daraus entschied sich mein eigener Weg. Ein wenig hingezogen zu den Rockern, die sich wie gesagt auf meine Initiative hin zunächst als eingetragenen Motorradverein “MEPHISTO MC” gründeten und bei denen ich mich mit der weiteren Verbundenheit zu den befreundeten Zuhältern, Huren und Transvestiten, mit Abstand am wohlsten fühlte. Auch wenn mich diese Kontakte nicht befriedigten, so beruhigten sie mich. Glücklicherweise bestritt ich stets meinen eigenen Weg und war wenig beeinflusst durch innigere Kontakte zu irgendwelchen Gruppierungen. Es sind aber alles zusammen Erfahrungen, die ich heute nicht mehr missen möchte. Es sind alles insgesamt Verbindungen zur lebendigen und aufrechten Realität, die mir heutzutage meine persönliche Einstellung erleichtern – aber auch einen Standpunkt geben.
Mit AIDS positHIV im Hier und Jetzt mein Paradies zu erkennen und mir den “Garden Eden” zu schaffen, das habe ich auch meiner Vergangenheit zu verdanken. Soweit jedenfalls zur Erklärung für diejenigen, die mich in meiner diesbezüglichen Aussage zum Spinner erklären wollen. Denn die absolvierten Wege bestimmen Mensch und Charakter – so wie diese Wege gegangen werden, so prägen sie Geist und Körper.
Aber all das sind eigenständige Geschichten mit hausgemachten Problemen und diese waren nie welche für mich, auch wenn ich mit den Auswirkungen leben musste. Da waren stets doch noch andere Dinge des Lebens wichtig. Wenn man/frau ferner daran denkt, dass 800 Millionen Menschen weltweit hungern und täglich 30 Tausend Kinder weltweit sterben müssen - verhungern - oder an Kinderkrankheiten, die für uns gar kein Problem mehr darstellen jämmerlich dahinsiechen. Ferner aber auch an Ernährungsmangel, an Trinkwasserverseuchung, durch Tellerminen und Krieg - dann leben wir alle hier, wirklich im Paradies.
Ich möchte hiermit heutzutage nur allen Erkrankten ein Licht anzünden, das zum Überleben verhilft. Nicht über die Dunkelheit klagen zu müssen, die auch meinen Weg zeitweilig beschattete, sondern das Leben allgemein Bejahen. Das ist der Gedankengrundsatz, der mit Geisteskraft den Glauben und das Wissen verstärkt und dann Tat-Sachen entstehen lässt.
Dabei hat meine Großmutter, meine Dasty und mein geistiger Führer MALA mit seinem d’ART e.V. sowie aus der philosophischen Praxis Berlin, aber auch noch andere Freunde dazu beigetragen haben, mir Kontakte mit Herz zu ermöglichen. Die ich dann bei Tuarekts und Berbern, Schamanen und Indianern, Hippies und Terroristen fand und mich mit ihnen verband. Ferner setzten diese Begegnungen in meinem Kopf Götter und Dämonen frei, um mich zu meinem heutigen Denken zu bewegen.
Ich durfte mit Atheisten, Buddhisten, Christen, Juden und Moslems sprechen, die mir weltliche Menschlichkeit und kosmopolitisches Denken vermittelten und mir vor Augen führten, dass schon mit der Barriere der unterschiedlichen Sprache, ICH überall auf der Welt DER Ausländer bin. Ein Ausländer, der zur Wegfindung eine stützende Hilfe benötigt, die mir die im gleichsprachigen Dialekt sprechenden Landsleute, nur sehr selten erweisen können. Denn erfahrungsgemäß, muss ich mich überall durch das Fremde finden. Nebenher wird von mir als Ausgleich noch das Yoga verehrt und praktiziert. Sodas die innige Liebe zur Schöpfung gestärkt wird, wobei die unterschiedlichen Yogapraktiken, auch erst verschiedene Bereiche der Erneuerung, praktisch umsetzten lassen. Wie zum Beispiel das Karma-Yoga, welches gutes Handeln ohne den Wunsch auf Lohn übt. So zeigte es mir jedenfalls mein eigener Weg meines persönlichen Lebens auf.
Wie meine Erlebnisse beweisen, bin ich doch häufig fremder zu Hause, als in der Ferne, in der sich gelegentlich eine neu Heimat finden lässt – ohne Angst und Schrecken, jedoch mit dem Feuer der Hoffnung im Herzen. Dies kann zu Verantwortung und Selbstfindung führen, da so dann doch den engen Maschen des eigenen bzw. vorgelebten „Stammesbewusstseins“ entgangen wird. Das ist für mich, mein Weg aus meiner Krankheit HIV bzw. AIDS und so wird das Leben für mich zum Forschungslabor, wo hoffentlich irgendwann einmal intelligentere Wesen als wir die Entwickelung beeinflussen, um den Evolutionsablauf unter bestimmten Bedingungen zu beobachten, oder zu wiederholen. Mein eigenes inneres Feuer war somit auch der erste Schritt, fast wie bei der Zivilisation mit der Bestie Mensch insgesamt, Bewegung in das Spiel – welches Leben heißt – zu bringen. Denn obwohl wir uns mit den Tieren den Gebrauch von Waffen und Werkzeug teilen, sind die Menschen die, die alles missbrauchen. Was keinem Tier in der Form einfallen würde, die die Natur trotzdem nutzen und Werkzeuge und Waffen ebenso, wie Nestbau, Vorratshaltung, Aufgabenverteilung und Kommunikation kennen. Ameisen halten sich beispielsweise Blattläuse zur Milchproduktion, junge Katzen und Hunde spielen fangen mit Steinchen, und wer sagt uns, dass die Vögel beim Singen und die Mücken und Schmetterlinge beim Tanz keine künstlerischen Ambitionen haben? Wer die Lebendigkeit des Falters beobachtet, findet Bewegung ein Leben lang … so wie sich die Flamme stetig bewegt und züngelt. Dies Feuer, welches da lodert, ist jedoch auch das Gleiche wie das, das an die uralten Geschichten des Lebens erinnert und daher einen manchmal zu verbrennen scheint – und selbstverständlich auch Wunden hinterlässt.
Außer dem Menschen kann bis heute kein Lebewesen Feuer machen oder es benutzen. Wer gab dem Menschen die Feuertaufe? Der Zufall, die Fingerfertigkeit, der Sonnengott, der Mut eines Verzweifelten, einen Zweig von einem brennenden Dornbusch abzureißen, der sich in der Mittagshitze entzündet hatte, um sich damit notgedrungen zu verteidigen … oder anzugreifen. Die Erinnerung ist längst in der Vorzeit versunken, die Magie ist geblieben und flammt jedes Jahr in der Johannesnacht beim Tanz um das Feuer wieder auf! Nur soviel sollte mir in Erinnerung bleiben – und das half dann ebenfalls über viele Dinge hinweg, wenn ich meiner Frau beim Tanzen zusah. Wobei stets ganz offenkundig auch bei ihr die Flamme eines Feuers loderte, welche Kreativität genannt wird und ersichtlich den nahrhaftesten Boden in ausgedörrtem Grund und stetem Hunger findet.
Der einzelne Mensch beweist
seine Individualität nicht dann,
wenn er sich um sie bemüht,
sondern wenn er sie vergisst
und nach Maßgabe
seiner Kräfte und Fähigkeiten tut,
wozu ihn seine Natur treibt.
Lew Nikolajewitsch Tolstoi
ELEMENTAR FUNDAMENTALES
Mit dem Wissen um meinen fehlenden Gesundheitszustand musste ich für mich und mein Denken; ebenso, wie für unsere gemeinsamen Lebensumstände, auch weiterhin suchen, studieren und forschen und daraus ein Handeln zu einem erneuerten Prozess des Glaubens anwenden zu können. Hier liegt wohl essenzielle Wahrheit und Elementares mit Fundamentalem beieinander - und es war die Hauptsuche meines bisherigen Lebens als solches. Um es der/m LeserIN verständlicher zu machen, werde ich darauf noch im Einzelnen näher eingehen. Aber es ist andererseits der Inhalt dieses Buches und dabei möchte ich das nicht nur mit meinen Gedanken wissen und glauben, sondern muss es in meine alltäglichen Taten umsetzen und rituell anwenden. Ebenso, wie ich die Aufgabe habe es weiterzugeben. Denn ohne ständige Arbeit an den Dingen ohne Weitergabe und Aufzeichnen lässt sich kein Einblick zu den wichtigen Sachen finden. Wenigstens das hatte ich schon seit Jahren begriffen. Auch wenn es sich nur schwer umsetzen ließ.
Nun, ich sollte mich wohl nicht mehr in gesellschaftskritische Analysen verstricken – schon dann konnte ich am eigenen Körper etwas gesunden, da die gesellschaftlichen Probleme einen ja sowieso permanent begleiteten und entgegenspringen. Gerade diese Dinge machen aber auch krank. Auf Rat und Tat von anderen Menschen zu hören, war mir in all den Jahren bewusst gemacht worden, dass das nicht unbedingt ein gesundes Handeln nach sich zieht. Es sei dann, es handelt sich um die Ratschläge der nahe stehenden Lieben, wobei viele Menschen heutzutage selbst bei diesen nicht wissen, woran sie sind. Und, gelegentlich sind “tausend Feinde zu haben besser“, als einen einzigen "Freund". Ebenfalls eine Erfahrung, die mir das vergangene Leben immer wieder vor Augen geführt hatte.
Die wenigsten, und nur vereinzelte Menschen führen positive Absichten im Schilde. Entsprechend drastischer wird es bei denen, die theoretisch verantwortungsvolle Stellungen bekleiden und eigentlich “Führungspersönlichkeiten” genannt werden. Denn die wollen vorrangig nur für sich selbst das Beste. Das wurde mir bisher fast täglich verdeutlicht und so musste ich es als Begebenheit einfach begreifen lernen. Natürlich macht jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen, die nicht immer ebenso negativ sein müssen. Es gibt auch nichts, aber vor allen Dingen keine menschlichen Eigenschaften, die verallgemeinert werden dürfen und allgemein zu bewerten sind, da sich immer und unter allen Menschen eben solche und solche befinden. Auch das lässt sich nicht bestreiten.
Ich musste zu meinen ureigensten Energien finden. Musste auf mein Herz und mein Gefühl mehr achten, meiner Frau vertrauen und dem folgen lernen, was mir daraus mein Verstand, über den Bauch empfahl. Die Seele sprechen lassen und nicht nach logischem Verständnis suchen. Denn vernünftige Logik gibt es beim irdischen Zusammenleben der Menschen kaum.
Alle weiteren Zweifel wurden zu diesem Zeitpunkt, wieder einmal vom Schicksal gelenkt. Ich dachte noch immer an das AUS in Biesenthal und meine neue Zukunft die gar keine zu sein schien, mit meiner Frau Dasty. Gemeinsame Interessen verbanden uns und diese hieße es nun, auch zu festigen und zukünftig noch intensiver zu verinnerlichen und zu verfolgen. Dabei hieß es, dann auch gleichzeitig wieder eine neue Aufgabe zu finden. Obwohl ich Biesenthal als meinen >letzten Versuch< betrachtete, dieses Leben für mich noch einmal geordnet und in die für uns notwendigen Bahnen zu lenken und sich aus diesem selbst gefassten Vorsatz dann aus dem Übrigen wieder zu befreien, mit meiner Diagnose, das alles hatte ich gelegentlich einfach vergessen. Oder besser gesagt, beiseite geschoben. Schließlich sollte alles in meinem Leben wieder eine Perspektive bekommen, die irgendwie auch meine bzw. unsere Altersversorgung beinhaltete. Dabei war die Vergangenheit mit entsprechendem Herzblut verfolgt und leider ohne sichtbaren materiellen Erfolg geblieben.
Nun, galt das Bestreben meiner Dasty den Pflanzengeistern und den natürlichen pflanzlichen Stoffen zu folgen. Diese Kräuter, die für alternative Arzneien verwendet werden können, um damit meiner und auch ihrer Willen, dann auch unserer Gesundheit somit wieder Aufschwung zu verleihen, so sollte nun das nächste Ziel heißen, sich um diese Dinge zu kümmern. Ich setzte mich wieder einmal hin und verfasste mehrere Hundert Seiten Skript für ein Schönheitsbuch meiner Frau. Mit deren Aspekten und Ansichten, sowie über die Arbeit ihrer jahrelangen Kunst am Gesicht. Dem Gesicht des 21. Jahrhunderts (PHI im Griechischen die Zahl 21), wie es uns Profis bestätigten und welches mittlerweile ähnlich mit Make-up versehen von vielen Werbepostern strahlt – wovon wir nichts haben, wenn es nicht von ihr gefertigt, ausgeführt und vorgestellt wird.
In meiner Erinnerung hatte sich eine Erfahrung festgesetzt, die mich dazu veranlasste zu dem gegebenen Zeitpunkt, auf alle herkömmlichen medizinischen Erkenntnisse zu verzichten. Dazu musste ich an Schönheit denken und mich selbst an sie neu heranführen lassen. Ferner waren mir durch meine Frau nun die Kräutergeister zugänglich gemacht und somit diese doch lieber, als mich mit meiner Diagnose zu beschäftigen und mich pharmazeutisch vergiften zu lassen. Denn gerade auch von der Schulmedizin war ich zwischenzeitlich wieder stark enttäuscht worden und wusste doch im Allgemeinen, dass die „echten“ Drogen bei weitem ungefährlicher sind als die vorsätzliche Vergiftung der Pharmaindustrie. So machte ich erneut meine Erfahrungen, da ich inzwischen einen Leistenbruch zu behandeln hatte und was mir bei dieser Diagnose und stationären Behandlung im Klinikum Steglitz in Berlin widerfuhr, das spottete mal wieder allen Verhältnissen und Beschreibungen von schulischem Medizinverständnis. Trotz aller genialer technischen Errungenschaften und den daraus gelegentlichen medizinischen Erfolgen, die beeindruckend sind, waren fünf Ärzte nicht in der Lage einen Leistenbruch zu diagnostizieren. Bei einzelnen Eingriffen sind die medizinischen Errungenschaften auch ohne Zweifel grandios. Aber im Besonderen katastrophal. Ich persönlich habe meine eigene Einstellung dazu. Also, ich will der Reihenfolge berichten.
Begonnen hatte es damit, dass ich seit mehreren Tagen über starke Schmerzen im Unterleib klagte und davon meiner Frau berichtete. Sie machte sich zugleich enorme Sorgen, da wir ja nicht wussten, um was es sich dabei handelte, und sie ihren Onkel an Hodenkrebs versterben sah. Dies miterlebt und in tiefer Erinnerung, beschloss sie, für mich einen Termin in der Universitätsklinik Berlin-Steglitz zu vereinbaren.
Ich war davon nicht erbaut, denn wie erwähnt ist mein Vertrauen zu Medizinern in Krankenhausanstellungen, die dann vielleicht auch noch an öffentlichen Universitätskliniken studiert hatten, oder dort arbeiteten, gleich null – und mit absoluter Skepsis zu begegnen. Man/frau ist und bleibt ein “Versuchskaninchen“. Also kam ich ziemlich schweigend dem Termin nach und meldete mich termingemäß im Klinikum Berlin Steglitz. Meine Vorstelligkeit führte dazu, dass ich über eine Woche lang von den verschiedensten Professoren untersucht wurde, ohne, dass diese mir eine Diagnose mitteilen konnten. Zu meinen Schmerzen befragt, erklärten mich zwei Doktoren sogar zum Simulanten. Darüber erbost, äußerte ich mich und wurde dann an eine Ärztin für Urologie weiter verwiesen, die endlich mit einem Blick konstatierte, dass das ein klassischer Leistenbruch sei.
Die darauf folgende Operation verlief zwar ohne Komplikationen, aber im Nachhinein und zu meinem Erstaunen, kam damals keinerlei Kommentar über meine HIV-Infektion zutage. Von der ich zu dem Zeitpunkt zwar selbst noch nichts wusste, die aber wie später diagnostiziert, doch bereits längst vorhanden gewesen sein sollte. Hierbei zeigte sich dann doch wieder bestätigt, dass die Mediziner in meinen Augen nur noch “Fachidioten” sind.
Aus meiner Perspektive war ich von jeher besser beraten, wenn ich meinen Lebensweg einschließlich meiner Gesundheit, wie sich später ja auch zeigte, gerade im Hinblick auf den HIVirus schulmedizinisch ignorierte und meine persönliche Erkenntnis verfolgte. Das hieße also gegenwärtig, mich ausschließlich mit der Ursache zu beschäftigen und selbst nach dem besten Wege zu forschen. Nur einer konnte Ursache und Wirkung für seinen Körper bestimmen und direkt verbinden.
Es könnte heutzutage viel mehr heilbare Krankheiten geben, wenn die Schulmedizin nicht den Anspruch ihrer alleinigen Allmacht-Stellung vertreten würde und außer ihrer, auch soziale, seelische und geistige Ursachen gelten ließe. Da gibt es so viele unheilbare Krankheiten, weil diese ein herrschendes Dogma mit fester Überzeugung aus Bequemlichkeit und Kaltschnäuzigkeit, in den Köpfen vieler Menschen und Mediziner ist. Das ist ein Fluch für die Patienten und dieser Fluch wird millionenfach ausgesprochen.
Sich mit den Ursachen beschäftigen, hieße das nicht aber auch gleichzeitig wieder, sich mit den gesellschaftlichen Unzulänglichkeiten zu befassen? Was sind denn eigentlich die häufigsten Ursachen unserer gesammelten Krankheitsbilder? Umso mehr ich mich mit Ursache und Wirkung beschäftige, desto häufiger stelle ich fest, dass mit der Entfremdung von der Natur, hin zu einer zivilisierten Welt, zunächst der Geist, also der Kopf erkrankt. Daraus resultiert das Denken, woraus der Glaube erwacht. Dann stimmen die vermittelten Inhalte mit den elementaren Notwendigkeiten des Lebens, nicht mehr überein und so setzt sich fundamentale Fehlinformation, über lang oder kurz so dermaßen in den Köpfen der Menschen fest, dass die Folgen der Ursache dann die unterschiedlichsten Erkrankungen sind, die doch über die Information des Bewusstseins gespeist, eben auch gerade Fehlinterpretationen zulässt und somit erst manifestiert werden.
Meine intensiven Studien darüber kommen in allen Informationen immer wieder zu dem gleichen Schluss. Ob nun auf wissenschaftlichem, medizinischem und technischem Gebiet von Ernährung, Sozialstruktur oder Lebensqualität, die richtigen Informationen werden häufig nicht offiziell anerkannt, da eine unzureichende Oberflächlichkeit meist mehr Profit verspricht. Das Interesse weniger, an gesünderen "Patienten" zu verdienen ist einfach illusionär und wer an den allgemeinen Tatsachen dies nicht erkennt, der verleugnet jede Wahrheit.
Ich möchte diesen Standpunkt von mir nicht weiter ausdehnen, aber wie bei meinem Leistenbruch schon wiederholt festgestellt, wäre zu früheren Zeiten es nicht nötig gewesen mich mehrfachen Facharzt-Untersuchungen, ohne Diagnose, zu unterwerfen. Zu Zeiten, wo jeder noch Vertrauen in seinen Hausarzt haben konnte, war ein Leistenbruch zu konstatieren eine Routineuntersuchung von wenigen Minuten. Eine Woche lang medizinisch herum zu experimentieren ohne definitives Ergebnis, das kann sich nur eine "Wohlstandsgesellschaft" leisten.
Da wir aber der modernen Gesellschaft ausgesetzt sind, wo allein, Profit verwirtschaften um jeden Preis, das Sicherheitsdenken bestimmt, werden Leistungen in Anspruch genommen, die in keinerlei Verhältnis mehr zueinander stehen. Das ist mehr als Misswirtschaft, sie geht bisher aber auf. Wie lange noch lässt sich in Medien und Presse ständig aufs Neue verfolgen.
Ein anderes Beispiel ist vielleicht verständlicher. Ich kann mich erinnern, dass zu Zeiten in denen es notwendig war, meine Kraftfahrzeuge von Vertragswerkstätten warten und pflegen zu lassen, kaum ein Monat verging, in dem nicht eine größere Reparatur, auch große Kosten und Material verschlangen. Dann musste ich mit minimalen Mitteln für meine Fortbewegung sorgen und plötzlich musste ich feststellen, dass bei wesentlich weniger Reparaturen die notwendig, auch wesentlich weniger Teile verbraucht und Verschleißteile erneuert werden mussten. Autoreparaturen reduzieren sich desto seltener die Fahrzeuge der Werkstatt vorgestellt werden. Auch dies ist ein Kosten-, Nutzen-, Rechnungsfaktor, der erst selbst erlebt werden muss, um ihn begreifen zu können, da sich auf die "Anständigkeit" berufen wird. Jedoch diese achtsame Anständigkeit gibt es ja gar nicht mehr.
Den Rest, den ich dazu noch sagen möchte, den kann sich wohl nun auch jeder selber denken. Das sehe ich dann letztendlich so, wie mit der Droge Alkohol, die offiziell erlaubt ist, weil genügend mit ihr verdient wird. Es sind einfach zu viele Interessenverbände, die sich mit und an der Droge die Taschen zustopfen. Bei Haschisch dagegen, einer Heilkräuterpflanze natürlichen Ursprungs, müssten zu viele Interessenverbände auf zu viel Profit verzichten. Also ist demgemäß eine göttlich natürliche Pflanze zu besitzen oder zu gebrauchen verboten. Denn sie könnte sich ja ohne allgemeinen Profit im eigenen Garten ausbreiten und würde, ohne andere dann daran verdienen zu lassen, dem Einzelnen Wohlbefinden und ein größeres Maß an Gesundheit versprechen und auch bescheren.
Aus all diesen Erkenntnissen heraus habe ich für mich persönlich festgelegt, dass der Weg den ich zu beschreiten habe, allein und einzig von mir selbst verantwortet werden muss. Ich muss mir diesen Weg auch selbst gestalten, sodass ich eine befriedigende Lebens- und Gesundheitsqualität erlangen kann. Wenn ich dabei dann das Beste für mich und meine Mitmenschen im Umfeld erreichen kann, ohne mein Umfeld oder meine Mitmenschen zu schädigen, dann ist der Weg das Ziel. Ein Ziel, das es sich wahrhaftig lohnt zu erreichen. Daran musste ich mich also zukünftig üben. Ich hatte eine Aufgabe und musste zu den elementarsten Erkenntnissen des fundamentalen Wissens zurückfinden. Zunächst für meine Frau und mich, dann letztendlich für die Menschheit im Allgemeinen. Das ergab sich dann fast wie von selbst.
Zunächst erinnerte ich mich an Begebenheiten, die mich meines Erachtens automatisch an die Ursprünge meines Daseins führen sollten. Einige wenige möchte ich zur allgemeinen Information auch folgen lassen. Die Strukturen dieser realen Begebenheiten machten mir meine Schicksalsfügung deutlich. Dabei kann sich eine Erneuerung von Bedingungen nur einstellen, wenn Wandlung und Bewegung dazu animieren und fortlaufend den natürlichen Voraussetzungen angepasst, die Veränderung ohne Zerstörung garantieren. So wie in der Natur der Sommer den Frühling ablöst und der Winter auf den Herbst folgt, wodurch im nächsten Frühjahr die mehrjährigen Pflanzen wieder ein Stück gewachsen sind. So musste ich mein Leben neu definieren und versuchen, im Wachstum meines geistigen Bewusstseins, den Virus zu beherrschen und nicht etwa, dass das Virus mich beherrscht.
Meine Frau versprach mir, alles Erdenkliche dazu beizutragen und ich war mir meiner geistigen Kraft, sowie der universellen Energie bewusst, dass das die nächsten Jahre uns und unsere Jahrzehnte ausfüllen kann. Zwischenzeitlich darf aber nicht vergessen werden, daran auch kontinuierlich zu arbeiten und sich mit einem erneuerten Bewusstsein zu beschäftigen. Es verlangt einen fortlaufenden Arbeitseinsatz.
Es wurde mir erneut klar, dass die Verbindung zwischen dem indianischen Pfad, von dem ich schon in meiner Kindheit geträumt hatte, dem buddhistischen Glauben, sowie in der Meditation mit dem Sonnengott der Azteken sowohl der Ägypter mit ähnlichen Übereinkünften Bestand hatte. Also, somit für meine weitere Aufgabe auch darin einen Weg als Ziel zu beschreiten; dass das eingemeißelt für mich feststand, diesen Weg jetzt zu finden und mich nicht wieder ablenken zu lassen. Das war die eigentliche Aufgabe, um an mein Ziel zu kommen. Den Weg als Wahrheit zu sehen und das Licht im Universum zu finden, das waren doch für den Menschen die eigentlichen Aufgaben, die wir alle zu bewältigen hatten. Und dabei hatte ich mediale Voraussetzungen.
Meine HIV-Diagnose war keine Strafe und kein auferlegter Leidensweg, sonder für die Zukunft einzig und allein von Interesse, dass daraus wieder Spaß, Freude, Lebenslust und das Beste für uns Alle entsteht. Ja, so konnte es sich entwickeln. Das musste aber über meine Gedanken passieren. Denn es gibt keine Gedanken und kein Gefühl, das nicht auch eine Kette von Stoffwechselprozessen erzeugt, die dann in Lebensmustern festgelegt werden. Ähnlich wie ein Steinwurf, der konzentrische Kreise im Wasser bildet, so verhält es sich mit der Arbeit an den Gedanken, die der Geist und der Glaube an ihm hervorruft.
Die Seele, mein Gefühl gaben mir die Lösungsorientierung und das Vertrauen auf die Selbstregulation. Denn ich wusste, dass wenn Geist und Seele von Heilungsprozessen blockiert werden auch oftmals die besten Methoden nichts nutzen, um das Gefühl der Gesundheit zu unterstützen. Dabei sind geistige Glaubenssysteme und Selbstbilder starre und echte Systeme. So sind Schuldzuweisungen statt Selbstverantwortung für das eigene Leben zu übernehmen aber auch Blockaden und Urheber, um zu leiden. Gelegentlich erhält erst das Leiden im Leben und die Verantwortung dazu, wird den Sternen, dem Wetter, dem Chef, den Eltern, der/n PartnerIN, den Bakterien, den Viren oder dem Karma aus früheren Leben zugeschoben. Nur um die eingefahrenen Muster des Gelernten nicht aufgeben zu müssen.
Also erinnerte ich mich zunächst meiner Kindheit. Ich hatte von meiner Oma ein ganz phantastisches Indianerbuch geschenkt bekommen und es buchstäblich immer wieder und immer wieder verschlungen. Da war die Rede von den Riten und Bräuchen, von den Medizinmännern und Kriegern, von dem Leben bevor die WEISSEN kamen und das Land zerstörten, die Frauen vergewaltigten und die einzelnen Stämme ermordeten.
Heute ist das nur noch Vergangenheit und es besteht kein Grund, sich daran festzuhalten oder dies wieder zu beleben. Aber es sind Erfahrungswerte, aus denen sich Kraft schöpfen lässt und womit sich das eigene Leben, für die Zukunft, neu gestalten lassen kann.
Es wäre zwar schön, wenn ein Indianer, aus irgendeinem Reservat, diese elementare Struktur der alten Kultur im Gegensatz zum kulturlosen Ami, wieder beleben und mit traditioneller Energie ausfüllen könnte. Trotzdem kann dies nicht die Vergangenheit vergessen lassen und die Gegenwart ersetzen. Ebenso muss dabei die gegenwärtige Situation berücksichtigt werden. Ich bin aber kein Indianer und alle Versuche dahingehend, wäre erneut nur Lug und Trug. Ich musste aus meinem Eigenem Keltischen und meiner Roma- und Sintikultur schöpfen. Jedenfalls für mich, mit anderweitiger kultureller Struktur hatte ich nicht viel gemein. Das war die Wahrheit und musste auch als solche verfolgt werden, abgesehen eben von Leidenschaften – prägt doch ausschließlich das Bewusstsein der kulturellen Realitätsfenster das Dasein.
Aber äußerst wichtig für uns alle, ist eine alte indianische Weissagung:
“Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet Ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann!”
… und diese wahrheitlich wertvolle Aussage kennt heutzutage wohl doch schon fast ein jeder, auch der, der sich nicht mit dem Leben der Indianer beschäftigt hat.
Mit dieser Weissagung als Lebensphilosophie ist teilweise auch mein Credo zum Vorherigen erklärt. Ich werde noch zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen und dies Thema noch eingehender behandeln.
Die Weissagung habe ich als Kind nicht richtig deuten können. Aber in Vollmondnächten zu den mir bis dahin bekannten vier Elementen zu finden und dabei das Medizinrad zu suchen, das waren wichtige Erlebnisse. Dies war auch meine begleitende Information für mein ganzes Leben und setzte sich in vielen Handlungen durch. Was da vergessen scheint führt uns doch immer wieder und ist häufig wichtiger als wir denken.
Das war bereits in meiner frühesten Kindheit mit Erlebnissen der schicksalhaften, elementaren Strukturen festgelegt, und die hatte ich dann auch später noch zahlreich, wovon ich hier schließlich auch im Einzelnen berichten möchte.
Ich kann dazu nur sagen, dass das heutzutage ein Dank an die Umstände bleibt, dass ich keine abgeschlossene Schulausbildung geschweige Beruf absolvieren durfte. So konnte ich den natürlichen Elementen von jeher tiefe Verbundenheit zollen. Das lehrte mich dann Dinge, die wir in keiner Schule oder anderweitigen Ausbildung lernen können.
So empfinde ich auch mein Schicksal gradlinig. Denn ich durfte auf diese Weise erleben, dass das Leben als solches, für mich im notwendigen Rahmen zu sorgen verstand. Dieses Urvertrauen aber auch wirklich, für mich selbst zu verinnerlichen, das dauerte abermals Jahre und auch heutzutage, ist es mir zwar bewusst, aber sehr häufig vermag ich es nicht vorauszusetzen, um wie selbstverständlich daran zu glauben. So bin ich täglich im Wandel und bei der ständigen Arbeit, meine Glaubenssätze beharrlich zu vertiefen, damit ich mit den Umständen leben kann. Wer kennt nicht das Empfinden der Bewegung – ohne sich dabei selbst zu bewegen!
Außerdem stellt sich selbstverständlich die Frage, was das mit dem leichtfertig gesagtem Schicksal eigentlich wirklich so auf sich hat, oder auch aussagen soll. Wir benutzen das Wort häufig, ohne der Sache auf den Grund zu gehen. Da bin ich also schon wieder bei der Achtsamkeit der Worte angelangt.
Was soll es schon bedeuten, wenn wir vom Schicksalsschlag reden. Ist es nicht eine Fügung der Umstände, die uns daran erinnern will, dass die wichtigsten Entscheidungen auf diese oder jene Weise festgelegt und bestimmt werden? Ist es nicht der universelle Hinweis auf die übergeordnete Vernunft und Denkkraft, von der wir alle gelenkt und zu unseren weiteren Entscheidungen, die wiederum daraus notwendig werden, unsere folgenden Handlungen lenken zu lassen? Aus unserer ureigensten Verantwortung heraus.
Es sind Wendungen des Lebens, die wir als Sternstunden oder kosmischen Ratschlag betrachten sollten. So wie auch “Murphys Gesetz”, mit dem schon jeder einmal Bekanntschaft gemacht hat, letztendlich ebenfalls nur eine gesetzmäßige Reihenfolge von negativen Schwingungen beinhaltet. Vielleicht eine Wiederholung von Energie, die wie beim Perpetuum mobile im Stande ist, bestimmte Dinge zu akkumulieren? Wir wissen es nicht und es bleibt ein mysteriöses Unterfangen, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Ganz einfach machen es sich viele Esoteriker. Sie lassen sich aus meiner Erfahrung auf gar keinen Handlungsspielraum ein, sondern behaupten ganz schlicht, dass das alles dann dem “guten” und “bösen” Karma zuzuordnen sei. Für mich ist das zu oberflächlich und vereinfacht. Denn in der indischen Lehre besagt das so verstandene “Karma” doch noch etwas ganz anderes – viel Tieferes. Und jede Kultur hat in ihrem Glauben eine andere Namensnennung, für ähnliche Begriffe. Wir nennen es nun mal oberflächlich nur Schicksal – auch wenn eine Menge an Tiefe dabei auf der Strecke bleibt.
Das wird von vielen Menschen gerne verdreht, dass mein Leben von meinem vorherigem Leben abhängen soll, ist zwar mit der Ansicht die Urenergie in sofern richtig und doch häufig nur sehr oberflächlich. Ganz genau und richtig heißt doch Karma eigentlich, dass das Schicksal des Menschen nach dem Tode, von seinem Verhalten zu Lebzeiten abhängt. So wie es in der Bibel mit Himmel und Hölle deklariert wird – fragen sich die meisten Menschen, was sie interessieren sollte, was nach dem Tode passiert. Dabei existiert unsere Energie doch unendlich – demzufolge wir uns doch um unser Vorleben noch sehr viel intensiver kümmern müssen.
Es wäre aber von mir ebenso oberflächlich, wenn ich den Begriff des Karmas nun gleichwohl abtun würde. Denn selbstverständlich verlangt unsere Vernunft und Erkenntnisfähigkeit, dass wir zwischen einem guten und einem schlechten Karma unterscheiden, wobei wir in diesem Leben ein gutes Karma schaffen können, wenn wir nämlich gleichzeitig die Auswirkungen von vorangegangenem, schlechtem Karma mit guten Taten und Worten mildern.
Das heißt aber anders ausgedrückt auch, dass wir vor der Manifestation in dieser objektiven Welt, Eins in der Verbindung mit der universalen Energie sind und nach der Manifestation hingegen, wird dieses Gleichgewicht ständig durch Handlungen (Karma) verändert. So ist dann wohl das Karma, das Wesensmerkmal der Verbindung von kosmischer Energie und der menschlichen Universalseele, die uns ein Leben lang, mit dem Hier und Jetzt, aus Vergangenheit sowohl auch in die Zukunft verbindet und nur durch positive Handlungen begleitend, bevorstehende Schlechtigkeiten lindern lässt, eine Begebenheit, an der ich mich noch üben musste.
Also bleibe ich bei den kosmischen Ratschlägen und möchte hier nun folgend von denen berichten, die mir am eindruckvollsten in meinem erlebten Dasein ziemlich viel zu grübeln gaben.
Wie klein unsere Welt gelegentlich ist, auch das hat, garantiert schon jeder einmal selbst erlebt. Aber es sind Begebenheiten, die wahr sind und häufig genug, anderen nicht glaubhaft mitgeteilt werden können. Wie oft konnte ich es erleben, dass mir Leute ähnliche Geschichten bestätigten, wie ich sie erlebt habe. Aber häufig wird dann erzählt, dass es auch das erste Mal ist, dass sich darüber geäußert wird „weil dies ja niemand verstände“. Unser aller Leben geschieht im kollektiven Bewusstsein einer übergeordneten Kraft.
Ich versuche nun einmal diese Behauptung von mir rückwärts aufzurollen und beginne mit Erlebnissen, die sich in meiner jüngsten Zeit erst abgespielt haben. Nachdem ich mich von meinem vorgeblichen AIDS-Vollbild gerade langsam zu erholen begann, machte sich meine Frau große Sorgen darüber, dass ich für den bevorstehenden Winter keine warme Kleidung besaß, worüber ich mit Zuversicht hinwegtröstete. Denn ich sah diesen Umstand nicht als Problem, da ich noch einige verranzte Lederjacken hatte und notgedrungen, mussten mir diese eben über den Winter helfen.
Ihrer Sorge zuliebe kaufte ich mir dann beim Trödel, eine gut erhaltene, dreiviertellange Gae-Wolf-Jacke. Zur gleichen Zeit ereignete sich aber, dass ein Bekannter seinen fantastischen alten Ledermantel, der wie neu an unserer Garderobe hing, nach einem Besuch bei uns einfach hängen ließ. Er verabschiedete sich völlig normal, tauchte aber niemals wieder bei uns auf und war auch telefonisch wie vom Erdboden verschwunden.
Ich muss jetzt bestimmt nicht mehr berichten, wie wohlig geschützt und warmhaltend, ganz meiner Gesundheit genüge, dieser Winter verlief. Nun hatte ich sogar Kleidung zum Auswechseln und kein Regen, keine Kälte und keine Schneeschauer konnte mir etwas anhaben. Wir schätzten diesen positiven Umstand beide und meine Frau war somit scheinbar noch glücklicher als ich. Was aber auf die übergeordnete Vernunft und Denkkraft verweist, die uns alle lenkt und es in ihrer Großzügigkeit als selbstverständlich ansieht, für uns auch zu sorgen. Ist der Weg gerade und aufrecht, mit Achtsamkeit gespickt und voller Vertrauen, dann regeln sich viele Dinge von selbst. Auch das musste ich immer wieder feststellen.
So etwas sehe ich als kosmische Fügung und weiß daraus gelegentlich zu schätzen, dass in jeder Notlage sozusagen, Engel darauf warten, von uns erhört zu werden. Unsere kleinen Engel, die die kosmischen Ratschläge verteilen und unbeachtet des Glaubens für uns vorhanden sind. Ja, es gibt sie - diese Engel, die ich schon kennen lernen durfte und auf die ich zukünftig noch mehr eingehen werde. Denn wie ich aus meiner philosophischen Praxis und über meinem Freund MALA lernen konnte, sind Engel die Erscheinung, in die der Einzelne, die als Wirklichkeit erfahrenen Kräfte des Sternenstaubes kleidet und so mit Worten zum Ausdruck bringt. Wir Menschen sind Sternenstaub und die Handlungen der positiven Fügung, entstehen aus solchem, elementar Fundamentalem. Wer das so aber noch immer nicht verstehen kann, dem erkläre ich es mit anderen Worten.
Eine andere beeindruckende Geschichte, ereignete sich vor einigen Jahren. Wir hatten das Objekt Biesenthal am Hals und waren in der Planung, zu einem Mega-Event mit Teckno-Musik und entsprechend namhaften Diskjockeys. Veranstaltungsgemäß konnte soweit von uns auch alles abgedeckt werden und einige special guests versprachen den nötigen Kick für den Abendauftritt.
Da ich aus meinen Erfahrungen solcher Veranstaltungen wusste, was für einen Drogenkonsum, an solcherlei Abende das Publikum verlangt, bestand meine Sorge darin in verschiedenen Betrachtungen darauf vorbereitet zu sein. So war meine Aufmerksamkeit ausschließlich darauf bedacht, für Sicherheit und Ordnung entsprechend Sorge zu leisten und unkontrollierten Drogenmissbrauch zu unterbinden. Mit namhaften Sicherheitsunternehmen hatte ich so meine persönlichen Erlebnisse, weshalb sie nicht in Frage kamen. Mir kam ein alter Name aus dem Milieu in den Sinn, der ein Auge für solche Dinge hatte und der deshalb solchen Situationen auch verantwortungsbewusst gegenüberstand. Dem konnte kein X für ein O vorgemacht werden und er erkannte seine “Pappenheimer”, die die Stimmung mit schlechten Schwingungen verdorben hätten. Aber wie konnte ich ihn erreichen?
Ein sehr alter Freund von mir, dass wusste ich, der hatte selbst ein kleines Sicherheitsunternehmen und war Bodyguard im Starkünstlerbereich. Ein Problem bestand nur darin, dass der Kontakt zu ihm schon vor Jahren abgebrochen war. Keine Telefonnummer, keine Adresse, absolut nichts hatte ich von ihm und seinem Aufenthaltsort in der Stadt in der Hand. Ich kannte nicht mehr die alten Freundinnen von ihm und auch sonst fehlten mir die verbindenden Kontakte.
Zwischen diesen Überlegungen und der folgenden Veranstaltung lagen nur noch wenige Wochen. Ferner kam ein längst gebuchter Urlaub dazwischen. Etwas besorgt flog ich nach Florida, denn danach sollten nur noch wenige Tage, bis zu der besagten Veranstaltung liegen.
Mit diesen Gedanken flog ich nach Florida. Zur BIKE-WEEK in Daytona dachte ich natürlich nicht im Geringsten an die Verpflichtungen, die in Biesenthal auf mich warteten. Es sollte Urlaub werden und kein beruflicher Stress mit vergeblicher Suche; letztendlich waren die kommenden Ereignisse nicht gegenwärtig akut. So entspannt, beschaute ich mir die erholsamen Tage am Strand von Florida.
Am zweiten Abend glaubte ich meinen Augen nicht vertrauen zu können, denn wie aus dem Nichts, stand plötzlich der beste Freund meines gesuchten und vermissten Freundes, direkt vor mir. Ich erkundigte mich sofort, ob er noch Kontakt zu Jürgen pflegte und ob sie sich noch gelegentlich sehen würden. Nach einem kurzen Gespräch und den besten Wünschen für den weiteren Urlaub, verabschiedeten wir uns voneinander, mit der Bitte, dass er meinem alten Freund Jürgen doch meine Telefonnummer übermitteln sollte, da ich Arbeit für ihn hätte. Gleich nach meiner Ankunft in Deutschland, aus dem Urlaub zurück, kam der telefonische Kontakt zustande und die bei uns in Biesenthal geplante Veranstaltung, war sicherheitstechnisch absolut abgesichert. Da hatten doch ganz offensichtlich wieder übergeordnete Kräfte ihre Energien zur Macht im Spiel. Da beginnen für mich morphogenetische Felder, Engelskräfte, die übergeordnete Vernunft und Denkkraft, mit dem kollektiven Denken, hier hängt doch irgendwie einfach alles auch mit den Auswirkungen zusammen. „Die Kraft der Gedanken“ und die Behaviorale Kinesiologie – eine weitere Erkenntnis, die damit insgesamt in Verbindung steht und für mich einen festen Platz der Erkenntnis besitzt.
So klein war eigentlich die Welt. In Berlin konnte ich meinen alten Freund nicht finden und in Daytona liefen plötzlich die Fäden des Kontaktes zusammen. Für mich einfach faszinierend.
Solcherlei Geschichten durchzogen mein Leben seit vielen Jahren. Am Markantesten war eine Episode vor vielen Jahren, als ich “Urlaub” für drei Tage aus der Strafanstalt Tegel hatte. Denn obskurer weise wurden einem damals 21.00 DM-Bargeld für drei Tage (also 7,00 DM pro Tag), Essen, Trinken und Übernachtung, von der Anstalt und den Behörden mit auf den Weg gegeben. Da kommt man/frau schon zum Grübeln, wie man/frau da noch ehrlich bleiben soll.
Eigentlich wollte ich mir auch kein zweites Mal dieses Elend antun. Denn ich grübelte permanent darüber nach, was das wohl für eine perverse Animation zur nächsten Straftat darstellt. Wie sollte man/frau drei Tage mit 21,00 DM leben, ohne erneut straffällig zu werden? Das war auch in den 70er Jahren in Berlin nicht mehr möglich! Also grübelte ich, was für eine Absicht da wohl hintersteckt. Da es doch wahrhaftig nicht normal oder logisch ist. Konnte oder wollte ein Justizbeamter der Behörde nicht rechnen? War er so dämlich oder war es Provokation, damit der Gesetzmäßigkeit entsprochen, ich mich erneut strafbar machte? Um den Juristen Recht zu geben, dass gesagt werden konnte; “wer einmal aus dem Blechnapf fraß ...” und; “haben wir ja gewusst,” - “das ist und bleibt ewig ein Krimineller!”
Was hatte es für eine Bewandtnis, dass mir solcherlei Anstiftung zu einer strafbaren Handlung, von den Justizbehörden wirklich und wahrhaftig, vorgegeben wurde? Praktisch blieb mir doch gar nichts anderes übrig, als wieder einzubrechen, zu klauen oder was weiß ich, damit ich das Essen, Trinken und die Hotelübernachtung bezahlen konnte. Was sollte das wirklich. Wer war da nun der ernsthaft wirkliche Verbrecher, der Staat, der mich dazu nötigte und anstiftete – oder ich, der nur etwas von der mir zustehenden Freiheit genießen und satt werden wollte?
Ich fand keine Antwort und schlenderte grübelnd über den Kiez. Berlin erwachte und es war ein schöner Sommermorgen. Ich dachte eigentlich, dass das mein letzter “Ausgang” war. Ich träumte so vor mich hin und schien sehr zufrieden darüber, dass diese Art der Anstiftung zu einer kriminellen Handlung, bei mir keinen fruchtbaren Boden fand. Gut, dann musste ich eben auf den nächsten “Urlaub” oder dreitägigen “Ausgang” verzichten. Denn das Elend verlangte einfach zu viel Selbstdisziplin, Entbehrung und Hunger. Zu dieser Zeit und unter den Umständen, kein Fall für mich. Enthaltsamkeit, Fasten und Meditation wären schließlich die einzigste Alternative. Jedoch hatte ich dies Programm täglich per exzellance in meiner Zelle zu absolvieren. Das war doch Knastalltag und der Ausgang war mir auch irgendwie wichtig – denn ich befand mich nicht im Zölibat.
Plötzlich aber – mitten beim Laufen, da traf mich in den Augenwinkel, eine erschreckende Leere. Aus einer Finsternis kam irgendwie ein Energiefluss, den ich erst einige Schritte später als Wink eines Engelsflügels so richtig wahrnahm. Was war das? Diese Dunkelheit aus einem finsteren Loch, bei einer aufgehenden Sonne, die den Morgen erstrahlte? Wies mir dort wirklich ein Engel den Weg, oder war es wieder einmal der Todeshauch des Satans, der mich schwingenhaft, über Verlockungen rief?
Also ging ich einige Schritte zurück und stand dann, vor einer geöffneten Haustür. Mein Blick fiel in den Schlund des finsteren Hausflures, und es war kein Mensch weit und breit zu sehen. Es war auf meinem langen Weg durch die Stadt, auch die einzigste Haustür, die um diese Uhrzeit so sperrangelweit geöffnet stand.
Nebenan war eine kleine Nachtbar, ebenfalls mit offener Tür und furchtbar lauter Musik aus der Musikbox. Krächzend und kreischend hallte die Musik über die menschenleere Straße. Auch in dieser Bar absolut niemand zu sehen. Ich dachte sofort an irgendein Verbrechen und versteckte mich neugierig in dem leeren Hausflur, um weitere Beobachtungen zur Erkenntnis zu gewinnen. Was war das für ein Film? War es richtig, dass ich mich hier aufhielt?
Ich konnte mir keinen Reim machen und stolperte in dem dunklen Hausflur, über eine alte, ganz offensichtlich abgestellte Aktentasche. “Oh ...” was nun, und unentwegt dröhnte die Musik von nebenan, auf die Straße.
Kalter Schweiß lief mir über die Stirn und meine Hände fingen an zu flattern. Was stand mir anhand dieser Situation nun nur bevor? Sollte ich mitten in ein Verbrechen reingetappt sein? Was waren das für seltsame Umstände?
Schon zum dritten Mal erklang aus der Musikbox nebenan Roland Kaiser mit seinem Lied “Santa Maria, Insel die aus Träumen geboren ...” und ich zog mir vorsichtig mein Hemd aus, nahm den Stoff und wickelte ihn um meine Hände, um etwaige Fingerabdrücke zu vermeiden und träumte von meinem nächsten “Urlaub” aus dem Knast, bevor ich endlich in die fremde abgestellte Aktentasche griff. Besorgt und völlig echauffiert, die Angst im Nacken, dass das bei meinen Vorstrafen und jetzt als “Freigänger”, vielleicht der letzte Urlaub war. Denn wenn hier wirklich ein Verbrechen geschehen, von dem ich gar keine Ahnung hatte, da ansonsten keinerlei Menschenseele weit und breit zu sehen – was würde dazu die Polizei sagen. “Am Tatort festgenommen ...” egal, um was es da ging. Die Ermittlungsbehörden ersparten sich das Ermitteln.
Es war alles so offensichtlich und meine Finger waren in der Aktentasche fündig geworden. Irgendwelche alten Zeitungen und dazwischen eine Bankbanderole mit Geldscheinen “Puuhhh!” Da rotierte aber mein Kopf. Nur schnell weg und das dann auch nicht zu offensichtlich, sodass ich nicht etwa noch dem oder der Zeitungsausträger/in auffiel. Nein, nein, nur das jetzt nicht - ich musste große Achtsamkeit an den Tag legen.
Ich tarnte mich also als Besoffenen und schlich mich, immer an der Hauswand entlang, davon. Da hatte ich nun für meine Verhältnisse ein kleines Vermögen in der Hand und somit in meiner Tasche und konnte wieder weiter planen. Dabei hatte ich den Inhalt anfänglich gar nicht gleich durchzählen können. Jedenfalls erschien mir der nächste Urlaub wieder einmal durch Engelshand und –Führung gerettet.
Aber mein Gewissen war noch längere Zeit beunruhigt, denn ich erfuhr nicht, was da wirklich passiert war. Insofern war es mir eigentlich auch egal. Es als Fundsache bei der Polizei abzugeben, das war sowieso völlig ausgeschlossen. Denn dann hätte ich unweigerlich wieder ein Ermittlungsverfahren angehängt bekommen, da so etwas schließlich nicht zu erklären geht. Also, das was ich tat, war das einzigste, was ich in dem Fall tun konnte. Oder ich hätte gar nicht erst meine Nase in fremde Angelegenheiten stecken – und stehen bleiben dürfen. Denn schon das hätte zu viel sein können.
Mir passierten des Öfteren solcherlei Geschichten. Ich denke nur an meine Entlassung aus der Haft in Nürnberg, etliche Jahre zuvor.
Ich hatte während der Haft einen ganz sympathischen Typen kennen gelernt. Charly hieß er und wohnte 20/30 km weiter fort von Nürnberg entfernt, in Neustadt. Da wir nebeneinander die Zellen belegt hatten und auch in der Stunde beim Hofgang uns ganz gut verstanden, ergänzten und zu erzählen hatten, sollte ich ihn nach meiner Entlassung besuchen kommen. Er kam vor mir raus in die Freiheit.
Okay, dachte ich nach meiner Entlassung, einige Zeit später und fuhr nach Neustadt, um Charly zu besuchen. Gegen 10.00 Uhr in der Früh war ich dort. Ich konnte mir denken, dass der Charly noch schlief. Also fragte ich mich zu der nächsten Pizzeria durch, wo sich gegen Mittag die Jugendlichen treffen sollten und ich auch Charly vermutete.
Zwischen Marktplatz und Bahnhof lag die Pizzeria von Giovanni, bei dem ich der erste Gast war. Er hatte gerade erst geöffnet und recht bald nach mir, kam dann auch ein Stammgast des Hauses und fragte mich, ob an meinem Tisch noch Platz sei. Obwohl genügend Plätze frei gewesen wären, wollte er sich doch zu mir setzen.
Der Laden war soweit leer, nur Giovanni, der Fremde und ich. Wir unterhielten uns so über drei Ecken und dabei bemerkte der Fremde, dass ich aus Berlin und aus dem Gefängnis Nürnberg kam. Er hatte sogleich eine Story für mich, die ihm vor einigen Monaten widerfuhr. Und als er zu erzählen begann, da machte es klick in meinem Kopf, denn ich kannte die Story schon. Es war meine Geschichte nach der Verhaftung vor einigen Monaten, die in dem Fall meinen mit mir zunächst verhafteten Freund betrafen.
Ich hatte damals Morphine nach Nürnberg zu transportieren versucht und verwendete meinen eigenen PKW, da es sich nur um eine Auftragshandlung wie viele andere zu jener Zeit handelte. Von A nach B war alles schon abgeklärt und damit ich nicht alleine fahren musste, fragte ich einen Freund, ob er Lust hätte meine Fahrt als Reise mitzumachen. Ich dachte ihm etwas Gutes zu tun, wenn ich ihn kurzfristig vom Alltag ablenkte, und ihn mit nach Westdeutschland nahm.
Wir wurden aber von der Kripo schon empfangen und verhaftet. Bei der darauf folgenden Vernehmung war klar, dass das mein Auto und ausschließlich auch mein Geschäft usw. war. Ich wollte und konnte da keinen anderen Bekannten und noch dazu einen Freund, mit reinreißen. Also nahm ich das Delikt auf mich allein, damit die Polizei vielleicht meinen Bekannten wieder auf freien Fuß ließe. Richtig, so geschah es auch.
Mein Bekannter kam am nächsten Morgen wieder raus und bekam Widererwarten sogar das Auto von mir ausgehändigt. So etwas passiert eigentlich recht selten, da “Tatwerkzeuge” generell beschlagnahmt werden. Da mein Bekannter keinen Führerschein hatte, dachte er sich, dass das eine Finte der Kripo sei, damit sie ihm auf diese Weise wenigstens, ebenfalls noch ein Verfahren wegen “Fahren ohne Führerschein” anhängen können. Denn solcherlei Anstiftungen sind nicht ungewöhnlich. Da gibt es noch ganz andere Dinge, die sich allgemein V-Männer, Agenten und anderweitig hilfreiche Menschen erlauben. Allein nur wegen ihres Erfolgs versprechenden Bilanz und Statistik wird für den Erfolg angestiftet, verraten und provoziert ohne Ende. Gewiss sind weit mehr als die Hälfte aller schweren Straftaten gar nicht die Initiative des Beschuldigten, sondern angeschobene Tatbestände von verdeckten Ermittlern und so genannten V-Männern. Das ist auch mittlerweile hinreichend bekannt. Da gibt es Informanten, V-Männer, nicht offene Ermittelnde, verdeckte Ermittler, Gewährsleute und freie Mitarbeiter, die mehr oder weniger zu dem Zweck bestimmt sind, Straftaten anzustiften und die Kriminalstatistik auf einem bestimmten Niveau zu halten. Wer das nicht aus Erfahrung hinreichend kennt, mag das vielleicht gar nicht glauben – es ist aber so und häufig eine gängige Praxis! Gewiss mehr als 30 Prozent aller aufgedeckten Tatbestände sind Verrat und Anstiftung und keine Eigeninitiative.
Allergrößte Achtsamkeit war geboten. Also war mein Bekannter vorsichtig genug, einfach auf der Straße einen wildfremden Menschen anzusprechen, damit der ihm, mit seinem Führerschein, mein Auto aus dem Kripogewahrsam herausfuhr. Bei dieser Angelegenheit blieb die wertvolle Reisetasche von meinem Bekannten und Freund, in dem Auto des Fremden. Sie schien unersetzlich verloren, denn einen fremden Menschen in einer fremden Stadt zu finden ist ziemlich unwahrscheinlich.
Jetzt saß ich persönlich vor diesem Fremden, den mein Freund und Bekannter vor mehreren Monaten auf der Straße traf, um mein Auto aus Nürnberger Gewahrsam der Polizei zu bekommen. Welches dann aus Sicherheitsgründen auch noch einmal ca.30 km entfernt von dem Vorgang als solchem, übergeben werden konnte. Der Fremde wollte mir gerade die Story mit der Reisetasche erzählen und wie er dazu kam einen fremden Mercedes aus Kripogewahrsam zu fahren, da musste ich ihn unterbrechen und vorgreifen, denn ich konnte ihm jetzt alles genau erklären und die Geschichte zu Ende berichten. Er staunte nicht schlecht, woher ich das wohl alles wusste?
Ich, der nun vor ihm saß, war der Besitzer des Pkws und der, der verhaftet wurde und dessen Freund dann ihn ansprach, um meinen Wagen von der Polizei abzuholen. Er war damals der helfende Geist, der meinem Freund die Sicherheit versprach, nicht von der Polizei und Kripo angeschmiert zu werden. Nur so konnte es keine Finte von der Kripo werden, da der Fahrer nun einen Führerschein besaß. Bei diesem Hin-und-Her blieb wie gesagt versehentlich die wertvolle Reisetasche, in seinem PKW zurück und nun konnte der “Schatz”, an seinen Ausgangspunkt 500 Km weiter und zu meinem Freund zurückkehren. So brachte ich die vermisste Reisetasche von Neustadt bei Nürnberg wieder mit nach Berlin.
Sind dies nun nur eigenartige Begebenheiten oder Fügungen des Schicksals? Ihnen selbst begegnet, erscheinen sie wie Tagträumereien und müssen sogar dem rationellsten Denken einen mystischen Anstrich der Realität bescheinigen. Es sind aber wahre Begebenheiten und die Kette der außergewöhnlichen Ereignisse setzte sich fort. Nur eineinhalb Tage später hatte ich damals schon wieder die nächste dubiose Situation. Meist geschah so etwas in aufeinander abgestimmten Folgen, sodass es einem fast stets wie eine Kettenreaktion aneinander gereihter Erscheinungen vorkam.
Nachdem ich in der darauf folgenden Nacht meine wieder gewonnene Freiheit und mein Leben gebührlich feierte, wobei ich dann auch noch bei einer heftigen Auseinandersetzung mit dem Gros der Dorfjugend unbeschadet entfliehen konnte, auch da waren Glücksengel im Spiel. Meine frisch gewonnene Freiheit machte mich überheblich und größenwahnsinnig, sodass es wohl mehrerer Schutzengel bedurfte, als ich mich in einem Lokal mit der gesamten Dorfjugend anlegte und sogar unbeschadet entkam. So holte ich mir am nächsten Morgen auch ganz schnell am Bahnhof eine Fahrkarte in Richtung Italien, wo die Überraschungen fortgesetzt wurden.
Nach der langen Zeit der Inhaftierung, mit den eigenartigsten Erlebnissen in der wieder gewonnenen Freiheit, wollte ich zunächst einen Urlaub machen. Es war Anfang März und wie so oft in Deutschland, verdammt mieses Wetter. Also lag Italien am nächsten.
Damit ich nicht in weitere Verführungen zu illegalen Geschäften herangezogen werden konnte, kaufte ich mir gleich einen Hin- und Rückfahrschein Neustadt-Nürnberg nach Sizilien und zurück Sizilien-Mailand-Bern-Frankfurt-Berlin. Das war also bezahlt und genügend Geld für Verpflegung und Unterkunft hatte ich in der Tasche.
Ich muss dazu nochmals erwähnen, dass ich zu der damaligen Zeit noch junger Vater eines Sohnes war und die Mutter des Kindes, sich nach meiner Inhaftierung sozusagen absetzte, in dem sie mal kurzerhand verschwand. Das Kind wurde bei meiner Oma abgegeben und sie selbst machte sich aus dem Staub nach nirgendwo. Ich erhielt während der 9-monatigen Haft, eine einzigste Karte von ihr und die kam aus Chur in der Schweiz.
Mit dem Hinweis auf der Postkarte, dass das ja auch mein Sohn sei und sie gegenwärtig gerade andere Interessen verfolgen müsste, statt sich um das Kind zu kümmern, war der kleine Junge bei meiner Großmutter abgegeben. Da wusste ich ihn zunächst in verantwortungsvoller Obhut und es kam nach den vielen Monaten der Inhaftierung, nun nicht auf zwei/drei Wochen Urlaub von mir mehr an. Schließlich hatte ich schicksalhafte Begleitumstände der Schöpfung zu durchdenken und musste mich mit den Schutzengelgeistern auseinander setzen. Denn die Begebenheiten waren mir insgesamt schon sehr suspekt und nicht als ganz normal zu bezeichnen.
Nun musste ich mir also wegen meinem Sohn keine Sorgen, bzw. die wenigsten machen und wusste ja auch nur zu genau, dass, wenn ich erstmal nach Berlin zurückgekehrt bin, völlig andere väterliche Aufgaben auf mich warten würden. Da konnte ich in absehbarer Zeit nicht mehr in Urlaub fahren, oder auch nur daran denken. So nutzte ich die gegenwärtige Gelegenheit und telefonierte noch zuvor mit meiner Großmutter – die mir ebenfalls dazu riet. Anschließend setzte ich mich in den Zug in Richtung Nürnberg und dann ab nach Italien. Es sollte für mich eine äußerst meditative Reise werden, da ich die vergangenen Erlebnisse, zwischen Haft und Entlassung zu verarbeiten hatte und meine Schlüsse daraus ziehen musste. Wie konnten sich nur so viele einzelner sonderbarer Ereignisse ergeben? Das kam ja noch hinzu!
Nach dem St.Gotthard-Tunnel war das Wetter wie ausgewechselt und Sonne überfiel mein blasses Gesicht. Der reizvolle Ausblick war fantastisch und ich war zutiefst bewegt von der Schönheit der Alpen, der Natur und dem berauschendem Wetter. Es war für mich ein absolut einzigartiges Erlebnis, da ich bis dahin noch nicht all zu oft im Ausland war und die Eindrücke der Reise, gerade nach einem längeren Haftaufenthalt, eine besondere Wirkung an emotionalen Empfindungen freisetzte. Ansonsten führten mich nur meine Fluchtversuche und einige Kleindealereien bisher ins Um- und nahe Ausland.
Völlig irritiert durch all die neuen Eindrücke und das erhebende Gefühl, der auf diese Weise genossenen Freiheit, fuhr der Zug die nächste Station an. LUGANO, stand dort zu lesen. Ein absolutes Panorama übermächtigte sich meines Blickes – und der Ausblick auf den Lago de Lugano mit Kulisse auf schneebedeckte Berge, sowie ewig grünen Palmen ringsumher, verzauberten jedes Empfinden. Jeder Eindruck wurde noch emporgehoben und mit einem neuen Licht versehen, der einen buchstäblich den Atem nahm und mit einem Rausch zu vergleichen schien.
Faszinierend für mich, der gerade zuvor noch Monat für Monat nur vergilbte Steinmauern, mit der Attitüde des NS-Regimes im Hintergrund, ebenfalls auf meinen Prozess wartend, menschliche Tragödien Revue passieren lassen musste. Denn unter den Eindrücken konnte ich mich doch nur mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigen. Das dann auch pur und live nachvollziehbar, da die alten Mauern fast spürbar die Verbrechen hüteten. Dann werden sogar all die Grausamkeiten und der Umfang des gesamten Geschehens greifbar. Ich erlebte die Tränen im Tränenpalast und las fleißig die grausige Geschichte – verfolgte geistig noch einmal den Nürnberger Prozess usw.
Was sich in so einer Zeit im Kopf für Geschichten abspielen, dass kann derjenige, der dieserlei Umstände noch nicht selbst erlebt hat, gar nicht nachvollziehen. Denn der Neubau der heutigen Haftanstalt in Nürnberg an der Bärenschanze, der wurde erst kurz nach meiner Zeit in dem alten, nicht gerade rühmlich ehrwürdigen Gemäuer, fertig gestellt. Der erste Teil des Gefängnis-Neubaus wurde meiner Erinnerung nach, 1974 den Häftlingen zur Verfügung gestellt. Ich hatte aber noch das ominöse Glück, in den Hafträumen der verurteilten NS-Verbrecher einsitzen zu dürfen. Mit der Erinnerung an den Geruch von Angstschweiß, Blut und Tränen. Ermahnungen einer heroischen jüdischen Tragödie, einer tragischen Epoche, die in der Vergangenheit, von der Masse des Volkes bejubelt, nun längst bestritten oder glorifiziert, einen unvorstellbaren Massenmord verursachte. Dieses gruselige Gemetzel der damals führenden Geister, fand in meiner Erinnerung nur den Vergleich zu Vietnam, wo Amerikaner plündernd und mordend ein Volk dezimierten und zuvor, die Vernichtungskriege gegen die Indianer. Einwanderer, erdreisteten sich im „Namen Gottes“, ein Naturvolk zu vernichten. In meinen Augen hatten sich die führenden Regierungen, seit der Zeit der Kreuzzüge und Raubritter, geistig nicht mehr erweitert und legten mit solcherlei, barbarisch, mittelalterlichen Methoden, auch den gegenwärtigen geistigen Wert der Moral fest.
Mir fielen aber auch noch andere weltgeschichtliche Szenarien der Vernichtung ein. Sie alle, meist mit kirchlicher Unterstützung geführt, sind eine Abschreckung für jeden Glauben. “Trostfrauen” nannten zum Beispiel japanische Soldaten während des Asien-Pazifik-Krieges jene Frauen, die gezwungen wurden in Bordellen zu arbeiten. Da klingt doch “Trost” eigentlich nach menschlicher Berührung. Eine Troststation wäre demzufolge ein Ort der Zuflucht. Aber wie so oft und bei so vielen Dingen, sind es Worte die lügenstrafen. In einer systematischen Operation ließ der japanische Generalstab von 1938 an allen besetzten Gebieten Truppenbordelle errichten, um die “soldatische Moral” zu heben. Zwischen 50 000 und 200 000 Frauen wurden in Großasien zur Prostitution gezwungen. Die meisten von ihnen Koreanerinnen, die entführt, verschleppt und verkauft wurden. Die jüngsten Opfer waren elf, zwölf und dreizehn Jahre alt. So hatte einfach jedes Volk und jede Nation, ihre eigene erschreckende Vergangenheit zu bewältigen.
Ich wusste, ich durfte diese tragischen Geschichten der Menschheit nur als Theater oder Drama betrachten und hatte mich unter den Eindrücken der faszinierenden Landschaft, am Lago de Lugano, auf meine persönlichen Aufgaben zu konzentrieren und geistig neu zu formen. Das muss verarbeitet werden, damit die Eindrücke sich nicht in falscher Richtung vertiefen. Meditative Arbeit, um nicht wahnsinnig zu werden. Das war eigentlich absolut nichts Neues für mich, denn ich übte mich in solchen Dingen ja immer wieder!
Meine Fahrkarte bei der Bahn, hatte ein Jahr lang Gültigkeit und es war mir überlassen, wo ich Zwischenstopps einlegte. Ich erkannte den Ort Lugano als rechtens, um für mich, hier nun eine meditative Phase einzuläuten und mich meiner Selbst, meiner Vergangenheit und meiner Zukunft zu widmen. Das hieß doch für mich zunächst geistige Tiefe zu finden; wie war, das spürte ich – und so gestärkt verließ ich den Zug und den Bahnhof.
Für zwei/drei Stunden suchte ich mir einen ruhigen Platz am See und kreuzte meine Beine im warmen Gras. Tief atmete ich die rings um mich herverspürte Energie und ließ mich von meinem eigenen Mittelpunkt, des eigenen Körpers ansprechen. Am Rande zwitscherten die Vögel, in der Ferne flirteten verliebte Paare, und da irgendwo saßen auch einige lustige, junge Leute. Geschäftsleute liefen hektisch in Anzügen vorbei, wobei es mir auffiel, dass sie nicht die Eile hatten, wie ich es gewöhnt war. Mütter schoben die Kinderwagen … So verging die Zeit. Würde ich zukünftig aus den Situationen gelernt haben? Könnten mich die vergangenen Ereignisse längere Zeit straffrei führen? Das Wissen darüber setzt noch lange kein Handeln danach voraus. Es bedurfte eigentlich täglicher Arbeit daran. Aber wie?
Ein leichtes Hungergefühl zwang mich alsdann zur Bewegung in Richtung Stadt-Mitte, wo ich mir in niveauvoller Ambiente, eine gute Mahlzeit leisten wollte. Nach dem Dampf-Kost-Knastfraß schien mir das äußerst notwendig und unumgänglich.
Auf der Suche nach einem geeigneten Lokal, bummelte ich die Hauptstraße hinunter und war entsetzt, von dem was meine Augen wahrnahmen. Es konnte doch wohl kaum sein, dass dort auf der anderen Straßenseite, die Mutter meines Sohnes lief? Aber die einmalige Haarfarbe und der Gang, die Haltung und das Posieren? Es war eindeutig. Sie musste es sein!
Noch glaubte ich meinen Augen nicht vertrauen zu können und beobachtete erst einmal. Ich hatte sie rund ein Jahr nicht mehr gesehen und das letzte Lebenszeichen erhielt ich in Nürnberg, vor vielen Monaten aus Chur, ohne Angabe von zukünftigen Zielen, Adressen oder Absenderangaben. Nur eben eine Karte, auf der mir von dieser verantwortungslosen „Furie“, die Mutterpflichten für meinen Sohn gekündigt wurde. Oh, hatte ich eine Wut auf diese Frau im Bauch und konnte sie andererseits doch auch verstehen … und wie sah es denn bei mir aus? War ich denn ein Vater, für mein Kind? Und später waren es dann sogar zwei - und ich? Wo und was hab‘ ich damit getan?
Es ist schon eigenartig, dass man mit gestörtem Verhältnis zu einem seiner Elternteile, sich selbst im späteren Leben, meist wieder einen so gestörten Partner aussucht, wie den, den man eigentlich vergessen sollte. Ich hatte mir in dieser Frau praktisch die Fortsetzung meiner hysterisch, gestörten Mutter angelacht und musste nun, das ebenfalls fehlende Muttergefühl, das sie ihrem und meinem Sohn gegenüber hatte, an ihm mit ansehen und somit noch einmal durchleben.
Jetzt sollte sie nur wenige Meter entfernt plötzlich wieder vor mir stehen? Diese Inkarnation meiner eigenen verabscheuungswürdigen, herz- und geistlosen Gebärmaschine, die garantiert nicht der Titulierung “Mutter” entsprach! Meine Mutter, ja - die war aber doch in keiner Weise mit meines Sohnes Mutter zu vergleichen und doch so identisch. Ja, schon fatal und schließlich war es die Frau, die meinen Sohn gebar und die ich einst liebte und verehrte, anhimmelte und mit der ich die Zukunft gestalten wollte.
Weitere Ausführungen zu diesem komplexen Thema erspare ich mir, aber vor allen Dingen Euch, verehrten Lesern/INNEN, möchte ich meine Ausführungen dazu nicht überflüssigerweise kundtun und Euch zumuten, über solche Mutter-Sohn Beziehungen zu berichten, die da gewiss die Ausnahme darstellen. Denn ich bin diesbezüglich etwas verbissen - auch wenn ich es heute besser verstehe. Nun, damals waren die Geschichten ein absolut rotes Tuch. Ich war zeitweilig ein tiefer Frauenhasser!
Wir haben im Hier und Jetzt ein anderes Thema und ich hatte ja nur zu verdeutlichen versucht, dass das Schicksal oder die Vorsehung bzw. der kosmische Ratschlag (Kismet), doch die eigenartigsten, verschlungensten Wege für uns bereithält, aus denen wir lernen sollen. Viel lieber hätte ich mir dabei noch viele Erlebnisse mit der einmalig liebevollen Frauenwelt gewünscht, als ich sie so, unter den Bedingungen meiner Sichtweise auch von mir, selbst angestrebt habe und ansonsten nicht anderweitig noch erleben musste. Jedoch als Entschädigung dafür habe ich meine jetzige Frau gefunden, deren Liebe ich huldige und die mir eine neue Lebensqualität und Frauenperspektive gab.
Ich könnte ohne Frage noch Weiteres berichten und vergangene Geschichten erzählen. Aber die oben bereits Aufgeführten, sind für mich und mein Leben, die am besten nach zu Vollziehbaren und somit am beeindruckendsten. Denn es sollte kein Buch über meine bewegte Vergangenheit werden, sondern nur eine “Krankheit” ausleuchten, die im gewissen Umfang auch durch äußere Ereignisse geprägt ist. Es sind alles Begebenheiten, die auf die eine oder andere Weise den Weg bereiten, um dem Virus einen Zugang zum Körper zu geben. Mit entsprechender Vergangenheit und mit fehlendem Geist-, Seele-, Körperbewusstsein haben Bakterien und Viren eine gewaltige Chance.
Wenn wir unseren Körper und seine vielen Funktionen studieren, sehen wir, wie viel von der Fähigkeit unserer intelligenten Urteilskraft abhängt, die in unserem Mittelpunkt (Solarplexus/Thymus u. Magen) arbeitet. Wir können dann wirklich leicht einsehen, wie übel ein Missbrauch unserer Urteilskraft der Gesundheit mitspielen kann. Die Kraft, durch die wir gerechtfertigt oder verdammt werden, liegt in unserem Ermessen. Da können wir sicher sein, dass alle Ungerechtigkeit der wir begegnen, aus einer Saat entspringt, die wir selbst säten. So ist es mit uns selbst ebenso, wie mit unserer Umwelt und unserer Erde es jeweils nur ein natürliches Resultat, des vergangenen Geschehens zuvor ist, welches uns dann später wieder belastet. Auch das wäre eine Betrachtung des Karmas. Jedoch konzentriere ich mich wieder auf das Wesentlichste meiner eigenen Natur.
Alle anderen Begebenheiten in dieser Richtung sind medial, spiritueller, mystischer und dementsprechend kosmischer Art. Es folgen also auch dazu ganz gewiss, und zu gegebenem Zeitpunkt, etwas später, dann weitere und vertiefendere Erkenntnisse von mir. Die damaligen Ereignisse konnte ich jedenfalls nicht zu meinem Nutzen und Wohlbefinden verarbeiten, da sonst die heutige Diagnose nicht wäre. Jedoch verlangte das wirkliche, und alltägliche Leben auch andere Bestimmungen eines Verhaltens, als es mir die anderen medialen Verhältnisse immer wieder aufzeigten. Da gibt es doch Widersprüche - denn sie werden einem ja schließlich auch nicht vorgelebt. Ich war auch nicht der Typ des Märtyrers und selbstlosen Gurus, obwohl ich mittlerweile mein eigener Meister bin und meine persönlichen Ereignisse, mit zwischenweltlichen Verbindungen kenne. Aber insgesamt liegen auch zwischen den einzelnen Geschehen nun mittlerweile gut dreißig Jahre. Fundamental Elementares eben … alles das, was prägt und erst mit dem Wort zur Tat wird, sind unumstößliche Gesetze – die wir Menschen mit unseren eigenen Formulierungen erst zu dem machen, was sie von der Selbstverständlichkeit der Sache als solcher her, meist gar nicht sind. Denn wir haben uns eine Illusion geschaffen, die sich Gesellschaft nennt … und sich in der Gemeinschaft auseinander gelebt hat!
Wer ein Ziel will,
darf den Weg nicht scheuen,
sei er nun glatt oder rau.
Theodor Fontane
UNIVERSELLES SEIN
Nun soll ich mich also vor ca. dreizehn/vierzehn Jahren mit dem HIVirus infiziert haben und bedenklich waren die Umstände schon, geradezu erschreckend, denn seit vier bis fünf Jahren, war der innere Kreis der damaligen Bekanntschaften allesamt verstorben. Zu wissen, dass ich der letzte Überlebende einer Clique bin, vermittelt einem ein eigenartiges Bewusstsein, obwohl auch diese Ereignisse schon wieder 7 Jahre zurückliegen. Aber warum? Denn zwei Jahre, nachdem ich erfahren hatte, dass diese Gruppe nicht mehr existierte, oder besser gesagt gerade beim Aussterben war, ließ ich bei mir einen HIV-Test machen und der war negativ. Konkret kann ich bis heute nicht die Zusammenhänge verstehen, obwohl es anhand der Tatsachen keinen Grund gab die Diagnose anzuzweifeln und da die Bekanntschaften aus der alten Clique mittlerweile alle tot sind, so musste ich mich doch in das 'Schicksal' fügen. Wenn auch sehr skeptisch und obwohl ich bis heute, auch noch zwanzig Jahre danach, sich meist keine Viruslast nachweisen lässt und ich die allgemeinen körperlichen Beschwerden seit meiner frühesten Kindheit her kenne. Ein unzureichendes Immunsystem und so gut wie keiner Helferzellen hieß damals aber noch Leukämie – wie schon erwähnt!
Wie ich gar nicht oft genug erwähnen kann und um mich nicht selbst auch überflüssigerweise ver-RÜCKT zu machen, hat das Leben damit nun eine neue Verantwortungsperspektive. In der Aufgabe als solcher, mich in die Todesperspektive zu verstricken und so das Leben geistig nachzuvollziehen; es aber trotzdem nicht wahr werden zu lassen, dafür hatte ich später dann das übergeordnete Glück, meine Dasty kennen gelernt zu haben. Die nun wie gesagt meine Gattin ist und mit der ich neue Wege gehen konnte. Am Rand stellt sich mir dabei beiläufig die Frage, wovon “Gatte” bzw.” Gattin” abgeleitet wird – vielleicht von “Göttin” usw.? Oder Spaßigerweise demnach dann also „Göttergatte”? Ja, hat das nicht alles gewisse Verbindungen? Auch wenn ich garantiert kein „Göttergatte“ sein werde – denn dazu bin ich zu kompliziert. Meine Frau ist es für mich – meine kleine Fee und „Göttergattin“!
Abgelenkt von den tragischen Begebenheiten der Situation, hatten wir trotzdem versucht eine gemeinsame Zukunft uns aufzubauen, mit einem Kulturzentrum für multikulturelle Belange, integriert mit Café, Disco, Bistro und einem Spielsaal - und wenn wir auch an der Starrköpfigkeit der Biesenthaler (Bürokratie), sowie an den Verwaltungsbehörden und dem brandenburger Umland gescheitert sind, es hat sehr viel Spaß bereitet – und wir haben viel lernen dürfen. Vielleicht wäre ich dort sogar Bürgermeister geworden? Auch das ist kein Jok, sondern Wahrheit. Denn ich bekleidete bereits verschiedene Ämter im Gewerbeverein, bei den Naturfreunden und im Wanderverein; bei den Stadtratssitzungen war ich stets anwesend und mit vielen anderen Aktivitäten, war ich jede Woche in das öffentliche Programm involviert. Dazu kamen dann noch die sich jährlich wiederholenden Stadt-, Kirchen-, Musik- und Harley-Davidson-Veranstaltungen – und mehr oder weniger hatte ich mit all diesen Dingen eine Menge zu tun. Ein eingebundenes Programm was mit dem nötigen Engagieren in alle Richtungen hätte fortgesetzt werden können. Alles Weitere hängt dann stets nur vom persönlichen Einbinden ab; und der jeweilige Einsatz ist es dann, der die Prioritäten setzt und den Erfolg bestimmt. Das ist bei jedem Engagement so.
Das lag hinter uns und wie schon viel zu oft erwähnt, hatten wir eine beeindruckende Eheschließung in Las Vegas. Danach hieß es Abstand gewinnen, Veränderung herbeiführen und abermals begann ein neuer Abschnitt des Lebens. Mit gerade mal, etwas mehr als drei Jahrzehnten bei meiner Frau und etwas mehr als vier Jahrzehnten bei mir auf den Schultern. Keine Grundlage für ein gesundes Leben. Und trotzdem überall machbar in Europa.
Es fanden sich sehr gute Geister, die unsere missliche Lage unterstützten und so durften wir in den nächsten Jahren, zwischen Südfrankreich, wo meine Frau zeitweilig bei einer Großtante aufgenommen wurde und Spanien, mit meiner Traum-Insel Ibiza pendeln; wohin ich Pkws, Klein- und Kunsttransporte, sowie Luxuslimousinen zum Selbstkostenpreis hin überführte. Wer hat schon so viel Glück und so viel gute Geister zur Seite, die einem das alles ermöglichen. Aber auch dies waren teilweise noch “Errungenschaften” aus meiner Vergangenheit.
Nun hatte meine Frau mehr Zeit für ihre Berufung zu den Kräutern und so vertiefte Sie ihr Wissen über die Pflanzengeister der Heilmedizin, bei der Lektüre von Mességué, Hildegard von Bingen, sowie vielen, vielen anderen Kräuterbüchern. Sie studierte nahezu absolut alles, ob Opas-Kräuterwissen, Hexenmedizin, indianische Heilpflanzen oder die Pflanzen der Götter, ob Urin-Therapie, Krallendorn, Mistelextrakt-Analysen, Teebaumöl, Lapacho, Kombucha oder ayurvedische Medizin alles preisgaben. Sie prüfte für mich auch alle anderen Alternativen mit komplementären Betrachtungen aus der Klostermedizin. Mit Block und Handzetteln bespickt und in Tagebüchern festgehalten, war sie ständig auf der Suche, Kräuter zu sammeln und ihren Geist, sowie ihre Heilwirkung kennen zu lernen, sie an mir zu erproben und das eine und andere zu studieren. Sie konzentrierte sich umfassend auf die schamanistischen Wege mit Heilkräutern, wobei sie sich ferner mit Yoga, Qigong und Feng-Shui auseinander setzte und zeitweilig sogar noch immer praktiziert, und dabei stete Fortschritte macht.
So lernte ich mit über 40 Jahren von meiner Frau endlich, mit einem völlig neuen Verständnis, die wichtigsten Regeln des Lebens zu verstehen. Sie vermittelte mir ihre vielen neuen Erfahrungen aus ihren Kenntnissen des Aikido-Zen, Feng Shui und Qi Gong. Wie ich aber schon vom Qigong (Qi Gong) selbst wusste, handelt es sich hierbei um “Lebensenergien”, die mit “Lichterlebnissen” gleichgesetzt werden können. Aber was wurde im westlichen Kulturkreis schon über die Wissenschaft von Körper, Geist und Seele gelehrt? Jedoch wird der Begriff des Qi – Lebenskraft und Energie - auch im Westen immer populärer. Das besagt, dass das gewöhnliche Qi durch eine hochenergetische Substanz ersetzt wird, die Gong genannt wird. Das Qi ist allen möglichen Umwelteinflüssen unterlegen, wogegen das Gong eine höhere Art von Energie aus dem Universum (schöpferisch), gegen Krankheiten resistent ist. Dabei lassen sich unter sehr vielen Tierarten dann resistente Erreger finden, die uns Menschen sowieso noch völlig unbekannt sind.
Professor Lili Feng vom “Scripps Research Institut” in Kalifornien studierte zusammen mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern die Lymphozytenresistenz gegen das HIVirus. Die vorläufigen Resultate der an Qi Gong Praktizierenden durchgeführten Untersuchungen sind beeindruckend. Wie ich auch eingangs schon in anderem Bezug erwähnte, ergaben sich hierbei Ergebnisse der Zellen, die sich nachweislich als resistent erwiesen haben. Ein Molekularbiologe der Forschungsgruppe fand heraus, dass die neutrophilen weißen Blutkörperchen - die eine Schlüsselrolle bei der Betrachtung bakterieller Infektionen spielt – von Gong-Übenden 30 Mal länger leben als gewöhnlich und dass sie auch während der verlängerten Lebenszeit normal funktionieren. Gegenwärtig ist Prof. Lili Feng dabei, die Untersuchungen auszuweiten und die Daten von mehr Praktizierenden mit einzubeziehen.
In der Lehre des Feng Shui bietet die Achtsamkeit die Möglichkeit, uns mehr und mehr auf unsere Intuition zu besinnen, womit das Vertrauen in uns wachsen kann. Wenn wir dann die Methodik des Feng Shui beiseite lassen, dann beginnt die „Meisterschaft des eigenen Lebens“ sich in das persönliche SEIN zu wandeln und am Anfang steht bekanntlich die Achtsamkeit.
Achtsamer Umgang mit der Natur, mit allem, was uns umgibt und nicht zuletzt auch mit uns selbst, ist ein Ziel dieser, und auch anderer chinesischer Wissenschaften. Um uns in Kraft und Wohlbefinden zu unterstützen, wird im Feng Shui (wie auch im Qigong) der Einklang zwischen Mensch und den naturgegebenen Zyklen und den Gesetzmäßigkeiten des Kosmos angestrebt.
Wenn wir nun achtsam in uns hineinschauen, werden wir erkennen, was zur Harmonie notwendig ist. Wenn wir öfters einen Moment innehalten und versuchen jeden Augenblick bewusster wahrzunehmen, werden wir bald erkennen, was uns gut tut und was nicht. Wenn wir mit dem Feng Shui Veränderungen in unserer Umgebung vornehmen, können wir lernen, wie es sich anfühlt, in Harmonie zu sein. Neue Anregungen im "Außen" sind ein gutes Mittel unsere Achtsamkeit zu schulen.
Mein Interesse galt, wie sollte es auch anders sein, mit dem Suchtverhalten zu exklusiven Autos, die ich zwischen Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien bewegte. Des Weiteren interessierte mich der buddhistische Glauben, das alte Sanskrit, die Lichtarbeit und Lichtheilung mit und durch Sonnenenergie, Sonnengott und Sonnen-Meditation. Die fehlende Kondition durch unsere Krankheiten, die uns im herkömmlichen Sinne nicht mehr belastbar machte, die glichen wir mit kleinen Einsätzen von wenigen Stunden am Tag aus. Das hieß, wenn wir etwas zu tun hatten, dann durfte damit nicht mehr Zeit als zwei Stunden in Anspruch genommen werden. Dann musste eine Mahlzeit folgen und etwas Schlaf, was den Tag nun völlig neu aufteilte. In einer Leistungsgesellschaft war dies nun mal zu wenig; um zu überleben und so hatten wir auch kein geregeltes Geld. Dies zu verdienen bedurfte es dem Leistungsdruck gewachsen zu sein, was wir jedoch nicht mehr waren. Aber in unserem Zustand konnten wir es uns selbst nur “gut-gehenk-lassen”. Die Überführung der Fahrzeuge setzte dagegen bei mir, körpereigene Morphine und Botenstoffe frei, die als Therapie angewendet, mich zu größter Erholung, viel Spaß, zu interessanten Leuten, mit viel Verantwortung mit wertvollen Luxuslimousinen und durch neue Landschaften führte.
Wir lernten “SPARSAMKEIT – heißt Geld zu meistern”, anstatt vom Geld gemeistert zu werden. Ferner mussten wir konstatieren, dass Zeit verschwenden, ratenweise Selbstmord begehen heißt. Wir lebten und genossen jeden Tag, als ob es der Letzte sei. Für einfach alles, was uns positiv beschäftigte, nahmen wir uns die Zeit. Auch für die geringfügigsten Kleinigkeiten. Mit viel Freude an der Natur und den täglich kleinen Dingen des Alltags, vermieden wir die Sachen, die nicht genügend Spaß versprachen. Alle materiellen Güter wurden zweitrangig, oder kamen ganz hinten an. Unsere Einstellungen änderten sich grundlegend und so wurde: „kein Lebewesen zu klein, sodass es nicht auch unsere Schwester/Bruder könnte, sein“.
Da alle einfachen schönen Betrachtungen zu unserem Herzenswunsch wurden, begegneten sie uns auch aus sich selbst heraus. So kamen wir wie selbstverständlich immer wieder in Situationen, die auf uns zu kamen. Aus diesen ließen sich kleinere und größere Dinge, sowie Sach- und Geldspenden ableiten. Denn wir hatten auch nicht den Anspruch, “etwas haben zu müssen”, was vielleicht gar nicht unseren Bedürfnissen entsprach. Oder vielleicht sogar unsere Zukunft bestimmen sollte. Außer dem Leben und der Liebe schien uns vieles sehr unwichtig.
Wir hatten allein nur noch die Ausdauer für das schlichte Leben und am Leben zu bleiben. Dabei wussten wir, dass es diese Ausdauer ist, die uns unsere Geistesstärke schenkt. Ausdauer und Furchtlosigkeiten sind für das Leben Grundvoraussetzungen der Geistesstärke, die zum Glauben führen. Dabei kann ein “guter” Mensch sehr schwächlich aussehen, aber sie/er wird weiter und weiter leben, wo andere, kräftiger Aussehende versagen würden. Denn Güte ist die Substanz im Menschen, die Ausdauer besitzt. Davon hatte mir in meiner Kindheit meine Oma und in den letzten Jahren meine Dasty, genügend zu vermitteln verstanden und ferner war ich schließlich auch ziemlich furchtlos und zäh, sonst hätte ich mein Leben bisher nicht irgendwie gemeistert.
Von der Furchtlosigkeit wusste ich aber, dass sie in dem Moment zu mir kommt, wann immer ich glaubte, dass alles “gut” für mich ist. Was auch gerechterweise gut zu sein scheint, lässt sich in gute Gedanken und Worte betten, sodass es dann dem Geist gemäß auch gut für mich wird. Auch Gesundheit und der Wunsch nach ewiger Jugend hängen damit zusammen. Lassen wir unsere bewussten Gedanken und Worte für eine positive Handlung zu, dann bleiben wir ewig gesund, jugendlich und vital. Jedenfalls für die Zeit, die uns als Zeitspanne zum Dasein gegeben ist. Mehr sollte nicht erwartet werden, da es gegen unsere Natur ginge.
Wir durften lernen, dass der uns anerzogene geistige Verstand etwas völlig anderes ist, als der universelle Geist. Der Geist, also die Intelligenz des Elementaren, ist die einzig wirklich wahre Macht im Universum, und jede andere Form der Macht, ist äußerst vergänglich. Der Mensch mit seinem natürlichen Energiefeld, seinem höchst eigenem Leben also, ist die Manifestation der universellen Energie, auf der menschlichen Ebene. Zu dem Zeitpunkt, in dem wir Geist und Menschlichkeit verbinden, werden wir mächtig. Diese Macht über uns selbst benötigen wir, um bewusst, unser eigenes Leben zu leben.
Egal, auf welcher Ebene wir dabei behindert oder blockiert werden, jede Blockierung der schöpferischen Kraft und elementaren Energie, bedeutet letztendlich Krankheit. Hieran konnten wir dann auch die Ursachen unserer beiden Krankheiten erkennen, denen ganz offensichtlich schon in frühester Vorgeburt, Kindheit und Jugend die Wege bereitet werden. So hatten wir Einblick in die 8 Stufen der Entwicklung, mit ihrem psychobiologischen Botenstoffsystem, welche mit dem Wechsel durch die Umwelt verändert und Reaktivität genannt wird.
Es ist theoretisch eigentlich so einfach und als ich von meinem HIV-Befund noch nichts wusste, war mir die Grundlage für allen Reichtum dieser Welt auch schon einmal klar vor Augen geführt, die da besagt, “Gesundheit ist Ordnung und Sparsamkeit! Den eigenen Körper zu kontrollieren und Geist und Seele mit ihm zu verbinden.”
WAS und WIE nützt WEM alles Wissen, wenn man/frau nicht aus dem Herzen überzeugt danach handelt? Es immer wieder übt und sich kontinuierlich damit beschäftigt? Nun möchte ich mit dieser Botschaft an den LeserINNEN, auch meinem Leben wieder einen Sinn geben. Denn das eigene Dasein hängt stets davon ab, was für einen bewussten Sinn ich meinem persönlich individuellen Leben gebe.
Mit der Diagnose positHIV können im herkömmlichen Sinne keine augenblicklichen Betrachtungen über Gesundheit geführt werden. Das ist momentan soweit richtig. Ich fühle mich aber trotzdem geistig wesentlich gesünder, als fast alle anderen Menschen um mich her, die vorgeben GESUND zu sein. Wir kommen der Sache nur näher, wenn wir mehr Augenmerk auf das Posit(H)iv legen, als auf das Virus HIV. Ist H wie Hilfe und gleich positHIV auch ohne H dann wahrhaft Positiv.
Also ist doch MEIN Geist, mein SEIN!?! Und sind wir nicht immer wieder nur das, was wir zu sein scheinen? Ich scheine gesund zu sein, wenn ich meine Mitmenschen betrachte. So wie der Geist die einzige Macht des Universums ist, durch den wir zum Menschen manifestiert sind, so muss ich nun meinen eigenen Geist benutzen, um mir mein gesundes Sein zu bescheinigen. Denn mein Leben ist wahrhaftig das, was für einen Sinn ich ihm gebe. Diese persönliche Macht kann mir niemand nehmen.
So muss ich also auch in diesem Sinne meine Gesundheit sehen. Um mein Leben auch weiterhin zu gewährleisten und im Reichtum sozusagen zu schwelgen, muss ich meine Gesundheit dementsprechend hüten. Mich selbst pflegen und für meinen kleinen Kreis, nur das Beste wollen.
Also wer will mir nun verübeln, dass ich unwahrscheinlich reich werden will. Denn das zu tiefst Befriedigende, der wahre Reichtum demnach, ist alleine die Gesundheit. Alles, was ich brauche, ist Gesundheit, weil es gleichzeitig reich zu sein bedeutet. Ich brauche nur das in mir FREILASSEN was ich SEIN will und höre auf zu suchen. Wenn ich nicht mehr SUCHE, bin ich nicht mehr süchtig – lebe aber ohne Hoffnung.
Aber süchtig zu sein macht krank und ich muss nicht suchen, um meinen inneren Reichtum zu finden. Ich lasse mich einfach nicht mehr blockieren und behindern, denn das, was ich benötige, das ist auch für mich da. Es ist stets und immer vorhanden, auch wenn wir es nicht unmittelbar sehen. Ich wünsche allen Menschen um mich her nur noch unermesslichen Reichtum, um für mich selbst daran zu gesunden. Um an der universellen Energie teilzuhaben. Damit ich wieder SEIN konnte. Denn umso besser es meinen Mitmenschen und dem Umfeld ging, automatisch ging es auch mir besser und so sind alle guten Wünsche stets und immer berechtigt, was ich dann gesunden Egoismus nenne. Aber das wird häufig missverstanden.
Mit diesem Wissen gingen wir nun in einen neuen Lebensabschnitt. Wir mussten nur unsere Wünsche visualisieren und fest an unsere Träume glauben. Das hieß auch, einfach unsere ureigenste Vorstellung von Leben zu leben. Nicht stehen zu bleiben und ständig Erfahrung und Wissen erweitern, sondern das vorhanden schöpferische Wissen nutzen.
Ich wusste aber auch, dass das die Form von Glauben ist, vor der ein Großteil der Menschheit Angst hat. Sehr häufig wurde mir vorgeworfen, dass ich mich selbst überschätzte. Aber ist es doch als solches nicht negativ, wenn man/frau den HIVirus überlebt. Außer vielleicht auf volkswirtschaftlicher Ebene gesehen, denn da gäbe es andere Betrachtungen.
Ich hatte nun mal den Glauben an meine Träume und visualisierte mir die Zukunft. Meine Frau perfektionierte mit Freude ihren Energie-Tanz, den sie mit verschiedenen Elementen aus Bauchtanz und Ballett zu einer hellfühlenden, weiblich, bewegenden Urkraft verband. Im Sanskrit wird dieserlei Feenhaftigkeit der Dakini zugeordnet. Das stand ihr auch wirklich nahe, denn ihr Tanz verzauberte jeden und somit auch mich. Gekoppelt mit ihrer Heilkunst und Heilkunde an einem geistigen Bewusstsein, war sie von nun an für mich, nur noch “meine” DAIKINI! Die hellfühlende, tanzende, weibliche Urkraft, die Licht in mein Leben brachte, hatte als gute Fee für mich, ihren I a Trick und so verschmolz sich in meinem geistigen Augen dann der griechische Begriff Iatrik mit der Dakinis, die weibliche Urkraft verbindend zu mittelalterlicher Alchemie der Spagyrik.
So wie mir gelegentlich von anderen Menschen vorgeworfen wurde, das Leben und mich Selbst zu überschätzen, so fand ich in meiner Frau meinen Traum, der mit ihrer Gestalt, durch meine Visualisierung, leibhaftig wurde. Das I aus der Iatrik war eine 1 und mein Trick, also I A Trick für mich und hinzugenommen zu der Dakini, aus der indischen Literatur, wurde meine Frau meine süße Daikini, statt Dakini. Also, die Iatrik in Ihren Dakini-Tanz verwoben, ergab dann meine Daikini mit Ihrem I A Trick.
Sie verstand es mich zu berauschen, und meinen Träumen eine einmalige Lebendigkeit zu geben. Das war sozusagen der tiefe Grund unserer Ehe und nicht, weil wir beide totsterbenskrank waren und uns nichts Besseres einfiel. Nein, nein, wir wussten schon, dass wir nur gemeinsam in Höhen steigen konnten, zu denen wir alleine nie gefunden hätten. Das war einfach unser persönlicher Glaube zur höheren Kraft der Unsterblichkeit. Wir brauchten auch keine eigenen Kinder, um uns Selbst zu verwirklichen. Wir hatten uns, die Welt und unser Leben, sowie unsere Tiere und Pflanzen.
Eine neue Dimension den Tod zu besiegen, ist es garantiert nicht, wenn man sich der Liebe verschreibt. Aber vielleicht ein Paradigma, ein Beispiel auf alle Fälle, für eine bessere Zukunft. Mein Glaube an die universelle Energie, eine pseudohafte Einstellung, gewonnen aus einer Krankheitsgeschichte von krimineller Vergangenheit. Das wird nun der Vorwurf sein, der einigen LeserINNEN über die Lippen kommt und was ich mir auch schon anhören musste, dass ich mit meinen Einstellungen wohl verwirrt oder geisteskrank bin. Jedoch sehe ich darin auch einen gewissen Neid, von Leuten die keine so phantastische Frau, kein so leichtes Leben und nicht so viel Annehmlichkeiten wie ich bzw. wir sie uns genommen haben, vorweisen können. Gewiss auch Missgunst, dass das eigene „Elend“ nicht angenommen wird – so wie wir es tun.
Wir mussten uns auch schon sehr, sehr häufig anhören, “wo würde es hinführen, wenn so alle denken und handeln würden.” Aber was ist das für ein alberner Vorwurf? Denn wir wären beide nicht mehr am Leben, wenn wir nicht so denken und handeln würden! Es ist doch nur der einfache Versuch, MEHR aus unserem Leben zu machen – und vor allem zu überleben.
Wir leben ja auch in einem dermaßen phantastischen Zeitalter, in dem alle einhergebrachten Vorstellungen aufgehoben zu sein schienen. Das, was für unsere Generation völlig selbstverständlich ist, konnte sich zuvor noch kein Mensch vorstellen.
Allein auf der Ebene der Kommunikation, ist heutzutage fast die gesamte Welt miteinander vernetzt. Wir können uns über die Basis des Computers mit allen Menschen, sogar der unterschiedlichsten Nationalitäten und Sprachen verbinden. Die Technik und der Weltraum sind uns näher, als die Natur und gelegentlich sogar der Nachbar. Da muss auch langsam unser Geist einen Quantensprung vollbringen.
Wir hatten ferner begriffen, dass die Natur in den nächsten Jahrzehnten, die Menschheit immer extremer in die Schranken weisen wird. Es wird bald absolut nichts mehr so sein, wie unsere Eltern und Großeltern teilweise rücksichtslos ausgebeutet, gelegentlich auch unwissend, aber immerhin doch sehr verantwortungslos, uns diese Mutter Erde überlassen haben. Auch das ist eine Tatsache, die wir über unsere "Krankheit" austragen. Ebenfalls ein allgemeines und kein persönliches Problem.
Die Strafe für das, jahrtausendjahrelange Misswirtschaften mit Ressourcen, Natur, Geist und Mutter Erde, das wird seit Generationen schon, völlig bedenkenlos an die jeweils folgende Generation weitergegeben. Dabei wurden zwar angeblich alte Seuchen besiegt, aber unzählige Neue bakterielle und Virus bedingte Epidemien werden, neben den unzähligen Naturkatastrophen, auf die folgenden Menschenkinder warten. Das “CLEAN-SEIN-WOLLEN” der einen Hälfte der Welt im Überfluss schwelgen lässt, führt zu extremen Auswüchsen an Elend, auf der anderen Halbkugel dieser Welt. Warum kann da dann nicht freiwillig die Zivilisationsgesellschaft auf etwas verzichten, um den Ärmsten dieser Mutter Erde ein besseres Auskommen zu gewährleisten? Sie sind so arm, dass sie nicht teilen können!
Das sind Begebenheiten, die nun wirklich nicht mehr zu verleugnen sind. Auch wenn Wissen und Intelligenz jährlich beachtlichen Zuwachs hat, verhindern es die Auswirkungen, der aus den letzten Jahrtausend entstandenen Schäden und Unmenschlichkeit, mit menschlichem Verständnis zu wachsen und auf wirklich keinem Gebiet sind, da akzeptable Vorbilder geben. Allein Greenpeace und bestimmte kleinere Gruppierungen haben es erkannt und tun auch etwas dagegen. Selbst die Medien nennen es heutzutage schon beim Namen: “WILLKOMMEN IN DER KLIMAKATASTROPHE!“
Bei allen katastrophalen Entwicklungen, hat sich von jeher die Natur mit seuchenhaften Epidemien gewährt. Noch haben wir relativ wenig globale Erkrankungen an unbekannten, oder besser gesagt noch selten vorkommenden Seuchen wie z. B.: Ebola oder SARS, jedoch der HIVirus überschattet bereits große Teile der Weltbevölkerung. Da muss die Ursache gesucht, und nicht zum Krieg gegen den gesamten Körper gehandelt werden.
Mit diesem Wissen müssen wir alle nun mal leben und versuchen, für uns persönlich und für die kommenden Generationen, daraus das Beste zu machen. Momentan werden wir vereinzelten verirrten Seelen, die sich dessen bewusst sind, nicht mehr viel verändern können. Wir dürfen es aber insgesamt nicht unterstützen und noch weiterhin auf die Spitze treiben – in dem Wir auf Paradigmen setzen, die längst nicht mehr zeitgemäß sind.
Das sind Themen, mit denen sich Bücher füllen ließen und dessen sich vielerorts heutzutage, doch glücklicherweise schon, naturwissenschaftliche und geistige Menschen, auch auf dem Gebiet der alternativen Medizin, beschäftigen. Wir dürfen Hoffnung haben und sind nur verpflichtet, dem Prestige, Macht und materialistischem Profitdenken entgegenzuwirken. In dem Wir eben dies Denken nicht unterstützen. Krank hat es uns alle sowieso schon gemacht. Wir, als direkt Betroffene, können nur für das Wohl und den Spaß, ohne allzu großen Leidensdruck, in unserem direkten Umfeld sorgen.
Darum finde ich es auch berechtigt, wenn ich mich meinen zu visualisierenden Träumen hingebe und diese, dann auch anderen zum Mutmachen, mitteile. Denn ich bin dankbar, dass ich diese Zeit für mich finden durfte. Nur mit meinen, von vielen belächelten “SPINNEREIN” und meiner Intuition für das Außergewöhnliche, kann ich behaupten, dass das Thema AIDS für mich nur eine untergeordnete Rolle spielt, solange es meine Lebensqualität nicht behindert. Vorrangig ändern tut es sich nur dann, wenn mich HIV-bedingte opportunistische Infektionen, so wie die einige Jahre später diagnostizierte Leishmania Donovani, auch meine Lebensqualität beeinflusst und gleichzeitig noch außer der viszeralen Leishmaniose, eine Venenport-implantation gegen Wasting Syndrom und CMV-Retinitis nötig werden lässt.
Wie folgend auch gleich weiterberichtet, kann ich für meinen Teil sogar behaupten, dass mit der Diagnose HIVpositiv mein Leben zwar verändert wurde, dies aber doch recht positiv und im Allgemeinen konnte ich erst danach, also anschließend feststellen, was eigentlich Lebensqualität als solche, auch beinhalten kann. Denn der daraus erwachsene und notwendig gewordene “Müßiggang”, das Besinnen auf neue Werte, all das hat mich doch letztendlich erst auf die Stufe der „Reichen“, der „wahren Millionäre“ geführt, wodurch mir auch Reichtum neu definiert und vermittelt wurde.
Wahrer Reichtum ist in der Enthaltsamkeit von materiellen Dingen versteckt und wird nur entdeckt, wenn einfach alle Facetten von gesellschaftlich vorgeführten Perspektiven, auch persönlich erlebt und gefunden werden können. Auch Jean-Jacques Rousseau, Philosoph, Schriftsteller und Komponist, der auch ein Vorbild für Generationen von Revolutionären war, hatte schon 1753 eine Antwort zum Ursprung und den Grundlagen der Ungleichheit. Er plädierte für die Rückkehr zum natürlichen Urzustand und stellte fest: “ als der Mensch erstmals ein Grundstück als privates Eigentum markierte, sei das Paradies jäh zu Ende gewesen. Besitzgier sei die Ursache aller Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Allein nur Eigentum mache Arme und Reiche, Herrscher und Beherrschte.”
Wie schon erwähnt, meine Frau profilierte sich bei, mit und in ihrem Energie-Tanz und studierte Pflanzen und Kräuter. Ich widmete mich der großen und kleinen Philosophie, den Gurus, Schamanen und spirituellen Werten und Betrachtungen des gesund SEINS und des Lebens-SINNES, wobei ich nebenher zahlreiche Wunschvorstellungen an Autos zwischen Deutschland und Spanien fahren durfte. So pendelten wir, mit einer sehr großen Ansammlung von bizarren Naturereignissen, hin und her. Mal einige Monate auf Ibiza, dann wieder in Frankreich und an der Côte d’Azur, im ständigen Gepäck Schlafsack, Camping-Kocher und Caféautomat für den Zigarettenanzünder im Pkw. So konnte uns noch nicht einmal ein Stau auf der Autobahn aus der Ruhe bringen und es war eine unwiederbringliche Zeit, prall gefüllt mit schönen Eindrücken und Erlebnissen, die ich teilweise noch berichte.
Für die Überführungsfahrten erhielt ich Benzingeld, Autobahngebühr und eine minimale Kostenbeteiligung für Essen und Trinken, einschließlich dem Flugticket zu dem Pkw-Standort. So gerüstet erlebte ich in ganz Südeuropa die Natur pur, mit allen Unwettern ebenso, wie mit überwiegendem Sonnenschein. Einzigartige Naturschauspiele konnte ich auf diese Weise life miterleben und im wahrsten Sinne des Wortes, über mich ergehen lassen.
So wie mir aus meiner Kindheit die Vollmondnächte nicht mehr aus dem Kopf gehen, bei denen ich nach dem indianischen Pfad suchte, so erlebte ich zwischen Berlin, München, Zürich, Mailand, Nizza, Andorra, Barcelona, Malaga und Denia Naturereignisse zu schätzen, die mir für ewig unvergessen in Erinnerung bleiben werden. Auf einem Campingplatz bei Mailand zum Beispiel, sauste ein Blitz durch das Auto an mir vorbei und das wolkenbruchartige Regenwasser, stand weit bis über den Bodenschweller, sodass ich glaubte, mit dem Wagen fortgespühlt zu werden. Bis zu den Fußpedalen war alles unterspült. Danach musste ich mit meinem Cafébecher das Wasser aus dem Auto schöpfen.
Dieses Erlebnis brachte mir bei allen Diskussionen darüber, immer wieder ein BELÄCHELT-WERDEN ein. Ich hatte etwas erlebt, was die meisten Menschen (und auch die Wissenschaft) zu bestreiten versuchen. Denn ich hatte in dem Sinne und für meine Begriffe, einen “Kugelblitz” erlebt. Bei dem überfluteten Auto, dessen Seitenscheiben zur Belüftung etwas geöffnet waren, schoss im Zickzack, eine geballte, kugelförmige Lichtenergie durch den geöffneten Spalt der Fenster, um auf der anderen Seite wieder zu verschwinden.
In den Pyrenäen wurde ich von einer dreiseitigen Gewitterfront überrascht, die ihre gesamte Energie zu meinem Haupte austobte. Aus der Quadrophonieanlage des 7er BMW klangen die Moody Blues, wie im großen Takt des Unwetters synchron. Eine betörende Faszination einer orchestralen Symphonie der Gewaltigkeit, wie ich sie noch nicht erleben konnte.
Ebenso, wie ich ein Gewitter von Barcelona bis Denia, also ca. 500km weit, am Mittelmeer entlang begleiten durfte, ohne einen einzigen Regentropfen abzubekommen. In Denia angelangt, erlebte ich einen einmaligen Sonnenaufgang als Background von einer finster, schwarzen Wolkenformation, in Donner und Blitz, gaben die teilweise aufgerissenen Wettervorhänge, den Blick auf die aufgehende Sonne frei. Kolossale Faszinationen mit was für emotionalen Empfindungen - wahnsinnig!
Mit diesen Erlebnissen wurde meine Beziehung zur Natur abermals vertieft. Denn von jeher hatte ich ein ganz besonderes Verhältnis, zu natürlichen Erscheinungen ebenso, wie mir meine Haustiere stets, auch ein Gefühl für Verantwortung zu mir selbst, vermitteln konnten. Teilweise sind diese Geschichten dermaßen spirituell und mysteriös, sodass sie gar nicht glaubhaft berichtet werden können.
Spaßeshalber haben mich gute Bekannte schon Regenmacher oder Sonnengott genannt, da ich sehr häufig das Wetter ganz genau so habe, wie ich es zu meinen Aufgaben gelegentlich benötige. Das hat mich selbst sogar schon oft ins Grübeln versetzt. Eine kleine Geschichte erachte ich für so interessant, sodass ich sie noch berichten muss.
Bei unseren Reise-Pendel-Aktionen lernten wir viele Menschen kennen. Von Trampern, Neckermann-Touristen all-inclusiv, über mittelständige Kleinunternehmer oder Selbstständige, die mit Hypotheken ihren Besitz verschuldeten damit auch ihre Kinder noch etwas von ihrem Leben hatten, bis zu Millionären, die großteils keinerlei Verantwortung kannten, da für jeden Handgriff irgendjemand zuständig war, bis hin zu Heilern und Geistlichen.
Wir besuchten exklusive Partys ebenso wie Traumjachten, auf denen wir nach Formentera oder um die Insel Ibiza schippern. Bei den Möglichkeiten des Fortbewegens standen uns Jaguar, Chevrolet und Harley-Davidson zur Auswahl und ständigen Verfügung.
Dabei lernten wir eine Familie kennen, die uns mit ihrer Freundlichkeit geradezu überschüttete. Ein großes altes “Herrenhaus” im spanischen Stil, eine knapp 30-zimmrige Casa mit einem riesigen Grundstück und einem Swimmingpool von phantastischer Schönheit. Er war in den Felsen geschlagen mit einer kleinen, mittigen Insellandschaft angelegt. Einen ziemlich großen Wagenfuhrpark mit exklusiven Autos, Hühnern, Hunde, Katzen und später auch Pferden, nannten sie ihren Besitz.
Wir glaubten uns in einem Traum wieder gefunden zu haben und bemerkten anfangs gar nicht, mit was für einer dubiosen Fassade, dieses Familientheater aufrechterhalten wurde. Obwohl ich aus dem Leben kam und viele unterschiedliche Milieus kennen gelernt hatte, muss ich zugeben, dass dieses Kennenlernen einer völlig neuen Situation, mich völlig verblendete.
Mit viel menschlichem Verständnis und dem vorgezeigtem Reichtum, dem meine Frau skeptischer gegenüberstand als ich, wurde mein altes Ego nach Gewinnstreben angesprochen und so plante ich mit diesem Mann, nach einer viel zu kurzen Phase des sich gegenseitigen Austauschs von gemeinsamen Interessen, einen europäischen Modebetrieb zu gründen. Das war einer meiner letzten Träume und da er greifbar schien, war ich wahrlich zu unvorsichtig. Ich hörte nicht auf meinen Bauch und schenkte auch anderen Unregelmäßigkeiten, bzw. Auffälligkeiten keine Beachtung oder großartige Bedeutung. Es hieß ja schließlich mal wieder einen der letzten Träume zu verwirklichen und da mussten auch Kompromisse gemacht werden.
Dieses ewige Suchen von mir, nach gesellschaftlicher Anerkennung und Besitz, mit dem Begehren nach materialistischen Gütern sollte schon wenig später dazu führen, dass das Leben von mir und meiner Frau bedroht wurde und vorübergehend sogar ernsthaft auf dem Spiel stand. Ich begehrte schon wieder, obwohl ich eigentlich alles hatte. Es führte letztendlich dahin, dass das die Ursache für meinen späteren absolut totalen Gesundheitszusammenbruch war. Die Situation und Beanspruchung sorgten dafür, sodass ich mir später dann über mein geschwächtes Immunsystem die Leishmania einhandelte. Zum anderen kam hinzu, dass mit der mehrmonatigen Todesangst im Nacken, die wir den folgenden Winter bei dem Zerwürfnis mit dieser Familie erleben mussten, unsere Abwehr noch mehr schwächten. Die Todesangst letztendlich schwächte meinen Körper soweit, dass dann die tropische Sandmücke bei mir das AIDS-Vollbild verursachen konnte. Die Leishmania Donovani als Folge. Aber das kam wie gesagt erst später.
Also, zunächst erst einmal der Reihenfolge gemäß. Wir waren verblendet und wollten doch auch noch etwas erreichen. Wieder auf eigenen Füßen zu stehen und der Aspekt eine Designidee für eigene Mode zu vertreiben, das kam unseren Bestrebungen von vor Biesenthal nahe. Als wir noch mit der Off-line zu tun hatten und ich mich an der bizarren Modewelt berauschte. Außerdem beflügelte diese Perspektive auch unsere Kreativität im Allgemeinen und verbesserte den Gesundheitszustand - momentan jedenfalls.
Anfangs schien es, als ob damit unsere letzten Träume wahr werden sollten. Und Träume sollte man/frau stets leben und nicht nur träumen. Also bestand trotz vereinzelter Zweifel, kein Grund, sich nicht auf eine Kooperation bezüglich geschäftlicher Interessen, mit diesem Herrn Mehlei einzulassen. Eric Mehlei, so hieß er dann auch noch.
Wir konnten ja auch noch nicht ahnen, dass unsere Leichtigkeit unseres SEINS, bei diesem später festgestellten Kleinkriminellen dazu führte, dass er uns so vehement nach dem Leben trachten wollte und uns, damit wirklich so arg in Bedrängnis, Angst und Not versetzten konnte. Zunächst jedoch wurden Monate lang Entwürfe und Konzepte erstellt und ausgearbeitet. Eine gemeinsame Werkstatt wurde eingerichtet.
Dann häuften sich Vorkommnisse, die uns langsam hellhörig werden ließen. Er betrog seine Frau, übervorteilte seine Kinder, stiftete zu Raub, Diebstahl und Hehlerei an. Auf die letzten Anstiftungen hin, wobei er mich dann auch noch zum Mädchenhandel mit Saudi Arabien gewinnen wollte, kündigte ich unsere anderweitigen Geschäftsideen und wollte meine eingebrachten Sacheinlagen, nebst der Werkstatt meiner Frau, aus den gemeinsam Eingerichteten, aber vertraglich in seinen großzügig zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten abholen.
Damit begann dann ein Krieg, wie ich ihn zuvor noch nicht kennen gelernt hatte. Er beschlagnahmte unsere gesamte Existenz, egal was uns dabei nun persönlich gehörte oder auch nicht, denn selbst Fahrzeuge, die gar nicht uns gehörten, da wir sie nur nutzen durften, wurden auf seine Anweisung, von in Österreich angeheuerten Neonazis, zerstört. Mehrfach standen Schlägertrupps vor unserer Tür und des nächtens, sprangen Ninja-Kämpfer durch unseren Garten, wo wir wohnten. Wen würden solcherlei Geschehen nicht an den Rand von Todesangst führen?
Wir mussten fluchtartig und in kürzester Zeit mehrfach umziehen, konnten uns nicht mehr ohne unseren Dobermann-Hund irgendwo hintrauen und hatten eine Angst kennen gelernt, wie wir solche zuvor nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. Denn es ging eindeutig um unser Leben.
Wir waren aller Habseligkeiten betrogen und saßen in einem fremden Land, ohne Bekannte, Freunde oder anderweitiger Hilfe fest. Wir lernten Ibiza kennen und vor allen Dingen den Spruch zu schätzen: “HÜTE DICH VOR STURM UND WIND UND VOR DEUTSCHEN, DIE IM AUSLAND SIND!”
Mit der direkten Bedrohung gegen unser Leben, war ich theoretisch zu absolut allem bereit und wollte mich zunächst an ihm rächen. Aber ich stand allein und die neu kennen gelernten Menschen, distanzierten sich von mir und meiner Frau. Denn er war ein wohlhabender Geschäftsmann und alle von ihm Betrogenen, hatte er bisher mit seiner Einschüchterungstaktik vertreiben können, oder in Schach gehalten. So einfach hatte er es mit uns nicht, auch wenn es im Nachhinein zu weiteren schweren Erkrankungen führte.
Ich wollte Rache. Jedoch das ließ meine Frau nicht zu und ich musste mich auf meine geistigen Fähigkeiten konzentrieren. Drei Tage betete ich, Flüche, Schwüre und um Hilfe bittend für mein und unser Leben. Drei Tage, in denen ich absolut nichts anderes wahrnahm. All meine gesamte geistige Stärke auf die Vernichtung dieses Mehlei-Menschen auszurichten, nur das lag noch in meinen Kräften. Drei Tage und Nächte, wo ich meditierte und alle Elemente und Geistkräfte anflehte, mir und uns zu helfen.
Am Rande der Verzweiflung und von diesem >Subjekt< bedroht mit der existenziellen Vernichtung und dem Tod, sammelte ich meine gesamte Energie, um den Angriff von ihm, in das Gegenteilige umzuwandeln. Innigste Gebete und eine geistige Konzentration, die mir den Kopf zu sprengen drohte, sollte von mir aus nichts anderes bewirken, als dass das von ihm Angerichtete, sich nun gegen ihn selbst wandte. Die Kraftanstrengungen der Gebete und Meditationen war phänomenal und letztendlich auch langfristig erfolgreich. Das war allein mein Beten und mein Wissen über die geistige Kraft bei asiatischen Kampfsportarten, die mich hoffen ließ.
Die Fügung der universellen Energie meinte es aber dermaßen gut mit uns, sodass ein ausgeführter Brandanschlag von ihm auf uns, durch ein unvorhersehbares Unwetter rechtzeitig gelöscht wurde. Eigenartig - ja, - aber wahr. Jedenfalls schon etwas unvorstellbar und phänomenal - jedoch selbst erlebt, da ist es dann nicht mehr zu leugnen. Die Tage, in denen ich mit den Elementen meditierte und diese Tatsache, ist mir auch heute noch fast unbegreiflich, legte ich meine gesamte Verantwortung und betende Kraft in die Kraft der Schöpfung. So übergab ich doch nur meine gesamte Wut und Hilflosigkeit, in die umsetzende Gewalt der Natur. Was sollte für einen rationellen Menschen dabei rauskommen? Ich kann mir denken, wie unvorstellbar das klingt.
Denn was hatte ich dabei definitiv getan? Ich hatte drei Tage und drei Nächte die Natur beschworen, mit Mantras und Mandalas meditiert und den wüstesten Verwünschungen die elementare Energie, mit meinen Schreckensvisionen kreativ, in Bilder der Rache visualisiert. Ich hielt eine 72-stündige Zwiesprache mit den Elementen, die dann wirklich und wahrhaftig für die folgerichtige Bestrafung sorgte. Ja, es war wirklich so, auch wenn es mir kein Rationalist abnehmen wird, konnte ich selbst an dieser Situation wahrhaftig erleben, dass nicht nur Vernunft und Denken die einzigen Erkenntnisquellen sind, sondern mit entsprechender Intensität auch andere und nicht bewusste Mächte für einen selbst tätig werden können.
Es klappte tatsächlich und nur deshalb, weil meine Absicht ehrlich und aufrichtig war. Denn wenige Monate später musste er von der Insel fliehen. Das Maß war voll. Wir hatten inzwischen Polizei und Gericht für unser Interesse gewonnen und das Schicksal tat das Nötige, sodass seine Frau die Liebschaften von ihm mitbekam und ihn hinauswarf. Da er wegen seiner verbrecherischen Laufbahn sowieso alle Finanzen, Immobilien, Autos und anderen Güter auf den Namen seiner Frau laufen ließ, seiner Frau somit allen Eigentum überschrieben hatte, war die Vertreibung dieser Kreatur letztendlich, nur noch eine Folge von selbst eingerührten Sachverhalten, die sich auf universelle Weise sich dann „GERECHT“ auszahlte.
Seine Frau trennte sich zunächst und ließ sich scheiden. Dabei konnte sie sich nun nicht mehr erinnern, dass die Finanzen und materiellen Güter seine waren. Wir hatten zwischendurch für die Veröffentlichung seiner Handlung in der Presse gesorgt. Auch ein Werbeinformationsblatt mit seinen bekannten strafbaren Handlungen, wurde von uns, bei all seinen Geschäftspartnern verteilt.
Zu guter Letzt konnte ihm das Gericht verdeutlichen, dass auf Grund seiner schon bekannten Verbrechen, ihn eine mehrjährige Haftstrafe erwartete. Verlassen von seiner Frau; vor die Tatsache gestellt, dass ihm nun nichts mehr auf der Insel gehört, so verschwand er mit einer Reisetasche und büßte sein ganzes Hab und Gut ein. Es rächte sich - Gleiches mit Gleichem, durch schöpferische Transzendenz sozusagen. Eigenartigerweise und unbeabsichtigt trafen wir ihn bei seiner Flucht dann sogar noch am Flughafen, was ihm sichtlich peinlich, unangenehm und beängstigend erschien. Denn er versteckte sich bei unserem Anblick.
Mein Beten und die Meditation mit meinem geistigen Führer hatte so gesehen, für mich und den Angriff auf meine Frau, eine Wendung des Geschehens verursacht. Ich war von dem Vorgang, einschließlich des Ausgangs, dermaßen beeindruckt und irritiert, sodass ich es gar nicht richtig fassen konnte. Aber es passte einfach alles einwandfrei zusammen. Wir fanden unsere Genugtuung und sahen die Folgen des Geschehens, als Strafe für diese Kreatur.
Es war eine scheinbar junge Seele, die im irdischen Dasein noch viel zu lernen hatte. Es bestätigte sich, dass das Weltliche, was wir Menschen vermittelt bekommen, doch etwas anderes ist, als das universell Geistige, was wir alle früher oder später lernen müssen und gelegentlich dann auch erleben dürfen, weshalb es mit morphogenetischen Feldern, geomantische Mustern und synergetischen Begebenheiten verglichen werden kann.
Jedoch gingen auch wir nicht unbeschadet aus dem Vorgang raus. Denn die mehrmonatige Todesangst, meine körperliche Verfassung durch den HIVirus und die Anspannung als solche, waren noch im selben Winter dafür verantwortlich, dass wie gesagt die tropische Sandmücke (Leishmania donovani), die für meine noch später diagnostizierte viszeralen Leishmaniose zuständig, mich infizieren konnte.
Mein körperlicher Zustand mit den aufreibenden Begebenheiten ließ zu, dass die Mücke zu meinen leiblichen Innereien Zugang fand und mich dann die darauf folgenden Jahre, fast zum Dahinsiechen brachte. So rächte sich meine angebetete und erwünschte Negativenergie sogar noch an mir selbst und damit ist für mich bewiesen, dass Worte Macht sind und Dinge in Gang setzen. Eigentlich habe ich noch viel Glück gehabt die Leishmania nur innerlich zu bekommen, da ich äußerlich auftretend jetzt wie ein Leprakranker aussehen würde. Doch trotz mehrfacher Untersuchungen, konnte die richtige Diagnose erst weitere drei Jahre später festgestellt werden, wodurch mein körperlicher Verfall und offensichtlicher Abbau, eine zusätzliche Belastung war. Nun ja, die Schulmedizin ist eben mal gerade an den ersten Stufen umfassender Erkenntnisse und es bedarf noch vieler Jahrzehnte, bis sie dort ist, wo sie sich heutzutage zu behaupten glaubt.
Ferner verlor meine Frau, durch den Vorgang, ihre gerade erst zuvor gewonnene Gabe des Heilens durch Handauflegen. Aber auch dies ist eine andere Geschichte und nur insofern erwähnenswert, dass das Laogong, durch die verbindende Kraft zwischen äußerstem Universum und Erdmitte, woraus alle Heiler ihre Energie zum Heilen beziehen, also “der Palast der Arbeit” in der mittigen Handinnenfläche (Laogong), ein wesentlicher Energiepunkt ist, der die Fähigkeit zum wahren Heilen beinhaltet.
Nicht nur jeder von Krankheit befallene Mensch, sollte sich überhaupt dringlichst viel mehr mit sich selbst, seiner ureigensten Energie, seinem Geist, Gefühl und Körper und seiner Lichtenergie beschäftigen. Bis zu dem damaligen Zeitpunkt der Situation mit oben genannten Lebensbedrohlichkeiten, kann ich behaupten, dass mir die Bücher von der Physikerin und Heiltherapeutikerin Frau Brennan, mehr geholfen haben, als alle Schulmediziner bis dato. Dann erst der Mückenstich, der mich befiel, der dieses Verhältnis wieder gedreht hat und mit der Erlösung vom Todeszustand meiner späteren Schwerdiagnose durch Gebete, ist es mir heutzutage absolut klar und bewusst, dass wir über mehr Energien verfügen können, als uns beigebracht wird. Aber es ist auch dabei äußerst wichtig, sehr achtsam damit umzugehen. Gerade dieses Potenzial an Energie kann sich nämlich auch leicht in Gegenteiliges verdrehen und dann belasten und zerstörend für einen Selbst sein. So lehren es bereits die alten Schamanen der Indianer und Nordost asiatischen Meister – aus denn die Religionen entsprangen!
Jedoch nun auch alles Weitere der Reihenfolge nach, so waren wir mit dem damaligen Vorgang, absolut und unwiderruflich, auf das universelle Sein angewiesen. Das war und ist eigentlich die Aussage, die ich zu einem besseren Verständnis meines Denkens, zu diesem Thema bei diesem Kapitel zum Ausdruck bringen will.
Nur deine Arbeit
darfst du verkaufen,
deine Seele nicht.
John Ruskin
Es ist heutzutage wissenschaftlich erwiesen, dass eine Knorr oder Maggie Suppe mehr den Körper schädigt, als ein Joint, also eine Haschisch-Zigarette. Hierbei ist dann auch der Tabak schädigender, als der natürliche “Stoff”, den man/frau unter Hanf, Haschisch (Dope/Knaster) oder Marihuana (Mary Jane), als Cannabis (TH-Werte) kennt. Trotzdem wird offiziell daran festgehalten, dass das Rauchen solcher angeblichen >Drogen<, zur Sucht führen kann. Generell wird auch das Rauchen von Zigaretten und sehr, sehr viel mehr noch zur Sucht, wenn nicht „bewusst“ konsumiert wird. Das ist keine Weisheit von mir persönlich, sondern allgemeiner Wissensstand der Forschung bei Medizin, Psychiatrie und in der gesamten Fachwelt, und das mittlerweile selbst bis hinunter zum Volk, wo Tabakwaren entsprechend deklariert sind. Was gelegentlich eine Seltenheit ist - auch wenn die Industrie allgemein immer noch falsche Werbeinformationen verbreitet.
Ich möchte, und besser gesagt ich muss an dieser Stelle, die Betrachtung darüber gerade rücken. Denn ob nun Tabletten, Alkohol, Barbiturate, Morphine, Heroin, Kokain, Meskalin, LSD andere Pillen und Pilze, ich habe all dieses schon bis zum bitteren Exzess ausprobiert und bin selbst jeweils ohne fremde Hilfe wieder davon weggekommen. Das spektakulärste Erleben ist LSD, was ab 1939 frei verkäuflich unter „delysid“ geführt wurde und heutzutage wieder weltweit in der Forschung, aber auch in der Verhaltensforschung mit einfließt und zu bahnbrechenden Erkenntnissen dient. Erst Ende der 60er Jahre wurde es dann verboten, wobei schon bis dahin wichtige Untersuchungen von den Schweden, Stanislav Grof und Timothy Leary in den USA vorlagen. Größtenteils sind es aber jeweils auf besondere Weise, und Drogen allgemein, nur bewusstseinserweiternde Substanzen, die für die menschliche Entwicklung von großer Bedeutung sind, solange sie nicht exzessiv genutzt werden.
Wie nachgewiesen hat schon Paracelsus gesagt: “Die Menge macht das Gift.” Ja, stets macht nur die Menge das Gift, so wie es bereits von anderen weisen Menschen und selbst schon im Altertum niedergeschrieben steht. Die gesundheitsschädlichsten und gefährlichsten Substanzen und Drogen sind (aus meiner persönlichen eigenen Erfahrung) unschlagbar an 1. Stelle Alkohol, gefolgt von Kokain und gleichbedeutend gefolgt und ebenso gefährlich dann bestimmte Tabletten, die vorrangig zur Beruhigung, zum Schlafen und andere, die Psyche beeinflussende Substanzen beinhalten. Keine Gesetzgebung wagt sich aber, pharmazeutische Medikamente (Tabletten), sowohl auch die Spiegel für das weiße Pulver, ferner Fertigtüten-Brühen und Alkohol zu verbieten. Obwohl das noch wesentlich dringender, beziehungsweise wenn überhaupt, ebenso angebracht wäre. Denn so wird der „Verbraucher“ doch zum Dummkopf degradiert. Übernommene Paradigmen, die der Wahrheit eine eigentümliche Bedeutung geben und dem „Nutzer“ keine Offenheit garantieren, wenn die gesetzlich erlaubten Giftstoffe, nicht ebenso vehement und akribische Betrachtung finden.
Warum wird da nun aber nicht mehr auf diese Dinge geachtet und den natürlichen Heilkräutern wird teilweise der „Krieg“ erklärt - und mit völlig falschen Informationen verfahren. Denn da passiert es dann ausgerechnet bei wesentlich weniger schädlichen Stoffen als den uns von der Industrie Angepriesenen, dass sie verboten sind. Aber, darüber mag sich jeder selber Gedanken machen. Jedenfalls sollte meine Stellungnahme dazu auch keine Werbekampagne darstellen, sondern vielmehr darauf hinweisen, wie vorsichtig selbstverständlich mit gefährlichen Stoffen umgegangen werden sollte. Allgemein aus Neugier, ist von allen oben genannten Dingen (die als Drogen bezeichnet werden) grundsätzlich abzuraten. Da unkontrollierte und mit dem erlernten Bewusstsein des "Konsumdenkens" zu sich genommene Stoffe (Substanzen, Medikamente und Drogen) auch verheerende Wirkungen haben. Gerade bei unserer Konsumgesellschaft, kann gar nicht verantwortlich mit „Drogen“ umgegangen werden. Hierbei ist doch aber der Kulturkreis mit dem unzureichend gelehrten Verhaltensmuster verantwortlich, aber nicht die Droge!
Aber eben - an den Dingen, an denen unsere Industrie verdient, welche wir von Systembeauftragten Medien, Bürokraten, Erziehern usw. vermittelt bekommen, sind nicht weniger suchtmachende Faktoren zu beobachten, wie an verbotenen Stoffen. Größtenteils sind sie sogar bedeutend gefährlicher als die, die verdammt werden. Denn auch diese in übermäßiger Dosierung und Kontinuität zu sich genommen, bürgen große Gefahren und stellen absolut kein natürliches Verhältnis zum Umgang mit Drogen mehr dar. Das eine sowohl das andere ist nicht natürlich und macht krank, wenn es im Übermaß und unkontrolliert, sowie nicht mit begleitenden und erfahrenen Personen erprobt oder verabreicht wird.
Die Kleiber-Studie zum Beispiel, die im Auftrag der Bundesregierung von dem Berliner Professor Dieter Kleiber und den Kollegen der Freien Universität und dem Sozialpädagogischen Institut Berlin in den 90er Jahren an 1 458 Cannabiskonsumenten erstellt wurde besagt : “ bei Haschisch scheint eins ganz anders zu sein als bei vielen anderen Drogen: Selbst wer schon länger kifft, hat es danach nicht schwerer, den Konsum zu stoppen. Ein Ausstieg ist sowohl jeder Zeit als auch jederzeit mit der gleichen Wahrscheinlichkeit möglich!” Demnach besteht also ganz offensichtlich keine Sucht- und Abhängigkeitsgefahr.
Alle Völker haben zu allen Zeiten Drogen verwendet. Aber grundsätzlich eigentlich nur, bei Ritualen mit religiösem Charakter, vom Medizinmann oder Schamanen für Heilungen von Krankheit und Besessenheit und zur geistigen, spirituellen Erweiterung des Bewusstseins gedacht. Wir sind davon heutzutage soweit entfernt, wie die alten Ägypter es von der Mondlandung waren. Trotzdem sind Experimente mit bestimmten Stoffen äußerst aufschlussreich.
Mit unserem erlernten bewussten denaturalisierten DASEIN, sollten wir aber die Finger von allen Synthetischen und Drogen lassen. Jedenfalls auf alle Fälle von regelmäßiger und kontinuierlicher Tabletteneinnahme ebenso, wie auf den Verzicht von Zucker, Alkohol, Kokain, Morphinen, Heroin und allen anderen naturidentischen, Geschmacksverstärkern und ähnlichen Ersatzstoffen. Sie bewirken Langzeitschäden. Ebenso auch LSD und Ectasy können sehr bedrohliche Folgen haben und völlig abzuraten ist von Speed, Poppers und anderen namentlich verwendeten “Fröhlich-Machern”. Wenn die Pille zum gesund werden oder als >Fröhlichmacher< versprochen wird, dann wird damit grundsätzlich die Realität verdeckt. Dann werden die Ursachen für die Auswirkungen nicht berücksichtigt. Jede Krankheit und Sucht rührt von einer Verletzung der schöpferischen Liebe her.
Zu einer weiteren und konkreteren Stellungnahme bin ich nicht berechtigt. Aber trotzdem muss eben die allgemeine Meinung revidiert werden, dass Haschisch abhängig macht und zu den Drogen gezählt wird, ist nämlich geradezu verbrecherisch und völlig unverantwortlich – eine absolute Falschmeldung! Drogen, Sucht und Krankheit sind ein gesellschaftlicher Mangel an wahren Bedürfnissen. So setzen sich daraus selbstverständlich dann auch Krankheiten fort, weil das ursprüngliche Empfinden zur Liebe gestört ist. Es sind alles “Ersatzbefriedigungen”, so wie Putzen, übermäßiges Arbeiten, Extremsportarten usw. Dabei bleibt Haschisch, Marihuana, Hanf oder wie es auch immer genannt wird, absolut keine Droge und kein Ersatz-, sondern grundsätzlich wie Getreide und Brot Grundnahrung und eine Heilhandlung, einer Heilpflanze, die einzigartig eine Heilung bei Behandlung beinhaltet. Meine Frau ebenso wie ich, wir hätten viele Situationen unseres Lebens überhaupt nicht bewältigen können, wenn wir kein natürliches Kraut aus dem Garten der Mutter Erde zum Rauchen gehabt hätten.
Nähere Informationen zum Genuss von Haschisch, erteilt kranken Menschen, die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, zu erreichen unter Tel. Deutschland (+49 (0)221)-1300 591 / D-50 825 Köln, schriftlich Arnimstr. 1 A mit Fax (+49 221) –912 3033 worunter auch Informationsmaterial zu >Dronabinol< zu erhalten ist. Vielleicht wäre es mal interessant, eine etwas größer angelegte Studie durchzuführen, die auf der Grundlage der Behavioralen Kinesiologie, die Cannabispflanze auf Verträglichkeit von Mensch und Umwelt testet. Bei der Kinesiologie wird die muskuläre Stimulans dazu benutzt, die Resonanz des Körpers auf negative sowie positive Stoffe auszuloten. Wir hatten im privaten Kreis dies Verfahren einmal getestet und herausgefunden, dass die Muskelreflexe des Körpers auf Marihuana (Gras) positiver reagieren, als auf Haschisch. Da stellt sich die berechtigte Frage, wie die Reaktion dann wohl im Verhältnis von Haschisch zu Dronabinol reagiert.
In dem Fall mag es wohl daran gelegen haben, dass das auf dem Markt befindliche Haschisch gepanscht und mit chemischen Substanzen verlängert ist. Ganz im Gegensatz zu selbst gezüchtetem Gras, also Cannabis aus dem eigenen Garten. Also, noch einmal die Frage, wie verhält sich der Körper dann wohl bei Marinol und Dronabinol (den chemischen Ersatzstoffen)? Die schließlich nur die synthetischen, also künstlichen, chemischen Ersatzstoffe des THC-Inhalts von Cannabis, also nur eine verfälschte Synthese des Marihuanas und Haschisch sind.
Werden sich bei den chemisch gewonnenen Substanzen, in einigen Jahren, vielleicht ebenso bedrohliche Nebenwirkungen einstellen, wie sich das bei dem so anerkannten Medikament Methadon aufzeigt? Dies wird noch heute den Heroinsüchtigen angepriesen, obwohl es nach meinen ausführlich, persönlichen Erfahrungswerten, wesentlich gefährlichere Entzugserscheinungen auftreten lässt, als es sich bei Morphinen, Opiaten und Heroin zeigt. Oder vergleichen wir einmal Ritalin – ein synthetisches Kokain, welches Kindern verschrieben wird, die Überaktivitäten zeigen. Ein Entzug nach einer Ritalin- oder Methadon-Therapie ist so schrecklich, wie es selbst Alkohol mit seinem Delirium nicht vermag. Die beiden zuletzt genannten Stoffe sind mit Abstand die wahrhaftig grausigsten Mittel, um sich das Leben zu verderben und gewalttätig zu werden. Alkohol sowohl Methadon setzen Aggressionen frei, die unbeschreiblich verheerende Folgen zeigen und ohne Frage mit Heroin- und Kokainmissbrauch bedingt gleichzusetzen bleiben.
Trotzdem wird Methadon und sogar Ritalin kontrolliert und Alkohol völlig frei abgegeben, ohne auf die verheerende Wirkung hinzuweisen, sind sie erlaubt. Jedoch einen noch schlimmeren Entzug, wie diese beiden Substanzen es verursachen, gibt es einfach nicht. Wobei der Alkohol sogar bis zu einer bestimmten Promillegrenze, beim Autofahren gestattet ist. „Eine Anstiftung zum Verbrechen aus niederem Beweggrund“, würde ich es benennen. Ebenfalls unverständlich, aber wohl die automatische Reaktion unserer häufig betrunkenen und alkoholabhängigen Politiker, Kirchenväter, Industrie- und Werbemanager (weitere Erklärung Kapitel XL). Wir leben aber mittlerweile wirklich und wahrhaftig in der Dimension XXL, wo Profitgier als nobles Attribut anerkannt ist. Das hat alles mit politischen und marktwirtschaftlichen Interessen zu tun, die vom Alkohol, über Strychnin, bis hin zu Zyankali eine gesetzliche Rahmengebung des Profitgewinnes, für einige wenige Machtbesessene beinhaltet um das "DUMME Volk" damit auf Distanz zu halten. Aber die Zeit ist vorbei und immer mehr Leute erwachen.
Bisher waren die selbstverständlichen Ansprüche des Volkes relativ unwichtig. Einzelne Tragödien spielen dabei keine Rolle. Kapitalismus und Zivilisation ist es gewöhnt, komplexe nationale Landstriche, gesamte Völkergruppen und großflächig, bäuerliche Existenzen auszulöschen, solange sie selbst Profit haben und Menschen dadurch schikanieren und stigmatisieren können. So wird auch über Arm oder Reich entschieden und dies reicht dann hinein, bis in Kultur- und Sozialstrukturen - letztendlich wird es mit Kriegen beantwortet und befürwortet eine eigentümliche Einstellung von Gut und Böse.
Aus dieser Profitgier heraus wird meiner Erkenntnis nach gegen Pflanzengeister vorgegangen und Chemie erlaubt. Bis vor wenigen Jahren war auch Kokainmissbrauch noch ein Kavaliersdelikt und heutzutage, trotz aller Wissenschaft, lassen sich keine Alternativen finden, um der Menschheit das Überleben zu garantieren und den Bauern, deren einziger Weg der Anbau von Kokasträuchern und Mohnpflanzen, sowie den Cannabisanbau erlaubt, existieren zu lassen. Statt einen allgemein vernünftigen Weg aufzuzeichnen, werden Regeln und Gesetze erschaffen, die jenseits von jeder Logik liegen und gesamte Kulturkreise bekriegt. Es scheint angenehmer im großen Stil zu vernichten, anstatt die Pflanzen der Götter, zum Wohle des Volkes einzusetzen. So ein absoluter staatlicher Schwachsinn hat zum Glück keine Perspektive.
Dies ist aber hier und heute nicht unser Thema und derjenige, der sich dafür interessiert, dem sei von mir auf Folgendes verwiesen. Es gibt genügend Literatur, die sich mit dem genannten Inhalt beschäftigt: Albert Hofmann, Timothy Leary, William S. Burroughs, Aldous Huxley, Christian Rätsch und viele, viele mehr - die ich gar nicht alle aufzählen kann und worüber ich fortgesetzt noch berichte.
Die Menschheit hat die Grenzen und Gesetze weiter gesteckt, sie hat sich aber im Prinzip nicht verändert. Nur mit und durch Gesetze die jeweiligen Realitätsfenster getrübt. Teilweise sogar ganz in das Gegenteil verdreht, sind wir wieder in unserer vorgezeigten Entwicklung, doch praktisch wieder sehr weit zurückgefallen. In den letzteren Tausend Jahren haben leitende Stellen und regierende Kreise, die notwendig übertragene Verantwortung, zum Machtpoker und Profitdenken missbraucht. Auch das sind für die Menschheit Krankheitserreger, die neben den Naturkatastrophen, die in absehbarer Zeit den Erdball überschatten werden, gehäuft und vermehrt auftreten werden. So sind dann Suchterkrankungen, Seuchen, Epidemien, Nerven- und Immunleiden die Folge. Alles, von der Zivilisation künstlich bestimmte Schwachstellen, die zu Mord, Totschlag, Gier, Elend, Waffenverherrlichung, Geiseldramen, Terroranschlägen und dergleichen führt und akzeptiert werden soll, solange unsere Gesellschaft sich nicht in Grundeinstellungen verändert und an perfiden Einstellungen zu Gelderwerb und Willkür festhält.
Wir benötigen in allen Bereichen ernsthafte, bedeutende neue Einsichten, die zu vermitteln, auch eine natürliche, geistig durchdachte Lehre beinhaltet. Auf dem Weg zur Globalisierung, können wir uns verschließen aber dienen uns nicht, wenn wir weiterhin die Gesamtheit der Zusammenhänge im Ganzen missachten. Es gibt mehr, als nur unsere Medizin, nämlich, die der Götter, der Alten Chinesen, der Inder, der Indianer und so weiter.
Im alten China zum Beispiel, wurde der Arzt nur solange vom Patienten entlohnt, wie der Patient gesund war. Erkrankte er, wurde dem Arzt der Lohn entzogen. Er hatte nämlich versagt, weil er die Gesundheit nicht bewahren konnte. Überhaupt gibt es aus dieser Zeit interessante Beispiele, wie medizinische Betrachtungen geführt werden können.
Nur mal zum Vergleich und im Gegensatz dazu, gab es sogar noch im 19. Jahrhundert in Deutschland ein hannoveranisches Gesetz, welches den Genuss des Cafétrinkens, mit dem Tode bestrafen konnte. Zirka zur gleichen Zeit stand in Russland, der Genuss von Tabak, unter Folterstrafe. Also immer alles so, wie es den Regierenden gefällt, wobei die Bevölkerung nur stets der Sklave dieser wenigen sinnlosen Interessen bleibt. Das alles aus der Bevormundung und deshalb, damit eine Hand voll mit besonderen Privilegien leben kann, muss die Mehrheit leiden und sich unterwerfen. Sich in die Ecke der sich daraus stigmatisierenden Kriminalität stellen lassen. Sich somit einer Vorverurteilung unterstellen.
Mal ganz abgesehen von den Vorgaben der verirrten heutigen Kirche, hat sich die Menschheit so ihren Leidensweg selbst geschaffen. Die mögliche Genesung von den meisten Krankheiten darf ebenso wenig, wie die Gesundheit insgesamt und vor allen Dingen zukünftig, kein Geheimnis mehr bleiben. Auch wenn es vielleicht für den Einzelnen unbequem erscheint, sich selbst darum mit-zu-kümmern, hat doch ein jeder diese Last, so oder so, selbst zu tragen. Wenn dies dann erst in den Auswirkungen der eigentlichen Ursachen geschieht, dann hat es Bedeutung, womit Veränderungen und Erneuerung eintreten. Auch wenn Selbstständigkeit mit Bewusstsein anstrengend ist. Es ist wirklich Zeit eigenständiges Bestreben zu unterstützen und den Menschen selbst entscheiden lassen.
Denn schon Paracelsus war der Auffassung, dass die Menge, das Gift macht. Die Menschheit heutzutage, in einer völlig vergifteten Umwelt, mit fehlgezüchteter, naturidentischer und verseuchter Ernährung, mit vergiftetem Wasser, abgerodeten Wäldern und auf Einweg getrimmt, ist global und insgesamt kaum noch etwas als gesund zu definieren. Sie sind alle an der Technik und Zivilisation erkrankt und mittlerweile davon auch abhängig, egal von was. Die einen sind abhängig von Job, Auto und anderweitigen Prestige-Objekten, die anderen von sexuellen Erlebnissen, einige vom Waschmittel um zur Cleanheit ihres Umfeldes beizutragen und ganz wenige eben nur drogensüchtig. Dabei sind die so genannten Drogen, das aller wenigste, was noch in der natürlichen Substanz Schaden anzurichten vermag, da die erlaubten Drogen mittlerweile, nachgewiesen, mit der intensiven Vermarktung und kontinuierlichen Einnahme, wie bei Coffein, Nikotin, Teein und Alkohol längst auch bewiesen, wesentlich umfangreicher zu schädigen verstehen.
So gesehen hat mir das Schicksal in dem Sinne, das große Glück geschenkt und mit der Erkrankung eine Aufgabe in den Körper und somit in den Geist gelegt, dass ich zu der Gruppe von anerkannten Kranken gehöre, die als unheilbar geltend eine gewisse “Narrenfreiheit” haben. Ferner wird für die mit dem Virus HIV Infizierten, das meiste in unserer gegenwärtigen Zeit getan. Sind wir Betroffenen doch also alle dankbar und nutzen die Chance, dann sind wir wenigstens diejenigen, die für den Wandel auf geistiger Ebene mit verantwortlich zeichnen. Wenn die Diagnose feststeht, dann hilft nur noch der Glaube an die Zukunft und das Wissen, dass wir ab dem Zeitpunkt nichts anderes mehr zu tun haben, als sich um uns selbst zu kümmern. Für mich heißt das auch, dass ich nun endlich ärztlich bescheinigt in der Öffentlichkeit kiffen darf. Denn das reale Drogenproblem ist ein völlig anderes, als die Strategie, die von öffentlicher Seite eingesetzt wird. Es ist aber der einfachste und heuchlerischste Weg, für eine Debatte mit absurder Polemik.
Die Legalisierung des Opiums in China z.B. reduzierte die Einfuhrquote von 160 auf 5 Prozent. Als in Paraguay aus theologischen Gründen der Mate verboten wurde, nahm der Konsum unter den Eingeborenen ausmaßen an, die es vorher und auch nachher, niemals wieder gab.
Die negativen Folgen, die durch die Aufrechterhaltung einer Prohibitionpolitik entstehen, sind wohl bekannt. So erhält sich der Staat mafiose Strukturen gewaltsam aufrecht, um daraus seine angeblich positiven Absichten mit „Kriegsgewalt“ in Form von Polizeimaßnahmen zu demonstrieren. Die aufgrund der daraus entstehenden Illegalitäten führen zu Handelswegen, die zu verfälschten Drogen sowie auch zu schweren Vergiftungen führt und einschließlich Tote toleriert, um das Recht zu legitimieren. Ohne Rücksicht auf die allgemeine Gesundheit der Konsumenten, wird ein Impakt mit AIDS, vom Gesundheitswesen und der Wirtschaft zu Korruption und Mafiaorganisationen begünstigt. Das ist jedenfalls die Realität und überall nachzulesen.
Es ist an der Zeit positive Alternativen zu schaffen, damit sich die einzelnen Regierungen der Welt, nicht auch zukünftig negative Voraussetzungen schaffen, um Erfahrungen und Erkenntnisse nicht akzeptieren zu wollen. Denn mit Verlogenheit geht es nicht mehr weiter, wo doch unser Planet mit der Natur und seinen Elementen längst nach Hilfe schreit.
Unser vergangenes Jahrhundert war das Jahrhundert der Technologie: Unter der Schirmherrschaft eines kurzsichtigen Pragmatismus, dem zufolge all das gut ist, was Nutzen bringt und sich verkauft, hat die Menschheit zwischen 1945 und 1980 mehr Produkte hergestellt als im Laufe der gesamten Geschichte. Aus diesem ungeheuren Wachstum stechen die chemisch synthetischen Substanzen besonders hervor. In nur 50 Jahren stellt ihre Produktion 45% des legalen Bruttosozialproduktes der ganzen Welt dar. Das sind Tatsachen, die nachweisbar sind und nicht aus meinem persönlichen Gehirn und auf gefälschten Statistiken beruhen.
So jedenfalls einer Aussage gemäß, die der Grüne Gemeinderat der Partei Es Verdes von Sant Josef de Santa Talaia, Joan Buades in Spanien (Balearen) konstatiert. Er führt in seiner These weiter aus, dass die chemische Spur so weitläufig und weit ist, dass es mittlerweile auf der ganzen Welt keinen vor der Verseuchung sicheren Ort mehr gibt. Und ist das nicht mehr als bedauerlich? Und selbst in den USA ist dies Problem so gravierend, dass die American Medical Association schwangere Frauen und Kleinkinder vor massenproduzierten Gemüses warnt und der nationale Sprecher und Arzt Dr. Weil verweist ferner darauf, dass nur noch organische Naturprodukte zu essen sein, da Tiefseefisch, Muscheln, Schalentiere, jedes andere Fleisch und die Konserven unzählige Chemikalien enthalten. Niemand kann sagen, wie viel unerprobte Chemikalien noch ungleich viel giftiger, als wir bisher angenommen haben wirken, wenn sie miteinander kombiniert werden.
Ein nordamerikanischer oder europäischer Säugling nimmt in sechs Monaten die Höchstdosis an Dioxin zu sich, die der fünffachen Menge entspricht, die, die Weltgesundheitsorganisation für einen 70 Kg schweren Erwachsenen als tägliche Höchstmenge angibt. Das ist Tatsache, werte LeserIN.
Unglücklicherweise haben wir bis jetzt den Auswirkungen dieser Chemisierung der Welt nur sehr wenig Beachtung geschenkt und Joan Buandes schlägt auf Berufung von Colborn, Myers und Dumanoski weiter vor, dass die Welt unbedingt handeln muss. Wir müssen unsere eigene Gesundheit verteidigen, ohne auf eine chemische Industrie zu vertrauen, die nur nach Geld giert und sehr oft von der Verwaltung im Griff gehalten wird. Wir müssen bewusster leben und uns mehr für unsere Umwelt und unsere eigene Gesundheit verantwortlich fühlen. Denn wir sind die Akteure eines globalen Experiments und besitzen nur sehr wenige Vorkenntnisse, um die dunklen Seiten des technologischen Fortschritts erkennen zu können.
Wie z.B. die CFCs für Kühlschränke die im Jahre 1928 als großer wissenschaftlicher Fortschritt gefeiert wurden, doch mussten wir ein halbes Jahrhundert warten, bis die Wissenschaft bestätigte, dass sie die Ozonschicht zerstöre, die uns davor bewahrt von den Mikrowellen der Sonne geröstet zu sterben.
Ja, es wäre wirklich gut, wenn wir mit Vorsicht handelten und zu Spezialisten für unsere eigene Gesundheit würden, bevor die ganze Menschheit zu Kranken in der Endphase wird. Wir brauchen dringend ein von der Industrie unabhängiges Gesundheitswesen, das die Gefahr der Chemie auch erkennt, sowie eine Verwaltung, die das Wohlbefinden der Menschheit und die Gesundheit des Einzelnen als Priorität ansieht.
Wieso musste ich nun aber lernen, dass mein experimentelles Leben negativ war und als kriminell ausgelegt wurde? In meinen persönlichen Erfahrungen, die zu meinen Handlungen führten, verhielt ich mich doch nur so, wie es mir gezeigt und vorgelebt, also gelehrt wurde. Nebenher experimentierte ich auch sehr gern und das ist ein wissenschaftliches Begehren. Ich sollte bei gleichem Verhalten nun kriminell sein. Der Staat aber mit seinen Gesetzen der Uneinsichtigkeit mit industriellem Profitdenken, darf zu verbrecherischem Verhalten anstiften und anhalten, ohne dass daraus eine Konsequenz erwächst.
Mit der Diagnose HIV und dem späteren Bekenntnis und der offenen Stellungnahme zu meiner Erkrankung, konnte ich mich aus diesen skurrilen Strukturen befreien. Denn zum Schluss der Thematik sollte noch erwähnt werden, dass der Cannabishanf therapeutisch eingesetzt eine ganz wesentliche Rolle der Mutter Erde spielt. In allen großen Kulturen des Altertums finden wir Hinweise, die uns daran erinnern, wie bedeutend diese Pflanze jahrhundertelang für die Gesundheit des Menschen war.
Aber über die sanfte heilsame Hanfpflanze hinaus, hatte in der 50er Jahren bereits William S. Burroughs zu diesem Thema ausführlich Stellung bezogen. Diese sei kurz angeführt, in seinem Buch “Nucked Lunch” 1962 veröffentlicht, weshalb ich im Zusatz einen kurzen Auszug des Textes wiedergeben möchte. Denn es gibt in der gesamten Literatur keine objektivere und genauere Beschreibung eines Problems, welches ein künstliches, Monopol- und Staatssysteme unserer Regierenden ist und vorsätzlich provoziert wird, um Banken reich zu machen, bestimmte Gruppen zu diskriminieren, eigene Staatsgelder reinzuwaschen und damit ein überflüssiges Elend zu erzeugen, damit die 6% der führenden Reichen noch reicher werden und somit das gesetzliche Recht haben, andere Kulturen zu bekriegen und auszulöschen. In diese Ansicht bin ich mir mit William S. Burroughs und Aldous Huxley einig. Allgemein ist Burroughs sein Versuch, sich in exzessiven Signalen über seine Rauschgifterfahrungen zu äußern, eine der prosaischsten Literaturwerke überhaupt.
Ich zitiere:
AUSSAGEN ÜBER DEN VERLAUF EINER KRANKHEIT
William S. Burroughs
Im Alter von fünfundvierzig Jahren erwachte ich aus einer Krankheit, ausgeglichen und im vollen Besitz meiner geistigen Kräfte, verhältnismäßig gesund, abgesehen von einer angegriffenen Leber und einem Körper aus geborgtem Fleisch, der allen gemein ist, Krankheit zu überstehen ... Die meisten Überlebenden besitzen keine detaillierte Erinnerung an das Delirium. Augenscheinlich habe ich ausführliche Notizen über Krankheit und Delirium angefertigt, aber an die Niederschrift dieser Notizen, die unter dem Titel “Naked Lunch” erschienen, erinnere ich mich nur noch vage. Den Titel schlug Jack Kerouac vor. Was er bedeutet, ist mir erst vor kurzem klar geworden. Er sagt genau das, was die Worte ausdrücken: NAKED LUNCH – eine erstarrte Sekunde, wenn jeder erkennt, was auf der Spitze jeder Gabel liegt.
Die Krankheit ist Rausch/Rauschgiftsucht. Fünfzehn Jahre lang war ich süchtig. Wenn ich von einem Süchtigen spreche, meine ich jemanden, der Opiaten ... - ... und aller Synthesen ... - ... verfallen ist. Opiate habe ich in vielfacher Form genommen: Morphium, Heroin ... Opium ... etc. pp. Ich habe sie geraucht, gegessen, geschnupft, in Venen Haut und Muskeln injiziert und als rektale Suppositorien eingeführt. Die Nadel spielt keine Rolle. Ob man das Zeug schnupft, raucht, isst oder sich in den Arsch schiebt, das Ergebnis ist immer dasselbe: Sucht. Wenn ich von Rauschgiftsucht spreche, klammere ich Keif (Kiff) und Marihuana aus, ebenso alle Haschisch-, Meskalin-, ... LSD ... Heilige Pilze oder sonstige Drogen der halluzinogenen Gruppen ... Nichts deutet darauf hin, dass der Genuss von Halluzinogenen zu physischer Abhängigkeit führt. Die chemische Wirkung dieser Drogen ist der, der Opiate physiologisch entgegengesetzt. Bedauerlicherweise werden die beiden Drogengattungen heute dank dem Eifer der Rauschgiftdezernate in den USA und anderen Ländern miteinander weitgehend verwechselt und falsch dargestellt.
Fünfzehn Jahre der Sucht hindurch habe ich das exakte Vorgehen des Opiatvirus beobachtet. So zum Beispiel in der Pyramide des Opiats, in der eine Ebene die tiefergelegene frisst (es ist kein Zufall, dass die Hintermänner im Drogengeschäft immer fett sind und der Süchtige auf der Straße mager) bis zu der oder den Spitzen, denn es gibt viele Opiatpyramiden, die sich an den Völkern der Erde mästen, und alle sind nach den Grundprinzipien der Monopolstellung aufgebaut:
1.- gib niemals etwas umsonst her
2.- gib niemals mehr, als du geben musst (schnapp dir den Käufer
immer dann, wenn er hungrig ist und lass ihn warten)
3.- hol dir alles zurück, wenn du nur irgendwie kannst
Und stets bekommt der Händler alles zurück. Der Süchtige braucht mehr und mehr Opiate, um eine menschliche Gestalt zu behalten ... kaufe dich vom Affen los. Opiate sind der Schimmel der Monopole und des Besitzes. Der Süchtige steht dabei, während seine Opiatbeine ihn direkt in den Bannkreis des Opiats hineintragen, dem Rückfall entgegen. Opiate sind quantitativ genau messbar. Je mehr Opiate man nimmt, desto weniger hat man, und je mehr man hat, desto mehr nimmt man.
All die halluzinogenen Drogen werden von jenen, die sie benutzen, als heilig angesehen - es gibt Peyotelkulte und Banisteriakulte, Haschisch und Pilzkulte - “die Heiligen Pilze Mexikos befähigen einen Menschen, „Gott“ zu sein und besitzen erstaunliche Eigenschaften für gesundheitliche Verbesserungen.” ... - ...
Antwort: “Süchtige, wenn man nicht selbst süchtig ist.”
Ich sage Euch, Jungs, ich hab schon ‘ne Menge langweiliger Unterhaltungen gehört, aber keine andere BERUFSGRUPPE kommt an diesen alten thermodynamischen Opiattiefstand heran. So ein Heroinsüchtiger bekommt den Mund kaum auf, und wenn er mal was sagt, fällt er einem auf die Nerven. Aber so ein Opium- Raucher ist aktiver, weil er immer noch ein Zelt und eine Lampe hat ... und vielleicht liegen 7-9-10 da drin wie überwinternde Reptilien und halten ihre Temperatur auf einem Stand, der noch Gespräche gestattet: Wie armselig doch die anderen Süchtigen sind – wir aber – Wir haben dieses Zelt und diese Lampe und dieses Zelt und diese Lampen und dieses Zelt und schön warm ist es hier drinnen und schön warm und hier DRINNEN und SCHÖN und DRAUSSEN IST ES KALT ... ES IST KALT DRAUSSEN wo die Dreckfresser und die Jungs mit der Nadel machen’s keine zwei Jahre nicht mal sechs Monate werden sie’s machen durch die Gegend stolpern und Würde haben is nich für’n … Aber WIR SITZEN HIER und erhöhen die Dosis nie ... nie – niemals erhöhen wir die Dosis niemals nur heute Nacht HEUTE NACHT ist ein besonderer ANLASS wo all die Dreckfresser und Jungs von der Straße da draußen in der Kälte rumlaufen .... Und wir fressen es nie, nie nie nie nie fressen wir es ... Entschuldigt mich, ich fahre zur Quelle der Lebendigen Tropfen, die sie alle in den Taschen haben und im Arsch die Opiumpillen zusammen mit dem Familienschmuck und dem ganzen Scheiß in einem Fingerling.
Drinnen ist noch Platz für einen, Sir.
Nun, wenn diese Platte zum billionsten Lichtjahr anläuft, und es dann immer noch dieselbe ist, unternehmen wir Nicht-Süchtigen drastische Schritte, und da wird sich zeigen, wer ein Mann ist und wer einer von diesen süchtigen Jungs. Die einzigste Möglichkeit, sich gegen diese schreckliche Gefahr zu schützen, ist HIERHER zu kommen und in die Höhle des Löwen zu steigen.... Wirst gut bezahlt, mein Junge.... Bonbons und Zigaretten ....
- Whisky und Champagner … ja, soviel im Originaltext von Burroughs aus dem Buch „Nucked Lunch“ -
und ich sage ferner dazu dann …
Luxus - Geld und Leben ...... gibt es da nicht, sehr viele Formen der Sucht, die irgendwie alle den grundlegenden Gesetzen unterworfen sind und eine Ersatzbefriedigung für eine völlig denaturalisiertes System, mit Profitgier, für viele Menschen eine letzte Chance bieten? Wobei nicht übersehbar scheint: “Je MEHR man verbraucht, desto weniger hat man, und je mehr man hat, desto mehr benötigt man!” Eigentlich ein Fakt, wie bei allen Bedürfnissen … die in falscher Christenliebe erstickt sind, kein Ventil mehr finden, und aus ihrem Intellekt heraus diesem staatlichen Wahnsinn der Entmündung zu entgehen versuchen.
Meine Meinung ist darüber sowieso, dass wir viel zu viel haben und uns von viel zu viel abhängig machen ... wobei Haschisch nun wirklich, beim besten Willen und auch nachgewiesen, keinerlei Abhängigkeit erzeugt und vor allen Dingen nicht so schädlich ist, wie Tabak und Coffein! Dabei ist dann letztendlich eine Tütensuppe, oder anderes Instantpulver zur Soßen- und Essenbereitung, doch schon von den chemischen Zusätzen bedeutend gefährlicher für einen Körper, als Haschisch und Marihuana.
Ja - eine ernste Sache, da Cannabis als Heil- und Genussmittel immer noch strafbar ist. Und das Gesetz dafür stammt aus der Nazi-Zeit. Ob erlaubt oder nicht, es ist ein staatliches Verbrechen, Genießer und ebenso auch Patienten zu kriminalisieren. Es ist nachweislich ein hochwertiger und unschädlicher Heil- und außerdem ein Textil-Stoff. Aber eben kein Impfstoff.
Eine Hanfparade ist dabei dann z.B. eine Mischung aus Karneval und Erntedankfest. Im Mittelpunkt steht seine/ihre Majestät, die Hanfpflanze, die alles kann; vom Bewusstsein-erweitern bis zum Bio-Tonnen-Anreichern. Ihr Gefolge sind die heimlichen Hobbygärtner, die vernagelten Gesetze, die erwischten *Kiffer* und *Dealer* in Sträflingsanzügen mit Plastik-Ketten und Eisenkugeln aus Styropor. Schließlich alle, die vom Hanfanbau profitieren können; Mediziner, Nahrungsmittel-, Papier-, Textil-, Reinigungsmittel-, Kosmetik-, Autoindustrie und Baubranche - und sie alle sind mit dem einen Bein im Knast !!!
Allerdings find ich es deprimierend, dass aus diesen Perspektiven angesprochene Themen zum regelmäßigen Desaster inhaltlicher Natur führen. Es gibt kein besseres homöopathisches Naturbreitbandpräparat als sich die Pfeife zu bröseln. Ein heikles Thema ist nur Kiffen und Schreiben. Kiffen und Schreiben führt dazu, dass sich erkennen lässt, dass die Gedanken langsamer als der geistliche Verstand der Inspiration sind und somit zur Sensibilität geführt, einfach nichts zu Papier bringen lässt. Aber das ist ein ganz anderes Thema - in verantwortungsvollen Positionen und bei Feinabstimmungen in Arbeitsbereichen macht sich “kiffen” selbstverständlich auch nicht gerade positiv aus. Aber noch weniger lassen sich solche Dinge mit Alk im Vollrausch absolvieren und da bleibt Hasch oder Marihuana trotzdem immer die bessere Alternative mit erhöhtem Feingefühl.
Da hat selbst die Hirnforschung schon erstaunliche Beweise geliefert, obwohl diese Wissenschaft davon ausgeht, dass Chemie übersinnlich macht. So vermuten manche Menschen hinter jedem Ereignis eine tiefere Bedeutung. Andere bezweifeln alles, was sich nicht belegen lässt. Wohin nun jemand tendiert, wird von chemischen Botenstoffen in seinem Kopf bestimmt und Peter Brugger von der Universitätsklinik Zürich hat dies hinreichend nachgewiesen. Ihm zufolge neigen Menschen mit viel Dopamin im Gehirn eher dazu, hinter jedem Vorfall mehr zu sehen. Denn Dopamin reguliert die Signalübertragung im Gehirn.
Der Neurobiologe Brugger hatte bei seinen Forschungen Skeptiker und bekennende Mystiker gefragt, ob zusammengewürfelte Silben und Gesichtsfragmente ein sinnvolles Ganzes ergeben können. Die Probanden mit Neigung zu Übersinnlichem erkannten deutlich häufiger Gesichter und Wörter, wo gar keine waren. Die Zweifler übersahen dagegen manches tatsächliche Muster. Erst als Brugger ihnen eine zusätzliche Dosis Dopamin (in Kristallform) verabreichte, sahen auch sie plötzlich die Verbindungen. An diesem Beispiel wird ersichtlich, dass die geistige Verbindung zum Essentiellen nicht mit traditionellem Festhalten erweitert werden kann.
Mein Geleitsatz zum Schluss bleibt jedenfalls unumstößlich, dass die natürlichen “Drogen” (die gar keine Drogen sind), stets und immer dar, doch die gesünderen sind und die “Gehirn-, Nerven- und Körperzellen bei weitem nicht annähernd so drastisch zerstören, wie es Alkohol und Medikamente tun.”
Aus diesem Grund und den Erfahrungen aus meinem gesamten Leben, muss ich also heutzutage zusammenfassen, dass ich seit meiner Geburt und bereits schon als Embryo, als männlichen Lebewesen unerwünscht und seit meinem 12. Lebensjahr auch von staatlichen Seiten diskriminiert und zum Außenseiterleben, ohne jede Lebenschance im herkömmlichen Sinne aussortiert, ich auch absolut keinerlei Vertrauen mehr zu unserem Staatswesen habe. Deshalb sind mir auch alle legalen Medikamente (Drogen) suspekt und ich verlasse mich diesbezüglich vertrauensvoll auf die so genannten “illegalen” Kräuterdrogen. Das ist die Wahrheit des Essentiellen (oder auch elementar Fundamentalem) und davon lasse ich mich auch nicht abbringen. Mit dem Selbsterlebtem wurde ich nur immun gegen die gesellschaftlichen Zwänge und somit auch geschwächt für das Leben, bin ich nun immungeschwächt am Leben, aber immungestärkt in allen meinen Bestrebungen des natürlichen Denkens und Empfindens.
Auch wenn die Geschichte voll mit erschütternden Einzelberichten steckt, die so alle nicht ausgehen müssten, wenn unser Kulturkreis mit vernünftigen Realitätsfenstern versehen wäre. So befinden wir uns nun aber im 21. Jahrhundert (aber trotzdem immer noch im Mittelalter) und da zählt anderes, als uns bisher gelehrt wurde. Immer häufiger finden Erfolgsgeschichten Beachtung, in denen Patienten über die wohltuenden Wirkungen komplementärer (ergänzender) Therapien berichten und dabei keinen Anlass geben kriminalisiert zu werden. Es liegt bei uns, wie die Geschichten ausgehen, bleibt also kein Zufall. Selbstverständlich kann ohne schulmedizinische Diagnose und Erstbehandlung die Gefahr groß sein, sich ausschließlich auf Alternativen und Komplementärmedizin zu berufen.
Aber welche Rolle können dann die komplementären Verfahren bieten? Und warum wollen gerade die chronischen und lebensbedrohlich erkrankten Patienten - es sind mittlerweile rund zwei Drittel - die Hilfe der "anderen" Medizin nutzen? Es sind häufig "seelische Beweggründe" und auch das Hauptmotiv, warum Patienten alternative Therapien suchen. Die Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie am Klinikum Nürnberg Nord testet seit mehr als zehn Jahren mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe alternative Methoden auf ihre Wirksamkeit. Auch die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr mit Hauptsitz in Heidelberg beurteilt eine Reihe von Verfahren positiv, warnt aber auch vor unseriösen Methoden und zeigt Grenzen und Risiken der "anderen Medizin" auf. In eine ähnliche Richtung geht das Informationsangebot des Arbeitskreises Komplementäre Onkologie Deutscher Heilpraktiker e.V. (AKODH).
So bleibt stets zu empfehlen eine natürliche Ernährung, die selbstverständlich vorrangig ist. Sind allerdings die Nerven geschädigt, dann kann zur Unterstützung ferner darauf verwiesen werden (siehe auch Kapitel 32 Kontemplation/Rezepte), dass Haschisch (Mary Jane) und Muskatkekse auflockernd sind und nicht nur beruhigen und krampflösend, sondern auch appetitanregend.
Auch ein Mittel für Menschen, die sich in eine scheinbar ausweglose Situation verrannt haben. In solchen Grenzsituationen stumpfen die Sinne ab, man/frau wird verbittert und weiß nicht mehr ein noch aus. Hier helfen - neben einer sachlichen Bestandsaufnahme der Gegebenheiten, dem Mut zum Risiko im positiven Sinne und dem OM ATON-Gebet - auch die Nervenkekse, da sie die Sinne schärfen, den Menschen fröhlich machen, die Verbitterung aus dem Herzen nehmen und zum körperlichen Wohl noch alle schädlichen Säfte mindern. So war es schon bei der Heiligen Hildegard von Bingen bekannt. Aber auch Oma Brownie in San Francisco hat ihre Rezepte.
“Mit der Einnahme wird der Mensch weitsichtiger, erweitert seinen Horizont und kann so gestärkt eine Lösung für sein Problem finden.
Zur zusätzlichen Behandlung wird empfohlen ein Petersilienhonigwein und Topas-Gebete bzw. OM ATON-Gebete … siehe auch Hildegard-Medizin in der Praxis, sowie die Hanf-Küche mit Tipps von der ehemaligen medizinischen Fachkraft und Krankenschwester Brownie Mary (Mary Jane)”, die eine wichtige human, christliche Verteilung an Haschisch-Gebäck und Keksen an Kranke in San Francisco anbietet und verteilt.
Außer Frage stehen die positiven Effekte naturheilkundlicher Verfahren auf typische Nebenwirkungen bei Chemo- und Strahlentherapie. Da wird schon vielfach auch von Fachärzten bestätigt, dass sich Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, Erschöpfung oder Schlaflosigkeit mit Aloe, Haschisch, Mittel & Co oftmals sehr gut behandeln lassen. Neben den gut informierten Patienten, die selbst etwas für sich tun wollen, gibt es natürlich auch diejenigen, für die alternative Therapien der "letzte Strohhalm" sind. Denn viel zu häufig weiß auch die Schulmedizin einfach nicht weiter. Da die globale Harmonie bei uns selbst beginnt, ist meine Erwartung an positHIVe Menschen dahingehend, dass ich zu folgenden Überlegungen initiieren möchte:
WICHTIG:
à Unabhängige Suche nach Wahrheit.
à Der Einklang von Wissenschaft, Politik und Religion.
à Gleichstellung von Frau und Mann (man/frau)
à Die Abschaffung der extremen Unterschiede zwischen Arm und Reich.
à Die Abschaffung von Vorurteilen.
à Einheitliche Schulpflicht.
à Eine einheitliche Sprache.
à Die Schaffung einer Weltregierung über Bürgerentscheid.
Ferner sei hinzugefügt: Ich empfehle dringend Tagebuch zu schreiben, damit Überblick und Gefühl für die eigenen Bedürfnisse erwächst …
Letzter Tipp:
Energie-Bällchen de Luxé
4 Tassen Kokosflocken
2 Tassen Rosinen
1 Tasse zerkleinerte Datteln o. Feigen
1 Tasse Haselnüsse
½ Tasse Hanfsamen
½ Tasse Johannisbrot, zerkleinert
3 Esslöffel Honig
2 Esslöffel Haferflocken
Die Masse durchkneten, wobei der Honig erst zum Schluss dazugefügt wird. Sollte Mischung zu bröselig sein, etwas mehr Honig oder Wasser hinzufügen. Kleine Bällchen formen und in Kokosflocken wälzen. Bon apetitó
EXSIKKOSE
Die Austrocknung des Körpers ist im Lateinisch >Exsikkose< und trat bei mir irgendwann ein, als ich mich bereits fast im Jenseits fühlte - kein Arzt konnte helfen und es gab keine Diagnose, auch ich wusste nicht woher und weshalb sich mein Körper durch das Gefühl der Austrocknung auflöste. Vielleicht war es der Stress, der erst kürzlich erlebten Lebensbedrohung und die Reaktion meines immungeschwächten Körper mit dem HIVirus? Denn eine andere Erklärung konnte mir nicht gegeben werden und von dem Zugang der Leishmania-Mücke zu meinen Innereien, war noch nichts bekannt. Ich fühlte mich die nächsten Monate zunächst, wie ein zur Austrocknung bereitgelegter Schwamm, der in der Sonne vergessen wurde. Wie ein Trockenfisch. Aber darauf werde ich erst noch gesondert und später näher eingehen und zunächst, zum laufenden Zeitgeschehen Stellung beziehen. Denn ansonsten greife ich dem Verlauf des Geschehens vor.
Wie ich im vorherigen Kapitel aufführte, musste zunächst jedenfalls, unsere Geschichte mit dem neuen, aber vermeidbaren und vorgeblichen "Geschäftspartner" Mehlei verarbeitet werden und wir hatten daran lange zu tragen. Wie lange wussten wir im Vorfeld natürlich nicht und wir ließen die Dinge wieder auf uns zukommen. Ja gut, meine Frau hatte Ihre frisch gewonnene Händeheilkraft durch den Stress verloren und insgesamt waren wir um sehr viele Habseligkeiten ärmer, aber um eine große Erfahrung reicher. Da dies aber nun eine (HIV) positHIV-Geschichte werden soll, will ich dem gesundheitlichen Verfall gemäß erzählen und werde dabei die begleitenden Geschichten in den jeweiligen Passagen anführen, aber jetzt nicht in anderen Geschichten fortlaufend berichten. Aus diesem Grund erfolgt ein kleiner Sprung.
So konnte ich jedenfalls irgendwann nach dem oben schon angeführten Vorgang, nur noch mit der Wasserflasche in der Hand umherlaufen und musste alle Paar Minuten, einen kräftigen Schluck nehmen. Ein wolliger, belegter, ausgetrockneter Geschmack machte sich immer intensiver in meinem Hals breit. Natürlich wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts Näheres, denn ich war mir schließlich längst keiner ungelösten Probleme bewusst. Wir hatten uns doch ein angenehmes Leben geschaffen. Mein gelegentliches altes Denkmuster aus den Realitätsfenstern meiner Subkultur, in der ich schließlich meine Jugend genoss, war irgendwie verklebt und doch auch immer noch behaftet, mit eigenständigen Gedanken, wie: „das hätte ich mir doch verdient - und das war nun mal die Strafe für das angenehme Leben.“
Zunächst schloss ich daraus, dass das die Nebenwirkung meiner kurzfristigen Fron- und Sklaventätigkeit bei fremd angenommener Arbeit war. Ich hatte kurzfristig bei einem steinreichen Baulöwen, für die Montage einer Garten-Elektro-Licht-Ausstattung gesorgt. Dabei hatte ich von jeher Erkrankungen psychomatischer Ursachen, wenn ich für andere fremde Unternehmen und Menschen arbeiten musste. Obwohl die Arbeit Spaß machte, da Gartengestaltung sogar noch etwas kreative Gedanken verlangten und auch meine eigene Hobbybeschäftigung ist. Denn um der Winterdepression in Deutschland zu entgehen, musste ich nun für mich und meine Frau in Spanien, geringfügige und zeitweilige Tätigkeiten ausführen. Wie zum Beispiel auch Garten- und Landschaftsgestaltung, die mit Wasserleitungen, Elektrizität und Naturfliesen verlegen beinhaltete.
Wir wollten leben und nichts als Leben und die Tage genießen. Die magere Rente am Sozialhilfesatz, reichte selbst in Deutschland nicht aus, um sich gesund und nahrhaft zu ernähren, denn ein/zwei Wochen waren dabei immer zwangsweise Fastenkuren angesagt. Jedenfalls in Deutschland. Das konnte aber für unsere Gesundheit nicht angestrebt werden, denn bei unser beider Untergewichtigkeit, war es stets ein Balanceakt nahe dem Verhungern. Wir hatten aber absolut nichts zuzusetzen und unser starkes Untergewicht war schon ohne Hungerkur beängstigend - auch wenn Fasten für gesunde und kräftige Menschen spirituelle und andere Bewusstseinsveränderungen bringt, konnten wir es uns nicht leisten.
An vernünftige Zusätze, biologisch erwirtschafteter Grundnahrung, zusätzliche Naturkräuter und Medikamente, sportliche Betätigung mit Kraftgeräten im Studio oder dergleichen, war mit den paar Pfennigen nicht zu denken. Bis auf eine leichte Gymnastik, konnte an Sporttreiben nun aber schon mal gar nicht mehr gedacht werden, da sich daraus grundsätzlich auch ein Mehrbedarf an Kalorien und Eiweißverbrauch ergibt. Und dazu kam auch das eigentümliche Körpergefühl der Austrocknung.
Glücklicherweise sind die Lebens- und die Arbeitsbedingungen, sowie auch der Leistungsanspruch im Süden Europas und somit in Spanien, ein völlig anderer, ferner die Lebenskosten beachtlich niedriger und letztendlich das Klima für unseren Gesundheitszustand zum großen Vorteil. So erschien es uns in soweit und war daraus die logische Folge unseres Handelns, die überwiegende Zeit auf Ibiza zu verbringen. Mit wenigen Stunden Gartenarbeit sozusagen, ließ sich soviel dazuverdienen, sodass wenigstens die Ernährung halbwegs ausreichend war und wir für einige Monate, uns sogar aktiven Sport leisten konnten. Kurzfristig fühlte ich mich auch besser. Nach den ersten Trainingstagen vermutete ich deshalb, dass das allgemeine schlechte Geschmacks- und übermäßige Durstempfinden, eben auf die Situation als solche zurückzuführen sei. Denn körperlich und geistig, ging es mir auf Grund der Aktivitäten und anderen positiven Umstände doch recht wohl. Auch wenn sich das Durstgefühl nicht einstellen ließ, war das Gesamtbefinden doch relativ gut.
Da ich nun mal von jeher eine besondere Beziehung zur Natur hatte, schob ich mein ständiges Durstgefühl zunächst auf den klimatischen Wechsel, da sich die Luft Ibizas doch ständig mit dem Wüstensand Afrikas geschwängert anfühlt. Ich musste vielleicht eben auch mein Durst und Geschmacksempfinden verändern und auf die andere Kultur anpassen. Aber andererseits musste ich mich doch mit der Zeit schon an all dies gewöhnt haben und das ständige Durstgefühl konnte ich mir nun wirklich nicht erklären.
Diesen Zustand hielt ich dann rund neun Monate aus, wobei mir der dreimalige Frühling (Dezember/Januar - Februar – März/April – also rund 3 Mal im Jahr) im Jahresverlauf, gewaltigen geistigen und psychoaktiven Aufschwung verlieh. Es gab so viele Freuden und die innige Liebe zu meiner Frau und unseren Tieren, den Pflanzen, Blumen und Bäumen, wurde nicht getrübt durch schmuddeliges Wetter, aggressive Menschen und graue Hausfassaden. Trotzdem musste ich mich eben an den allgemein geschwächten Körper erst einmal gewöhnte, um mich mit den Auswirkungen abzufinden. Bis ich mich dann rund neun Monate später, keine zwanzig Schritte mehr fortbewegen konnte und buchstäblich brach lag.
Jedoch bis zu diesem Zeitpunkt, zog zuvor noch ein kleines Hundemädchen in unseren Haushalt. Gerade dieses Erlebnis verbesserte ebenfalls meinen allgemeinen Zustand ungemein. Plötzlich fühlte ich mich wieder stärker und aktiver und konnte lang ausgedehnte Spaziergänge tätigen. Tiere sind einfach immer wieder phantastisch.
Nachdem unser Dobermann uns durch das Wintermärchen mit dem gewissen Herrn Mehlei führte und sanft, aber beeindruckend verstarb, waren wir einige Monate ohne Hund. Aber das Wintermärchen (wie wir es nannten) mit dem "Mehlei", da gab es ja schon eine ausführliche Geschichte. Wir waren also wie gesagt zunächst ohne Hund, bis dann eben Bonita aus der Adelbertstraße in SO 36 Kreuzberg bei uns eintraf. Noch als Baby mit dem Namen Bonny herumlaufend, von dem fehlgelenkten Großstadtleben Berlin, mit meiner Frau zurück nach Ibiza, war sie ein neues Lichtwesen. Ein verwaister Stefford Terrier, der vor überschäumender Liebe und Zuneigung, sich selbst völlig vergaß und uns auf Schritt und Tritt folgte. Ohne Leine, ohne Maulkorb und ohne Halsband ein verzaubertes Wesen in Hundegestalt. Durch und durch eine liebevolle Kampfhundeerscheinung. Wieder ein wahres Geschenk des Himmels. Ein absoluter Spaß und Partyhund, mit typischen Allüren einer kleinen Diva. Ein kleines Mädchen mit sonnigem Hundecharakter, welches somit wieder für ein Übermaß an Energie sorgte und unsere ländliche Idylle in der Nähe von Sant Jordi, nun in ein abgerundetes Familienglück führte.
Sie ließ mich vergessen, dass der gesundheitliche Verfall eingesetzt hatte und ich mich in Geist und Seele nun sehr häufig nicht gerade positiv fühlte. Gleichzeitig hatten wir neue Menschen kennen gelernt, mit denen wir mehr als ein ganzes Jahr lang, die berauschendsten und unvergesslichsten Partys feierten. Es gab so viel Abwechslung und dann noch dies süße Hundemädchen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass das sich jemals wieder ändern könnte und ich außer dem normalen Alterungsprozess noch eine anderweitige Erkrankung hinzunehmen hatte.
Für mich ungemein wichtig, da das bunte Treiben und Leben, mit der vielschichtigen Abwechslung, den negativen Umstand meiner Gesundheit vergessen ließ. Eine beeindruckende Hochzeit mit mehreren hundert Gästen, eine Beerdigung in Weiß, wie zu einer Hochzeit, wobei der beerdigte Künstler, völlig ver-rückt; auch selbst einigen Trauergästen noch einmal, nachdem er bereits im Sarg lag, uns dann in der Kirche erschien. Durchtanzte Disconächte und unheimlich interessante Kontakte mit Menschen, aus allen Herrenländern. Meine Frau und ich lebten international und wirklich kosmopolitisch. Darüber muss ich erst noch berichten.
Ich lernte Ibiza von einer neuen Seite kennen. Sehr mystisch, in der Natur voll gesättigt, mit famoser Herrlichkeit, ohne Hektik und Stress voller wirklich menschlicher Wesen, wo Aliens vor Liebe taumelten und eine holographische Allianz, die unterschiedlichsten Wahrnehmungen und Bilder zu einem Gesamt-Lebens-Kunstwerk miteinander verschmolzen.
Space dreams und musikalische Technik-Orgien gestatteten nicht Feind; sondern nur Freund und ein gemeinsames Verbinden, von verschiedenen Perspektiven, zu einem gemeinsamen Erlebnis. Eine einzige Bühne des Vergnügens und in den Wintermonaten, der totale Einklang mit den Elementen der Natur.
Ich war übersättigt von immer wiederkehrenden Bildern, emotionalen Überschwänglichkeiten und einer tief erfüllten Liebe. Wie auf einem fremden Stern, war ich mitten in einer androgynen Revolution, wo es absolut niemanden interessierte, woher man/frau kam, was man/frau gelernt oder studiert hatte und mit wie viel man/frau; von was und wie lebte.
Diese schrecklichen Angewohnheiten mit denen die typisch Deutschen in deren >Gettos<, die sie Urbanisation nennen, wo man/frau nur dann angesehen wird, wenn Mann/Frau genügend vorweist. Es ist so schrecklich unter Deutschen, die auch christliche „Menschen“ sein wollen. Es wird nur danach getrachtet um etwas zu finden, worüber getratscht werden kann. Anderen etwas missgönnen und wegnehmen und mit gehässigen, neidvollen Gesprächen über alles herzuziehen, das scheint in den deutschen Gettos wichtig. Oh wie furchtbar, dieses im wahrsten Sinne asoziale Gettoleben unter den wohlverpflegten Gärten der gestörten Natur. Bei unseren vorherigen Besuchen hatten wir es viel zu oft erleben müssen und uns ständig aufgeregt, sowie uns der Ausfragerei gestellt. Diese menschliche Neugier ist aber grundsätzlich lästig.
Aber das ist glücklicherweise nur eine bestimmte Abteilung von Menschenschlag (Vernehmertyp) und solcherlei antiquierter Kleingeister, gibt es ebenfalls in jeder anderen Nationalität. Die Geier und Alleswisser, die sich im Tarnmäntelchen des Konservativen verstecken, sind segensreicherweise eine aussterbende Spezies und nur eine kleine Gruppe an „Agenten“ sind, mit denen sich jeder faschistoide Führer nun mal glücklich schätzt, weil sie aus ihren eng gesteckten Perspektiven (Realitätsfenstern) überfordert, soviel zu tun haben, um nichts anderes weiter zu hinterfragen. „Der da oben richtet es schon und weiß bescheid …“ Dieser fatale Irrtum, wegen dem es Kriege gibt.
Wir erlebten jedenfalls eine Begegnung einer ganz anderen Art, mit Verständnis, Verantwortung, Prophezeiungen und authentischen Storys aus der vollen Tiefe des Lebens, in offener Wahrheit zur Natur. Künstlerhände und kultivierte Geister, auferstanden aus der Leichtigkeit des Seins in hoffnungsvolle Positivität und buddhistische, indianische und aztekische Glaubensideen. Denn wir lernten einen wahren Lichtkreis an lichten Menschen kennen.
So wie Mikel, den wir sozusagen mit einer “Hochzeit” zu grabe trugen. Zu Lebzeiten ein phantastischer Maler und nun sich mit seinem geistigen Energiefeld dann, einer lebendigen Situation in endmaterialisierter Form anvertraut, sich zu verabschieden wusste. Auch ein Erlebnis, welches unvergessen in der Erinnerung bleibt. Es hatte nichts mit rationellem Denken zu tun, es war spirituell und medial. Wie wir da Mikel sahen der verstorben war.
Ersichtlich greifbar für mehr als 2/3 der Trauergäste, konnten wir anschließend sogar darüber sprechen und hatten so, eine neue Dimension der Verbundenheit erlebt. Da vollzog sich vor unseren Augen eine Trauerzeremonie ganz in Weiß, wobei selbst der Pfarrer den Wunsch berücksichtigte, sodass er über dem schwarzen Talar einen vom Hals und den Schultern, bis zum vorderen Teil des Bodens, herabfallenden weißen Überwurf trug. Wie ich erfuhr, eigentlich ein gängiges Ritual jedoch beeindruckend. Überlang und überbreit. Ein jungfräulicher Anblick der Unberührbarkeit des Todes - ganz in Weiß und unbefleckt.
Tausende von Blumen, ob Nelken, Tulpen, Rosen oder Orchideen, alle Gestecke, waren bis auf das Blattgrün ebenfalls weiß gehalten. Auch die Kleidung der mehreren Hunderten an Trauergästen, waren selbst bis zu den Schuhen in Weiß. Die Menschen der unterschiedlichsten Nationalitäten schienen eher fröhlich, als trauernd und seine ehemalige Frau, stand mit seiner letzten Lebensgefährtin eingehakt und später sitzend, in der ersten Reihe!
Dazwischen Körper mit zahlreichen Tätowierungen, das “face-ART-royal” meiner Frau Dasty Daikini, die ihrem künstlerischen Anspruch gerecht, wieder einmal ihr eurasisches Gesicht mit graziösen Farben und Formen, ganz den griechischen Vorbildern von Schönheitsidealen passend geschmückt hatte. Die Rasterlocken-Legende Tanit der Indianer-Tänzer, verstand das Bild aufzurunden. Der farbige Tanit war in ein phantasievolles Netzgewandt, welches sehr viel von seiner muskulösen schwarzen Haut preisgab, natürlich auch in Weiß, gekleidet. Dazwischen weiße Smokings, weiße Safarianzüge und weiße Sombreros, sowie anderweitige Hüte und Kleidungsartikel; erhellten von hauseaus die lichte Situation. Mit dieser Wahrnehmung muss Jesus die heilige, lichte Krone des “Heiligensscheins” aufgesetzt worden sein.
So war es eigentlich theoretisch und praktisch nicht schwer, dass die Mehrheit der begleitenden Gäste, dann auch ein sehr lichtes Erscheinungsbild vermittelt bekamen, als der selbst geschriebene Text seiner zwei zurückgebliebenen Frauen, gemeinsam vorgetragen; Mike persönlich sozusagen auf dem weißen Sarg plötzlich sichtbar werden ließ. Im Schneidersitz hämisch lachend, konnten wir wahrhaftig unseren von allen geschätzten MIKEL erkennen. Was für ein mysteriöses Szenario.
Ich weiß zwar, wie fremd sich solcherlei im täglichen Leben anhört, aber es kann ein reales Empfinden sein. Wir, die wir lernen mussten, Gefühle nicht zuzulassen, dabei nur das zu vertreten, was wir definitiv sehen und anfassen können, wir durften begreifen, dass da noch mehr ist als das, was sich unserem Auge offenbart. Da gab es wahrhaftig noch ein inneres Auge, welches in Synchronizität erscheint.
So zeigt sich auch auf diese Weise, dass wir alle zwar unter demselben Himmel leben, aber längst nicht alle den gleichen Horizont haben. Mich beschäftigte Tim Learys letzter Trip, wo er doch behauptet: “Bewahren Sie Ihren Humor. Befolgen Sie die Gesetze der Leichtfertigkeit. Denken Sie. Stellen Sie Autorität in Frage. Feiern Sie das Chaotische. An Erkenntnis und Verständnis gewinnen ist ein Mannschaftssport. Sei es Leben oder Sterben ...-.... tun Sie’s immer mit Freude.”
Dazu dann mein persönliches Empfinden, zu meinem Körper, zu meinem seelischen Geist; dem bisschen Verstand und das ewige Gefühl des Verdurstens, mit den gesellschaftlichen und weltpolitischen Ereignissen gepaart: Die “Prinzessin der Herzen” DIANA, war bei einem Autounfall gestorben, Mutter Theresa, Timothy Leary, Carlos Castaneda, William Burroughs und andere mehr, sie hatten nun alle das Zeitliche gesegnet. Mit ihren Hinterlassenschaften verband ich ein neues Bewusstsein, auf irdisch gesellschaftlicher Ebene. Diese Verbundenheit machte mich nachdenklich und zeitweilig auch schwermütig, da ich mich nun wohl selbst verabschieden musste.
Auch wenn ich solcherlei Vorgänge zu kennen glaubte, sie sind neu erlebt, immer wieder neu und beeindruckend. Ich war niemals Fan von Irgendjemand und kannte keine Idole, aber diese Verbundenheit lässt einen glauben, das Aus- und Einatmen aller Lebensgeister förmlich zu spüren.
Dabei das Gefühl der Austrocknung meines eigenen Körpers. Hinter uns Berlin mit deutscher Mentalität, im Hier und Jetzt Ibiza mit südländischem Flair und mediterraner Ambiente, vor uns die Wiege der Menschheit AFRIKA. Solcherlei Verbundenheit im Geiste, verwirrte mein Denken. So wie es einen beglückt, so macht es einen auch stumm.
Dann meldete sich völlig überraschend auch noch mein Sohn an. Ein Überschwang von Gefühlen und emotionalen Empfindungen, was auch Liebe genannt wird, gab mir erneute Kraft und den Anschluss an die universelle Energie. Denn dies alles in dem Jahr zu erleben, wo es mir gesundheitlich und damit körperlich sehr schlecht ging, das war schon aufbauend und vom sorgenvollen väterlichen Standpunkt ein neuer lichter Hoffnungsschimmer des Verständnisses.
Wenn mich nicht diese Energieschübe aufbauten und Kraft zum Leben verliehen, dann bewunderte ich zwischendurch immer wieder meine Frau, meine allerliebste Dasty Daikini, die mich mit all ihrer Hingabe pflegte und immer wieder meine Launen verzieh, sodass ferner das Kräuterwissen von ihr mir dann ebenfalls Aufschwung gab und sie mich damit so wunderbar lebendig hielt.
Meiner Überlegung der Verantwortung gegenüber, hatte sie sehr viel bei mir zu verzeihen. Denn mit meinen Launen und gelegentlichen cholerischen Anfällen, die so typisch “männlich” sind. Da wir Kerle doch nicht leiden wollen und können, so machte ich ihr und unser Leben schwer. Trotzdem verstand sie jede Schwäche von mir.
Ich war nicht Herr der Lage, mich meiner Sinneseindrücke völlig unvoreingenommen zu stellen, verirrte ich mich immer wieder in der Betrachtung die Dinge zu sehen, wie sie sind. Aber leider ließen mich die Realitäten auch verbal immer häufiger laut werden. Die Dinge zu sehen, wie sie sind und nicht, wie sie sein sollen. Das waren meine ureigensten Probleme, die ich auch an meinem direkten Umfeld festmachte. Dieser Real-Opti-Pessimismus mit der jubelhochschreienden Untergangsstimmung der Verheißung.
So fanden meine emotionalen Intermezzos häufig ziemlich heftigen Zugang, bis hinein in die Gegenwart. Ich interpretierte gelegentlich den allgemeinen Weltschmerz, in meiner Artikulation zum täglichen Leben. Was das dann für den Partner bedeutet, kann gewiss nur der oder die nachempfinden, der oder die damit schon konfrontiert wurde.
Immer wenn dies mir zwischendurch bewusst wurde, zeigte ich demütige Hochachtung für meine Daikini. Aber wenn mein "Kotzverhalten" geschehen, dann ist es bereits zu spät und im Nachhinein konnte ich mich selbst häufig nicht recht verstehen. Aber leider auch das Gesagte nicht rückgängig machen, wodurch es mich ja selbst belastet.
Aber mein Gesundheitszustand ließ auch wirklich zu wünschen übrig und ich fühlte mich mehr schlecht als gut. Ich kann gar nicht zusammenfassen, wie dieses körperliche Gefühl der Auflösung, welches wohl die nächsten Jahre andauern sollte, über eine anderweitige geistige Kommunikation auch artikuliert werden sollte.
Die Bronchien, das Herz, die Leber, die Nieren, Milz und Leisten, auch der Magen. Ich spürte den Beginn einer Zersetzung. Ein Gefühl des Verdorrens, Verdurstens, Austrocknens verdrängte jeden Appetit auf Essen. Alles kam mir so vor, als ob ich mich in einem "Austrocknungsgerät" (EXSIKKATOR) befände.
Ohne direkten Hunger schmeckte auch kein Essen und ewig schlapp, ausgelaugt, schwach und müde, bekam ich auch keinen Bissen mehr runter. Ein verteufelter Kreislauf. Mehrfach suchte ich meinen Arzt auf und wollte von ihm eine Antwort, zu dem Grund meines schlechten Zustandes erfahren. Wobei aber sogar mehrere Arztwechsel fruchtlos blieben.
Blutmessungen, Magenspiegelungen und Röntgenbilder gaben keinen Aufschluss und lakonisch wurde konstatiert, dass das nun alles chronisch sei. Bei einer mittlerweile mehr als 15-jährigen HIV-Infektion, konnte sonst nichts weiter gemacht werden. Andere werden gar nicht so alt. Das war dann eine Diagnose - phantastisch einfach; unsere Schulmedizin. So aufbauend und erfrischend einfach. Ich sollte eine neue Medikamententherapie beginnen, wogegen ich mich aber sehr energisch wehrte. Nein, das Elend mit den Medikamenten, sollte mir nicht noch einmal und noch mehr mein Leben vergällen.
Ich wollte lieber verhungern und gefühlsmäßig verdursten, als mich auf die dubiose Chemie der Pharmaindustrie verlassen. Nein – absolut keine weitere Chemie, in der Natur, in der ich mich wohlfühlte, musste es doch auch etwas geben. Soweit jedenfalls das; und das Körperliche? Na ja, eben, das ist eine Sache, die garantiert mit alternativen Methoden behandelt werden kann. Wenn die Medizin mir nicht den Grund meines Befindens aufdeckt, wie sollte ich dann schlucken, was mir vorgesetzt wurde? Mein Denken war dazu unmissverständlich, dass wenn die Medizin nicht fähig ist, meinen schlechten Zustand zu lokalisieren, dann konnte ich auch keine Tabletten schlucken. Denn wogegen sollten die nun wirken. Den HIVirus nahm ich schon lange nicht mehr ernst, vor allen Dingen, da es mir die ganzen Jahre doch verhältnismäßig positiv ging.
Ich hatte Krallendorn, Ascorbin, Eiweißpräparate, Lapacho, Kombucha und entsprechend der momentanen Umstände, die vielen Kräutertees meiner Daikini. Ich unterzog mich einer täglichen Eigen-URIN-Therapie, die eben auch nur aufgrund dessen möglich war, weil ich keinerlei chemischer Präparate schluckte.
Was wollten mir nun die Ärzte erzählen, wenn sie nichts Anderweitiges lokalisieren konnten? Die Vorstellung in meinem Kopf, durch unnötige Belastung mit Chemie, setzte dermaßen negative Assoziationen frei, sodass es mir schon allein bei dem Gedanken, meine komplexe Lebensqualität nahm. So erging es mir mit dem Denken daran schon schlecht und umgehend auch immer schlechter, wenn ich an Medizin dachte. Nee, auf den Originalverpackungen der Herstellerfirmen wird beim Rohstoff des Retrovirs darauf verwiesen, dass die damit in Berührung kommenden Arbeiter sofort den Arzt aufsuchen sollen, da die Gefährlichkeit mit Hautverätzung und anderweitigen Schäden beschrieben wird - und ich sollte solche Medikamente einnehmen? Wie dumm hielten die mich eigentlich.
Solange mir die Mediziner nicht verraten, WARUM und WESHALB es mir gegenwärtig soviel schlechter erging, als noch vor kurzem, solange nahm ich auch keine Pharmazie. Schwachsinn alles, wenn ich auf etwas Vertrauen setzen soll, WO keine Vertrauensbasis gegeben ist, weil gar keine weitere Referenzerkrankung genannt werden kann, was soll das dann für ein mörderisches und menschenverachtendes Medizinwesen sein? Das sind dann ja nur die „Vollstrecker“ eines Euthanasieprogrammes.
Ich war durch und durch Asket genug, um mich nicht in dieses Abhängigkeitsverhältnis integrieren zu müssen. Ich konnte mich nicht an die Masse der Patienten anpassen, die geradezu “HÖRIG-ZU-SEIN” schienen und bedenkenlos alles schluckten. Ich ließ mich schon an die gesellschaftlichen Bedingungen nicht assimilieren, nun klappte es mit der pharmazeutischen Industrie auch nicht.
Meine bisherigen Visionen verdeutlichten mir das Negative von systematischen Strukturen, unserer Gesellschaft und die Folgen daraus hießen nun mal “Krankheit”. Meine Einstellung dazu und darüber, war sehr tief verwurzelt. Warum sonst gab es Strafanstalten, Krankenkassen und, und, und – um das Negative zu akkumulieren, um in Anhäufung einer speziellen Speicherzelle die Strafe anzuhäufen und anzusammeln, damit dadurch weitere Kriminalität entsteht. KRANKENkassen, KRANKENhäuser sollten demzufolge auch nur die KRANKheit alssolche fördern, vermehren, ansammeln. Alle natürlichen und logischen Verbindungen des Menschen hatten sich doch längst verselbstständigt und in der perfiden Welt des Kapitals, zu Profitgier angesammelt. Nur mit Profit wurde Überleben gesichert. Ohne mich.
Diese, meine Grundeinstellung, die ich später etwas revidieren musste, verhinderte es, dass ich mich völlig vergiftete. Unser Körper hat mit der rücksichtslosen Vermarktung der Lebensmittelindustrie dermaßen zu tun, sodass so wenig wie nur irgend möglich, ihm weitere chemische Substanzen noch zugemutet werden könnten. Unsere Nahrung ist dermaßen belastet mit schädlichen “VERTRÄGLICHKEITS-DOSEN” von Chemie, Geschmacksverstärkern und naturidentischen Aromastoffen, sodass die zusätzliche Belastung mit Tabletten, in jedem Fall eine Vergiftung beinhaltet.
In dieser reglementierten Welt, hatte ich von jeher, die verinnerlichte Substanz der Alchemie und selbstverständlich auch durch Anarchie praktiziert. Mit dieser „vollkommenen“ Freiheit im Kopf, stellte ich mich zu seiner Zeit, selbst gegen die Hippie-Ära. Nun konnte mir kein Arzt daherkommen. Dabei glaubte ich mittlerweile an die Liebe und das war gut so und, absolut genügend, wenn ich meine Gedanken dazu noch im weitläufigen Sinne und Allgemeinen erneuerte.
Also befasste ich mich schon mal mit dem Tode, da mir sonst wohl scheinbar nichts anderes übrig blieb. Ich wollte zuguterletzt keinen unnötigen Kampf durchstehen müssen. Diese tief verwurzelte Einstellung wird auch grundsätzlich von meinem Herzen ausgelebt. So griff ich zu geistiger Lektüre und zog mir das tibetanische Totenbuch, sowie Timothy Learys Totenbuch in den Kopf.
Meine Lesungen wurden dann mit der unverhofften Ankunft meines Sohnes unterbrochen. Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht vermuten konnte, was sich in dem Kopf des Youngsters abspielte, war ich zunächst völlig überschwänglich vor Freude und Glück. Wir hatten uns Jahre nicht mehr gesehen und ich kannte seinen Charakter nicht, da mir der Kontakt viele Jahre zusätzlich verwehrt wurde.
Er ist Künstler durch und durch und das ist auch eine große Zuversicht, bezüglich meiner Gedanken und Gefühle ihm gegenüber. Er besitzt in sofern eine gute Veranlagung, was das Führen der Hand, mit der Airbrushpistole betrifft. Aber ich wollte zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht wahrhaben, dass der Charakter von ihm mit keinerlei Qualitäten ausgestattet ist. In erster Linie oberflächlich und in Zweiter, auch etwas gemein und hinterhältig. Allerdings ein perfekter Rhetoriker. Ferner jedoch - er ist verstockt und sagt grundsätzlich nicht das, was er meint, sondern vorbehaltlos bewegt er sich nur in Oberflächlichkeit und was ihm persönlich Frieden und Harmonie bringt; wenn es nicht auch gleichzeitig noch Profit beinhalten könnte, dann wird gebockt oder geschwiegen. Selbst wenn es gegen seine eigene Meinung geht, muss er doch aber gelegentlich dann anfangen zu diskutieren und beim „Zumundereden“ Gegenteiliges verkünden. Ein Paradox; und einfach hieße es: „vorteilerheischendes“ Schleimen mit dem Gebrauch von Modeworten dann in die Gegenargumentation finden um, anschließend die Worte des Anderen als eigenen Inhalt verwenden.
Vielleicht auch ein gelegentliches Bestreben der jüngeren Generation allgemein, aber in einer Beziehung einer Familienbande, eine sehr fatale Reaktion, die nur Streitigkeiten nach sich zieht. Wenn man/frau Verbindungen eingeht, um die anderen Mitglieder zu schädigen, zu schwächen und ihnen dann nur „racheähnliche“ Handlungen beizubringen, ist das keine Basis. Nachdem anfänglich mein Gesundheitszustand geradezu auf einem Höhenflug zu verlaufen erschien, hat mich die neuerliche Erkenntnis seiner Worte aus seinem Mund, die da das Gehirn reflektierten, doch äußerst erschreckt. Aber das kam erst nach und nach heraus.
Meine Tagebuchaufzeichnungen aus dieser Zeit, sind auch mehr unerfreulich als erwähnenswert. Der Anlass um ihn später rauszuwerfen, wurde von meinem Sohn Brian selbst festgelegt. Mit seinem Verhalten meiner Frau gegenüber muss ich auch eingestehen, dass ich ab da dann nur noch auf seine Fehler wartete und sie suchte, um eine endgültige Entscheidung alsbald herbeizuführen. Wenn das Maß voll ist, dann wird Kleinlichkeit geltend gemacht und der mit ihm gezogene Schlussstrich hätte schon früher erfolgen müssen.
Trotzdem hege ich immer wieder die Hoffnung auf das Gute im Menschen, weshalb der Youngster uns dann auch ein gutes Jahr an der Nase herumführen konnte. All die Possen, die dieser Junge mit seinen knapp 30 Jahren abzog, sind aber nicht so geistig tief und inhaltsvoll, dass sie der Rede wert wären. Arroganz, Dummheit und Faulheit des Geistes reichen mir aus, um darüber nicht weiter zu berichten.
Auch wenn da unterschiedliche Generationen aufeinander treffen, die aus der NO-FUTUR-PERSPEKTIVE hin zum Hardcore- TECKKNO, ist die Sensibilität für das Reale wohl verloren gegangen. Andererseits können mit dieser heftigen technischen Musik doch auch in ganz andere Dimensionen vorgestoßen werden. Natürlich wird daraus selbstverständlich auch etwas Eigenständiges wachsen, aber gegenwärtig haben diese jungen Leute noch soviel zu lernen, sodass sie sich selbst im Wege stehen. Auf Kommerz getrimmt gibt es kein Verständnis für das Leben im Allgemeinen. Damit lässt sich nun mal in Familienbanden nichts anfangen.
Ich wurde noch von Anarchisten und Blumenkindern geprägt und daraus entstand die Einstellung, zur >Ritterlichkeit aus Leidenschaft<. Meine Vorbilder in der frühesten Kindheit, waren der Indianerhäuptling Whit Eagle und andere Häuptlinge, sowie Klaus Störtebeck, Robin Hood und was weiß ich. Nicht aber Comic-Figuren mit Sprechblasen. Das unterscheidet dann wohl auch die Generationen. Statistisch ist die Menschheit heutzutage zwar schneller reif, sagt man/frau, aber nach meiner Erfahrung, bleibt die geistige Entwicklung dabei gelegentlich auf der Strecke. Vielleicht, weil sie sich nicht mehr durch Ekel, Schuld und Verzweiflung an das Licht kämpfen mussten, da dieser Generation das Leben so vereinfacht wurde. Vielleicht entstehen daraus die geistigen Differenzen, aber vielleicht auch eine spirituelle Erneuerung?
Da sich mein Gesundheitszustand unter den Bedingungen schon wieder verschlechtert hatte, musste ich auch schon wieder meinen Arzt wechseln. Denn es konnte ja nicht angehen, dass das nun allgemein von mir, so einfach hingenommen werden sollte. Ich ließ nicht locker, denn ich wollte eine Diagnose, da ich mittlerweile auch von meinem Sohn schon ausgelacht wurde - denn dem war meine „Gesundheit“ sichtlich gleichgültig und er hätte mir scheinbar nur allzu gerne ins Grab verholfen.
Was sollte ich noch tun. Ich hatte von HIV-spezifischen Schwerpunktpraxen gehört und hatte die Hoffnung, dass mir dort geholfen werden kann. In Berlin gab es verschiedene Möglichkeiten - das war klar. Ich hatte die Qual der Wahl und stellte dann die nächsten Schrecken fest.
Die richtige Arztpraxis zu finden, ist heutzutage fast so schwer, wie auf Anhieb einen 6er im Lotto zu tippen. Denn den meisten Ärzten ist längst bewusst geworden, dass sie ihr Konto schmälern, wenn sie gesunde Patienten haben. Patienten gesund, Arztpraxis leer, also, keine Segeljacht, kein Traumhaus und keinen Porsche vor der Tür. Entsprechend überlegen sich viele Akademiker, ob nun Ärzte, Rechtsanwälte oder andere Berufsgruppen, die allein durch und mit dem Elend der anderen Menschen leben und denen ihre Existenz zu danken haben, wie sie die Anhängerschaft ihrer Patienten und Klienten, immer im Fluss halten. Umso größer die Probleme, umso größer der Profit und so dürfen die Probleme nicht abreißen.
Das erkannte ich bei der Suche nach einer vernünftigen HIV-Schwerpunktpraxis. In der einen Praxis wurde, anstatt nach der Ursache meines Befindens zu suchen, nach meinen Drogenerfahrungen gefragt. Auch meine nachdrückliche Bitte um die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit, hatte nur die vorgetäuschte Untersuchung zur Folge. Die ärztliche Aufmerksamkeit auf den Schwerpunkt meines Anliegens zu bringen, war vergebens. Die Neugier des Arztes stellte meine Belange nach hinten. Seine Neugier ging in andere Richtungen, als ich es erwartete und es meiner Gesundheit zuträglich gewesen wäre. Ansonsten war nur allgemeines Desinteresse zu verzeichnen.
In der nächsten Praxis stellte eine alte, längst vernarbte ehemalige Wundstelle, die inzwischen zu einem größeren, etwas dunkleren Wundmal zurückblieb, die einzigste Aufmerksamkeit des Arztes dar. Allein der alten Narbe wurde die ganze Aufmerksamkeit des Arztes gewidmet. Diese Narbe und sonst zunächst nichts weiter, schien für ihn von allem größten Interesse. Meine Belange gingen auch dort schon wieder unter und es frustrierte mich, gerade weil doch so viel Wert und gutes praktisches Wissen diesen Praxen beigemessen werden.
In der dritten Praxis dann endlich, erhielt ich augenscheinlich die Aufmerksamkeit, die mir den Umständen gemäß, angemessen erschien. Endlich konnte ich mich mit dem Arzt auch über alternative Heilmethoden sprechen. Aber auch das war nur vorgetäuscht - wie sich kurze Zeit später herausstellte.
Mit meiner neuen Wahl des Arztes, fand ich mich verbal bestätigt. Erst später stellte sich heraus, dass sein gut formuliertes und zugängliches Trivial-Repertoire meiner Gesundheit sogar noch zusätzlich schädigen sollte. Es zeigte sich, dass das Interesse von ihm scheinbar doch mehr darauf ausgerichtet war, den einzelnen Patienten zu seinen persönlichen Experimenten zu nutzen, anstatt Heilerfolge oder Besserung zu erzielen. Wie sich später herausstellte, war dieser Dr. Rissel ein ganz gefährlicher Mann.
Meiner Frau gegenüber lehnte er rigoros jede begleitende Unterstützung ab, da er den Standpunkt vertrat, dass nach 15 Jahren HIV-Positiv wir uns endlich mal damit abfinden müssten, dass das nun das Ende sein muss. Hier wörtlich zitiert; “was wollen Sie für weitere Informationen oder Hilfen, wir wissen doch beide, dass Ihr Mann im Endstadium ist, und daran geht nun mal nichts weiter zu ändern. Alles andere wäre vermessen von uns.”
Schneller als ich reagieren konnte, hatte ich eine Medikamenten-Therapie in Dreier-Kombination verschrieben, die er in Zusammenarbeit mit der Apotheke auf der anderen Straßenseite, sofort bereit war, mir auch ins Ausland nachzusenden.
Anfangs beruhigte es mich, dass ich so problemlos versorgt werden konnte und mit der vermittelten Überzeugung, dass das nun das Ende meines Lebens, eben durch AIDS war, begann ein körperliches Märtyrium mit geistigen Offenbarungen. Ich wollte dem dankbar gegenüberstehen. Zu seiner Zeit vor rund vier Jahren, und in den darauf folgenden Kämpfen mit dem Tod, verfluchte ich diese Gattung der Mediziner, die offenkundig nur ihre Bequemlichkeit und den Profit im Auge haben. Ich sollte mich demzufolge kurzfristig besser fühlen, um langfristig der Gesetzmäßigkeit des rechtzeitig erwarteten Aids-Todes nachzukommen. Das war doch Zynismus hoch drei! Eine perfide gängige Praxishaltung, die abermals meine persönlichen Erfahrungswerte bestätigten. Was aber glücklicherweise nicht die Regelsituation ist.
Ich musste nicht studiert haben, um zu wissen, dass AIDS keine einzelne Krankheit ist, sondern ein Leiden, das viele Infektionen, Lebenssituationen, sowie genetische Veranlagungen und ein zügelloses Leben umfasst. Dies trifft ebenfalls im geringfügigeren Umfang, auf Herzerkrankung, Magersucht und Krebs zu, wo es sich um falsche Geisteskraft und häufig um falsch gelenkte Ernährung handelt. Also ebenso ein “zügelloses” Leben beinhaltet und sich aus mehr als nur einem einzigen Punkt ergibt. Soviel war mir jedenfalls längst bewusst und völlig verständlich.
Wenn ich letztendlich die Ausbreitung von Krankheiten beobachte, dann teilt sich mir mit, dass die Natur die Menschen in zwei Gruppen teilt und die Antwort heißt, Leben oder Sterben. Dies Wissen untermauert mein Bestreben, selbst entsprechend besser zu leben, bevor ich Grund zum Klagen erhebe. Aber dazu müssen Geisteskraft und die Gedanken zum Glauben gefestigt sein und damit auch gelebt werden. Alles keine einfachen Erkenntnisse, jedoch verständliche Wahrheiten. Es gibt bei all jene angeblichen „Neuen“ Seuchen NICHTS Neues, was nicht sowieso schon in unserem genetischen Evolutionsprozess vorhanden wäre – und wenn es dann eben erst dann oder dann „entdeckt“ wird, dann sind das doch keine „Neuen“ Erkrankungen, sondern nur der Beleg für unsere allgemeine Unkenntnis im Gesamten!
Trotz allem bleibt angeblich AIDS eine erworbene Immunschwäche, die sich in unterschiedlichen Erkrankungen manifestiert und es wäre falsch, allgemeinen Erbfaktoren eine gewichtige Rolle beizumessen. Andererseits ist es gewiss auch eine Tatsache, die mit Stress, Hormonen, Eiweißen und Proteinen zusammenhängt und von der Thymusdrüse, sowie den Lymphen bestimmt wird. Dies berücksichtigt die Schulmedizin aber überhaupt nicht. Ebenso falsch, wie mir vor mehr als 35 Jahren ein Psychologe bestätigte, meine kriminelle Intensität, die heutzutage einer besonderen Intelligenz bei Hyperaktivität zugeschrieben wird, bei mir eine kriminelle Veranlagung gewesen sein soll. So sind auch heute erbliche Immunschwächen, ein besonders zu behandelndes Thema, welches für unsere westliche Zivilisation nicht wesentlich erscheint. Trotzdem muss es berücksichtigt werden und ich bin davon überzeugt, dass alle Immunschwächen von den Immunglubolinen, der Thymusdrüse, den Lymphdrenagen und den übrigen Botenstoffen der psychobiologischen Reaktivität (Rückwirkung) herrühren.
Hierbei sind für mich Unterschiede zu finden, wie bei einem Menschen der in den Kriegswirren des Libanon herangewachsen ist, zu dem Menschen, der mit anthroposophischer Ausbildung in einer mitteleuropäischen Hauptstadt lebt. Ich meine, dass wir die westeuropäischen und mittel- bis nordamerikanischen Immunerkrankungen nicht mit der afrikanischen oder asiatischen HIV-Erkrankung gleichstellen können.
Aber das ist dann auch wiederum kein momentanes Thema, zu meiner damaligen Situation. Ich benötigte zunächst meine seelische und geistige Energie und restlich verbliebene körperliche Kraft, um der Zersetzung entgegen, dem exsikkativen Prozess zu begegnen. Ich wollte nicht mehr das Gefühl des Verdurstens spüren, sondern wieder leben. Deshalb ließ ich mich auch zunächst auf die Dreier-Kombi-Therapie ein.
So will ich zunächst mit Worten von Christian Morgenstern diese Kapitel schließen:
"Jede Krankheit hat ihren besonderen Sinn,
denn jede Krankheit ist eine Reinigung; man muss nur herausbekommen, wovon.
Es gibt darüber sichere Aufschlüsse; aber die Menschen ziehen es vor,
über hunderte und Tausende fremde Angelegenheiten zu lesen und zu denken,
statt über ihre Eigenen.
Sie wollen die tiefen Hieroglyphen ihrer Krankheit nicht lesen lernen
und interessieren sich noch weit mehr für das Spielzeug des Lebens als für seinen Ernst.
Hierin liegt die wahre Unheilbarkeit ihrer Krankheit,
im Mangel an und im Widerwillen gegen Erkenntnisse hierin, nicht an Bakterien."
Mein Leben: Ein Zahlensystem, welches sich zwar auf die Zahl Zehn aufbaut, jedoch von der Acht bestimmt und geführt - bis hin zu den 10 Geboten, oder im Kabbala steht die Zahl 10 für: „Wechsel des Glücks“! Aus der ältesten Religion, dem Judentum entstanden und abgeleitet. So konnte ich es mein ganzes Dasein über beobachten, und es nahm immer dann einen tragischen Verlauf, wenn ich mich im alltäglich „Glück“, welches mein Leben begleitete, dieses als gleichgültige Selbstverständlichkeit ansah und mich im Gewohnten ausruhte. Ob nun bei der Acht oder der 10, diese bestimmen mein Geschick! Mit der Sicherheit der Zehnerpotenz, den Zehnten abzugeben, das beruhigt! Allgemein wird auch gesagt, dass sich das Leben und der damit verbundene menschliche Körper alle sieben Jahre mechanisch, also durch biologische Erneuerung automatisch regeneriert, erneuert, bzw. verändert. Scheinbar war ich an der Stufe der „magischen“ Sieben; wieder einmal verharrt - hatte mich mit den Annehmlichkeiten des glücklichen Seins zu sicher gefühlt und war vielleicht deshalb sozusagen >reaktiviert< im weiteren positiven Entwicklungsprozess hängen geblieben – oder was war mein Zustand? Das musste ich schon irgendwie berücksichtigen, denn die acht Stufen der Entwicklung, mit allen Erkenntnissen, hatte ich schließlich noch nicht zur Zufriedenheit durchschritten. Und meine wahre Aufgabe stand mir wohl noch bevor. Ein mysteriöses Zahlenimperium.
Ich verspürte sehr intensiv, wie meinem Willen zu leben, gegenüber dem Leben immer mehr dem Tode wich. Der medizinische Ausdruck für moribund kam mir in den Sinn und ich erinnerte mich an die Tage in politischer Dunkelhaft, als mir ein mit Einsitzender, bzw. Mitgefangener, also DDR-Flüchtling (ein kriminalisierter Republikflüchtling), der nur in die Freiheit des Westens wollte, dafür aber viele Jahre seines Lebens opferte, mich mit folgendem Ausspruch immer wieder aufmunterte. “Ray bleibe ruhig und denk’ daran – keine Panik: MORITURI DE SALUTANT, was soviel heißen sollte, dass die Todgeweihten herzlich grüßen.
Denn moribund heißt wohl todgeweiht. Nun war ich also offiziell auch todgeweiht. Dies verdeutlichte mir, dass aller Spaß und alle Freude jetzt zu Ende sein sollten. Ich musste diese Erwartung dezimieren und auf einen geringfügigen Prozentsatz runterschrauben. So an die 10 Prozent todgeweiht und dagegen 90 Prozent VIVA; ja, damit konnte ich das irdische Dasein akzeptieren. Aber nicht umgedreht.
Ich dachte dabei auch an mehr Achtsamkeit - denn es ist ein wichtiger Aspekt in der Lehre des Feng Shui, da der Mensch als Teil des Kosmos nach den gleichen Regeln funktioniert, wie eben dieser, so kann im Grunde die Antwort auf viele Fragen in sich selbst gefunden werde. Aber das wussten nicht nur die alten Asiaten, nein, das war auch alles bei unseren Vorfahren bekannt.
In der Lehre des Feng Shui bietet die Achtsamkeit die Möglichkeit, uns mehr und mehr auf unsere Intuition zu besinnen, womit das Vertrauen in uns wachsen kann. Wenn wir dann die Methodik des Feng Shui beiseite lassen, dann beginnt die Meisterschaft des eigenen Lebens, sich in das persönliche Sein zu wandeln und am Anfang steht bekanntlich die Achtsamkeit.
Ich musste mir wieder Leben “el viva”, geben und das Sein visualisieren. Das hängt ja schließlich alles miteinander zusammen. Vital war derjenige, der lebendig auch zu Lebzeiten ist. Ich war davon aber meilenweit entfernt. Ich war nur noch eine lebendige Leiche und fühlte mich auch als solche.
Dabei durfte ich mich noch von den markigen und ignoranten Kommentaren meines Sohnes überraschen lassen und durfte mir inzwischen so impertinente Sprüche anhören wie: “... und wat interessiert mich deine Krankheit – da will ick dir nich helfen – hab’ dich nich albern, denn wat uns nich umbringt, macht uns hart ...” “wenn det Elend zu schlimm wird, verpiss ick mir ... ” und: “allet, wobei de dich quälst, is Training ...” usw. – und das waren nur die gängigsten, also alltäglichen Sprüche. Obwohl er von der wahren Geschichte meiner Erkrankung wusste. Aus falschem Verständnis ertrug ich es viele Monate lang und auch wenn hier vielleicht die einzelnen Ereignisse etwas aus der fortlaufenden Zeitgeschichte gerissen scheinen, so sind es Vorkommen, die mir in diesen schweren Stunden vorgehalten wurden.
In den Sinn kam mir dabei aber auch die Deutsch-Rock-Gruppe “Haindling”, und, dass in meinem Zustand des offensichtlich nahenden Todes, keine Natur mit Kräutern, noch ein homöopathisches Mittel mehr helfen konnte. Wenn ich mir dabei dann jedoch der Rockband ihren einen Liedertext durch den Kopf gehen ließ, dann war ich schon wieder zu tiefst gerührt … - … leider kann ich ihn nicht im kompletten Inhalt wiedergeben, aber er sprach mir dermaßen für meine Situation aus der Seele, sodass er eine pure Herausforderung darstellte! Ich will sinngemäß versuchen mich an das Beste zu erinnern … - … legen wir uns geistig bewusst einmal die Welt in einem anderen Verhältnis zurecht und vergleichen die gegenwärtige Situation, mit einem globalen Weltdorf, bestehend aus 100 Menschen, die unter und mit den gegenwärtigen Bedingungen leben müssten … - … im Verhältnis der 10er Potenzen könnten wir uns so ausrechnen, dass wir dann auf das Verhältnis treffen, dass es demnach auf der Welt 52 Frauen und 48 Männern gibt. Nun spinnen wir weiter und teilen nach demselben System diese 100 Menschen in das Verhältnis zur Gegenwart, dann würde dieses globale Dorf aus 27 Amerikanern, 12 Deutschen, 52 Asiaten, 7 Afrikanern etc. bestehen …
Dabei zählt der Text die wirtschaftlichen Verhältnisse, das Gewaltpotenzial, das Waffenverhältnis und einige andere Schreckensversionen der staatlichen und menschlichen Kontrollen auf. Dass die Ernährungsverhältnisse für die Allgemeinheit sehr schlecht sind und in wie weit, die Kontrolle sich über das Gewaltpotenzial auswirkt, dann kämen wir zu der erschreckenden Betrachtung, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse demnach in allen Ideen, Wünschen und mit einem total überwachten und allein benötigtem Verbrauch von 6 Menschen kontrolliert und beeinflusst werden würde, die sich die anderen 94 Menschen untergeordnet haben und sie betrügen, um für sich selbst das Beste herauszuziehen. Damit einige wenige Menschen gut leben können, müssen die anderen leiden … dann folgt noch der Prozentsatz, wie er sich mit Ressourcenverteilung, Zerstörung und Aufbau der Welt verhält … und mir kamen unweigerlich die Tränen! Denn das ist eine wirklich schreckliche Vorstellung, dass da doch nur ca. 6 Prozent der Menschheit die anderen ca. 94 % kontrollieren und Elend bestimmen dürfen.
Nein, das konnte ich für meine Betrachtungen nicht zulassen. Denn ich - wir, meine Frau, meine Tiere würden demgemäß ja auch nur zu den 96 Lebewesen zählen, die versklavt, erniedrigt, ausgebeutet, verschreckt, unzureichend versorgt und … und … und … wären - oh, nein! Wie lange sollte das noch respektiert werden? Und was wusste ich von meiner Frau über Homöopathie? Handelte es sich dabei nicht auch um eine Zehnerpotenz? Oder, wie war das! Ein Heilverfahren, das die Bildung von Abwehrstoffen in höchster Verdünnung anregt, die, in größerer Menge, bei Gesunden ähnliche Krankheiten hervorruft? War es nicht so? Könnte nun der HIVirus das Bewusstsein verändern?
Jedoch die Schikanen meines Sohnes ballten sich noch einmal zu weiteren Ereignissen zusammen und es hörte nicht auf, sondern spitzte sich sogar noch zu. Mit vielen beleidigenden Inhalten verlief es so bis Weihnachten und Sylvester. Dann musste ich einen Schlussstrich ziehen. Obwohl damit die beleidigenden Angriffe nicht aufhörten, so hatte ich damit wieder etwas Ruhe und Abstand für mich selbst und meine Frau herbeigeführt. Auch wenn ich es mir doch eigentlich ersparen will, muss ich wohl über weitere Einzelheiten berichten, da mich diese Umstände doch ebenfalls noch zusätzlich geschwächt hatten.
Ja, es war schon richtig, dass ich für meinen Sohn niemals genügend getan habe, da die Umstände es nicht zuließen und aus dieser früheren Verantwortungslosigkeit erwuchs ein „Wieder-gut-machungs-gefühl“ das mir immer irgendwie bewusst war. So erduldete ich den Kontakt zu ihm und seiner Mutter. Dem musste ich jetzt endlich ein Ende setzen. Denn es vernichtete Nerven und verlangte ein ewiges Einstecken, wie bei einem Sparringskampf im Boxsport, bei dem Tiefschläge Usus sind. Wobei mir nun die Schläge aber zu tief unter der Gürtellinie gingen.
Ich baute mir geistig eine kleine Kapelle und trug den Namen des Jungen zu Grabe, indem ich ihn aus meinem Kopf radierte. El brujo – ist im Spanischen ein Hexenmeister und Zauberer und auf dieser Ebene sorgte ich mich um die Zukunft und dachte nach. Frei von Rücksicht, Sorgen und Bedenken musste ich handeln. Aber dies alles kostete scheinbar meine weitere Gesundheit, da ich es gar nicht gewöhnt war und so konnte ich mich damit doch nur weiter auf die Stufe des Todes wagen. Oder wie sollte es sonst gehen, dass ich mein Umfeld und mich selbst veränderte, um mich eventuell irgendwann wieder etwas besser zu fühlen? So war das doch kein Leben mehr! Und was war mit der Achtsamkeit und der Verantwortung - die so gerne so GROSS schrieb? Wie lag es mit den Dingen, die ich immer meinte, man/frau solle sie vor der eigenen Tür beseitigen?
Wenn ich darüber hier und heute nun berichte, dann weiß ich aber auch, dass die Sprache bzw. das geschriebene Wort die Fähigkeit beinhaltet, die Realität anders wahrzunehmen und gelegentlich auch zu verdrehen. Erfahrungen dieser Art sind so entfremdend, entfernt und verschwommen und haben immer die unterschiedlichen Seiten der Betrachtung, da wir nur wenig lernen konnten, um es aus der Sicht der Anderen und mit dem Gefühl derer richtig zu sehen und mit umzugehen. Falsche Rücksichtnahme ist jedoch Lug und Trug und Verlogenheit. Aber wie sollten wir auch Ähnliches je empfunden haben, wenn ferner der Tod in unserer Gesellschaft sowieso ein Tabuthema ist?
Erlebnisse verschwimmen, werden nostalgisch gefärbt und erhellen in sich andere Dimensionen, wenn sie dann erst wieder aus dem Nachhinein betrachtet werden. Das lässt sich wie fokussiert betrachten und in Wahrheit kann es nicht in Worten ausgedrückt werden, denn es bleibt auch immer wie ein Filter davor bestehen. Nostalgie gibt den rosigen Anstrich und Hass macht das ganze Schwarz wie die Nacht. Ein schwarzes Loch, ein schwarzer Schlund, der mich dann selbst vernichtet, wenn solche Bilder nicht recht bald ausgetauscht werden. Da müssen zum eigenen Wohl wirklich endlich noch einmal die Realitätsfenster gewechselt werden, denn das Stammesbewusstsein ist sowie schon außer Kraft gesetzt. Mit Abstand zum Irdischen wird das Universelle gesucht. Aber wie, wenn einfach nichts mehr real ist? Dazu die Verdichtung meines Empfindens und die Erkenntnisse über das Mysterium der Zahlen.
Jedoch wie soll im Vorfeld erkannt werden und so konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht alles wissen, auch wenn das Verhalten von dem Jungen schon zuvor sehr bedenklich war und es sich kontinuierlich aus anderen Ereignissen, zu einer bedrohlichen Front des Scheiterns zusammenzog. Denn er dachte sich berechtigt zu fühlen, sich von uns auch finanziell durchziehen zu lassen, weil er als Künstler nicht einsah auch anderweitig arbeiten zu brauchen. Ich dachte an den letzten Sommer, als die Engel der Finanzen unserem Schicksal wieder eine Wendung gaben und meine Frau durch Bekannte den Tipp bekam, doch mal bei einem Mel Gibson Casting vorzusprechen. Es sollte ein Slep-Stick-Comik mit dem Filmtitel “Kevin & Perry”, mit englischem Humor gedreht werden und Komparsen wurden gesucht.
Wir hatten drei Tage Anwesenheit zu demonstrieren und waren finanziell aus der Bedrängnis. Das verhalf uns in der Zeit meines schlechten Befindens und Brians Anwesenheit dazu, bis ins Neue Jahr zu schauen. Ich versuchte mich mit Literatur über Numerologie etwas abzulenken und war ja auch noch mitten in den Totenbüchern. Dabei wurden mir abermals erstaunliche Erkenntnisse über das Wissen von Zahlen bewusst gemacht.
Meine Aufgabe bestand darin, alles Negatives zu reduzieren und Elend zu dezimieren. Die Ursachen aufdecken und Energie sammeln. Mich auf mein Wissen konzentrieren und demgemäß zu handeln. Mit dem Einblick in die anderweitige Dimension des geistigen Daseins zwischen Himmel und Erde. Dem seelischen Bewusstsein entsprechend und fremd der körperlichen Präsenz des Todes.
Und wie gesagt, zum Jahresbeginn trennte ich mich dann nicht nur rigoros von meiner gesamten Vergangenheit einschließlich meines Sohnes, der ich bis dahin immer noch viel zu viel Aufmerksamkeit schenkte. Ich räumte auch erstmalig offiziell das Bild von meiner Gesundheit auf, da ich aus meiner allgemein vertretenden öffentlichen Meinung heraus immer von Leukämie berichtet hatte. Ich wollte nun absolut mit allen Konsequenzen, zu meiner HIV- und AIDS-Erkrankung stehen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt, wusste außer der Familie sozusagen, sonst niemand von meiner Infektion. Ich bestritt es, rund 15 Jahre generell und redete stets nur, von meiner Unpässlichkeit (nur selten Leukämie) und dem chronisch zirrhosen Zustand der Leber. Bis zu diesem magischen Datum im Jahreswechsel von 1999 zu 2000. Mit dem Einstieg in das 21. Jahrhundert musste ich nun einen neuen Standpunkt wählen. Mehr Ehrlichkeit an den Tag legen und für mich, mir selbst und meiner Frau mehr Achtsamkeit entgegenbringen.
Die Gründe dafür sind vielschichtig und stammen selbstverständlich aus den gesammelten Erfahrungen, sowie dem allgemeinen gesellschaftlichen Stand, in dessen Kreisen ich mich bis dahin bewegte. Außerdem hatte ich große Befürchtung, dass das wahre Krankheitsbild bei vielen Bekannten vielleicht auch Mitleid auslösen konnte. Denn so rücksichtslos wie mein Sohn, würden doch nicht alle reagieren. Andererseits war auch die Befürchtung da, dass mit der Wahrheit der Abstand zu meinem Umfeld größer werden würde und ich vereinsame. Da nun jedoch damit zu rechnen war, dass der Junge sich über die seinerseitigen Probleme mit mir, sich nun gewiss öffentlich äußern würde, musste ich endlich klare Linien schaffen.
Allein mit dem ablehnenden Verhalten meiner Mitmenschen, das wusste ich, konnte ich sehr gut zurechtkommen und leben, aber mit Mitleid, das wollte ich nicht zulassen und verarbeiten. Was mich und meine Person jedenfalls betrifft, war das wohl das schwerwiegendste, was ich mir nur denken konnte. Aus Mitleid braucht mir niemand entgegenzutreten. Aber auf gegenwärtige Kontakte verzichten, das wollte ich auch nicht. Was sollte es – mein Leben war eine Achterbahn - eine ACHT - SAMKEIT des in der Kindheit vermissten Sicherheitsgefühls von wahrer Liebe. Die magischen Zahlen und damit verbunden, die ACHT! Sie begleitete mein Leben.
Magische Zahlenkombination, die für mich wie von jeher auch bei meinem weiteren Weg eine Bedeutung hat. Aber was wusste ich schon zu wissen? Auch wenn ich es in anderen Geschichten schon erlebte, so machte ich mir doch immer nur kurzfristige Gedanken. Was sollten auch tiefere Gedanken, für eine nur kurze und absehbare Zeit unseres Lebens? Welche Zeit? Außer damals im Gefängnis, wo rundum für mich gesorgt wurde und das Leben als solches eine noch ganz andere Dimension hatte, war ansonsten das Leben doch nicht nach meinen persönlichen Bedürfnissen ausgerichtet. Aber auch Zellennummern waren Zahlen, mit denen es sich zu seiner Zeit rechnen ließ.
Ich musste zunächst nur den Verlust meiner Gesundheit wieder aufholen. Ich brauchte mir ansonsten keine Gedanken zu diesem 10ten Tag des 1sten Monats, im 21. Jahrhunderts machen. Es müsste zahlentechnisch, aus kabbalistischer Betrachtung vom/n Fachmann/frau analysiert werden und davon hatte ich doch nun wirklich gar keine vernünftige Vorstellung. Ich warf an dem Tage nur meinen eigenen Sohn zum dritten Mal raus. Auch wenn er schon 30 Jahre alt, stimmte es mich nicht zufrieden und wenn Zahlen für mich, von jeher, eine besondere Bedeutung haben und ich mich mit ihnen schon gelegentlich nachhaltig beschäftigt hatte, zunächst stellen sie wieder einmal nur ein Datum dar.
Ich jedenfalls besaß nicht einmal mehr ein Zehntel meiner Gesundheit. Obwohl mir dabei dann auch auffiel, dass das Ordungssystem, insbesondere für Bibliotheken, zur Einteilung sämtlicher Wissensgebiete, in die Dezimalklassifikation gegliedert wird. Für ein geordnetes Leben, gibt es ebenfalls 10 Gebote. Ich besann mich auch ihrer und es schien, als ob nun wirklich alles zerbrach, denn ich wusste, dass das nur mit meinem eigenen Kopf zu regulieren ging. Wie sollten nun Gefühle und Gedanken, die sich aus der Situation ergaben und sich zusätzlich aus dem Unterbewusstsein nähren, plötzlich abgestellt, bzw. grundlegend verändert werden.
Da saß ich nun in meinem Dilemma wohl fest. Über zwei Jahre lang konnte mir kein Arzt sagen, was außer der HIV-Infektion, mich zusätzlich belastete. Ich wollte absolut nicht dem Sensenmann folgen und so saß ich nun, gefangen in oberflächliche Betrachtungen verstrickt, die mir insgesamt auch aus meiner Umgebung vermittelt wurden, und träumte nur noch von Totenköpfen und allgemeiner Zerstörung. Es war schrecklich. Diese Qual der nächtlichen Horror-Bilder verhinderte dann ferner noch meinen Schlaf und ich konnte nicht mehr differenzieren und die Hülle meines Energiefeldes, verengte sich somit restlos für meine sowieso schon eingeschränkte Sicht durch meinen Zerfall.
Neben meiner alltäglichen Literatur kamen mir die Bibel ebenso, wie die Schriften der Heilige Hildegard von Bingen in den Kopf. Die 10 Gebote, im Zeitalter des 21.Jahrhunderts mit der Dreieinigkeit des zukünftigen Heiligen Geistes. Mit den anderweitigen Erkenntnissen über Zahlen, war ich von solchen Dimensionen des Glaubens wieder einmal schwer irritiert. Baute ich mir, mit meinem Interesse für mystische Zahlen, nun etwa meine eigenes Grab? Was war es nur, was mich so dermaßen von den Beinen riss und was hatten Religionen und Zahlen ansonsten noch gemein? Oft wusste ich einfach nicht mehr, was ich denken sollte - geschweige dann noch fühlen sollte, ohne mich durch die Umstände nicht doch leiten zu lassen.
Ich wollte einzig nur diese Hülle der Einschränkungen sprengen und wieder zu meiner alten Energie finden. So was ist dann wie ein Schreckenskampf, der sich kaum beschreiben lässt, wenn er nicht selbst erlebt wird. Also beschäftigte ich mich wieder einmal intensiver mit Zahlen und vor allen Dingen mit der Zahlensymbolik der Acht. Bei der biblischen Aufschlüsselung steht die Zahl (8) der Erneuerung und Neuschöpfung und als Seelenzahl, das heißt, wenn jemand sein Geburtsdatum addiert, dabei die Acht in der Quersumme erhält, ist seine Herausforderung im Basischakra und Solar-Plexus-Bereich. Hier steht die 8 für innere Kraft und Überfluss. Dies hatte dann zwei Wege zur Folge, die in positiven und negativen Attributen zum Ausdruck kommen können. Denn im Überfluss findet sich dann auch die Angst vor dem Verlust von Einfluss, Kontrolle und Anerkennung.
Tja und so begann ich erstmalig in meinem Leben, aufrichtig und ehrlich zu beten – zu beten dafür, dass ich mich zukünftig noch konkreter nach den Geboten des Lebens ausrichten wollte. Denn meine Risikobereitschaft vertrat viel zu häufig den Wunsch, sterben zu wollen und nun setzte erstmalig bewusst der Wille zu leben, einen bewussten, markanten Meilenstein in meinen Kopf. Unbewusst hatte ich von jeher einem übergeordneten Lebenstrieb, denn ansonsten wäre ich nicht mehr lebendig - und wahrhaftig nicht mehr am Leben. Aber, mich nun an Alter und Kraft, weniger als zur Hälfte meines SEINS zu fühlen, das erschreckt doch mächtig.
Da in der taoistischen Lehre die Acht Wohlstand und Reichtum bedeutete, steht sie als Zeichen im Nordosten und ist das Element der Erde, wobei ihr wieder bestimmte Organe zugeordnet werden. Selbst das Feng Shui, mit dem sich meine Frau neben Ihren Kräutern zu meiner Heilung beschäftigte, ergibt numerologisch betrachtet, die Zahl 44, deren Quersumme die 8 ist. Folglich trägt der Begriff die Schwingung, von Wohlstand, Erfolg, Gelingen und Macht. So jedenfalls aus dem Feng Shui übernommen und bei mir begann die Fülle des Seins ebenfalls mit dieser Zahl und dann folgten die gesundheitlichen Einbrüche.
Ich überlegte, wann sich denn mein gesundheitlicher Zustand dermaßen verschlechtert hatte. Es begann alles nach meinem 44. Geburtstag, als ich (wir) diesen Mehlei kennen gelernt - und diese Zwischensumme der Acht, die 44 ermahnt uns zur Vorsicht, da die Vierthematik Tod und Stagnation beinhaltet, die auf herausfordernde und verzwickte Aufgabenstellung hinweist. Das lässt sich natürlich mit erhöhtem Aufwand, unentwegter Tätigkeit, also auch mit Veränderung, Umsicht und Verantwortungsbewusstsein bewältigen, was demnach bereits zum weiteren Leben, sich durch schöpferische Anforderungen erfüllt. Feng Shui heißt letztendlich "der Weg des Windes und des Wassers." Und war nun die Antwort auf unser Wintermärchen. Auch ein Wegweiser für meine Wetterfühligkeit vielleicht?
Der Glaube an das heilende Gebet. Zu meinem großen Erstaunen, erwiderten selbst die Elemente der Natur, meine Gebete an unzähligen Tagen des Betens. Wenn ich beispielsweise am Kamin zum Feuer, um Lebensenergie betete, dann antwortete mir tongewaltig die Luft, mit Stürmen, die im Kamin sich fingen und das Haus gelegentlich erschütterten. Betete ich zur Erde, dass sie mich noch lange tragen möge, dann bekam ich Antwort vom Wasser - und es regnete. Es war ein sehr eigenartiger Winter und wie mir bestätigt wurde, der heftigste Winter, seit vielen Jahren. So feucht, so stürmisch und verregnet, wie schon lange nicht mehr. Sollten mich wieder einmal die Elemente, in Sicht meiner Überlegungen und emotionalen Empfindungen gefangen genommen und im Griff haben? Mit aller Macht zeigte mir die Schöpfung, wie klein unsere eigenen Kräfte gelegentlich sind, wenn wir mit den Naturelementen konfrontiert werden. Aber gleichzeitig wird einem die Macht der Worte und des Gebetes bewusst.
Ja, ich hatte unendlich viele Bücher gelesen, sodass damit eine Bibliothek hätte eröffnet werden können. Immer mit der Hoffnung, dass mich das Wissen daraus befreit und mir die Macht des Geistes Flügel verlieh. Zeitweilig gelang es - doch nun? Zeigt sich das Leben in meiner eigenen Todeskatastrophe zu manifestieren.
Aber nun waren von diesen Inhalten auch keine zehn Prozent, mehr in meinem Kopf gespeichert. Ich hatte zu Lebzeiten noch nicht einmal richtig zu leben verstanden, nun sollte auch dieses völlig irre geführte Leben schon vor seinem regulären Ende abgeschlossen sein? Ohne gelernt zu haben, wie ich richtig sterbe? Das konnte ich nicht akzeptieren.
Ohne großartig Gespräche führen zu müssen, konnte ich mich auch in dieser schweren Zeit, mit meiner Frau wortlos verständigen. Da uns kein Arzt helfen konnte oder wollte, erstellten wir also eine Selbstdiagnose. Wir suchten in Fachliteratur, auf Grund der gesundheitlichen Auffälligkeiten.
Seit nunmehr rund fünf Monaten litt ich täglich an Fieberschüben, Schweißausbrüchen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeiner Schwäche, Durchfall und Erbrechen. Den zuständigen Arzt darauf angesprochen, antwortete mir (Dr. Rissel); “das ist bei der Dreierkombination an Medikamenten völlig normal. Alle Nebenwirkungen müssen dabei einfach auch akzeptiert werden.”
Tja – damit sollte ich mich also mit diesem elenden Zustand von Lebendigkeit und Tod arrangieren. Nein – das ging nicht, denn ich konnte noch nicht einmal mehr mit meinem Hund spazieren gehen und den Arzt auf Beruhigung oder Schlaftabletten angesprochen, meinte nur: “Sie haben doch schon mal Drogenkontakte gehabt, da werde ich ihnen solche Sachen nicht verschreiben.” ... und von der Apotheke erhielt ich dann als Dankeschön für die Einnahme der Dreierkombi, eine Schachtel mit VIAGRA 100! So zynisch kann die Realität sein.
Ich fühlte mich ohne irgendwelche Drogen schon völlig zugeknallt, konnte aber kaum noch schlafen. Denn die Glieder schmerzten schon allein im Liegen, und dem damit verbundenen Berühren, miteinander. Ich konnte nicht einmal mehr die Beine beim Schlafen, wenn ich auf der Seite lag, übereinander legen. Weil dabei dann schließlich die Knochen so stark aufeinander stießen, sodass es Schmerzen verursachte.
Das ständige Würgen und Erbrechen, die ständigen Durchfälle, die Herzschmerzen und die immer heftiger werdenden Stiche in der Lebergegend veranlassten mich, umgehend dann die Einnahme der Medikamente wieder einzustellen. Während der fünfmonatigen Einnahme, verschlechterte sich mein Zustand zusehend.
Ich war nur noch ein Zehntel meiner selbst und konnte mich maximal nur noch gut zwei Stunden am Tage, auf den Beinen halten. Schlafen in der Nacht konnte ich auch höchstens noch zwei Stunden. Dafür musste ich aber vier, fünf, sechs Mal mein Laken und das T-Shirt wechseln. Da ich alles durchschwitzte. Gebadet in Ausdünstungen chemischen Schweißes, durch die Medikamenten-Kombination. Das war unzumutbar? Ich wollte es einfach nicht glauben und war schier am Verzweifeln.
Währenddessen wurde mein Körper von Weinkrämpfen geschüttelt, sodass ich Ehrfurcht lernen musste. Tränen waren bis dato für mich völlig fremd. Nun konnte ich gar nichts dagegen tun, denn sie entrannen unbeeinflusst und ohne etwas dagegen tun zu können, aus den Augen. Tränen der Angst und der Verzweiflung, Tränen der Schwäche und Hilflosigkeit. Die Tränen konnten mich für kurze Zeit sogar befreien. Befreien von der Sehnsucht nach Gesundheit.
Aufgelöst in meinem eigenen Tränenmeer, fühlte ich mich kurzfristig wohl und erleichtert, geborgen und erlöst. Das, was ich bei dem Verschlingen der Weisheiten aus Büchern, vergeblich gesucht, das Gefühl der Erkenntnis und Befreiung, welches ich durch Strafanstalten zu schätzen gelernt, dieses Gefühl konnte ich in den Tränen meiner Auflösung wieder finden.
“Aber derjenige, der das dritte Mantra von OM betrachtet, erblickt Gott, wie er wirklich ist, wird ein Erleuchteter und gewinnt Moksha. Ebenso wie die Schlange sich von ihrer gealterten Haut befreit und wieder neu wird, so genießt der Yogi, der das dritte Mantra verehrt, befreit von irdischer Mühsal, von seinen Sünden und weltlichen Schwächen und frei, um mit seinem Geistleib durch das ganze Universum Gottes zu streifen, für alle Zeiten der Herrlichkeit des ALLES-durchdringenden-ALLES-WISSENDEN-Geistes. Die Betrachtung des letzten Mantra beglückt ihn mit dem MOKSHA der Unsterblichkeit.” So steht es geschrieben und ist die Darstellung des OM, des Grossen Heiligen Namens des Höchsten Wesens, in den Veden jedenfalls. Denn OM ist auch der Urton des Wortes aller Worte, die, die Voraussetzung für jede Tat sind. Worte sind alle aus einem Wort - O M! Der Ursilbe oder dem Urlaut, wie beim Gebet.
Diese Erkenntnis verbunden mit meinen Tränen, wirkte wie eine Stimulans für Geist und Körper. Es bewirkte sowohl aktive Euphorie, als auch die befreiende Glückseligkeit, die den Gefühlen von Angst und Spannungen folgen. Erleichternde Befriedigung, den Augenblick gemeistert zu bekommen und sein eigener Herr zu sein, der über Tod und Leben entscheidet? Einige Gedanken zwischen Aldous Huxley und buddhistischen Schriften über Schöpfung und dem schöpferischen Sein kamen mir in den Sinn und so wie es mir in dieser Situation bewusst wurde, so eindeutig konnte ich es noch nie zuvor spüren, dass die Worte die Macht und Kraft besitzen, die man/frau ihnen meist gar nicht in dem Umfang zugetraut werden.
Für mich lag aber auch auf der Hand, wohin solcherlei Betrachtungen führten. Ich dachte an ein Erlebnis in der Staatssicherheitshaft. Wir waren dort unter Umständen inhaftiert, die uns ENTMENSCHLICHEN sollten. Eine fensterlose Zelle, in der 24 Stunden künstliches Neonlicht, unter einer eingelassenen Milchglasscheibe in der Decke, diffuses Licht der Zeitlosigkeit; der sich unendlich aneinander reihenden Sekunden, Minuten und Stunden, zur Endlosigkeit verbanden. Eine endlose Zeit der Sinnlosigkeit und des Schmerzes. Die Einsamkeit in engen Mauern grenzenlos in Wahrheit gebettet und absolut furchtbar in der Realität zu erleben.
Kein richtiger Stuhl, kein Bett, kein Tisch in dem Sinne, sondern einbetonierte, in unterschiedlichen Höhen hervorspringende Betonsimse, die Bett, Tisch und Stuhl darstellten, waren mir fast sechs Monate lang einzigste kreative Gestaltung. Und daran ließ sich sogar gewöhnen, sodass sich wie ein Tier gefühlt, sich auch noch wohl gefühlt werden kann. Wenn daran nicht zerbrochen wird. Ich zerbrach nicht, ich lachte die Uniformierten aus und machte meinen „Zellengenossen“ Mut mit dummen Sprüchen - leider noch nicht mit Gebeten.
Meine persönlichen Dinge waren restlos sichergestellt und ich besaß nur, einen Jogginganzug, ein paar Wollsocken, ein paar Filzlatschen, sowie Unterwäsche und Nachthemd in Übergröße. Alles selbstverständlich in der uniformierten und gezeichneten Anstaltskleidung. Kein Buch, keine Zeitung, kein Kuli, kein Stück Papier, ganz zu schweigen, von anderen Dingen. Außer noch drei Wolldecken - gab es einfach absolut gar nichts weiter.
Gelegentliche Vernehmungen der Ermittlungsbeamten der Stasi, konnten sich auf 16 Stunden ebenso ausdehnen, wie vielleicht auch nur auf 2 bis 3 Stunden. Umgeschlossen in einen anderen Raum, mit gleicher oder ähnlicher Ausstattung, war es DIE Tagesabwechslung schlechthin. Die Zeit vertreiben mit der Zeitlosigkeit durch die Ewigkeiten der Einsamkeit. Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat und dann auch Jahr auf Jahr.
Von der täglich einstündigen Führung in den betonierten und drahtvergitterten, zirka 16 qm großen Freistundenkäfig, hatte ich mich bereits distanziert und ausgeschlossen. Diese zusätzliche Qual der Erniedrigung und des Elends, hatte ich mir mit meiner gesamten Aggressivität verbeten, um sie nicht betreten zu müssen. Eben auch eine Form des Betens, wenn wir wie ich, durch Abweisung verzichten und uns etwas verbeten.
Auf den einmal wöchentlichen Duschvorgang verzichtete ich allerdings nicht und so will ich eine belustigende Geschichte dieser Zeit erzählen. So kam es, dass ich wieder einmal zum Duschen in den Stahlgitterkäfig geführt wurde. Es war ein Stahlgitterkäfig in einem Stahlgitterverschlag, der wiederum in einem fensterlosen Etwas größerem Raum untergebracht, aus der Decke rausragend, ein Kupferrohr preisgab. Dieses, welches von einem Schließer außerhalb bedient, für wenige Sekunden, kurz kaltes, dann warmes und anschließend wieder eiskaltes und brühkochendheißes Wasser freigab; dies beinhaltete einen Duschvorgang. Eine wirklich phantastische Säuberungsaktion zwischen Unterkühlung mit gefühltem Herzstillstand und Hautverbrennung. Das Ritual war immer das Gleiche und dauerte ca. 1 ½ bis maximal 3 Minuten. Zu kurz um sich ernsthaft zu verbrühen oder unterkühlen.
Aber zuvor hatte man/frau sich in einem fensterlosen Vorraum zu entkleiden und die wenigen Sachen auf einen Tisch zu legen. Dies war ebenfalls ein Ritual, welches kaum von anderweitigen Vorgängen unterbrochen wurde. Allerdings ausgerechnet das eine Mal, als ich ein Geheimnis in meinen Taschen trug, um die narrenvolle Zeit zu verkürzen, da sollte es anders sein. Wie immer legte ich unwissend meine Knastkleidung ab und darin verbargen sich in den Taschen meines Jogginganzuges, mehrere Schrauben, zwei/drei Wasserhahnsiebe, ‘nen Nagel und unterschiedliche große Putz-, Kalk-, Farbbröckelchen, die mir zur Beschäftigung dienten.
Denn die eingelassene Milchglasscheibe in meiner Zellendecke, wurde von einem Stahlgestell gehalten, dass das Neonlicht als Schachmuster auf den Boden zeichnete. Ich benötigte nur die entsprechenden Gegenstände, um mir daraus Schachfiguren zu visualisieren und schon konnte ich mit mir selber Schach spielen. Das sollte mir aber gerade vermiest werden.
Während ich unter dem offenen Rohrausgang, welches an eine defekte, abgerissene Gasleitung erinnerte, den Duschvorgang im Stahlkäfig mit erschreckenden Wechselbädern genoss, wurde in dem Vorraum, in meinem Jogginganzug gekramt. Es fanden sich die erwähnten Gegenstände.
Als ich aus den Käfigen heraustrat, standen bereits 3 Offiziere mit hohen Rangzeichen, in gerader Haltung und mit fest zusammengeschlagenen Stiefeln, bei meinen Sachen und den darin gefundenen Utensilien.
Mit absolut völlig ernster Mimik und halb erhobenem, ausgestrecktem Finger, wurde auf die dort liegenden Dinge gezeigt und der eine großartig lammettierte Offizier schrie mit heiserer Stimme: “WAS IST DAS!!!”
Ich wusste der Situation überhaupt nicht zu begegnen und noch während ich überlegte, was wohl auf solche Frage das Passende sei, kam mir Françoise Vilón und der Sprechvortrag aus seinem Buch von Klaus Kinski vorgetragen, in den Kopf: “... ich bin so wild auf deinen Erdbeermund – ich schrie mir schon die Lippen wund ... im tiefen Wiesengrund!” usw. in dem Sinne. Ich weiß ja auch nicht - wie dies zusammenpasste, aber es waren nun mal meine damaligen Gedanken.
Ich musste lachen – endlos schallend lachen, als ich völlig nackt, vor den minimalen Bauschuttabfällen, aus meiner Hosentasche stand. Dazu das Bild der hochrangigen Militär-Offiziere, die, die Gesichtsfarbe mehrfach zu wechseln schienen und erklärt bekommen wollten, was und wofür die Dinge aus meinem Jogginganzug waren. In meinem Hinterkopf den Sprechgesang von Kinski mit den roten Lippen - so störte ich selbstverständlich mit meiner Fröhlichkeit die Situation, der ich gegenüberstand. Das konnte doch nicht sein und so folgte ein barsches Geschreie.
Auf den Grund meines Lachens angeschrieen konnte ich nur noch sagen: “Das ist mein Ausbruchswerkzeug und mein Lachen gilt der Gefangenschaft eures Lebens, die Ihr lebenslänglich gefangen und eingesperrt seid – ich dagegen werde schon in ein paar Jahren wieder in “Freiheit” sein!!!” Hahaha ......
Tja – moksha – was sind die Menschen für ein lächerliches Volk, die sich so wichtig nehmen, dass sie mit Ihrer Wichtigkeit, alle Götter des Himmels vertreiben. Das war zu Vilóns Zeiten im 15.Jahrhundert nicht anders, als heute. Die zehn Gebote werden dabei missbraucht und verhöhnt. Was ist das für eine Befreiung? Von was?
Meine geistige Befreiung damals, war die Sprachlosigkeit der Offiziere, die auf meine freche Antwort absolut nichts mehr zu erwidern wussten und mein Wissen um Françoise Vilón. Mein Wissen um die Tränen meiner Verzweiflung, des schlechten körperlichen Befindens und das Denken an die Vedischen Texte, wurden von Timothy Leary, Albert Hofmann (der Entdecker des LSD) und Aldous Huxley genährt.
Ja, diese Bücher las ich jetzt zu dieser Zeit der Selbstdiagnose und anschließend auch noch, die letztendlich notwendig zum Überleben war, die Erkenntnisse und die “Zehn Prophezeiungen” von Celestine. Ja, ja - ich fand mich stets mit den Schreiberlingen, Denkern und Philosophen verbunden. Beim Lesen ihrer Zeilen war ich frei. Ein FREI-SEIN, was die Freiheit der Seele beinhaltet. Denn so konnte ich geistig mit ihnen irgendwie alleine sein und fand Verbündete des Gleichdenkens. Was sind dabei die Glaubenskräfte? Da doch auch nur die Geistigkeit kleiner Gruppen, eine höhere Form von Glaubhaftigkeit beinhaltet und allgemein üblich ist. Die Gegenwärtigkeit des heiligen geistigen Universums, versprach auch der Messias in einer kleinen Gruppe von Dreien oder Vieren gegenwärtig zu sein. Er hat nie versprochen, in der Masse anwesend zu sein. Wie tief war ich in dem Geist der Bibel? Jetzt ja, damals in Gefangenschaft - ohne jede Möglichkeit vernünftige Bücher in die Hände zu bekommen, da war ich es noch nicht.
Was waren das alles nur für Gesetzmäßigkeiten, die mich mit dem Leben verbanden? Jedenfalls musste ich das “Totenbuch” von Tim Leary beiseite legen, denn ich war noch nicht so weit meinen Tod auch wirklich zu zelebrieren. Außerdem war es schwer, mehrere Bücher wieder gleichzeitig zu lesen. Aber ich konnte mich in meinem Zustand nicht auf eine einzige Sache mehr konzentrieren.
Anhand meiner körperlichen Beschwerden, kam meine Frau zu dem Schluss, dass das bei mir wohl eine Pilzerkrankung ist. Ein CANDIDA sozusagen, dem das alles zuzuschreiben sei. Dabei handelt es sich aber bei dem Candida selbstverständlich um einen anderen Pilz, wie Psilocybin. Die Entdeckungsgeschichte der psychoaktiven Pilze, die hatte ich mit eigenen wissenswerten Erkenntnissen längst abgeschlossen. Das war nun kein Rausch, sondern eine Schleimhauterkrankung.
Unsere Diagnose wurde auch von einem Mediziner bestätigt, der nur mit dieser mündlichen Diagnose von uns, so auch mit unseren Klagen bestätigen konnte. Ohne eine Blutuntersuchung wusste er es so schon zu beantworten. Wobei aus den Blutwerten angeblich nichts zu erkennen war. Inzwischen hatten sich nämlich alle Schleimhäute belegt. Selbst im Genital- und Afterbereich. Ich konnte so gut wie nichts mehr essen und kaum noch die Toilette benutzen. Aber auch das Hinsetzen auf die Klobrille tat an den Becken- und Oberschenkelknochen weh!
Dazu kam im Hinblick auf den vermuteten Pilz (candida), eine schonende Diät, die sämtliche fruchtzuckerhaltigen Obstarten, ferner sind jede Art von weißem Zucker und Weißmehlprodukte untersagte. Natürlich reichte für eine abgerundete Diät mal wieder nicht unser Geld. Denn ich konnte absolut nichts Weiteres mehr tun, als mich auf den wenigen Pfennigen auszuruhen.
Aber es ist allgemein bekannt, dass ein guter finanzieller Rückhalt, auch das Leben verlängern kann. So lag dann darin schon wieder ein Grund mehr darin, meinem Todgeweiht-SEIN auf geistiger Ebene noch energischer entgegenzutreten. Schon aus Protest wollte ich leben. Ich hätte es noch weniger akzeptieren können, wenn ich wegen Geldmangel sterben sollte. Oh, bei diesen Gedanken lag kein Frohsinn in der Luft. Ich musste, ich wollte, ich werde überleben! Das stand für mich fest.
Zwischenzeitlich hatte auch Mutter Natur und das Wetter wieder ein etwas großzügigeres Verhältnis zu uns. Denn ich konnte mich in der Natur und im Garten erholen. Es gab emens Kraft, einige Stunden in der Sonne zu sitzen, mit den Blumen, Sträuchern, Bäumen und Tieren zu sprechen, währenddessen meine Frau sich bei unseren bescheidenen Finanzen, sich ums innigste, um die heilenden Essenzen für meinen Körper kümmerte.
Ihr Wissen um die Kräutergeister mit ihrem Talent für alles Schöne, sowie die Pflege, ist für meine Frau eine Berufung und dies auch mir zu vermitteln galt, war schwingungsgeladene Energie für eine zukünftig bessere Zeit. Es gab meinem körperlichen Befinden Aufschwung. Nun, nachdem ich den Jungen rausgeworfen hatte, war wieder Liebe und Harmonie eingekehrt.
Ich möchte im Einzelnen nicht näher darauf eingehen, mit was für Prozeduren, die auf Grund unserer Eigendiagnose notwendig erscheinenden Kräutertees und Tinkturen, sowie Nahrungsmittel, verabreicht wurden und ich so wieder etwas zu mir kam. Denn es sollte sich ja später noch herausstellen, dass die Diagnose falsch war und es könnte bei anderen Betroffenen, irrelevante Hoffnungen wecken, wenn ich weiter über die vielen Monate unserer Prozeduren berichtete.
Die Besserung meines körperlichen Zerfalls, wurde durch die fälschliche geführte Diagnose von uns, auch nur vorübergehend festhalten. Es war ein kurzer Energieschub der Hoffnung, der mir etwas Gesundheit vermittelte und das Gesamtbild der Verschlechterung verzögerte. Da die Ärzte mit mir nicht weiter wussten, so verlängerten mir doch die Pflanzengeister mein Leben und verscheuchten den lauernden Tod.
Es sei dazu festgehalten, dass wenn ich nicht meine Frau hätte und die Überzeugung vertreten würde, dass Krankheit im Kopf beginnt, ich hätte die schweren Zeiten nicht überlebt. Wobei es niemals einzelne Dinge sind, sondern die Gesamtheit, der Geschehen erst die Summe des Erfahrenen ausmachen. Mir hat meine Frau, mein Kopf und die Natur, sowie die vielen Rezepturen aus der Kräuterheilkunde, die meine kleine Fee Dasty Daikini aus dem Geist der Pflanzen für mich herauszog und auch heute noch zieht, schon ganz gewaltig das Leben verlängert. Dies auch wiederholt und immer wieder noch immer.
Zum damaligen Zeitpunkt kam hinzu, dass das Diagnosebild einer Candida-Erkrankung, viele Parallelen zu der später im AVK diagnostizierten Leishmania donovani aufzeigt. Mit der daraus folgenden Diät gegen den Pilz, wurde zunächst ein Heilerfolg verzeichnet. Was schließlich unser Denken und Handeln bestätigte.
So konnte ich vorübergehend auch wieder Strandspaziergänge mit meinem Hund absolvieren. Wenn auch stets nur wenige Hundert Meter - anstatt Kilometer. Mit den Kräutern, der Nahrungsumstellung und Diät gelang es mir sogar zeitweilig, kleinere Tätigkeiten von zwei/drei Stunden, mit kurzen Pausen wieder zu verrichten. Bis vor wenigen Jahren kannte ich solcherlei Krafteinbußen überhaupt nicht. Und nun?
Also war es für mich ein riesiger Erfolg, schon mal zwei/drei Mal die Woche für zwei bis drei Stunden etwas tun zu können. Was nun für uns in dieser Situation feststand war, die Zelte auf Ibiza abzubrechen. Obwohl mich dieser Entschluss erneut endlose Weinkrämpfe kostete und bei der täglichen kleinen Verabschiedung dann anschließend, ein bildhaftes “Herz-ZERREISSEN” hinterließ. Ich war von der gesamten Situation völlig überfordert und wusste sonst einfach keinen Weg.
Wir mussten erkennen, es geht mit mir dem Ende entgegen und ich hatte keine Lust schmerzvoll zu verrecken. Auch wenn die Mündigkeit unserer Selbstbestimmung in Deutschland nicht gewährleistet war, so waren doch das Beschaffen von Möglichkeiten, die das Sterben erleichtern können, sowie eine etwaige medizinische Versorgung im Endstadium, in Berlin, mit besseren und erleichternden Umständen verbunden.
Ich hatte meine Starrköpfigkeit noch nicht ganz eingebüßt und verloren, die mir wieder einmal, wie schon so oft im Leben, einen kleinen Hoffnungsschimmer an den Horizont zeichnete. Ich hatte doch noch Träume, die es zu verwirklichen und zu visualisieren es galt.
Ich glaubte meine wichtigste Lektion daraus noch erkennen zu können, wenn die Zeit wieder etwas reifer war. Die darin bestand, mein hyperaktives Ego, in ein Werkzeug zur Förderung der menschlichen Evolution umzuwandeln. Ich musste andere HIV-Erkrankte vor der zersetzenden Medikamentenverabreichung warnen. Dies Programm der modernen „Zivilisationeuthanasie“ musste bekannt gemacht werden.
Dazu konnte ich mich nur in meiner Muttersprache äußern und auch nur in Deutschland, sah ich die Möglichkeit, meinem Groll auf Pharmazie und Mediziner Luft zu verschaffen.
Ich hatte in den nunmehr bald 17 Jahren meiner HIV-Infektion, laienhaft und auch unkonventionell, genau die richtigen Schritte getan. Von Eiweiß und Mineralienzusätzen, über Aloe-Vera und Krallendorn, zu Ascorbin und Eigenurin, sowie Kombucha und Lapacho wurden von mir gerade mal 4 Jahre lang ärztlich verordnete Medikamente akzeptiert. Selbst meinen Fleischgenuss hatte ich reduziert und war dank meiner Dasty, auf überwiegende vegetarische Kost umgestiegen. Da gab es an fleischlicher Kost nur noch Huhn und Fisch.
Die letzte Phase meines Daseins musste noch einmal einen Sinn bekommen. Denn sonst wäre ja alles völlig umsonst, meine früh erkannte Hyperaktivität, die bereits als kriminelles Erbgut und kriminelle Intensität bescheinigt wurde, hat mein Leben begleitet und verlängert.
Ich hatte daraus noch etwas zu gestalten. Wenigstens den letzten Akt meiner Existenz hatte ich selbst zu verwalten. Denn die bisherigen irdischen Höhepunkte in meinem Leben, die wurden von Ärzten, Richtern und Medien inszeniert und demzufolge fremdbestimmt. Auch wenn es mit dem angeblichen AIDS-Bild ähnlich aussah, so wollte ich jedoch meinen Abgang von diesem Planeten noch hinausziehen.
Die zweifelhaften Schlagzeilen, die meinen vergangenen Ruhm bescheinigten und längst vergessen schienen, mussten noch einmal revidiert werden. Ich alter, nun sterbender Haschrebell, erinnerte mich der Manifestation der Tagespresse vor vielen Jahren und will dies auch der/dem LeserIN nicht verheimlichen.
Schon meine damalige Fluchthilfeaktion, war das Resultat vielerlei vorgehenden Beschuldigungen, die sich aus meinem zerrütteten Vorleben ergeben. Da hieß es immer wieder: „SCHULDIG“! Aber Großteils, nicht haltbare Vorwürfe, die erhoben wurden, wegen dem Aktenwerdegang meines Lebens. Diese, und viele andere Vorwürfe, die mich mein ganzes Leben verfolgen sollten, musste ich noch vor meinem Tod wieder in das rechte Licht rücken. Denn ich hatte mehr als gebüßt und die allgemeinen Vorwürfe konnten nicht bestehen bleiben, ohne mich jetzt noch einmal zu rechtfertigen.
Dabei kam mir auch André Gide in den Sinn, den ich hier zitieren möchte:
“Ich glaube, dass die Krankheiten der Schlüssel sind, der uns gewisse Tore öffnet. Ich glaube, dass es gewisse Tore gibt, die uns nur die Krankheit öffnen können.
Es gibt auf jeden Fall einen Gesundheitszustand, der es uns nicht erlaubt, alles zu verstehen.
Vielleicht verschließt uns die Krankheit einige Wahrheit, ebenso verschließt uns die Gesundheit andere, oder führt uns davon weg, sodass wir uns nicht mehr darum kümmern.”
Aber noch viel beeindruckender schien mir eine Aussage des Dalai Lama zu sein.
“Eines der Hauptelemente der Lehren Buddhas liegt in der Bedeutung des inneren Weges. Was wir auch immer für äußere Entwicklung durchmachen in dieser Welt, oder was für wunderbare Dinge wir in ihr sehen mögen, ohne eine entsprechende innere Entfaltung werden wir die Glückseligkeit, nach der wir streben, nie erlangen. In dem Maße jedoch, in dem es uns gelingt, den inneren Weg zu gehen, ein warmes Herz für andere zu haben und Ruhe für unseren Geist zu finden, liegt die wahre Hoffnung für Frieden und Freude in der Welt.”
Da ich mich nun fühlte, als ob ich nur noch ein Zehntel meiner Selbst war, musste ich diesem Dilemma auch selbst begegnen und richtete mich langsam auf die Rückkehr, meines bzw. unseres Emigrantenversuchs ein.
Nun musste ich zukünftig meinen magischen Zahlen folgen, die da hießen, dass sie 10 Gebote als eigenständige Null (0)(1) aus meinem ersten Lebensabschnitt, die restlichen Nullen des Jahrhunderts als doppelte Achterbahn verbindend, mir meine Wege dann zukünftig mit neuem Ziel geben wird. Aus dem Jahr 2000 herausführend, in eine neue Zukunft. Was liegt aber in den zwei offenen Nullen der Acht. Doppelnull gleich 8 - ACHTSAMKEITEN des selbstständigen Denkens der Geistkräfte. Der achtfache Weg der Erleuchtung - ach, so hieß ja auch ein Buchtitel? In Anarchie der Gedanken … das große A von Anarcho über die Zahl 8 gelegt - erfasst das Erscheinungsbild „de“ oder *@* der Information und Kommunikation auf allen Ebenen. Wann bin ich dann acht Jahre auf Ibiza? Der Notenschlüssel bei der Musik erinnert an eine oberflächliche 8 ... entfernt noch - Dinero (wie das Dollarzeichen) und GESETZT mit Paragraphen §§ - und das &-Zeichen!! Alles Vernetzungen und optische Ähnlichkeiten der Acht. Im achten Kapitel des aufgeschriebenen Buches leben & lieben positHIV.
Wie die zwei Kreise des schmollenden und lachenden "Smylies" es untereinander als Acht erstellt es verrät, so will ich wieder frei von allen krank machenden Faktoren sein und der Diagnose Paroli bieten - zum Trotz meiner Selbst und der gesamten Medizin …
LJ
Frei nennst du dich?
Deine herrschenden Gedanken will ich hören
und nicht, dass du einem Joche entronnen bist.
Bist du ein solcher,
der einem Joche entrinnen durfte?
Es gibt manchen, der seinen letzten Weg
Wegwarf, weil seine Dienstbarkeit wegwarf.
Frei, wovon? Was schert das Zarathustra!
Hell soll mir dein Auge künden: Frei wozu?
Friedrich Nietzsche
IATRO (Dämonologie)
Gesundheit und ein langes Leben, wünscht man/frau sich und anderen, wobei die Anzahl der Lebensjahre, die man/frau bereits hinter sich gebracht hat, die Intensität des Wunsches steigern. Dabei scheint der Wunsch an irgendeine höhere Macht gerichtet, ohne das Bewusstsein, dass wir den größten Teil selbst dazutun. Iatro, nennt es bereits Hildegard von Bingen, in ihrer Lehre von den Lebensvorgängen in den Organismen, die Physiologie, beschreibt sie, ähnlich wie Jahrhunderte später C.G. Jung, aus der psychoanalytischen Perspektive die es ihrerzeit nicht gab, dass der Schaden, der durch Dämonen angerichtet wird, eine wesentliche Rolle bei der Heilung spielt. Weil erst die dämonischen Kräfte und Mächte ausgeschaltet werden müssen, wenn es zu einer vollständigen Heilung an Körper, Seele und Geist kommen soll.
Ziel bei der heiligen hildegardschen Therapie ist die Stärkung des seelischen Abwehrsystems, das für die Stimulation und Stärkung der körpereigenen Abwehrkraft verantwortlich ist. Lässt man/frau sich das mit unseren heutigen Erkenntnissen durch den Kopf gehen, hat es doch eine ganz spezielle Übereinstimmung mit den Chakren und der Aura, die ebenfalls erst gereinigt werden müssen, wenn Heilerfolge verbucht werden sollen.
Bei allen Erkenntnissen und mit dem Wissen, dass jede Begegnung eine Botschaft für mich hat, fühlte ich mich besessen von bösen Geistern, Hexen und Dämonen. Dieser 10te im ersten Monat des Jahres 00 jedoch, der Tag hatte meinen Kopf im Geiste reinigen sollen, belastete mich aber mit den davor erlebten Geschichten der Vergangenheit. Das Wetter tat das Übrige. Die Natur mit ihren Elementen, sprach zu mir über die im Wege stehende Materie, mit einer grollenden Symphonie.
Dabei verbrannte ich die gesammelte persönliche Post und alle Briefe von Bekannten, aus den letzten Jahren und wollte auch meine Tagebücher der letzten 12 Jahre dem Feuer übergeben, woran mich dann aber meine Frau hinderte.
Die Symphonie des Sturmes pfiff tagelang um unser Haus. Erschreckend klapperte er an den Fensterläden, dem Garagentor, spielte im Kaminabzug sowie mit Tür- und Fensterschlitzen und sein Gesang erklang in den unheimlichsten Melodien, durch Kamin und Fugen. Unsere, an verschiedenen Orten um das Haus aufgehängten Windspiele, schlugen und dröhnten, stampften, wie mit einem Stakkato, so vehement hinein in meine Gedanken, sodass sie kurzerhand von mir entfernt werden mussten. In allen Tonlagen schlug, pfiff, sang der Sturm mir seine heftigste Melodie und zeigte mir auf, dass die Gewalten mich beeinflussen können. Es machte mich noch kranker und aggressiver, als ich mich sowieso schon fühlte.
Ich erinnerte mich an unser Wintermärchen mit der Familie Mehlei, wo der Sturm uns vor dem Allerschlimmsten bewahrte, indem er uns rechtzeitig das Feuer löschte. Das war wie gesagt von der gegnerischen Partei damals gelegt, und zu unserer Vernichtung angelegt worden. Oder, ein anderes Mal, wo ich mich an die ersten Nächte auf dieser Insel erinnerte, die uns direkt am Meer in eine ausgediente, militärische Schnellbootanlage aus Francos Zeiten führte. In dieser Garage damals, wo wir direkt vom Wasser umspült, mehrere Wochen wohnten und schliefen. Mehr als fünf Jahre war das nun schon her und auch damals, machte mir ein zu dieser Jahreszeit außergewöhnlicher Sturm, die Kraft der Elemente bewusst. Schon damals sprachen die Elemente zu mir.
Immer wieder offenbarte sich mir die Natur, gepaart mit Ihrer Gewalt und den Gedanken an meine Vergangenheit. Aber auch mit dieser Gegensätzlichkeit, dies vereinte eine gewaltige natürliche Erfahrung, die mir das gegenwärtige Leben, erst lebenswert machte. Es war stets eine aus der Dunkelheit gewonnene Erfahrung, mit der Offenbarung zum Licht des neuen Tages.
Diese lichten Situationen, die mir meine Daikini mit ihrer Heilkunst und ihrem Energietanz so besonders aufmerksam zu geben vermochte, ließen mich die finsteren Stunden durchstehen. Wir beide waren Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Yin und Yang, Iatrik und Iatro, Kräuter-Fee und el brujo – Hexe und Dämon!
Andererseits aber dann diese vorgeblich bösen Dämonen, die Besitz von meinem Körper ergriffen, weil er sich geschwächt von den gegenwärtigen gesundheitlichen Einbußen, dagegen nicht mehr zu wehren wusste. Mein äußeres Erscheinungsbild litt unter dem innerlichen Debakel dermaßen, sodass auch Freunde und Bekannte in mir den Sensenmann sahen und mir gegenüber auch verbal zum Ausdruck brachten.
“Ray, du siehst buchstäblich aus, wie der Tod ...” hinzukam, dass ich innerhalb von wenigen Wochen, 8 Zähne verlor. Acht Zähne in nur einigen Wochen. Mein bisheriges Leben im Achterbahnverlauf des Geschehens konnte ich nicht beiseiteschieben. Denn EIGHT (8) war auch mein bisheriger Künstlername, bei schriftlichen Arbeiten, den ich benutzte, wenn ich zum Beispiel für meinen alten Freund MALA und seine Galerie Maria, oder seine philosophische Praxis und seinen d’ ART e.V. und dessen “Kunstburg-Jornal”, Kommentare zu seinem Schaffen verfasste.
Ich hatte zu meinem mir selbst gegebenen Namen, dr ray eight, sogar eine schriftliche Erklärung verfasst, die unter anderen Umständen geschrieben, als Doktorarbeit gewertet worden wäre. Aber in der Gewalt der staatlichen Verwahrung des Strafvollzuges Tegel (meiner Klausurfakultät), die mir damals nur zu meiner geistigen Freiheit diente, um die Tage der inquisitorischen Vollstreckung (wie ich es nannte und empfand), für mich erträglich zu gestalten. So lernte ich, mich auch in einem Dreckwasserabfluss noch “FREI” zu fühlen. “Moksha” eben – mit dem täglichen Gebet zur Befreiung. Ich, debtor (dr = Schuldner) mit Wu-wei-Allüren. So zeichnete ich für mein Schaffen und Arbeiten mit dieser Titulierung.
Mein Verhalten vor nunmehr 22 Jahren war schon, ohne Frage, als ungebührlich und anmaßend, also sehr „insolent“ zu bezeichnen. Aber meine Egozentrik ermöglichte mir das Überleben im Knast. Das heutige Ergebnis daraus schien „inkurabel“ zu sein, da das HIVirus als unheilbar bezeichnet wird. Ich möchte dies belachen und lache dabei mich selbst aus, wenn ich nicht den richtigen Zeitpunkt zum Lachen abwarte und zum Schluss niemand mehr weiß, WER nun über WEN lacht. Ich dann für mich Selbst und meine lebendige Gesundheit nicht mehr solvent bin. Oder wie ist das zu verstehen, woraus sich vor 22 Jahren das dr (debtor/Schuldner) ergab? Ohne Titel verschuldet bis über beide Ohren? DR (aber auch D von Dasty & R von Ralf (Ray /R€Y) - diese zwei Buchstaben standen in einem englischen Wörterbuch zu dem Begriff des Schuldners. Ich fühlte mich schuldig und war auch gleichzeitig ein Schuldner, der nach Rache strebte und Revanche verlangte. So hatte ich damals eigentlich beschlossen, nach meiner Inhaftierung als Dr. Ray Eight zu fungieren. Mit Kurzzeichen für den Schuldnertitel dr und dem heutigen REY, was im Spanischen auch König heißt. Wie ein "König" des Achterbahnfahrens kam ich mir oft genug vor. Hoch und runter - runter und hoch …
Da dies Bestreben mir angemessen zu meinem Leben erschien, hatte ich es zu meinen schriftlichen Arbeiten, zunächst als dr ray eight umgewandelt. Mit diesem Pseudonym wurden auch zahlreich Bilder einer “Arte povera” Ausstellung von MALA, in der Galerie Süssmann dokumentiert.
Ein falscher Doktor, der sich selbst nicht helfen kann, benötigt in der Gegenwart heilende Hände, die, die Kunst des Heilens verstehen. Es erschien mir, als ob ich in meiner eigenen Sackgasse gefangen war und ich konnte nur dankbar sein, dass ich meine Daikini (von Dakini & I A Trick) getroffen hatte. Sie erfüllte das mir Fehlende, mit ihrer hingebungsvollen Pflege. Mehr konnte ich momentan gar nicht verkraften, geschweige erwarten.
Denn ich fühlte mich angekettet an eine Untergrundbahn und mein Gedanke galt den nunmehr auch schon fast 3. Todestag von Allen Ginsberg. So wie meine Gesundheit in rasender Fahrt beendet schien, so klang mir sein “holy, holy, holy” in den Ohren. Dieses Poem der Flower Power Generation, das Versöhnung verheißend eine Heiligsprechung an die Sonne, hinauf ins Licht, einen Friedensschluss mit dem Leben zuließ: “Holy the supranatural extra brillant kindness of the soul!” … heißt es da.
Die rasende Fahrt meines kurzen irdischen Daseins zeigte mir, im Vorbeifahren, noch einige Stationen meines erfüllten Lebens. Jedoch was hatte ich schon für Vehementes zurückgelassen? Doch nur eine persönliche Achterbahnfahrt der emotionalen Aufwühlung.
Die Mutter meines Sohnes meldete sich mit erneuten Beleidigungen und klärte mich nach 29 Jahren darüber auf, dass ich wohl gar nicht der Vater des Jungen sein soll. Ich war gar kein Dämon, sondern nur ein Clown? Der Depp der Saison - oder der Narr der Liaison – ein noch lebender Narr des Lebens?
Auch alle anderweitigen Verurteilungen meiner angeblich kriminellen Existenz deuteten die Situation in diese Richtung, nur eine Farce einer Geschichte zu sein. Wessen Geschichte - wirklich die meiner Eigenen? War ich wirklich komplett richtungsbestimmend für mein Dasein? Stets und immer? Ja, das ist schon alles nur ein derbes Lustspiel ohne entsprechende Selbstinszenierung. Oder doch? Eine Illusion?
Was war aber in dieser unspektakulären Phase des nahenden Todes, mein Leben noch wert? Konnten mich die Lustspiele noch aufbauen und zum Lachen bringen? Ich hatte Lust auf das Spiel, das Leben genannt wird, und wusste nicht, wie die Lust darauf zurück zu gewinnen war. Eine wirklich apokalyptische Vision meiner zukünftigen Entwicklung hatte ich vor Augen. So wie ich in den letzten Wochen und Monaten bzw. Jahren abgebaut hatte, hieße das, ich müsste mich noch einen Moment quälen! Aber ich war doch versorgt und verwehrte mich noch nicht einmal mehr gegen die Schulmedizin. Also musste es sich ja bald alles ändern - wenn irgendetwas zu helfen versprach.
Den Tod zu fürchten hatte ich eigentlich längst verlernt. Glaubte ich jedenfalls, nachdem ich ihm doch schon unzählige Male ins Angesicht geschaut hatte. Denn bei meinem Experimenten auf individuell, persönlicher Wissenschaftsebene, hatte ich in meinem Leben verschiedene Gifte ausprobiert. Ab einer gewissen Grenze haben sie alle toxische Wirkungen und können ab da dann nur noch aufzeigen, wie das Sterben ist. Dabei führten Tablettenkombinationen ebenso wie Kokain, Stechapfel, Tollkirsche und Fliegenpilz in Überdosierung, die mir den Tod verdeutlichten und mich mehrfach über den Rand der Lebendigkeit hinaus, auch klinisch, den Tod selbst erleben ließen, in irrsinnige und fantastische Situationen.
Das waren aber jeweils nur Kurzepisoden, die mir einige Tage später, oder Wochen danach, außer der erlebten Reise in das Jenseits, keinerlei nachträglich spürbarer Schäden einbrachten. Und so hatte ich es schon erlebt, wie es auch die verstorbene Esoterikwissenschaftlerin Frau Kübler-Ross, ausführlich und intensiv in ihren Büchern beschrieben hat.
Dabei war ich in Grenzgebiete der unwahrscheinlichsten Abenteuer gelangt, die mir sogar immer noch sehr angenehme Erinnerungen verschaffen. Allein nur das Trockendelirium eines Alkoholentzuges, vor nunmehr fast 30 Jahren, vermittelt mir auch heute noch, nachhaltige furchtbare Schrecken des Grauens. Das Schlimmste was ich erleben musste, ist und bleibt der Alkoholentzug (neben Methadon). Puuhhh ... das mag gar nicht erzählt werden - und da wundere ich mich über meine Träume?
Nur ähnlich erschreckend war einmal, die versehentlichen Einnahmen von Strychnin und Domestos. Diese, neben Alkohol und Methadon, konnten mir ein schmerzhaft, leidvolles totalitäres Sterben verdeutlichen und sind in der Erinnerung dermaßen furchtbar, sodass sie nachhaltige Angst und Schrecken verursachen. Aber jede andere Reise in das Jenseits, die jede auf ihre Weise eine unterschiedliche Transformation des Lebens ist, mit transzendenten Charaktereigenschaften des Sterbens behaftet, waren unwahrscheinlich fantastische Erlebnisse, die mich direkt in die Pyramide des Lichts und der Erkenntnis führten.
Ich hatte auch Kant gelesen, der mir schon in früher Jugend zur Erkenntnismöglichkeit vieler Erfahrungen verhalf. Existenzielle Bedrohung erlebte ich selten. Aber neben den unterschiedlichen Wahrnehmungen der göttlichen Schöpfung, konnte mir das Universum keinen Horror suggerieren. Strafanstalten, Alkohol und unser Wintermärchen, waren die schrecklichsten Darstellungen der Bedrohung mit „Vernichtung“ … Und das war alles irdisch - und das andere?
Ich dachte, dass es ansonsten nichts mehr gibt, vor was ich mich zu fürchten hatte. Jedoch nun kam der Ausbruch meiner HIV-Infektion mit einer opportunistischen Infektion und wie ich später erfuhr, damit einhergehend auch mein Führerscheinentzug. Im Nachhinein betrachtet, hatte mir das Schicksal wieder absolut alles in einen Verdauungstopf geworfen, an dem ich zeitweilig zu ersticken schien.
Aber auch Offenbarungen und die vier Gesichter des Universums wurden mir bewusst verdeutlicht. Denn existentiell war das Sterben als solches gar keine Bedrohung, sondern so wie ich es bisher erlebt hatte, nur eine Erweiterung des Bewusstseins in eine lichte, helle strahlende Dimension der Glückseligkeit. Die ebenfalls und selbstverständlich auch dornenreich gepflastert ist. In der Fülle des Geistes ohne irdischen Körper zu SEIN, ist wie ein verschwimmen in der Unendlichkeit des Dahingleitens - gemeinsam mit Seele und Geist im Bewusstsein!
Diesmal kam aber noch der langsame körperliche Zerfall hinzu, mit dem schrittweisen Bewusstsein des Todes. Ich konnte mich auch über Besuch von Bekannten und Freunden nicht mehr freuen und wollte am liebsten keinen sehen. Darüber allerdings in diesem Stadium nachzudenken, war ziemlich überflüssig, denn es hatten sich bis auf einen alten “Freund” bereits sowieso alle Menschen abgewandt und verabschiedet.
Es kam sogar soweit, dass bei einem Besuch aus Berlin, mir vorgehalten wurde, dass das von mir geäußerte, nur dramaturgisches Theater sei. Da ich durch meinen braunen Teint mit guter Farbe der Sonneneinwirkung auf der Haut, mehr oder weniger gebräuntes Aussehen auf meinen Knochen also, dem Besucher Gesundheit signalisierte.
Auf ernsthafte Gespräche wurde des Weiteren gar nicht eingegangen, was mich noch mehr verletzte. Aber andererseits ist es auch etwas verständlich, denn wer will sich mit Krankheit, Tod und fremden Träumen beschäftigen, wenn man/frau im Urlaub, auf die Vergnügungs- und Partyinsel Ibiza fliegt? Oder diejenigen die sowieso unbefangen und entfesselt hier leben, die interessiert das alles auch nicht so. Aber alle mystischen Erlebnisse beschert einem die Natur hier sowieso meist nur in den Wintermonaten. Die Besucher sind davon natürlich weit entfernt.
Ich wollte das alles gar nicht mehr recht sehen können und hatte meine Arbeit mit Träumen und Zahlen, Traumsymbolen und Traumtherapie - doch zunächst nur für mich selbst nachzuvollziehen, damit eine bessere Selbsterkenntnis möglich ist, musste ich aus der bisherigen Erfahrung gewisse Dinge umsetzen lernen.
So sehe ich es jedenfalls ebenso, wie es auch die ca.18-jährige Erfahrung von G. Feyler überzeugend bestätigt. Träume sind eine Art Probebühne für unser Verhalten. Sie stärken aber auch unsere Gedächtnisleistung, sowohl im Speicher- als auch die Abruffähigkeit. In Zahlen wie in Träumen liegen unsere Lebensmuster die uns aktiver, aber auch ruhiger und erfolgreicher und im Prinzip kommen wir uns so dann selbst auf die Schliche. Nach Feyler lässt sich in Seminaren darüber in fünf Stufen lernen, wie Träume zu deuten und mit ihnen umzugehen sind:
1. Träumen erinnern – aufschreiben, malen oder auf Band sprechen
2. Traumdeutung
3. Klarträume - wir beeinflussen aktiv den Trauminhalt
4. Zukunft träumen
5. Seelenreise
So lassen sich rätselhafte Traumbilder aufschlüsseln und in geomantische Zahlenverbindungen umgewandelt, ergeben sie feste Muster aus selbst gemachten Erfahrungen, Bestimmungen und Voraussagen.
Ich lernte das Geheimnis des Gebetes und suchte die Einbindung in das Ganze: zwischen Erdmitte und der inneren Polachse also, bis hin zum Zentauri. Für mein Begreifen der Verhältnisse der äußerste Punkt im Universum. Ich wusste, dass nur wenn diese Schwingung im Gleichklang schwingt, kann überhaupt eine wahre Verbindung und somit eine Heilung im Gebet erfolgen kann. Daraus beziehen Heiler ihre Energie fürs Handauflegen. Auch damit hatte ich mich aufs intensivste beschäftigt und diese Thematik studiert, da ein Freund das Handauflegen beherrschte und gegenwärtig nicht mehr praktizierte, wir uns aber darüber häufig unterhalten hatten.
Ich musste mein bewusstes Sein zentrieren, meine unpässliche, schlechte Verfassung ignorieren und das Heil suchen, um mit der Kraft des Wortes und des Geistes, meine Gesundheit zu stimulieren. Da hatte ich noch soviel zu lernen - oh, oh. Denn auch wenn ich das eine und andere schon kannte, die Verknüpfungen zwischen irdisch/kosmischer Schwingung, dem Wort zum Geist - woraus Gebet und Tat entstanden, das bekam ich noch nicht in die Realität des Handelns verknüpft. Einzeln zwar verständlich, jedoch real zusammen praktiziert, ist es eine komplizierte Angelegenheit und ohne ständige Übung und Arbeit an sich selbst; kein aktives Bestreben und ziemlich erfolglos.
So wie in der heiligen Schrift stand, war zuerst das Wort und erst die Macht des Geistes, kann daraus Taten folgen lassen. Ich kannte längst diese Kraft der natürlichen Energie, wo die Ableitung aus dem Allgemeinen aus dem Besonderen, Methode und Gesetzmäßigkeit dann schlussfolgern lassen. Das wäre auch bei mir kein Einzelfall oder Wunder, sondern nur die Resonanz meines Geistes, mit der entsprechenden Reaktion der Schöpfung. So konnte ich jedenfalls über die Elemente kommunizieren - das kannte ich schon.
Es gibt keine Wunder, außer, das des Lebens, auch wenn man/frau sich häufig genug zu wundern hat, ist doch ein Wunder, wie es von der Masse gerne gesehen wird, völlig absurd. Denn es gibt für mich nur folgerichtige Entscheidungen, aus den Folgen des richtigen und notwendigen Denkens. Die Ursache für endgültige Entscheidungen, ist das jeweilige Handeln zuvor. Mit anderen Worten, wenn ich mich mein Leben lang schweinisch, brutal und rücksichtslos verhalte, kann ich nicht erwarten, wie ein König oder Kaiser empfangen zu werden.
„… tja – und diesmal musste ich mich wohl erst an der Pforte zum Jenseits anmelden. Aber Warten war nicht mein Ding und meine körperliche Verfassung machte mich sehr ungeduldig. Ich kann so was einfach nicht leiden. So half mir mein Beten, um nicht vom Himmel angenommen zu werden. Denn ich fühlte mich noch nicht so weit. Oder besser gesagt: Schon die Tatsache, dass wir uns überhaupt einen Gott ausdenken, der ausgerechnet für all das verantwortlich sein soll, was wir uns nicht richtig erklären können, der ausgerechnet an diesem oder jenem Ort des Universums nichts anderes zu tun haben soll, als unser persönliches Schicksal zu lenken und bestimmte Auswirkungen von Katastrophen zu beobachten, zeigt die maßlose Überheblichkeit der Ameise Mensch, die den Rand ihres Ameisenhaufens bereits als >Weltenall< bezeichnet.“
Ich glaube ganz gewiss, dass daraus schon hervorgeht, wie absurd in den meisten Fällen auch Schuld-, Karma- oder sonstigen Theorien sind, ganz abgesehen von den angeblichen „Unschuldigen“ und „Guten“ Wesen, denen dank „Gottes Hilfe“ keine Berührungen mit den zufälligen Kräften des schöpferischen Weltgeschehens bevorstehen sollen. Es sind dogmatische Konservative, die uns diese Muster auferlegt haben und die es für ihre eigenen Zwecke für sinnvoll erachten, wenn eine genügend große Masse an menschlichen Wesen den kirchlichen Aberglauben vertreten, glauben und sich nach ihm ausrichten. Ein völlig falsches Muster einer längst überholten Zeit. Denn wir selbst sind die Schöpfung von Gut und Böse, Gesundheit und Krankheit und all den anderen Dingen, die uns im Leben begegnen. Wir müssen nur wachsam sein und mit mehr Achtsamkeit die allgemeine Schöpfung registrieren, um aus unserer eigenen positiven Kreativität schöpfen zu können.
Denn uns hilft schon längst kein Gott mehr, uns unsere Welt zu erhalten …
Was hieß hier - was zu akzeptieren? Denn zu tolerieren hat man/frau im irdischen Dasein doch so gut wie alles, aber akzeptieren, da kann ich nur das, was mir auch wirklich entgegenkommt und einen respektablen Inhalt hat - und zu beten war für mich eine völlig neue Form.
Zunächst musste ich aber mit meinem rationalen Verstand und als öffentlich deklarierter Verbrecher, erst einmal Verschiedenes konstatieren. Feststellungen der Vergangenheit kamen mir in den Sinn, Zentauri, Zentralisieren, Zen-Buddhismus und die folgerichtige Parallel-Achse, ist daraus die Meditation. Wenn die Begriffsauswahl zu verwirrend, dann muss mit den Begriffen meditiert werden. Ja, Meditation ist ebenfalls eine Form des Gebetes. Yoga kannte ich und Meditation auch, aber diesmal war das nicht so oberflächlich zu betrachten, wie ich es gewöhnt, war anzugehen. Meine Gebete waren echt und verbindend.
Geistige Vertiefung erhielt ich von meinem alten “Freund” MALA, dem Mitbegründer auch vom Tacheles in Berlin, der mir über SMS (smal-massage-service) per Handy buddhistische Verse und christliche Psalmen sandte. Nicht zu vergessen meine Frau, meine Dasty Daikini, die sich selbstopfernd und hinreißend um mich kümmerte.
Nun musste ich nur noch die Worte zu Papier bringen und dem Inhalt etwas Geistigkeit verschaffen, was sich wiederum nur mit dem Umsetzen der Tat entfalten lässt. Ferner hatte ich immer wieder meine Inspirationen - die sich in einzelnen Wörtern, Fremdworten und Gedankenblitzen ausdrückten und vor meinem geistigen Auge erschienen. So lassen sich Worte zu Gebeten formen und in der Tat des Gebetes liegt das Tun, was sich zuvor des Wortes bediente. Ja - puh, so ist es wohl reine, kreative Inspiration! Eine Geistangelegenheit - ohne Intelligenz? Außerirdischer Intelligenz, da wir gar nicht von hier sind? Was ist das für ein Input!
So wie alle Verbrecher es fürchten erkannt und erwischt zu werden, musste ich die Dämonen, die von meinem Körper Besitz ergreifen wollten, mit dem universellen Geist vertreiben. Aber wie ich sie natürlich auch zu fürchten hatte, so konnte ich sie auch lenken und beeinflussen.
Aber zunächst wurde ich durch die Endgültigkeit der Situation geschreckt. Bisher war mein Leben Veränderung und nun schien es endgültig festgefahren. Eine Bewegungslosigkeit, die mich nieder-, und festhielt. Das konnte doch nicht die Unendlichkeit des Seins gewesen sein? Hier wollte doch die universelle Energie, mir anhand eines Exempels, Aufgaben und Erkenntnisse weisen, damit sie an mir statuiert werden. Ich musste wohl noch verschiedene Darstellung für das wahre Menschsein durchleben.
“ICH WILL LEBEN ...”, - schrie ich in den Himmel hinauf und wusste, dass jeder Wille einen Gedanken voraussetzt und der ist wiederum geistig. Der Geist ist unser Maschinist unseres menschlichen Körpers, der schien jedoch eingeschlafen oder anderweitig überfordert. Meine Willensstärke verlangte aber von den Organen meines Körpers, Hochleistung und Überstunden. Zu denen ich nicht mehr fähig schien - aber doch unbedingt noch Willen hatte. Es war absolut alles nur noch eine einzige Tortur und verlangte ein Übermaß an Kraftanstrengung.
Dank meiner Daikini, konnte diese Willensarbeit noch durch eine gute Auswahl an Kräutern und bekömmlichen Nahrungsmitteln, in der Kraft und Wirkung verstärkt und gefördert werden. Sie wusste auch, dass die Willensenergie, die in Mut, Hoffnung, Vertrauen und Freudigkeit zum Ausdruck kommt, daher auch stets das beste Heilmittel bei Krankheiten ist - was mir völlig einleuchtete.
Ja - dies schien zwar auch mir bewusst, jedoch aus den Erfahrungen meines Lebens verstand ich eigentlich Willenskraft, im Form von “gewaltiger Härte” zu formulieren. Auch wenn mir positive Bilder zu visualisieren bekannt waren, dienten sie mir doch meist nur dazu, meine materiellen Wünsche zu verwirklichen, oder die Zeit zu überbrücken, um ein annehmliches Wohlbefinden von Freiheit, mir persönlich zu verschaffen. Letztendlich waren alle meine Träume, die ich mir mit Bildern zu visualisieren verstand, in Erfüllung gegangen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit. Und nun? Konnte ich dies auch mit meiner Gesundheit tun - Visualisierungs-Arbeit leisten und Schöpfungsvertrauen aufbringen?!
Im Großen und Ganzen hatte ich stets meinen Willen durchzusetzen verstanden und ich hatte meine Kraft dazu, aus Extremsituationen gewonnen. Denn den Willen kann man/frau, so wie den Körper trainieren. Es muss sich nur stark genug konzentriert werden, so wie man/frau will, ist Mann/Frau sich dann seiner Sache mächtig - da dies von Macht kommt. Noch über den gewollten Gedanken hinaus, über seine Stimmung und seinen Willen und seinen Körper, hat sich dann Energie zur Umsetzung gesammelt, die dann über das Wort dessen Handlungen als Tatbestand folgen lässt. Energie des geistigen Wortes ist zur Schaffenskraft geworden.
Es ist mir bekannt, dass nur Willensschwäche, Mutlosigkeit, Angst und Verzagtheit dazu führen können, sozusagen “Murphys Gesetz” in Kraft zu bringen und sich als vom Pech verfolgten zu fühlen. Das kannte ich aber bisher eigentlich überhaupt nicht, da ich auch aus Misserfolgen meine Erkenntnis und einen gewissen Erfolg zog.
Aber ich konnte mich zu diesem Zeitpunkt, nur noch auf das Wesentliche konzentrieren und da ich vom Verstand her ein mathematischer Geist bin, wollte ich vielleicht auch anhand der Numerologie über mein so genanntes Schicksal bescheid wissen. Auch wenn mir die Energie dazu fehlte, wollte ich mich doch über die Kurzdeutung der Zahlen, wie es aus dem Kabbala bekannt ist, abermals informieren. Ich hatte es bereits vor 25 Jahren probiert und war nicht weiter gekommen, aber nun?
Ein ehrliches und umfassendes Arbeiten mit Zahlen, setzt schließlich ein langwieriges Studium voraus und einen Lehrmeister, der einen in die tiefen Gründe der Geheimlehre einführt. Ein Einblick ist selbstverständlich keine Kenntnis durch Studium und kontinuierliche Arbeit. Es setzt jedoch voraus, dass das Interesse dann die wissbegierige Wahrnehmung aufnimmt.
Eins ist Wille
Zwei = Wissen
Drei = Ehe / Gemeinschaft
Vier = Tat
Fünf = Religion
Sechs = Versuchung / Sexus
Sieben = Sieg
Neun = Weisheit
Elf = Spirituale Macht
Zwölf = ´ Sühne / Opferung
Dreizehn = Transformation
Die ZEHN ist der Wechsel des Glücks - die ACHT heißt Gerechtigkeit und steht für mein Leben. Aber was war nun die 8 in meinem Leben? Die Acht steht für < G-E-R-E-C-H-T-I-G-K-E-I-T > und ich erkannte, dass damit des Pudels Kern getroffen wurde. Von jeher vertrat ich den Standpunkt, dass sich kein irdisches Wesen über mich erheben kann, oder geschweige das Recht hat mich zu verurteilen. Ich bin nur einer einzigen Instanz gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet – die ist aber nicht weltlich. Trotzdem weiß ich mit dem Irdischen umzugehen und muss nicht selbst erst Gesetz spielen - mich der Anmaßung und Überheblichkeit überantworten. Nein, das ist es nicht, wofür und weshalb uns das Leben gegeben wird - es ist wegen der Liebe!
Daraus auch meine Erkenntnis in der Vergangenheit, dass das mit mir so häufig absolvierte Verfahren der Beurteilung, schon in sich selbst nicht rechtens ist, da es mich zum nächsten Schritt geradezu zwingt - und ohne Liebe keine liebreizende Resonanz erfolgen kann. In meinen Augen ist jede Diskussion und Verhandlung darüber nur eine Farce. Folgerichtig auch die “ACHTERBAHN” meines Lebens, die mich durch alle Höhen und Tiefen führte.
Ja, die 10 ist der Wechsel des Glücks. Damit wusste ich, dass das bisherige Glück, welches ich zum Leben mehr als genügend strapaziert hatte, zukünftig nun in den Glauben umdefiniert werden sollte. Die Quersummenzahl unserer Eheschließung war die Zehn. Vier, die Tat verlangte am 10.01.00 den Rauswurf meines Jungen. Es folgen 1 = Wille / 2 = Wissen / 3 = Ehe/Gemeinschaft / 4 = Tat / 5 = Religion / 6 = Sexus/Versuchung / 7 = Sieg / 9 = die Weisheit usw. etc. pp.
Ferner werden im Kabbala 22 Zahlen, für 22 Buchstaben verwendet und ich, ich hatte wahrhaftig nicht die Geduld und das Interesse, mich tiefergehend in dieses Wissen, in meinem Zustand jedenfalls einzuarbeiten. Es ist unbestritten eine Wissenschaft für sich. Hier und Jetzt musste ich nur leben und wieder von den krankmachenden Dämonen befreit werden. Da galt nur der Wille, das Wissen darüber, die Tat, also das nötige Handeln dazu, um mit Weisheit zum Sieg durch Geduld zu gelangen - die kleine tägliche Achtsamkeit also.
Zum Sieg über das Leben und die übrige kabbalistische Philosophie, die überließ ich einfach denen, die auch die notwendigen Umstände der Situation dazu vorfanden, um sich intensivst mit dieser Wissenschaft auseinander zu setzen. Mein dahinsiechendes Leben war dafür zu kurz. Eigentlich schade, aber wahr.
Ich musste mein jetziges Wissen, in die zukünftige Tat umsetzen und nicht wie ein alter Greis, die Umstände auf mich einwirken lassen. Dazu war ich einfach noch zu jung – auch wenn JUNG mit fast 50 Jahren übertrieben klingt. Aber aus Überzeugung konnte ich wu-wei-mäßig nicht das Leben abtun, da galt es zu kämpfen.
Kabbalistisch wusste ich nun, es heißt:
>NUTZE DEIN SCHICKSAL WIDERSTREBE IHM NICHT!<
NOT = NAUT; Norm, der Schicksalszwang, Notgesetz der Normen, dass sie nötig gesetzt haben aus der Vergangenheit in die Gegenwart, für Zukünftiges, allen Hader schnell schlichtend als Folge auf der Ferse – im niederen Sinne: Verlust hochsinnig: der Gerechte - Ablauf der Zusammenhänge und die Rune der großen Notprüfung des indischen Karmas die Kausalität alles Geschehens, der Strich durch die eigenwillige Rechnung nach unten zu in irdisches Unheil - nur Affirmationen können dem entgegenwirken und die wäre in meinem Fall:
Affirmation: “Nutze dein Schicksal, widerstrebe ihm nicht!”
Das Gebet war eine gute Energieübung und Meditation zur Entwicklung von Intuition und Kreativität. Ferner gab es mir den Raum, die Anregung also, zur Entwicklung eines konkreten eigenen Lebensprojektes.
Auf Grund meines körperlichen Zustandes war ich sozusagen dahingehend verdammt, meine geringfügigen Kräfte einzuteilen und mich mit der Technik des effektiven Erledigens, durch “LIEGENLASSEN” zu beschäftigen. Eben wu-wei-mäßig. Bisher wollte ich eigentlich immer “ALLES” und alles zugleich, nun musste ich die Dinge auf mich zukommen lassen.
Dieser innere und äußere Druck, der mir von den gesellschaftlichen Bedingungen bisher vermittelt wurde, “dass ich eine bestimmte Verkörperung” zu vertreten hatte, der Verpflichtung dem Irdischen gegenüber, musste mit der Erkenntnis für die Unendlichkeit weichen. Es sind Stressfaktoren, die KRANK machen. Ich musste lernen, die krankmachenden Energiefresser in Energiespender zu kumulieren. In der taoistischen Lebenskunst “TUN durch NICHTTUN” wird dazu der WU WEI Meister angerufen. Wen sollte ich rufen - mich? Anrufen?
Ach – in meinem Register des Handys, fand ich so auf die Schnelle, leider keine passende Nummer. Schade, ich musste selbst was tun und konnte nicht arbeiten lassen. In meiner Situation stellte das ein echtes Problem dar. Das Beten und die Natur mussten mir helfen – aber, MÜSSEN – müssen tun diese zwei Faktoren des elementaren SEINS nun schon mal gar nichts.
Ich glaubte mit der Magie, diesen Fakten begegnen zu können. Denn für wen oder was, hatte ich den Namen RAY- (-leighsche Strahlung) mir auserkoren? Rayleigh, oder so ähnlich hieß ein Engländer, der entdeckt hatte, dass der Einfallswinkel des Lichts über den Horizont, unserem Auge durch Sehen erst in Farben und Kontur verdeutlicht wird - durch den Einfallswinkel des Lichts also, erkennen wir Farben und Dreidimensionalität. Also, ein gewisses holografisches Erkennen. Kurz gesagt, wir können die Farben nur durch das Licht erkennen. Ohne Licht wäre unsere Welt grau.
Diese Magie des Farbspektrums ist in vielen Dingen sowie auch im strahlenden weißen UR-Licht, das den Regenbogen signalisiert, enthalten. Zuerst die Homosexuellen und Lesben, dann auch HIV und AIDS-Verbände sowie Bewegungen haben sich die Regenbogenfarben auf die Fahnen geschrieben und daraus soll im tieferen Sinne, eine bewusste oder unbewusste Stimulans zum Leben, “zu leben & lieben” erfolgen.
Die Magie der Farben des Regenbogens, ist eine aus sich selbst wirkende Strahlenkraft. Die Farbenlehre hatte bereits Goethe schon erwähnt. So enthält die weiße Magie auch das Spektrum aller Farben. Diese können wiederum heilen. Schwarze Magie ist dagegen wesentlich hilfloser, da die Kräfte des Lichts hierbei nicht zum tragen kommen können. Im Dunkel der Nacht kann mit Schattenwesen weniger vollbracht werden, als mit lichten Gestalten. Nur Licht und Farben heben dich zum Krieger des Lichts und zum Engel der Barmherzigkeit.
Meine Daikini beschäftigte sich zeitweilig mit dem Kartenlegen und der "Weißen Magie" und konnte mir deshalb auch Auskunft zu meinem Namen, im zahlenphilosophischen Sinne geben. Das Ergebnis ist: die Katastrophe!
Zahlenphilosophisch erfasst, bedeutet aber jede Katastrophe, die uns trifft, dass sie zu einer inneren und auch äußeren Umwandlung führt. Auch festgehalten in den Horoskopen der Kulturen. Ob keltische, chinesische Horoskope, oder indische Astrologie bzw. indianische Tierkreiszeichen. Sie verbinden und haben Linien zu unserem Leben.
Numerologie, Zahlenphilosophie und Astrologie sind eng miteinander verbunden. So wie überhaupt alles auf diesem Planeten, eng mit dem Universum verbunden ist und in seinem Zusammenwirken, nicht unterschätzt werden sollte. Der einzelne Glaube daran, ist dann die Macht des Geistes, der mit Wissen gefüllt, unsere menschliche Aufgabe auf Erden festlegt.
In Studien wurde nachgewiesen, dass die Überaktivität und kontinuierlich menschliche Lebensvitalität die gesamte Erde, in der elementaren Energie mehr belastet, als wenn sich mehr Menschen der Meditation und Yoga-Ausübung hingeben würden. Das Inne-Halten und sich besinnen, beim Nichts-Tun, bringt die energetische Aufladung auf der Weltkugel besser in Balance. Demgemäß wäre auch ein geistiges Haushalten mit Bewegung und Energie, statt mit bewegenden Gegenreaktionen auf verschiedene Handlungen zu reagieren, eine wesentlich vernünftigere Variante. Eine versöhnlichere Geste ist deshalb auch Sanftmut. Denn wenn weniger Energie verbraucht werden würde, dementsprechend geringer ist die Reaktion darauf und so ließe sich die Erde ausbalancieren. Kurz gesagt: Faulheit nützt der Menschheit mehr, als Fleiß. Mit zu vielen Aktionen lässt sich keine Ruhe finden und das wirkt sich sogar global aus. Also werde ich mich mal um Yoga und Meditation kümmern müssen.
Optometrie und bewährte Corbett-Bates-Augenmethoden wird es genannt, wo auch ferner Naturkräuter helfen können. So erfuhr ich, dass kontinuierliches Training meist eine erstaunliche Verbesserung des Sehvermögens zur Folge hat. Sehr häufig kann man/frau dann auch noch eine sehr lange Zeit ohne Brille auskommen. Wie bereits längst nachgewiesen, lassen sich mit Übungsprogrammen nicht nur die Kurz- und Weitsichtigkeit verbessern, sondern sie helfen auch bei anderen Sehproblemen wie Fusionsschwierigkeiten und Astigmatismus. Dabei öffnen uns Hinweise über die Wirkung von künstlichem Licht, Fernsehen, Drogen und Ernährung buchstäblich die Augen darüber, dass wir selbst viel für gutes Sehen ohne Hilfsmittel tun können.
Damit der Sehvorgang zustande kommen kann, wird Licht von der Sonne oder einer künstlichen Lichtquelle und ein funktionierendes, dieses Licht aufnehmendes Nervensystem benötigt, das durch die Lichtenergie stimuliert wird. Wir sehen nicht den Gegenstand, sondern nur das von seiner Oberfläche zurückgeworfenes Licht - und im Gehirn werden dann die Bilder erstellt, die wir aus unserem Kulturkreis mit unseren persönlichen Realitätsfenstern her kennen. Die meisten Gegenstände absorbieren nur ganz bestimmte Wellenlängen, während sie andere reflektieren. Wenn beispielsweise ein Objekt rot absorbiert, nehmen wir es blau war. Wenn ein Objekt ganz schwarz ist, absorbiert es alles Licht, was wir als Fehlen von jeglichem Licht wahrnehmen. Wir sehen also in einem gewissen Sinne stets die entgegengesetzte Farbeigenschaft eines Objektes, jedenfalls nicht die Farbeigenschaft, die es eigentlich enthält.
Ferner gab es auf den Gebieten von Forschung, Wissenschaft und Technik die Erkenntnis, dass alle Bilder einzig und allein in unserem Gehirn entstehen. Geprägt von unserem Kulturkreis und den damit verbundenen Realitätsbildern formen wir alle Gestalt, die durch die Nerven des Sehzentrums bestimmt werden. Da ist zunächst das Erlernte von Farbe, Bewegung, Form und Tiefe ausschlaggebend. Da genügt allein ein gesundes Auge nicht, um richtig zu sehen. Und die Sehrinde des Gehirns muss im Lauf der Kindheit gelernt haben, mit visuellen Informationen umzugehen. Bei manchen blind Geborenen fehlt dieses Training – und wenn sie mit neuester Technik der Stammzellentransplantation und über eine fremde Hornhaut dann doch noch im Laufe ihres Lebens wieder sehen lernen, dann hat sich schon gezeigt, dass die aus der Dunkelheit Erwachten sich anschließend das Leben genommen haben, weil sie mit dem Gesehenen nicht umgehen können.
Mit der Iatrik meiner Frau wurde ich dazu hingeführt, mir auf Grund meines Namens und dem Kabbala, der Alchemie des Lichts, sowie über die Astrologie und den Mondknoten als Schlüssel zur Persönlichkeitsentfaltung, meine hiesige Aufgabe festzulegen. Nun musste ich dies aber auch endgültig umsetzen und darüber nicht länger nur philosophieren.
Nach sieben vergeblichen Versuchen des Schreibens, jetzt der Achte (8), die Geschichte meiner HIV/AIDS Erkrankung auf Papier zu manifestieren. Damit mein Dasein nicht umsonst war und ich nun mit nicht gerade konventionellem Gedankengut, wenigstens auf geistiger Ebene, die menschliche Evolution des Wissens über die elementaren Zusammenhänge umwandele. Ohne kriminelle Allüren auf die geistig, medial, spirituelle Ebene zu finden heißt, mich bewusst meines Lebens zu erinnern und darauf zu achten (8), dass ich auch anderen zu positHIVen Erfahrungen verhelfen kann.
Meine persönlich erfahrene Ironie des Schicksals ist es, dass ich über wirklich sehr viele kreative Energien verfüge. Die benötige ich ebenso, wie auch um den Träumen und Phantasien eines jeden Erkrankten, einen Weg zum Überleben, in seiner höchst eigenen Wirklichkeit aufzuzeichnen. Denn ich kann mit meinen Erzählungen, garantiert auch anderen helfen.
Mir selbst hat es jedenfalls nun schon rund 17 Jahre, zur Verlängerung meines Lebens verholfen. An meinen eigenen Geschichten mich selbst aufzuarbeiten. Nun werde ich mich in meinen Perspektiven allerdings erweitern und erneuern müssen, um mich auf andere, neue Situationen konzentrieren können.
Iging, nennt Mann/frau im Feng Shui die Basis der 8 Tiagramme, die als Werkzeug zum Bestärken für das, was wirklich geschieht, notwendig sind. Dies dann später zu erarbeiten, ist ebenfalls eine zukünftige Variante. Jedoch an der momentanen Stufe, hatte ich mich zunächst mit den Katastrophen aus meiner Vergangenheit, mit meinem Willen und der Tat zu beschäftigen. Einst aus Verehrung zu El Fatah (Guerillagruppe der PLO), wurde ich zum Scout für die Zukunft, also zunächst ein “el brujo” (Spain). Zauberer/Hexenmeister).
Bisher habe ich aus dem Erfahrenem lernen dürfen, dass Leid, Weh und Bitternis sehr wirksame Heilmittel für Seele, Herz und Geist sind und tatsächlich auch sehr positive Wirkungen auslösen können. Wenn es uns aber erdrückt und kapitulieren lässt, dann sind wir selbst für die negativen Folgen verantwortlich. Da soll uns dann nur noch die Schulmedizin helfen können? Na, ich glaube es kaum - denn die "Krankheit" ist doch wesentlich komplexer und daher auch die Gesundheit über andere Pfade zu erreichen, als es uns bekannt gegeben wird.
Auch wer ständig über sein Leid grübelt und andauernd über Krankheit nachdenkt, der denkt also sozusagen chronisch und beschwört das Elend damit herauf. Wir Menschen müssen, egal in welcher Situation, freudig und willensmutig in die Zukunft schauen.
Mit der ideologischen Verehrung des Guerillakämpfers, so wie in meiner Jugend, lässt sich auf geistiger Ebene für die Zukunft theoretisch und praktisch gewaltsam gar nichts erreichen. Bei meinen Handlungen des darauf folgenden Hexenmeisters & Wu-wei-Weges, benötigte ich also zunächst einen “Spirit Guide”, um vorab für mich selbst ein positHIVer Scout zu werden. Ist das so richtig oder nur Beschäftigungstherapie? Könnte sich jemand anderes überhaupt in meine Gedanken und meine Geschichten versetzen?
Ich dachte Und noch etwas - also zurück und weiter:
“Bei Patienten mit Herzstillstand haben die Ergebnisse von Forschungen, mit Zusammenarbeit verschiedener Anästhesisten, Chirurgen und Psychologen dazu geführt, dass es ein neues Paradigma der Erkenntnis gibt. Die Quantenkohärenz des Gehirns ist demnach fähig, über das Leben hinaus, Wahrnehmungen des Bewusstseins mit einem gewissen Abstand zum eigenen Körper zu beobachten.”
Ich glaube, dass ich das durch meinen Virus begreifen musste und mich jetzt auf einem guten Weg, mit akzeptablem Ziel bewege. Wenn dies dann auch noch stimmt, sodass ich daran auch kontinuierlich weiter arbeite, werde ich von meiner Krankheit gesunden. Einem zeitgenössischen Ausspruch jüdischer Weisheit folgend:
“Wenn das Hirn nicht mehr mitkommt, muss man/frau mit dem Herzen denken.
Das habe ich von den Kindern gelernt und aus den Büchern der Kabbala.”
TACHELES
Für mich ist ein Gebet eine Klartextrede, die auf die Manifestation der Evolution gerichtet ist und den Menschen in der heutigen Form erschaffen hat. Mit dem Laut entstand das Wort und aus dem Wort ergab sich von jeher die Tat. In unseren Breiten auch Schöpfung genannt, ehrfurchtsvoll um das Gute auf diesem Planeten zu bitten, ist demzufolge das Resultat einer Tat, die aus dem Wort des Gedanken OM entstand, ein Manifest unseres Handelns - woraus sich auch Gesundheit und Krankheit ergeben und die Tat dann reflektieren lässt.
Mich stören an dieser Welt Ignoranz, Intoleranz, Neid, Habgier, Missgunst, territoriale Ansprüche, nationaler Fanatismus und alles andere, was Menschen zwingt, sich nicht frei entfalten zu können. Auch Rache und Bosheit sind hinterhältig sowie gemein und deshalb überflüssig. In der Psychologie werden diese Vorgänge >Kontrolldramen< genannt.
Wenn wir unsere Kontrolle über uns und in der Verbindung zu anderen aufgeben, müssen wir Disziplin aufbringen und über fixe Ideen hinausgehen, die uns in ein festes Verhaltensmuster des jeweiligen Kulturkreises drängen. So fangen wir an unser spirituelles Selbst in das universelle Sein zu integrieren und geben damit Alte, die von der Gesellschaft definierte Identität auf. Hier beginnt dann auch das Moksha.
Von nun an fällt es uns leichter, die Position der achtsamen Betrachtung einzunehmen, von der wir unser Benehmen und Verhalten in der Rolle als Mensch beobachten und alle Ereignisse auf unserem Lebensweg mit einer vertrauensvollen und verantwortungswürdigen Objektivität, in einem leicht amüsierten Sinn für das Abenteuerliche betrachten. In dieser Position können wir die Botschaften der Fügung am besten verstehen und ihnen bewusst folgen, denn dies ist die Position, in der wir am ehesten wach und einsatzfähig bleiben. Selbst in der schlimmsten Krisensituation, ohne uns wiederum mit Abhängigkeit in Alibifunktion einer “Gottes Verantwortlichkeit” zu verstecken. So werden wir zum eigenen Muster unseres SEINS!
Auf gleiche Weise wird Kritiksucht und Energiekrieg bei allen Kontrollfunktionen aufgebrochen und erst, wenn wir uns dessen bewusst sind, ist das Muster durchbrochen worden und wir können jedes persönliche Drama stoppen, bevor es anfängt. So nehmen wir dann auch erst konstant die übergeordnete Position des höheren Selbst ein, wodurch wir in unserem wahren Sein existieren können, ohne uns durch “Kontrolldramen” krank machen zu lassen.
Dabei verachte ich die Wesen, die sich dem beugen und unterwerfen, um dem Gefolge zu leisten, was sie wiederum zum uniformierten Denken und Handeln verführt. Es sind zwar auch nur arme Menschen, aber Wesen eines sehr schlechten Samens. Denn Hildegard v. Bingen gemäß, sind die Menschenkinder in drei Kategorien aufgeteilt. Aus drei unterschiedlichen Samenschalen sozusagen, stammt die Veranlagung des Menschen.
Wenn ich das auf unsere Vorstellung heutzutage umlegen will, dann sehe ich demgemäß, die einfache (auch heilende), die schöne (erfreuende) und starke (edle) Pflanzschale des Samens. Die zum einen für die Kräuter (wir nennen es teilweise auch Unkraut), zum anderen für die blühenden (Rosen, Tulpen, Orchideen usw.) Blumen und zuletzt, die starken Sträucher und Bäume, die uns die Lebenskraft alssolche symbolisieren feststehen.
Für meine Begriffe eine phantastische Aussage der Heiligen Hildegard, die mir unbewusst eigentlich von jeher, auch unter der gleichen Menschenrasse zu verdeutlichen verstand, dass ich nur zu einem kleinen Kreis von „Auserwählten“ gehören kann. Meine letztwillige Verfügung meines freien Geistes, sollte mir wenigstens ein offenes >miteinander Reden< garantieren. Aus den Umständen meiner Jugend und dem Heranwachsen, zum Atheisten und Menschenfeind erzogen, sollte ich mit gesellschaftlichen Zwängen aller positiven Hoffnungen beraubt werden und hatte mir mein AIDS-Vollbild zuzuschreiben. Ohne Frage lag das in meiner Hand - aber auch das, was ich daraus machte, liegt nun wieder in meiner eigenen schöpferischen Entscheidung der Achtsamkeit mit Kreativität von Seele und Geist.
Es ist bis heute nicht ganz klar woher und wodurch, ich diesen jetzigen Umstand der Diagnose zu verdanken habe. War es eine damalige Bluttransfusion? War es mein ausschweifendes, sexuell abwechslungsreiches Leben? Meine Experimente auf der Suche mit unterschiedlichen Drogen? Ja, der Kreis, mit dem ich zu der damaligen Zeit zeitweilig verkehrte, ist nun schon längst verstorben. Aber den Umgang, den ich damals pflegte, war überwiegend wiederum das Resultat meiner Haft und politischen Verfolgung als solches. Zusammengefügt aus meinen mir im weiteren Sinne doch „aufgezwungenen“ unterschiedlichsten Kreisen und Cliquen, die ich ausschließlich durch Inhaftierungen und fehlender Schul- und Ausbildung hatte.
Meine kontroverse Opposition gegen das System, was “MENSCHENVERACHTEND” mich mit Füßen trat, mich am Verhungern vorbei in die angebliche “Schwerstkriminalität” führte, mir jetzt schon wieder meinen Führerschein nahm und mich daran hinderte, dass ich Schule und Ausbildung absolvieren konnte. Das wurde von mir letztendlich nur mit der Glücksgöttin Fortuna und einer wahren Schar an Engeln durchgestanden - und hinterließ ganz offensichtlich Spuren. Wer wollte bei meinen heutigen Berichten jedoch noch glauben wollen, dass das aus einer nur gut 6½-jährigen Schulausbildung stammt?
Meine Erinnerungen an die Vorbilder aus der Erwachsenen-Welt waren durch und durch negativ. Meine erste Klassenlehrerin Frau Stein (geprägt von Adolf Hitler), stiftete die ganze Klasse dazu an, mich “Spiessruten-laufen-zu-lassen”, da ich keine Eltern hatte und trotzdem einer der Besten in der Klasse war. “Was nicht sein darf, also nicht sein kann!” ...So wurde ich durchgehend gehänselt und mit “Klassenkeile” belegt - ja, wahrhaftig, denn meine Klassenlehrerin handelte noch im „guten Geist“ der Nazis und da hatten Kinder zu schweigen und im preußischen Stil zu gehorchen und für das Vaterland zu sterben. Aber unehelich – das war ein Verbrechen.
Mein erster Zahnarzt zog mir einfach unnötigerweise mehrere Zähne, obwohl keine Behandlung des schmerzenden Zahns vorgenommen wurde. Meine Mutter, misshandelte mich bis zum Versuch der Kastrierung und verweigerte mir das Gymnasium, das Gitarre spielen und sportliche Betätigung im Judo oder Karate, da sie mit Ihrem “Männerhass” der Meinung war, dass das nur das Attribut von “Licht-Scheuen-Gesindel“ ist. Sind das nicht Erlebnisse, die andere Menschen viel schlimmer durchzumachen hatten? Was wollte ich mich da beschweren!
Die Erfahrungen mit dem ersten Psychologen und dem daraus resultierenden Justizkontakt, hatte ich schon angeführt. So gesehen waren alle Wege und Weichen gestellt, um meinem Leben einen positHIVen Ausdruck zu verleihen. Dazu kommen all die täglichen Kleinigkeiten, die mir aus dem Profitstreben vor Augen geführt wurden - und auch heute noch täglich werden. Nur das, was ich für mich selbst und in meiner eigenen Verantwortung zuwege brachte, konnte relativ wohlwollend betrachtet werden. Alles andere und vor allem was materielle Dinge anbelangt, das habe ich mir selbst ansehen dürfen, hängt letztendlich doch mit Blutgeld zusammen. Es gibt kaum ein Vermögen, welches nicht durch Verbrechen gestützt ist. Und so entwickelte sich meine Ablehnung gegen Geld, Eigentum und materielle Güter. Im Hinterkopf die großen Freiheitskämpfer der Geschichte und aufgewachsen in den 68er Jahren – wie erwähnt.
Formal juristisch weiß ich, was für einen rechtlichen Stand ich mit solchen Darstellungen provoziere. Ich kann mir auch denken, was mir aus gesellschaftlicher sowohl medizinischer Sicht für Vorwürfe entgegengebracht werden. Aber andererseits kann ich mich auch erinnern, wie ich schon als Kind entsetzt war über den vulgären Umgangston, die rüde Gewalt der Menschen untereinander und das rücksichtslose Verhalten, mit der die Menschheit sich auszudrücken vermag. Ich war immer wieder angewidert. Nur um sich eigene Vorteile zu verschaffen, sich zu bereichern und dabei fast unvermeidbar schädigend die Mitmenschen zu belasten, wurde sich lauthals in Vulgärsprache artikuliert - Menschen, die sich vorsichtig der Wahrheit widmen, sind da dann Spinner, so wie ich einer. Was auch immer gelehrt wurde, es war doch auf Gewinn, Stärke und den Schultern der anderen aufgebaut - und dabei fühlte ich mich schon immer anders als die Anderen und machte von jeher nicht mit.
Es kostete mich in meiner frühesten Kindheit viele Tränen und anschließend musste ich mich mit der Realität abfinden. Wo es sich bei Erhaltung der Existenz um die Kraft der Ellenbogen dreht und das eigene Verhalten sich auf Kosten des Umfeldes definieren soll. Da wurde auch ich selbst eine Zeit lang ein wichtiger Teil dieser Darstellungen, die an Dramen, Zirkus und Theaterinszenierungen erinnert und stets ein gewisses Maß an Rohheit, Rücksichtslosigkeit und Gewalt verlangen. In der Wirtschaft heißt es kompromissloses Durchsetzungsvermögen – im Sport nennt es sich Killerinstinkt – im normalen Leben ist schlicht und einfach nur ein Erhaltungstrieb.
Nur wenn ich Bücher las, fühlte ich mich befreit von diesen irdischen Zwängen und infantilen Formen der Gesellschaft, die mir nur Ausstrahlung von Schmerzen, also Irradiation vermittelte. Wer da nicht sein ganzes Leben an Weinkrämpfen leiden will, muss sich rechtzeitig ein gesundes Maß an Zynismus und Hohn aneignen. Ansonsten ist Krankheit programmiert.
Denn nicht nur ich, nein, wir müssen wohl alle Unrecht neu definieren und unsere eigene Vergangenheit reflektieren lernen, um auch in der Zukunft und global, vernünftig zu kooperieren. Allein die unterschiedlichen Definierungen der Parteien und Kirchen. Des demokratischen Staates ebenso, von human, christlich und sozial abgesehen, sind es doch alles dermaßen irrelevante Bezeichnungen, dass es mir schwer fällt, den Inhalt sachgerecht zu verstehen - wenn ich mir der Bedeutung der einzelnen Begriffe bewusst werde. Was machen sie für Aussagen, wenn doch nichts davon umgesetzt wird und des Volkes Stimme gar keine Gültigkeit hat. Nur Versprechungen ... die zum Beugen von Freiheit und Willen missbraucht werden. Mit einem “vorsätzlich” krankmachenden Gesundheitssystem - das ist doch längst Georg Orwells 1984 in realer Reinkultur und ungeschminkt. Uns ist doch der Geist so verdreht worden, sodass uns jeder geheuchelte Betrug als Wahrheit erscheint.
Es ist ein irriger Glaube wenn gedacht wird, Gesundheit kaufen zu können. Auch wenn manche Leute ihre Statussymbole zu beseelter Materie gestalten, die sich mit genügend Geld kaufen lässt, ist das doch nicht mit natürlichen Kräften und Ressourcen so. Da rächt sich jedes Fehlverhalten irgendwann - und heutzutage immer schneller. Eben auch ganz besonders, bei der Betrachtung von Gesundheit.
Das Unrecht, welches wir den anderen Völkern angetan haben, wirkt sich in dem gesellschaftlichen Verhalten der einzelnen Nationen aus. Kriminalität, Krieg und Mord sind die Folge – die sich in den reichen Industrieländern eben auch als Krankheiten manifestieren. Das Unrecht, welches wir unserem Körper zufügen, macht sich in Krankheit und Gebrechen bemerkbar. Selbst das Denken von Gut und Böse, lässt sich in Machtpotenzial bemessen, woraus sich dotierte Posten und Verbrechen ableiten – die letztendlich keinen gesunden Geist zurücklassen und somit den Körper bestimmen.
Dabei sind gerade Gefühle ein mächtiges Werkzeug der Evolution, was wiederum die Medien auszunutzen vermögen. Jedes Lebewesen ist dabei ein empfindliches Instrument der allgemeinen Auswirkungen. Eine für mich logische Folge, der weltweiten SARS und AIDS-Epidemien – wobei wir noch gar nicht wissen können, was noch alles auf uns zukommt. Es wird sich noch zuspitzen und die Natur zeigt es uns ziemlich deutlich, dass die Fehler der Gleichgültigkeit von einigen wenigen Herrschenden, nun von der gesamten Weltbevölkerung als Naturkatastrophen getragen werden müssen.
Aber ohne die rechte geistige Einstellung ist nun mal alles wirkungslos. Schließlich bin auch ich, ein Teil des Ganzen. Ein NICHTS in der Masse und der Mittelpunkt von ALLEM, für mich Selbst. Ein gesundes Maß an Egoismus ist notwendig, mit dem ständigen Wissen darüber, dass das was ich nur selber auch akzeptieren kann, was mir also angetan wird, nur das sollte ich dabei anderen antun und weitergeben.
“Ich tue etwas für mich, um mein Gegenüber zu erfreuen!” Das ist eine wichtige Perspektive, gerade auch bei kranken Menschen. Denn die Freude und den Spaß, den ich bereit bin, zu geben, der fällt letztendlich auf mich selbst zurück.
Ich weiß, ich muss auf mich achten, damit meine Frau noch sehr lange etwas von mir hat. Denn mit dem, mit dem ich mich ernsthaft beschäftige, das und nur das, vermehrt sich ganz automatisch. Das war mir alles bekannt und ich konnte es gegenwärtig nicht leben.
Die Haut hing auf den Knochen, die Zähne hatten sich Großteils verabschiedet und trotzdem liebte mich meine Frau Dasty. Wie wir beide später dann festgestellt haben, sterben wohl mehr HIV und AIDS-Kranke an “HERZLOSIGKEIT”, als an ihrer Krankheit – und gerade das ist eben auch ein weltpolitisches Problem. Diese Liebe von ihr war wohl meine Lebensrettung. So ist die Liebe eigentlich der einzigste Weg der Rettung, um “HEIL” zu werden.
Gesundheit können wir im vollen Umfang nicht mehr erlangen. Aber wenn wir in der letzten Faser unseres Daseins bereit sind, in der Liebe, Harmonie, Toleranz und optimistischen Gedanken aufzugehen, dann werden wir wenigstens in Frieden aus dem Leben gehen.
In der scheinbar letzten Phase meines Lebens, war ich nur außergewöhnlich dankbar, dass meine Dasty sich nicht ebenfalls infiziert hatte. Denn die medizinische Diagnose meiner Erkrankung, erfolgte erst, nachdem wir schon fast zwei Jahre zusammen waren und ein sehr intensives sexuelles Verhältnis hatten. Dieses Leben hatten wir uns ausgesucht und nun war nur zu hoffen, dass wenigstens Ihr negatives Testergebnis stimmte und nicht eben solche Farce, wie bei mir ist. Denn mein Test sollte zuvor bereits auch einmal negativ gewesen sein, obwohl ich doch theoretisch schon positHIV war. Was ist also Praxis und Theorie? Nur ein einfaches Paradox? Aber zurück zum eigentlichen Thema - denn soweit ist unsere Schulmedizin noch nicht, sodass das Virus nachweisbar korrekt und richtig definiert, geschweige behandelt wird.
Also zurück zu den persönlichen Abenteuern. Denn unsere gegenseitige erotische Ausstrahlung füreinander, war in der sexuellen Ausführung häufig so heftig, sodass die Nachbarn unseres Appartements daran teilnehmen konnten. So wie es jedenfalls an ihrem Ausdruck durch Klopfen an Decke, Wand und Boden Einhalt gebietend zu hören war. In diesen ersten Monaten der so häufigen Erregung schien es wirklich unglaublich zu sein, dass sich meine Dasty nicht infiziert hatte. Wir mussten beide, mehr als nur einen flüchtigen Dank, den Göttern der Erotik und Leidenschaft sowie des Sexus widmen. Denn WARUM keine Übertragung stattgefunden hat, kann mir auch bis heute niemand erklären.
Selbstverständlich nahmen wir dies nicht als Voraussetzung des Glücks hin, sorgten also nach dem Bekanntwerden meiner Infektion für entsprechenden Schutz. Aber allein die Tatsache, dass sich meine Dasty nicht angesteckt hatte, erschien uns beiden gerade in dieser Zeit meines körperlichen Zerfalls, als unbegreifliches Geschenk des Himmels. Denn sie hatte schon gewaltige Einschränkungen durch ihre Magersucht hinzunehmen. Gar nicht auszudenken, wenn wir nun beide flach liegen würden und in solchem Zustand dann, aufeinander angewiesen wären.
Für mich war es wieder einmal ein Zeichen, wie gut das Leben es mit mir meint. Ich muss wirklich permanent Schutzgeister und Engel um mich versammelt haben. Denn mit WAS wäre es sonst zu deuten?
Ich fühlte mich wie ein 90-jähriger Greis und war auf meine Frau völlig angewiesen. Der Winter war so kalt, verregnet und stürmisch, sodass eines Tages sogar Schneeflocken aus den Wolken fielen, die natürlich auf Ibiza nicht liegen blieben. Aber wir mussten über vier Monate hindurch täglich heizen. Das ist schon sehr ungewöhnlich.
In den Monaten bis zu unserem Rückflug nach Berlin, im Mai, war der Zustand meiner Gesundheit, wie ein schlechter Bericht der Börsenmeldungen. Ein ständiges Hoch und runter. Aber meist mehr unten, als oben. Das Absetzen der Medikamente hatte vorübergehend geholfen, ebenso wie zwischenzeitlich eine Verbesserung durch die Diät, gegen den vermuteten Candida zu verzeichnen war.
Nun hatten wir das Haus zu räumen, die Fahrzeuge, die in der Garage standen überlebenssicher herzurichten, unsere persönlichen Dinge zu sortieren, um mit schwerem Herzen an das triste, graue und leidvolle Berlin zu denken. Mit dem Mauerfall war “UNSER SCHÖNES Berlin” dahingegangen. Unser geliebter Spielplatz des Lebens, wurde nun von frustrierten, enttäuschten, konsumbesessenen Bananenjägern zertreten und in allen Bereichen machte sich eine bis dahin noch nicht erlebte Brutalität, Rücksichtslosigkeit und Besserwisserei breit. Aber auch eine unbekannte Trägheit, Sinnlosigkeit, Gleichgültigkeit und ein Gejammer, wie ich es zu Mauerzeiten nie erlebte.
Wir waren wirklich erfreut über die Maueröffnung, aber wie gleich darauf zu bemerken war, hatte unser Berlin an Gesicht verloren. Vom Straßenverkehr bis in die Künstlerszene, überall wurden Schauspiele der Macht demonstriert. Plötzlich war alles “SCHNELLER – SCHÖNER – WEITER – BESSER” und mit dem Verdummungsprogramm aus fast 30-jähriger sozialistischer Erziehung, wurde aus der Vergangenheit träumend, gewaltsam auf das Gegenwärtige gegriffen. Eine irgendwie zwanghafte Obsession.
Nun sollten wir wieder dahin zurückkehren? Erschreckend und eine tief erschütternde Wehmut, kam zu dem schlechten Gesundheitszustand hinzu. Denn ohne darüber zu sprechen, hatten wir, meine geliebte Dasty und ich, still und heimlich den Gedanken nicht loswerden können, dass das kleine “Paradies” Ibiza, zukünftig für uns versperrt sein wird, nur weil ich in Kürze sterben werde? Nee – ich hatte keine Lust.
Die Diät, die Tees und Kräuter mit der liebevollen Pflege meiner Frau vereint, verhalfen mir noch einmal zu einem kurzen Energieschub und ich konnte unser verrostetes Fahrzeug, in mehrtägiger Arbeit, soweit mit Kunstharz und Polyester verkleben, sodass es vielleicht auch später noch uns oder einem Anderen dienlich sein konnte.
Immer auf der Suche nach Alternativen, hatte sich soviel an Dingen angesammelt, die uns zur Information dienten, sodass es bei uns gelegentlich wie bei Messias aussah. Was wir nun mit dem angesammelten Haushalt und Trödel machen sollten, wurde uns bei deutschen Kontakten mit absolut blöden Tipps vermittelt. Der eine schlug vor, wir sollten während unserer Abwesenheit einen Puff aus dem Haus machen, dann haben wir sogar noch Einnahmen. Oder an Feriengäste vermieten und ein Junge aus dem Milieu wollte uns den dreifachen Mietpreis geben. Wo wir unsere privaten Sachen derweil lassen sollten, das konnten wir jedoch mit solchen Tipps nicht abklären.
Ein Schweizer machte uns dann wenigstens noch einen vernünftigen Vorschlag. Wir könnten in seiner „Marina“, wo ansonsten Boote und Autos untergestellt wurden, auch unsere Sachen lassen. In einem abgeschlossenen Container (Garage) für maritime Freunde.
Erst ein befreundetes Pärchen, die Ibizenkerin Conchy und ihr Freund Dirk, brachten uns auf die Idee und gaben uns dabei den Mut, dass das doch nur vorübergehend sei und wir einfach eine richtige Garage mieten sollten. Dann wäre dies ein Grund zum Wiederkommen, wenn wir hier noch einen “Koffer” zu stehen hätten.
Gleichzeitig bot sich aber eine weitere gute Gelegenheit. Denn Dasty lernte ein spanisch/holländisches Pärchen (Ruby & José) kennen. Sie wollten sich um alles kümmern und wir hatten irgendwie Vertrauen. Die damit verbundene Hoffnung auf die baldige Rückkehr, gab mir wieder ein Ziel und damit verbunden, die Kraft mich auch weiterhin auf den Füßen zu halten.
Meine Frau versuchte derweil unseren Tüsses und Trödel, auf dem ansässigen Flohmarkt zu verkaufen. Alle wichtigen Dinge wurden verpackt und in der grundstückseigenen Garage deponiert. Die Sorge und Verantwortung für das Haus, versprachen uns Ruby und José zu übernehmen. Denn es war nicht unser Haus und zu solcherlei Konditionen wussten wir, würden wir so schnell nicht wieder ein solches Anwesen bekommen.
Mit Conchy und Dirk im Rückhalt, die Vorort den ordentlichen Verlauf der Situation beobachten wollten, hatten wir die nötige Sicherheit. Denn wir mussten der Hauseigentümerin gegenüber ausreichend Verantwortung zeigen, sodass wir uns das kleine Paradies erhalten konnten. Das war insofern auch für mich persönlich wieder notwendig, weil ich auf diese Weise wieder ein Ziel vor Augen hatte. Ich musste gesund werden – mehr nicht! Denn unter solchen Umständen sind die Prioritäten anders gesetzt und dabei sich auf die neuerliche Suche nach einer Unterkunft zu machen, das musste ich mir die nächsten Jahre gewiss abschminken - dazu reichte meine Kraft nicht.
Mit den negativen Erfahrungen aus deutschen Kontakten, hegten wir zunächst naturgemäß unsere Bedenken. Aber wie sich später zeigte, völlig zu Unrecht, da auf die deutsch/holländisch/spanische “Freundschaft” wirklich absolut Verlass war. Ein wirklich angenehmes Erlebnis, da solcherlei Vertrauen sich zu schenken, häufig nicht einmal unter langjährigen Bekannten erfüllt wird - und sich selbst in Familien häufig genug vermissen lässt.
Ich fühlte mich krank wie noch nie in meinem Leben. Aber ich hatte wieder Hoffnung und somit waren wenigstens die Tränen der Trennung beschwichtigt. Mit dieser Perspektive konnten wir Zuversicht fassen. Nun hieß es nur noch ein wenig Geld aufzutreiben, sodass für den ganzen Umstand der Situation, einschließlich Rückflug mit den Tieren, die Kosten vorhanden waren und noch zusammenkamen.
Da versprach die brillante Idee mit unseren Eheringen, die momentane Lage zu retten. Denn wir besaßen Eheringe mit Brillianten und diese wurden großzügig von der Pfandleihe angenommen. Zuerst unerwartet, lief nun alles, außer der Gesundheit, wie am Schnürchen. Meine Frau kümmerte sich um das Finanzielle einschließlich Pfandleihe.
Aber inzwischen traten neuerliche Schwierigkeiten auf und nun waren auch noch Sprach- und Gehfunktionstörungen bei mir aufgetreten. Dann kamen endlich die ersten schönen Tage wieder, die mit gewohnter Sonne und Wärme erheiterten. Meine allgemeine Schwäche vor Augen, konnte ich kaum noch sprechen, ohne in Weinkrämpfen zu enden. Ein ständiges UP und DOWN hielt mich mehr kriechend, als aufrecht stehend, am seidenen Faden des Lebens.
Glücklicherweise stellten sich die Horrorträume in der Nacht etwas ein. Auch wenn ich immer noch 3 bis 4 Mal schweißgebadet wach wurde, nach dem Hinauswurf von meinem vermeintlichen “Sohn”, stellte sich auch ganz langsam wieder ein traumloses Schlafen ein. Obwohl mich die Belastung, die ich meiner Frau zumutete, einschließlich der vergangenen Erlebnisse, mir persönlich irgendwie eine gewisse Verantwortungslosigkeit bürgte, so gab mir meine Krankheit nun wirklich kein gutes Gefühl. Auch was es meinem Umfeld gegenüber hieß, mich vernünftig zu artikulieren konnte ich nicht mehr lokalisieren. Denn ich war nicht mehr fähig zu kommunizieren. Einfach alles ging mir auf die Nerven.
Nee – beim besten Willen nicht. Die Situation konnte keine befriedigende momentane Antwort sein. Wie sollte es im Einzelnen wirklich nur weitergehen? Würde ich meine Trauminsel noch einmal wieder sehen? Sollte ich jetzt wahrhaftig sterben, oder konnte vom Arzt in Berlin noch irgendetwas dagegen unternommen werden? Würde endlich mal eine korrekte Diagnose gestellt werden können? Denn das war ja schließlich nicht dem HIVirus zuzuschreiben. Da war doch eindeutig noch mehr …!
Dabei konnte ich noch nicht einmal richtig Abschied feiern. Denn hautnah wurde mir das gesamte Elend bewusst. Ein Labyrinth der Gefühle, das mich zu überwältigen verstand. Die eingesetzte Aufmerksamkeit dem Körper gegenüber machte Schmerz und die dramatischen Erscheinungen wie Fieber, Schweißausbrüche, Atem- und Kreislaufbeschwerden deutlich.
Auch wenn es uns soweit klar war, wie es in den Handlungen als solches vorangehen sollte, wie dieser Plan, bei meiner “Gesundheit” in die Realität umgesetzt werden musste, das schien uns gar nicht so selbstverständlich. Und wohl noch weniger bewusst. Denn da war doch vorrangig die Unfähigkeit der Umsetzung durch gesundheitliche Einbuße. Ich wusste aber auch, dass alle diese Erscheinungen mit dem Ziel entstehen, wieder Balance herzustellen - denn die war eindeutig abhanden gekommen, da sonst keine Krankheit greifen kann. Da wäre es sinnvoll der jeweiligen Botschaft zu folgen und sich zu fragen: Wie kann ich meinen Körper so unterstützen, dass er seine alltägliche Selbstheilungsaufgabe übernehmen kann? Was sollte ich anders machen, um meine Gesundheit wieder herzustellen und meine Stellung in der Gesellschaft neu anzupassen?
Ich beschäftigte mich geistig mit der Idee, erst einmal in Berlin gelandet, einen Verein zu gründen der andere betroffene HIV und AIDS-Diagnostizierte, vor den Auswirkungen mit tödlichem Ausgang der Chemo-Bomben von der Pharmaindustrie, warnte. Auch wenn ich wusste, dass das Unterfangen mit anderen Menschen mir immer nur Ärger und Verdruss einbrachte, trotzdem mussten die Menschen und Betroffenen vor den indirekten „Mordanschlägen der Pharmaindustrie“, so wie ich es zu der Zeit mit der Verabreichung der Medikamente sah, gewarnt werden.
Zwanzigtausend Medikamententote jährlich in offiziellen Meldungen finden keine Beachtung, aber über einige wenige Drogentote wird ausschmückend berichtet. Ein Pharmasystem aus dem 3. Reich hat nachgewiesenerweise auch heutzutage noch eine gewisse Gültigkeit. Das konnte doch nicht so weitergehen und es war der definitive Beweis für die Verlogenheit der Gesellschaft und des Staates.
Mir war dazu nur allzu deutlich in Erinnerung, wie in der Zeit, als ich noch politisch interessiert war, wohlbekannte Pharmaunternehmen an synthetischem Heroin herumbastelten, das vorsätzlich so zersetzt war, dass bei längerer Einnahme sich der Tod einstellte. Natürlich nur der guten Absicht zufolge, um das Sozialsystem zu entlasten. Selbst der Spiegel brachte dazu mal einen Bericht. Aber über Hitlers Eliten, die nach 1945 führende Rollen in Pharma-Industrie und Wirtschaft übernahmen, wird keine Zeile verschwendet. Hier lag doch der Zusammenhang mit den Missständen.
Die Tabakindustrie kann es mittlerweile nicht mehr verleugnen, dass sie in den Tabak süchtig machende und gesundheitsschädliche Stoffe, vorsätzlich und verantwortungslos, allein aus Profitgier, untergemischt werden. Aber ich weiß jetzt schon, was ich mir mit solchen tatsächlichen Begebenheiten, die ich hier behaupte und zu Papier bringe, für Ärger einfangen kann. Denn die Wahrheit wird leider immer bestritten und von dem, der sie vorträgt, der wird in der Regel mit Verfolgung bestraft. Da Wahrheit nun mal auch sehr unbequem ist.
Auch wenn schon mehrfach berichtet, bleibt mir doch zum Beispiel in steter persönlicher Erinnerung, die Sache nach meiner Entlassung aus der letzten Haft. Es hätte mir laut Gesetz eine Eingliederung in die Gesellschaft, theoretisch jedenfalls, zugestanden. Resozialisierung nennt sich das Danach dann und wird von einem Sozialarbeiter des Bezirksamtes, in amtlicher Stellung per Amtsblatt ausgefüllt. Die erste Stelle, die für mich und mein Anliegen zuständig war, erteilte mir einfach ganz offiziell HAUSVERBOT - mit der Bemerkung, dass, wenn ich dies Hausverbot missachten würde, meine Zelle in Tegel wartete und auf diese Weise mir keine Wohnung oder Arbeit nachgewiesen werden musste. Der Beamte machte es sich also ganz einfach, indem er mir Hausverbot erteilte, musste er sich nicht um meine Belange kümmern und hatte einen bequemen Posten. Ein Beamter braucht scheinbar Vorschriften und Gesetze nicht einzuhalten und das Grundgesetz ist bei ihnen scheinbar völlig unbekannt.
Daraufhin wechselte ich zu dem Amt meiner Geburtseintragung und letzten Anmeldung. Dort fand ich auch zunächst Gehöhr, bis mir der Beamte den Vorschlag unterbreitet, dass er da Adressen von allein wohnenden Herren hätte und bei meinem guten Aussehen, könnte ich doch auf diese Weise ganz schnell zu einer neuen Wohnung kommen. Das sind Tatsachen, die ich nicht vergessen kann, und deshalb auch immer wieder unserem System vorhalte. Auch wenn ich mich wiederholen sollte.
Das kann gar nicht geglaubt werden, dass ein Beamter und dann noch Sozialarbeiter Zuhälter spielen will. Er wollte mich tatsächlich zur Prostitution anstiften und sich wohl selbst zu meinem “Zuhälter” machen? Ich war so irritiert, sodass ich auf jede Hilfe von Amtswegen freiwillig verzichtete. Letztendlich hatte damit die Behörde das erreicht, was sie schon bei meinem ersten Besuch erreichen wollten. Sie nutzten ihre Gesetze nur für die Makulatur. Es stand alles auf Papier und niemand hielt sich daran, weil auch niemand kontrolliert wird. Jeder macht, was er will.
Ein „feines Deutschland“ - so wie es mir jetzt schon wieder mit dem Führerschein passiert. Vier, für mich positive Gutachten, die aufgrund meines Vorlebens nicht anerkannt werden, damit ich zu den nächsten kostenpflichtigen Gutachten angehalten, weiteres Geld für weitere Gutachten ausgeben soll. Dermaßen dubios funktioniert ein System, welches rechtens ist - na dann, Amen!
Das und absolut nichts anderes, nenne ich >mafiose Struktur der Willkür<. Frei zitiert wurde mir von dem Sachbearbeiter des Kraftverkehrsamtes gesagt: “Wer krank ist und kein Geld hat, benötigt keinen Führerschein und ich verspreche Ihnen, sie bezahlen noch sehr viel Geld für ihre Fahrerlaubnis – also sparen sie schon mal schön - den ihre Medikamente könnten weitere Gutachten verlangen. Die Fahrtauglichkeit durch starke Aids-Medikamente kann beeinflusst werden, was uns zur neuerlichen Gutachtenerstellung veranlassen könnte.”
Es sind nun mal Tatsachen, die nicht zu leugnen sind. So wie ich im Strafvollzug beobachten durfte, dass, mit großem menschlichem Verständnis, die Vollzugsbediensteten häufig den Alkohol, die Sozialdienste noch häufiger die anderen Drogen und das Pfarramt meist, die Pornos, natürlich völlig “unwissentlich”, in die Strafanstalten schleusen. Das zu beobachten ist wirklich fatal – und sie alle arbeiten in der Überzeugung, nur >Gutes zu tun<. Wobei es mir dabei immer völlig unverständlich war, für was ich eigentlich eingesperrt wurde. Vor allen Dingen, W E R war hier eigentlich der EIN- und AUS-gesperrte?
Jedoch bei der Menschheitsgeschichte kann einen das alles einen eigentlich gar nicht verwundern, da ja auch die Kirche über Jahrhunderte, in christlicher Nächstenliebe, für Kriegsbeteiligung und teilweise sogar in missionarischer Form, für Völkervernichtung steht.
Überall auf der Welt und ob nun Indianer oder Juden, sie wurden mit “dem Segen Gottes” vertrieben, gejagt, getötet und vergast. Ein wirklich phantastisch, aufrichtiges und ehrliches, aber so unwahrscheinlich menschliches und christliches System, in dem wir zu leben haben - absolut demokratisch. Wer kann mir mein Gelächter darüber verübeln? So voller Güte und Verständnis, wenn sich auf Minderheiten gestürzt wird und so wie bei den Amerikanern, sogar Orden verliehen werden, wenn eine schwer bewaffnete Einheit an Soldaten, sich im Krieg einem ungeschütztem Dorf nähert und es dem Erdboden gleich macht. Es dann auslöscht und vernichtet, da sich dort niemand wehren konnte. Wo die Männer alle im Krieg kämpften, sie aber die Feindes-Frauen bekämpfen dürfen und anschließend das Dorf mit den Kindern, dem Erboden gleich, verbrennen. Tja – Morden hat bedauerlicherweise von jeher Orden verdient und wurde ruhmreich ausgezeichnet. Aber Leben zu schützen ist schon immer verdächtig gewesen - und ob sich daran noch etwas ändern wird?
Erst seit wenigen Jahren wenden sich die westlichen Industriestaaten von diesem Gedankengut ab. Erst seit wenigen Jahren wird gelegentlich versucht, mit Überzeugung auch christliches Handeln zuzulassen. Den “Heiligenschein” von Spott und Hohn, in aufrichtige “Wahrhaftigkeit” umzulenken und zu denken. Die Menschheit kann wieder Hoffnung schöpfen und mancherorts auch auf die Zukunft bauen. Auch wenn “Großherzigkeit” immer noch als Dummheit und Schwäche ausgelegt wird.
So sterben doch täglich 30 Tausend Kinder an Hunger, verseuchtem Trinkwasser, Tellerminen, sowie an Mangel an selbstverständlichen Dingen und ferner, an Krankheiten die wir gar nicht mehr kennen. Die Superreichen vergeuden in ihrem Luxus die notwendigen Ressourcen und nur vereinzelte, die das Elend mindern und lindern wollen. Obwohl es unser aller Interesse wäre und trotzdem - nur wenige und vereinzelte, die sich um dies Elend kümmern. Es wäre doch unsere aller Aufgabe, unsere Verpflichtung geradezu, wenigstens 10% unserer Einnahmen wieder an Bedürftige weiterzuleiten und zu helfen.
Ich bin der Überzeugung, dass “in Liebe, jeder Plan funktioniert.” Aber was für Pläne haben da die anderen? Wenn sich Millionäre, in wasserknappen Landstrichen private Golfplätze errichten, die eine ganzjährige grüne Wiese bei durchgehendem Sonnenschein zeigen. Wo sich Touristen im Urlaub drei Mal täglich duschen müssen, auch wenn den Einheimischen das Leitungswasser dafür abgestellt wird. Die Liste wäre lang und verändern tut es nichts, da niemand nachdenkt. Äußerst umweltbewusst und sehr menschenfreundlich und mit solchen “Kleinigkeiten” fängt es schließlich an.
Diese, meine Meinung, muss von mir ausgesprochen werden. Auch wenn es noch unzähliger persönlich erlebter, sowohl auch gesellschaftskritischer Geschichtsaufzeichnung zu erzählen gäbe. Sie alle entsprechend aufzuzeigen geht nicht. Beim Niederschreiben verspüre ich, wie mich diese Themen beanspruchen und ich sogleich wieder körperliches Leiden erfahre. Es ist für mich der Beweis, dass der Geist, also unser Kopf, unsere Geistkraft (Gesundheit) bestimmt. Mit meiner Infektion ist es glücklicherweise nicht mehr meine Aufgabe, mich gegen das Unrecht auf der Welt zu erheben. Jedoch ist es auch weiterhin meine Verantwortung, achtsam zu sein und meinen Obolus zu entrichten. Den zehnten Teil meiner Einnahmen sozusagen, an die Minderheiten weiterzuleiten, denen dringend geholfen werden muss. Für mehr Verständnis, mehr Toleranz zu wissenschaftlicher Möglichkeit, an aufklärender Innovation des Geistes, auch zukünftig zu arbeiten, das bleibt stets meine Aufgabe.
Ich war früher überzeugt, ein festgelegtes Maß an Verantwortung zu besitzen, um für Gerechtigkeit sorgen zu können. Daraus ist dann vorrangig mein Strafregister erwachsen, weil ich zu richten wusste und irrtümlich glaubte, dass das meine übergeordnete Aufgabe sei. Nun muss ich von dieserlei Handlungen abweichen, um mit der begrenzten Widerstandskraft meines Körpers haushalten zu können, um noch sehr lange, für eine vernünftige Balance wenigstens in meinem persönlichen Umfeld zu sorgen und um auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, jedoch nicht mehr selbst zu kämpfen.
Kann sich das nicht auch ein jeder Andere auf seine Fahnen schreiben? Sollte es nicht auch ein Begehren paritätischer Wohlfahrtsverbände, im Kern als solches sein? Warum müssen sich da dann so häufig, demokratisch, christliche, öffentliche und andere Institutionen so parasitär verhalten? Ich kann das wirklich nicht nachvollziehen!
In der Politik nennt sich christlich, demokratisch, sich selbst die Taschen so voll und zuzustopfen, sodass der Überblick über die ergatterten Millionen verloren geht. Das dumme Volk hat es zu begleichen und dafür aufzukommen, damit es einigen Wenigen, mehr als nach den Umständen angemessen, besser geht als allen anderen.
Das hat doch nichts mit den Begriffen, die für Gegenteiliges stehen sollten, zu tun? Obwohl auch da dann mir gezeigt wird, dass feinfühlige Menschen daran allgemein zugrunde gehen. Sie nehmen sich irgendwann das Leben, oder leiden an den dubiosesten Erkrankungen. Das beruhigt mich und gibt mir recht, dass doch der Geist im Wesentlichen, für die Gesundheit mit verantwortlich zeichnet.
So wie sich mein Gesundheitszustand verschlechtert hat, während ich dieses Kapitel hier schreibe. Ich kann sagen, dass es mich dermaßen beansprucht, sodass ich mich augenblicklich ca. 20% schlechter fühle, als bei den vorherigen Geschichten. Liegt es wohl daran, dass ich mich geistig so intensiv mit der Ungerechtigkeit beschäftige und dies dann auf diese Weise erlebte, beim Verarbeiten, sich eben auch auf das allgemeine Befinden auswirkt? Ja, ganz offensichtlich! Wer will da noch sagen, dass nicht der Kopf im großen Stil dafür zuständig ist, wie wir uns ansonsten fühlen.
Wenn solcherlei negative Umstände dann umgelegt auf Jahrzehnte, sich auf die Gesundheit belastend auswirken, dann ist ganz automatisch eine Krankheit die Folge. Selbst bei sportlichen Ereignissen lässt sich das nachvollziehen und erkennen, dass Belastungen länger anhaltend und mit Auswirkung sind. Dort wo eine hervorragende Leistung, einen siegreichen Erfolg versprechen soll, dort muss von der Ernährung, über die sportlich, körperliche Technik, bis hin zum menschlichen Verstehen des Teams, absolut alles stimmen. Ansonsten klappt es nicht, wobei die krankmachenden Folgen noch gar nicht berücksichtigt sind.
Es wäre einfach vermessen zu behaupten, dass das bei der Gesundheit und bei den Menschen als solchen, in seinem persönlichen Kreis anders sein sollte. Wir können von der Medizin nicht erwarten, dass es uns dann “heil” macht, wenn das gesamte Umfeld, sowie die eigene Einstellung zu sich selbst und zu seinen nächsten Menschen nicht stimmen. Wenn keine ausgewogene Achtsamkeit die nötige Kritik zulässt, kann sich nicht gerade viel „Heilendes“ ergeben.
Wer ewig wehleidig herumläuft, in ständiger Opposition, also opportunistisch nur um zu opponieren und auch alles Andere als Qual, anstatt als Freude in der Welt zu sehen, derjenige muss sich über die Folgen von schlechtem Befinden nicht wundern und wird langfristig daran krank. Da mangelt es ganz einfach an positiver Reaktionsfähigkeit des Körpers, was dann in Fachkreisen mit Affirmationen umschrieben wird.
Dazu dann die unvernünftige und schädliche Ernährung, die uns allen von der Masseproduzierenden Industrie aufgezwungen wird. Der uneingeschränkte Glaube an Pharmazie und Mediziner. Die Entfremdung von den natürlichen Bedingungen, Verweichlichung und übertriebenes Reinlichkeitsempfinden, ergibt in der Summe der einzelnen Posten dann, die zahlreichen und unterschiedlichsten Krankheitsbilder. Das sind die wahren Realitätsfenster unseres Kulturkreises.
Allergien und Neurodermatosen sind, der offensichtliche, aber auch schon wissenschaftlich nachgewiesene Beweise dafür, dass das uns allen oktroyierte Schulwissen, der westlichen Technokratien und Gesellschaftsformen, nicht die letztendlich versprechende >Heilversprechung< zu einem ausbalanciertem, gesunden und harmonischen Leben beinhalten.
Ob nun aber Kneipp, Hahnemann mit der Homöopathie, Hildegard von Bingen und ihr mittelalterliches Wissen, Mességué mit Kräuterkunde, oder die Schamanen der alten Völker wie Mayas, Inkas, Indianer, die Griechen mit ihrer Iatrik, oder Barbera Ann Brennan mit einer modernen Zusammenfassung der Karma- und Chakrenlehre. Ob ayurvedische Medizin oder traditionelle chinesische Medizin, sie alle sehen vorrangig das harmonische Wohlbefinden von Geist, Körper und Seele, was dann verantwortlich für ein gesundes Leben ist.
Nur unsere Schulmedizin bestritt es bis vor kurzem und tut sich auch gegenwärtig noch vielerorts schwer damit, dass das Heilen nicht wie von der westlichen Schulmedizin vorgeschrieben, etwas mit Gesundheit an Körper und Organen zu tun hat. Wenn ich mir da dann die mit abgelauschten Gespräche von deutschen Mitmenschen in den Wartezimmern der Ärzte, am Stammtisch oder unter Hausfrauen allgemein, vor meine Augen führe: “Was denn, was denn – Schmerzen im Rücken ... oder dort und dort – dann wird einfach ‘ne Pille geschluckt – und wenn sich dann durch die wahllose Pilleneinnahme irgendwelche anderen oder weiteren Unpässlichkeiten und Schmerzen bemerkbar machen, dann wird dagegen die nächste Pille geschluckt – und dagegen kann ja dann wieder eine Pille genommen werden, um eine weitere Pille gegen die Auswirkungen der vorherigen Pillen notwendig werden zu lassen ... um dann wieder Pillen dagegen einzunehmen, damit es einem irgendwann besser gehen soll. Wo dann doch schon wieder eine Pillen-Therapie gegen die Nebenwirkungen der Pillen verabreicht wird ...” Nach allen anderen Erkenntnissen ist Heilsein so zu verstehen, dass der einzelne Mensch im Einklang mit sich selbst und seinem Umfeld, sich ganzheitlich wohlfühlend, sich selbst akzeptiert und im großen Einverständnis mit der Erde und dem Universum, in seinem höchst eigenem Zustand aufgeht.
In Liebe zu leben und das Licht zu suchen ist der elementare Energiefluss, der die Grundbedingung des menschlichen Seins beinhaltet. Mit der Aufgabe verbunden, die Verbindung zu seinem Wesenskern wieder herzustellen und sich zu heilen. Eigentlich ist das eine natürliche Vorgabe - aber was ist daraus gemacht worden? Auch von mir.
Dabei leben wir stets in der Dualität und haben die Wahl, egal wie unsere Lebensumstände auch sein mögen. Jeden Augenblick können wir wählen, ob wir ja sagen zu einer ausgeglichenen, kraftvollen und sicheren Offenheit, die zu Lebensfülle führt, oder ob wir nein sagen. Mit jedem Nein wehren wir uns gegen die natürliche Lebensentfaltung und blockieren damit die gesunde Lebendigkeit.
Mit dieser Dualität des Wissens über meine Vergangenheit, zu den Erkenntnissen der Gegenwart, wusste ich meinen momentanen Schmerz zu lokalisieren. Das Zusammentreffen der Dinge führte zu der gegenwärtigen Situation meiner Lebensthemen, die gleich leidvoll wie die vergangenen Erfahrungen sein können.
Ich musste an den Tagen, an denen es mir halbwegs gut erging, alle die Dinge erledigen und aufnehmen, die zu den Prioritäten meiner augenblicklichen Existenz gehörten. Mit diesem Bewusstsein erschien mir selbst mein gesamtes Umfeld in einem neuen Licht. Ich lernte, alles noch mehr zu schätzen und mich an der Natur intensivst zu erfreuen.
Dabei überfiel mich der Wille “unbedingt leben zu wollen” mit einer so heftigen inneren Unruhe, die mich schmerzvoll an mein Leiden erinnerte und zusätzlich wohl auch, für viele schweißtreibende Horrorträume verantwortlich zu sein schien. Obwohl diese Träume des Grauens schon weniger wurden - waren sie eine Fortsetzung negativer Eindrücke, die sich dann im Ausdruck meiner verstümmelten Kreativität aufzeigten? Meiner gebremsten Kreativität, durch den Bewegungsmangel vielleicht? Das ist dann wohl die Sache mit den Träumen, die ich schon anführte.
Meine Gedanken waren das einzigste bewegende und gingen zu den anderen großen Menschen über - die meist alle längst verschieden. Natürlich umfassten sie auch die großen Künstler unserer Zeit. Nun war gerade erst der phantastische Friedrich Hundertwasser verstorben und meine Dasty und ich hatten mit den Vorbereitungen für Berlin zu tun. Der Frühling meldete sich an und da ich keinerlei Medikamente, außer den Kräutern und natürlichen Substanzen mehr einnahm, begann ich wieder mit einer Urintherapie. Ich wollte meiner Gehbehinderung durch die Muskelschmerzen, sowie der Schlaflosigkeit durch die ständigen Schweißausbrüche irgendwie begegnen.
Nachdem auch die Angelegenheit mit dem Haus geklärt war, konnte ich sogar wieder schlafen und fühlte mich einige Tage wirklich stark und gut; jedenfalls im Gegensatz zu meinem Allgemeinbefinden noch kurz zuvor. So hatte ich innerhalb von 40 Tagen den verrosteten Jeep mit Polyesterharz verklebt und auch den Garten halbwegs in die Reihe bekommen. Ganz neugierig kamen eins ums andere Mal, der eine oder die anderen BekanntINNEN, um sich selbst von meinem Zustand, aus Neugier zu überzeugen. Denn nach dem Rauswurf des Jungen, sprach sich auf der Insel meine HIV-Infektion sehr schnell herum. Schließlich war das ein neuer Bericht, da ich ja bisher nicht dazu stand.
Die im Süden Europas üblich mangelnden Hygieneverhältnisse verursachten mir dann doch recht bald wieder verschieden Schwächebefinden. In Restaurants zu essen, sollte mit vorsichtiger Betrachtung vollzogen werden. So musste ich einige Male Essen stehen lassen, da ich ein schlechtes Gefühl dazu hatte. Eiswürfel in Lokalen und Alkohol musste ich total meiden, denn es ging mir jedes Mal davon wieder schlechter. Selbst Fisch sollte mit Vorsicht genossen werden.
Aber für solche Fälle hatte ich mir meine Cotrim-Forte (hoch dosiertes Antibiotikum) aufgehoben, wobei wir feststellen mussten, dass dies Medikament bei Candida-Verdacht, den Pilz sogar noch nährt. Also verwendeten wir täglich einen natürlichen Zwiebelsirup, der ebenfalls ein Antibiotikum darstellt.
Das gelegentlich gespendete Gras und Haschisch von Freunden verhalf dazu, dass in den Nächten wieder öfter durchgeschlafen werden konnte. Dabei verflogen auch zeitweilig alle anderen Beschwerden. Ach, was für ein wahrer Seegen, dass die Natur uns für jede ursprüngliche Krankheit ein Kraut geschenkt hat - womit den „Modekrankheiten“ aus zivilisatorischen Bedingungen natürlich nicht beizukommen ist.
Es war wieder pure Lebensfreude, wenn auch eingeschränkt und meist nicht über mehrere Tage, so aber recht häufig. Ibiza, mein Ibiza – du musst mir erhalten bleiben. So betete ich - „du musst, du musst“, so ging es mir durch den Kopf.
Bedauerlicherweise fiel mir jede Art der Nahrungseinnahme generell immer schwerer. Da mit den starken Schäden an den gesamten Schleimhäuten, mir selbst Honig scharf, streng und beißend erschien. Insgesamt war das Geschmacksempfinden völlig durcheinander.
Zunächst erschien es mir ganz langsam, als ob ich mich nach dem Rauswurf des Jungen, dem Einstellen der Medikamente die vom Arzt verordnet und der zukünftigen Perspektive allgemein, doch irgendwie besser zu gehen. War denn auch wirklich schon der Störfaktor beseitigt und meine Gesundheit konnte wieder aufwärts kommen? Denn das Jahr über, als der Junge bei uns wohnte, war für mich Lesen, Schreiben, Pflanzen und selbst das Verhältnis zu unseren Tieren, nachhaltig negativ beeinflusst. Denn nach seiner Meinung kümmerten sich um solcherlei Dinge nur „Schwachköppe“, und das brachte er fast täglich zum Ausdruck. Also vernachlässigte ich durch seine laut geäußerte Einstellung meine Lieblingsprioritäten. Als meine Frau und ich in dieser Zeit, unseren Perser Kater Onyx mit 17 ½ Jahren wegen Nierenversagen einschläfern lassen mussten, gab es mit dem Youngster sogar noch Streit. Unter solchen Bedingungen hatte ich mich niemals zuvor von einem meiner Tiere verabschieden müssen. Wie leicht lässt man/frau sich beeinflussen.
Das seelische Leid aus allen Bedingungen in unserem Umfeld, ist meines Erachtens auch mit eine der Hauptursache, für viele schwerwiegende Erkrankungen unserer, sowohl aber auch aller Zeiten. Jeder wissenschaftliche Zweig deutet das natürlich anders. Die Ernährungswissenschaftler legen den Schwerpunkt, bei ihrer Arbeit fest. Ebenso die Bakteriologen, die Virologen usw. Ein objektives Bild kann aber keiner vermitteln, da keine Vernetzung existiert. Jeder beharrt auf die Erkenntnisse seines kleinen Kreises. Obwohl nichts einzeln existiert.
Ich verlege den Wert der Betroffenheit lieber in die Geist- und Feldkraft der Energiefelder, wo Biologie, Ökologie und Psychologie miteinander arbeiten und damit primär, profunde Reaktionen bewirken. Dabei ist (Selbst) Heilung eine dem Leben innewohnende Fähigkeit. Das Immunsystem arbeitet ständig und meistens still, in jedem Moment, in jeder Sekunde, an jedem Tag unseres Lebens. Das dürfen wir nicht mutwillig zerstören und ich werde noch mehrfach darauf eingehen und auch Ernährungstipps erteilen. Denn auch Nahrung ist Energie und hat seinen entsprechenden Energielevel. Zuvor muss ich aber allgemein über Energie reden und versuchen Energie im Essentiellen zu erklären.
Wenn ich z.B. auf menschliche Energiekreise stoße, die mich in meinem eigenen Energieaustausch irritieren und mich zu beeinflussen drohen, dann reagiere ich meist ziemlich spontan mit lauten, oft völlig falschen Kommentaren. Selbst über das, was mir bewusst ist und ich längst anders kennengelernt habe, äußere ich dann gegensätzlich. Ich fange an unflätig zu werden und häufig provoziere ich mit meiner lauten Art. Ein daraus bevorstehender Streit ist häufig unvermeidbar. Dort wo Logik, Vernunft oder Wirtschaftlichkeit den Vorrang haben, da macht es mich auch umgehend krank, weil ich eben ein emotionaler Bauchmensch bin. Und das spüre ich sensorisch. Es verdreht mir den Magen, wofür es zahlreiche Beispiele gibt. Das wird aber auch wahrscheinlich ein Überbleibsel aus der Zeit meiner okkulten Interessen sein. Denn so sensibel reagiert eigentlich nicht jeder Mensch. Dazu kommt dann noch meine Wetterempfindlichkeit und Lichtbeeinflussung.
Vielleicht ist es besser verständlich, wenn wir bedenken, dass in unserem Körper zwischen 70 und 300 Billionen Zellen tätig sind. Das sind (bei 70 Billionen) 15000-mal mehr Zellen als Erdbewohner. In jeder Sekunde sterben einige Zehnmillionen Zellen und werden durch Neue ersetzt.
So ist dann aber auch gerade das Immunsystem ein faszinierendes Netzwerk mit genialen, sensiblen, präzisen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten und Feinabstimmungen. Da Körper, Geist und Seele gleichermaßen daran beteiligt sind, können wir es mit einer einzigartigen Immun- und Heilungssinfonie vergleichen, hervorgebracht durch ein grandioses Orchester. Wissen wir aber wirklich, WER alles beim Dirigieren eine Rolle spielt? Wenn wir dies zu akzeptieren wissen, dann kann dies zu einem neuen Verständnis von “Krankheit” führen. Krankheit als Geschenk sozusagen. Als ein immer heftiger werdender Schrei der Natur, umzukehren, Gewohnheiten zu ändern und zu handeln oder loszulassen. Sich selbst mehr zu bewegen oder mehr zu entspannen, frisch und vitalstoffreich zu essen und auf Todes(Lebens)mittel zu verzichten.
Nach diesem harten Winter konnte ich dann die ersten Frühlingsboten treffen. Konnte ich wie gesagt, meinen Krankenverlauf schon wieder mit relativer Gesundheit bezeichnen. Denn der Mensch gewöhnt sich bekanntlich an alles, weshalb die triste graue Farbe meiner Eindrücke, sich nun wieder positiv auf meine Sichtweise einstellte.
Denn selbst die Mandelbäume waren schon wieder verblüht und auch der Klee hatte längst im Vollbesitz seiner kräftigen gelben Leuchtkraft, den Höhepunkt seiner Blühphase überstanden. Die Erste der zwei bis drei Blütenperioden des Bougainvillee erfreute meinen Blick. Gerade diese ist eine wichtige Energiepflanze, die aus warmen Energiepolstern vibrierende Impulse ausstößt und mich maßlos verzaubern kann. Die zarten Blühten mit ihrem filigranen kleinen inneren Reizstempel, haben für mich eine starke, energetisierende Energie. Man sagt, dass sie sehr gut für Rehabilitation und Stärkung, nach Stress und nach Schwächeperioden, immer dann wieder aufbauend wirkt. Die Bougainvillee gehört auch schließlich zur Familie der Wunderblumengewächse. Aber auch dazu später noch mehr.
Nun konnte ich sogar gelegentlich am Samstag, meine Dasty zum Flohmarkt begleiten. Dort trafen wir auf die legendären Althippies Mora und Gjinn, die wir theoretisch schon aus unseren Anfangsphasen auf Ibiza, sehr gut zu kennen schienen. Aber solch ein Schein trügt eben auch.
Eigentlich waren Mora und Gjinn (für mich) >hochachtungsvoll< die letzten und wahrhaftig einzigen Hippies, die es noch auf der Insel anzutreffen gab. Das waren wahre Hippie-Aristokraten einer stehen gebliebenen Zeit, die beide das Bild der originalen Flower Power und Hippie-Ära für sich vermitteln konnten. Wir hatten sie in den ersten Monaten unserer Inselbesuche kennen gelernt und nun wollte Mora uns nicht mehr kennen. Das kam durch das angeführte Wintermärchen, mit dem genannten Mehlei damals - und schien mir auch nur noch schmerzvoll zu schreien (Irradiation) - eben eine Ausstrahlung unter Schmerzen! Ha, ha …
Ein beeindruckendes Pärchen, das in Symbiose von Tradition, Hippiekultur und Kunstschaffenden, einen jeden Feng Shui Vertreter aber mehr als nur erschreckt hätten. Sehr unkonventionell und kreativ findet sich Handarbeit neben Tüsses und marokkanischem Kram, zwischen Bildhauerarbeit wie Skulpturen und bizarr geformten Steinen, findet sich Moras Strickmode, mit der sie bis nach Paris, Mailand und London bekannt ist.
Der Berg, auf dem das alte ibizenkische Anwesen völlig versteckt und in die Natur eingepasst, märchenhaft steht, ist nur zu Fuß zu erreichen. In den Bergen von San Miguel mit prächtigem Ausblick über das Landesinnere, wo sich gleich nebenan Snaap (Techno-Musiker), paradoxerweise eine Pyramide aus Glas, Beton und Stahl erschufen, sind Mora und Gjins verwunschenen Räumlichkeiten mit gesammelten Objekten aus aller Welt überhäuft. Keine Zufahrt, kein Stromzugang, kein Telefon, sondern nur ein Generator, ein eigener Brunnen, Traktor, Esel und viele andere Tiere.
Ich habe meine gespaltene Perspektive, wenn ich mir vorstelle, wie ich die beiden auf den Flaniermeilen der Weltstädte, so wie sie sich auf dieser Insel hier zeigen, erblicken würden; ich mir wohl trotz allem Respekt, auch ein kopfschüttelndes Grinsen abverlangen müsste.
Denn durch meine Frau mit Mode und Kosmetik vertraut, mit der Erkenntnis, wie die alten Griechen schon mit Massagen, Öls und Parfüms sich zu ehren der Götter von irdischen Kosmeten pflegen ließen, muss ein unverhofftes Treffen auf die verlebte Hippiediva Mora, ein groteskes Bild dualer Schönheitsempfindungen abgeben.
Gerade diese Frau grüßte uns nun nicht mehr und übersah uns geflissentlich. Ein armseliger, bedauernswerter Umstand, der mich aber trotzdem nicht dazu veranlasste Gjinn, der uns jedoch noch grüßte, darauf im Einzelnen anzusprechen. Ich hatte viel zu viel mit mir selber zu tun. Denn so wie Mora gezeichnet schien, war das nicht nur ihr Alter, sondern auch schwere Krankheit. Ob nun aber so oder so, die beiden bleiben für mich, im europäischen Raum, eine noch lebende Legende einer zuversichtlichen Ära der so ehrenvollen Hippiebewegung.
So wie auch wir beide, Dasty und ich, hier in dieser Welt gelandet sind, wo uns die Illusion einer unwirklichen Realität uns überwältigen und zu fixieren vermag, sodass sie uns bewusst vergessen machen will, woher wir kommen und was der Zweck unseres Kommens war - das ist mir stets in Erinnerung, aber leider nicht mehr geläufig, von wem es einmal ausgesprochen wurde!
Dabei ist Dasty Daikini ihre Aufgabe, Natur und Kräuter in friedlich, freier, leichter Schönheit - mit und durch ihren Tanz zu verbinden. Ferner, ihren persönlichen Tanzstil, auch als Therapie zu verbreiten und andere Menschen damit zu erfreuen, wobei sie die Welt verzaubern kann.
Meine Aufgabe dagegen, bleibt es Tacheles zu sprechen und aufzuklären und so wirft eine der vorherigen Graphik nun auch im Nachhinein noch die Frage auf, dreht es sich dabei um eine Darstellung einer Airbrushpistole - oder einer Wasserpfeife (siehe auch dazu noch einmal vorherige Graphik)?
In dem Sinn: viel Spaß bei der achtsamen Betrachtung von Beweglichkeit und geflissentlichen Formen. Da ist Irradiation dann Tacheles - die Ausstrahlung von Schmerz dann Klarheit … - … wo wir durch Denaturalisierung so von uns Selbst entfremdet werden, dass wir nur noch wie Roboter zu funktionieren haben!
Ich will gern alles gutzumachen suchen,
was ich und andere an mir schlecht gemacht haben,
aber doch nur in mir, in mir selbst noch.
Alles andere ist
Sentimentalität und Pfuscherei.
Christian Morgenstern
C U L P A
Was ist die Schuld, von der wir erlöst werden sollen? Die einfachen Menschen haben damit nicht viel zu schaffen. An was sind sie denn schuldig? Sie benötigen keine Absolution. Nur die, die nicht zu den privilegierten (VIP=very impotent peopel) Menschen gehören, oder unter den Millionären und Milliardären der Welt anzutreffen sind, können wirklich frei davon sein. Wir müssen uns allein nur den Vorwurf gefallen lassen, uns nicht ausreichend für Amnesty und Greenpeace engagiert zu haben. Zu gleichgültig zu sein ist ein Übel und ein noch Größeres, die gelegentlichen Spendenaktionen der namentlich sich hervorhebenden Privilegierten, die es als Alibifunktion benutzen, um sich freizukaufen, diese dann auch noch besonders zu würdigen, ist ein weiterer Makel unseres Systems. Mehr nicht. Denn unser Planet schreit schon lange nach Hilfe und da ist zu geben statt zu nehmen einfach unsere Pflicht.
Da kann sich nur sehr schwer jemand schuldiger machen, als all die, die Natur und Menschheit ausbeuten. Auch wenn diese ihr Gewissen hinter dem Gesetz verstecken und nur technische Wirtschaftlichkeit preisen, so ist dies dann uneingeschränkt, auch der Untergang jedes Lebens auf der Welt. Wenn dabei mit gelegentlichen Spendenaktionen das Gewissen befreit werden soll; damit sich FREI-GEKAUFT wird, um weiterhin im Überfluss zu schwelgen und zu vertuschen, dann ist dies zynische Arroganz. Darauf muss ich auch später noch eingehender eingehen und ich als Verehrer des alten Inkakönigs Túpac Amari (daher Tupamaro – Stadtguerilla in Uruguay – und wie bereits erwähnt Leitbild zur Gründung der Haschrebellen), weiß wirklich, von was ich hier rede. Es gehört zu meiner Lebensaufgabe und ich gehe mit all diesen Gedanken schon bald vierzig Jahre schwanger.
Also kurz gesagt, ja ich bin schuldig daran in Armut und Krankheit zu verharren und, dass ich nicht zu der Mehrheit der Millionäre und Milliardäre gehöre, die sich mit rücksichtsloser Skrupellosigkeit bereichern. Was ist davon kriminell und was ist ehrenhaft oder christlich? Dann muss ich mich aber weiter fragen, “was war eher; die Krankheit oder die Schuld?” Und warum haben die, die so unheimlich viel Materielles haben, haben die weniger Schuld, also demnach auch weniger Krankheiten? Weil sie die Gesundheit der anderen tragen? Ich hätte doch auch haben können, was ich mir greifen kann - so wie Manager und Politiker es vormachen.
Wenn die Urkirche, der die Machtkirche folgte, sich durchgesetzt hätte und die Worte dessen, auf dem sie sich aufbaute, als für alle Menschen gültig erklärt hätte, nämlich: wir alle – ob hoch ob niedrig, standesgemäß oder auch nicht, ob weiße, schwarze, gelbe oder rote Haut, den Gegebenheiten und seiner Kultur entsprechend, aber auch seiner Individualität, gekleidet und nicht dem Stammesbewusstsein folgend; dann wäre diesem Stern, dieser armen gequälten Erdenheimat, unsägliches Leid erspart geblieben. Das ist vielleicht alles ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis, aber es ist fatal genug, dass uns das Tausende an Jahren schon beeinflusst, lenkt und führt. Nun, in erster Linie aber auch verführt.
Wenn die Erde (wie gesagt wird) ca. 4,4 Milliarden und der Mensch seit 6 bzw. 1,5 Millionen Jahren schon existiert, dann sind doch die wenigen Tausend Jahre, in denen Religionen praktiziert werden, geradezu nebensächlich. Abgesehen von der Lehre der Wahrheit, die diese Weltreligionen vermitteln, sollen oder wollen, haben vorrangig Christentum, Judentum und Islam am häufigsten das Schwert der Zwietracht für Mord und Krieg getragen. Da bleibt eigentlich nur der Buddhismus als aufrechte, nicht mit Phrasen gefüllte Leere, sondern als wahrhaftige Lehre bestehen. Es ist eine intellektuelle Kraft die unterschiedlich fundamental, mehr Ähnlichkeiten als Gegensätze zum Vorschein bringt. Letztendlich auch egal welcher Religion dazugehörig fühlend, muss aber der Weg zum Licht von jedem selber beschritten werden. Egal, in welcher Machtabhängigkeit sich verstrickt wird, ob in esoterischen Grundsätzen, anthroposophischen Erkenntnissen, dem Mammon Geld folgend, oder anderweitigen Heilversprechen der Wissenschaftler, Mediziner und Technokraten, sie unterliegen alle den kosmischen Strahlungen, den Elementen, Mutter Erde und Naturgesetzen. Und nur das ist elementar.
Wehe dem, der da nicht aufpasst und sich von menschlichen Verlockungen und Versprechen gefangen nehmen lässt. Da muss man/frau selbst auch häufig Satan genug sein, um auch den teuflischen Verführungen zu widerstehen. Meine Schwäche ist die Schönheit und all die Reize der Natur, die mich glaubensunabhängig soweit berauschen und ekstatisch zu betören verstehen, sodass ich aber trotzdem niemals mich selbst dabei vergesse. Wenn ich es in meinem Leben unbedingt als total erstrebenswert gefunden hätte, viel Geld zu besitzen, dann hätte ich dies auch erreichen können. Jedoch hatte es keine Priorität über die Erlebnisse und Erkenntnisse, die mir geistig die Verbindung, zwischen Kosmos und Erde vermitteln konnte.
Da bin ich und ich erkenne um mich her, ein wahres Heer an bedauernswerten Geschöpfen. Siehe Afrika, die Wiege der Menschheit und das zerrüttete Asien - der Himalaya. Unseren wohl verehrten Dalei Lama. Dann, all die ausgelöschten, oder unterdrückten Völker, wie Tolteken, Inka, Maya, Azteken, Aborigiens und, und, und .... die wir namentlich gar nicht in der Geschichte verzeichnet haben. All die Unbekannten – Völker, Gruppen … Tier und Pflanzenarten.
Da hatte die Menschheit gerade erst vom Papst verkündet bekommen, dass die katholische Kirche sich bei den Ermordeten, Unterdrückten und Ausgebeuteten entschuldigen lässt. Also damit nun vielerlei Schuld auf-sich-nimmt. Das hört sich aber für mich an, wie das flache Plädoyer eines Rauschgiftkartells, welches den Paten schützt und Graf Koks zu einer Entschuldigung veranlasst - alles im Namen der Obermafia.
Gut, das “CULPA” des Papstes ist eine positive Geste, die von mir persönlich in gleicherweise verkündet, mich aber, umgehend in eine geschlossene Anstalt geführt hätte. Warum wird das so völlig unterschiedlich anerkannt, wo doch meine Verantwortung bedeutend direkter ist und sich nicht auf floskelhafte Phrasen stützt, sondern sich im täglichen TUN auszeichnet? Meine allgegenwärtige Meditation aus dem Geist meines Selbst– und Erhaltungstriebes. Da lag mir Bereicherung auf Biegen und Brechen fern. Und ich sammelte keine gestohlenen und geraubten fremden Güter, um mein Domizil auszustatten. Maßgebend in allen Zweifelsfällen, war für mich stets nur einzig und allein das Leben. Mir nicht mehr zu nehmen, als ich wirklich benötige und den Überfluss zu verteilen.
Die Kraft der Vernichtung, kann ich in so vielen Dingen erblicken und muss sie dabei keinesfalls dem Satan, Teufel oder Mephisto zuschreiben. Die verführen uns nicht, denn wir tun es uns selbst an. Alle Kraft liegt in uns selbst. So ist eben alles Wirkende kräftig. Aber was wird nicht alles mit schneller Zunge und Feder als Kraft und Energie umschrieben.
Wir lernen doch nur, immer hart am Limit zu leben. Nur immer kurz vor dem Aufgeben, werden wir zu Siegern erklärt und wer dabei länger leiden kann - der ist der Größte. Obwohl wir doch auch immer wie kleine Jungs am Strand des Ozeans der Wahrheit stehen. Und schon bin ich bei Isaak Newton. Eine beeindruckende Biographie.
Mit 26 Jahren war Netten bereits Mathematikprofessor in Cambridge. Mit 29, Mitglied der renommierten “Royal Society”, doch erst mit dem Alter von 44 entschloss er sich, sein Hauptwerk “PRINCIPIA”, zu veröffentlichen. Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Karriere: 1702 wählt ihn die “Royal Society” zu ihrem Präsidenten, mit 62 erhält Netten den Adelstitel.
Wer war eigentlich dieser Mann, der die moderne Wissenschaft begründete und gleichzeitig tief verwurzelt war in der uralten Geheimlehre der Alchemie? Auch eine psychologische Deutung, wenn die einen meinen, dass seine mathematischen Gesetze seiner Starrheit und Strenge seinen Charakter widerspiegelten und nur deshalb von ihm entwickelt wurden, um die Unsicherheit und Verlassenheit der Kindheit zu kompensieren. Unsinn, sagen die anderen. Newtons Gesetze und sein exakt bestimmter Kosmos ergeben sich zwangsläufig aus seinem tiefen Glauben zur Schöpfung, die, die Welt in strenger Disziplin und reiner Schönheit nur zum Guten schuf.
Kosmische Energie und himmlische Kräfte für ein besseres Erdendasein? Ja, ich ahne sie, wünsche sie mir immer und ewig herbei und gestalte sie mir brauchbar. Doch erlange ich hierdurch auch wahrhaftige Kraft, meinen etwaigen Virus zu überstehen? Endgültig immun zu werden? Ist es doch ein diplomatischer Akt IMMUN zu sein! An das Leben zu glauben und meinen Weg noch einmal neu zu bestimmen? Das waren meine vorrangigen Gedanken, da ich mich gesundheitlich stark beeinflusst nur noch auf ganz bestimmte konzentrieren konnte.
Was dereinst das Namenlose war, wird zu lichter Energie und was da einst die Urenergie war, wandelt sich zu Kraft. Zu einer kraftvollen Energie, die in mir selbst ist – und nur mich allein verbrennt, weil diese Kraft Ewigkeiten lodern wird – solange wir lebendig sind. Doch ist es nicht wohl auch möglich, dass mir dabei das Gepriesene ferner denn je wird, je mehr mein Ich, von der grenzenlosen Kraft in mir erfasst? Doch was darüber hinaus wirkt, soll um die Nähe seiner selbst willen, auch namenlos bleiben. Denn Mammon und Götzenbilder vernebeln unser Bewusstsein und die eigen innewohnende Kraft der Schöpfung.
Jedoch immer wenn ein Zweifel, zum Gelingen einer Erkenntnis oder eines Erfolges, im Hinterkopf oder Unterbewusstsein anzutreffen ist, bleibt eine erfolgreiche Erkenntnis aus und wird zu einer negativen Erfahrung. Das ist kein Teufel, Satan oder Mephisto, das ist meist keine böse Absicht, sondern nur das mangelnde Selbstwertgefühl, ein Defizit an bis dahin Positiv-Erlebten, was sich dann verkehrt und umdreht - verknüpft zu dem eigenen negativen Ereignis. Mangelndes Bewusstsein der Geisteskraft, die seit Jahrtausenden uns inne, durch die kulturellen und anderen äußeren Einflüssen verstärkt wird. Nur mit der menschlichen Definierung des denaturalisierenden Charakters, ist Bösartigkeit überhaupt möglich.
Dabei ist jedes Lebewesen gut und böse zugleich und verhält sich nur den Bedürfnissen entsprechend, aus erfahrenem, notwendigem und aufgezeigtem Verhalten heraus. Mit den daraus gewonnenen Realitätsfenstern des Stammesbewusstseins der evolutionären Geisteskraft, wird dann die Gegenwart geschaffen. Natürlich sind es die Seelen der Ahnen, die uns mit dem Morgen, aus dem Gestern verbinden. Was sollte uns sonst anderes assoziiert werden und sich somit manifestieren?
Mir gibt mein Denken im Hinblick auf wissenschaftliche Betrachtungen aus der Tierwelt Recht. Kein weißer Hai, Krokodil, Löwe, Kampfhund ist schlecht. Aber jedes Tier für sich, kann aus der eigenen Kraft und den jeweiligen Grundeigenschaften heraus, in der entsprechenden Situation, durch den falschen Umgang des Menschen, oder der verweigerten Akzeptanz seiner natürlichen Bedürfnisse, einen zu erwartenden Schaden anrichten. Der Mensch nennt es dann Bestie, wenn wir sein Terrain nicht akzeptieren oder es bedrängen und des Tieres intimsten Bereich verletzen. Wenn der Mensch die Grenzen der Natur verletzt, dann nennt er dies den Sieg darüber und das Resultat daraus eine Katastrophe. Katastrophal verhält sich dabei jedoch der Mensch und nicht Tier oder Natur. Bei diesem Verhältnis der Dinge ist es unverständlich, dass wir dabei dem Menschen Intelligenz zusprechen.
Der Mensch freut sich über Individualisten, aber verurteilt sie, wenn sie sich individuell verhalten. Dabei ist “so schrecklich Böse” auf dieser Welt, am häufigsten nur der Mensch? Von ihm werden alle katastrophalen Verhältnisse fabriziert und erzwungen. Sehe ich das wirklich falsch, oder bin ich da verblendet? Und der Idiot, für den ich gelegentlich gehalten werde?
Ja, ich gebe zu, ich habe mich von den Elementarkräften verstrahlen lassen und bin wie ein Magnet, in der Wechselwirkung von Positiv und Negativ. Nun bin ich nur noch positHIV und mir kann nichts mehr passieren. Was mich noch aus der Bahn der weiteren Betrachtungen wirft, das bin ich nur selbst mit meinem Denken. Dabei weiß ich, in was für einem Widerspruch ich durch mein logisch, analytisches Denken, und wie ich zu allem spirituellen und medialen Wissen stehe.
Wie eine Medaille auch zwei Seiten zum Betrachten hat, also plankonvex, auf der einen Seite eben, auf der anderen erhaben geschliffen, fühle ich mich trotz meiner erlebten Vergangenheit, wie ein verkannter Diamant. Da nur durch Glaubensstärke das irdische Dasein ertragen werden kann, so konnte mich auch keinerlei Abhängigkeit bezwingen. Ob Tabletten, Alkohol, Drogen oder Krankheit, es sind jeweils nur wichtige Erkenntnisstufen, auf dem Weg zu meinem wahrhaftigen Ziel. Experimente, die Studienarbeit verlangen und mich vom Diamanten zum Brillianten schleifen. In der Dreieinigkeit von Körper, Seele und Geist.
Es wundert mich immer wieder, wie weltliche Traditionen missachtet, verneint, nationale Bedürfnisse erstritten und erkämpft werden. Auch ein Paradox, welches mir unverständlich bleibt. Mit dieserlei Betrachtungen einher, gingen das Abschiednehmen und die Rückreisevorbereitung nach Berlin.
Das Schuldbekenntnis des Papstes hatte mich insgesamt versöhnlicher gestimmt. Meine Idee zur Förderung einer Initiative zur Selbsthilfe bei gesundheitlichen Aspekten, ließ mich auch geistig wieder aktiv werden. Denn als halbwegs bewusster Mensch benötige ich stets eine Aufgabe, mit Verantwortung und einem Ziel. Die Iatrik und Spagyrik als Lebens- und Selbsthilfe bei Krebs, HIV und AIDS Diagnostizierten? Verhieß mir dies selber in dieser Situation, eine vernünftige Sterbehilfe durch Lebensbejahung zu sein? Ich wusste es in meinem Gesundheitszustand nicht mehr genau. Denn ganz nach H. v. Bingen, “kann keiner gesund werden, der nicht seine alten Lasten abschüttelt.”
Ich erinnerte mich der fast 30 Millionen Afrikaner, die vom Hungertod betroffen sind. Weltweit sind es sogar 800 Millionen Menschen. Die vielen Millionen an Menschen, die keinerlei Möglichkeit haben, ihrem Virus entsprechend behandelt und versorgt zu werden. Dem gegenüber die Aussage der katholischen Kirche durch den Papst. Allein nur eine Absolution zu erteilen, ist in solchen Situationen doch geradezu höhnisch. Für was denn das Freisprechen und die Lossprechung von Schuld? Von welcher Schuld? Von der Schuld, dass wir am Leben sind?
In einer meiner misslichsten Situationen ging wieder einmal die Phantasie mit mir durch. Aber meine Phantasie besitzt die Fähigkeit, meine Ideen in geistige Bilder zu verwandeln und im Kopf real entstehen zu lassen, sodass ich bisher so vieles erreichte, wovon ich eigentlich nur hätte träumen dürfen, wandelte sich in reale Begebenheiten. Dabei bin ich ein moderner Mensch, der mit modernen Problemen konfrontiert wird. In einer Leistungsgesellschaft, in der zukünftig für mich kein Platz mehr ist. Es bleibt doch im Gefühl des Erlebten, immer gleich, ob nun kriminalisiert oder erkrankt, ist es meist nur die Enttäuschung versagt zu haben. Die Angst auf das Leben in irdischer Form verzichten zu müssen. Und was erwartet uns danach? Ich habe es schon erlebt und möchte es trotz aller Schönheit nicht erreichen. Nein – ich will nicht sterben.
Den Ansprüchen einer Leistungsgesellschaft nicht gesund und widerstandsfähig genug entsprochen, sich in Krankheiten geflüchtet, ist bedauerlicherweise auch gelegentlich eine Ursache; für sehr viele Menschen und ihre Erkrankungen. Dies ist sehr häufig zu beobachten, da sich der eine oder andere damit in den Vordergrund und zu mehr Aufmerksamkeit, zu der jeweiligen Gruppe hin, zu der er sich hingezogen fühlt, so dann auch Anerkennung zu verschaffen sucht.
Eine Anerkennung, die ganz normal gesucht wird, beinhaltet voranging die Suche alssolche. Suchtverhalten also! So gesehen habe auch ich mir meine HIV-Diagnose selbstverständlich selbst zuzuschreiben. Aber es ist auch der Unterschied, der die Gesellschaft von den einzelnen Individuen trennt. Der Unterschied zwischen arm und reich, Schwarz und weiß, oben und unten und so weiter.
Zwischen Haben und Sein - und ich wollte immer nur da-Sein und Ich-Selbst sein. Mir kam eine kleine Geschichte, aus meiner revolutionären Phase der Jugend in Erinnerung, die ich zur Unterbrechung berichten will. Auch wenn ich wieder abschweife.
Da ich mit knapp 20 Jahren bereits schon mehr als 8 Jahre auf eigenen Füßen stand, hatte ich in dieser Zeit auch die unterschiedlichsten Kreise kennen gelernt. So war mir durch Bekanntschaften und gesellige Abende, zu denen man heutzutage Party sagt, einmal ein Partygänger aufgefallen. Ein Staatsanwalt, den ich persönlich aber nur vom gelegentlichen Sehen kannte. Weshalb er mir unangenehm erschien, zeigte sich an einer späteren Geschichte, einige Monate nach dem flüchtigen Kennen lernen.
Gleichzeitig hatte ich eine Kinderfreundschaft wieder getroffen, den Lars, der seit seinem Säuglingsalter im Kloster, bei Nonnen zuerst und anschließend in einem katholischen Kinderheim gelebt hatte. Immer wenn er zu Besuch bei seiner Mutter war, dann hatten wir als Kinder Kontakt, da er unter bestimmten Umständen gleich eine Straßenecke weiter wohnte und schlief.
Es ergab sich, dass ich dann eines Tages erfuhr, nachdem wir uns viele Jahre nicht gesehen hatten, dass ein Verfahren wegen Diebstahl gegen Lars eingeleitet und die dazugehörige Gerichtsverhandlung anberaumt war. Ich wollte ihn begleiten und wusste noch nicht, dass ich bei dieser Gelegenheit auch auf den Staatsanwalt treffen würde, der mir in auffälliger Erinnerung geblieben war.
Ich kannte persönlich nur die Kindheitsgeschichte des alten “Freundes”. Diese war in katholischer Umgebung eine konsequente, rücksichtslose, lieblose Prügelerziehung, wo es mehr Strafen und Schläge, als Zuwendung und Essen gab. Er hatte sich dadurch wahrscheinlich zu einem rückgratlosen, gebrochenen, linken Vogel entwickelt und sich nun wegen Diebstahl zu verantworten. Ich kannte ihn zwar noch, konnte ihn aber längst nicht mehr als Freund betiteln.
Neugierig erschien ich aber trotzdem zu dem anberaumten Termin und wusste noch nicht, dass ich außer meinen alten Kinderfreund, auch den Staatsanwalt kannte, als ich im Zuhörerraum Platz nahm.
Die Verhandlung begann wie üblich mit dem Plädoyer des Staatsanwaltes und erst als er in voller Größe dastand, da erkannte ich ihn. Ausschweifend griff er in den großen Aktenberg, der den akribisch genau aufgezeichneten Werdegang, bis hinein ins Säuglingsalter dokumentierte. In solchen Heimakten wird absolut alles vermerkt, was auch ansonsten völlig unwichtig und belanglos, bei einer anderen Kindheit in elterlicher Fürsorge, keinerlei Beachtung findet. Es ist ein „Seelenstreaptease“ der „Peinlichkeiten“ schlechthin, was bei “fürsorglicher” Heimerziehung so alles auf den Tisch kommt.
Jede kindliche Dummheit war verzeichnet, jede kleinste Auffälligkeit als sträfliches Begehren gewertet. So wollte nun auch der Staatsanwalt erzwingend, aus dieserlei Kleinigkeiten dann eine kriminelle Neigung und Intensität zu formulieren, damit ein lebenslänglicher Gefängnisaufenthalt (mit Androhung der Sicherheitsverwahrung) dann die Folge gewesen wäre.
Seine Begründung bezog sich vorrangig auf einen Vorfall, aus der Kindergartenzeit unter Nonnenaufsicht, die mein Kinderfreund Lars, mit 4 oder 5 Jahren längst hinter sich glaubte. Er hatte damals im Kindergarten das Portemonnaie einer Nonne versteckt und um nicht in Verdacht zu geraten, seine eigenen Schuhe ebenfalls an der gleichen Stelle hinterlegt. Da ja nun auch seine Schuhe fehlten, wurde also nicht nur wegen der Geldbörse gesucht.
Kindlich naiv, oder um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, fanden sich dann beide Gegenstände im Klavierflügel der Aula wieder, weshalb auch gleich geklärt werden konnte, wer für diesen dummen Jungenstreich verantwortlich war. Nun aber wollte der Staatsanwalt anhand der Geschichte, die tief verwurzelte kriminelle Schädigung, des Angeklagten untermauern. Soweit mag darüber gestritten werden ob dies nun richtig oder falsch ist - jedoch mir kam bei dieser Geschichte sogleich noch etwas anderes in den Sinn.
Als das Plädoyer vorgetragen wurde, erinnerte ich mich an die damalige Gesellschaft und die Geschichte, die derselbe Mensch, ehemals zur Belustigung seiner Clique vortrug. Denn bei der erwähnten Party hatte er sich mit zweifelhaften lustigen Storys, in den Vordergrund gespielt. Da hatte er beispielsweise auch eine Geschichte seines Sohnes zum Besten gegeben. Eine kleine kriminelle Gemeinheit, die dieser einem anderen Mitschüler unterjubeln konnte und dieser “Anschiss” und Verrat sozusagen, diente als Beweis für die Intelligenz seines eigenen Sohnes. Also, wenn das Kind eines Akademikers in der Schule oder Kindheit Mist verzapft und das einem Schwächerem unterschieben kann, dann ist dies Kind besonders intelligent. Bei ähnlichen Dummheiten ist ein Heimkind dagegen nur kriminell. Versteht die/er LeserIN, was ich meine?
Ich konnte mich vor Lachen nicht halten und wusste nun auch, warum mir dieser Mensch schon damals so unangenehm war. Da ich nun aber, der Aufforderung im Zuhörerraum zu schweigen nicht nachkam, wurde ich des Saales verwiesen und bekam gleich noch eine geringfügige Geldstrafe wegen Missachtung des Gerichts verhängt. Das war wirklich Grund zum Lachen.
So könnte ich noch zahlreiche Geschichten erzählen, wo auch ich einzig und allein aufgrund meines Vorlebens, und der damit verbundenen Akte verurteilt worden bin. Aber auf gar keinen Fall, anhand eines Tatbestandes. Das ist ein Kreislauf, der mir noch heute anhängt und den ein Vorbestrafter auch kaum wieder loswird.
Wer da nicht zum VIP (very impotent peopel – ha ha) Kreis gehört, muss sich sein Leben lang mit der Schuld der anderen herumschlagen. Schuld – Culpa – debtor, dr ray – das ist das Leben, mit dem ich mich arrangieren kann. Auch wenn ich seit weit mehr als 20 Jahren nicht mehr strafrechtlich in Erscheinung getreten bin, muss ich wegen meiner Kindheit und Jugend, noch heute gelegentliche Strafverfolgung akzeptieren. Anhand der Akten gerät man/frau dann ins Visier.
Also: “Zurück zur Natur und tue niemandem Böses an”, so kam es mir heutzutage in den Kopf. Auch zu anderen Zeiten hatten sich Menschen zu solchen Dingen Gedanken gemacht. Wie Newton bei astrologischen Aspekten, so auch der Philosoph Jean-Jacques Rousseau. 1742 machte er sich einen Namen mit der Feststellung, dass “Kunst und Wissenschaft die sichtbaren Denkmale der Dekadenz und des Massenelends sind. Wo dann Kultur entsteht, werde sie stets von der Ungerechtigkeit begleitet. Gesetze würden nur erforderlich, weil das Perfektionieren des Geistes einen Verfall der Tugenden verursache.”
Jedoch während ich das schreibe, erinnerte ich mich der zahlreichen unterdrückten Völker dieser Erde und finde es lächerlich, wenn es den Anschein erwecken sollte, dass das von mir Berichtete, als Katastrophe zu betrachten sei. Nein, was ich ausdrücken will, ich meine, es ist eher die Angst, die der Menschheit infiziert wird und dies ist eben auch in jeder Kultur anders. Obwohl überall wahrlich mit zwei unterschiedlichen Maßen gemessen wird. Wie der Film mit Brigitte Mira “Angst fressen Seele” mir dabei einfällt. Ach - von welchem Regisseur war er nur? Unwichtig und für mich existieren sowieso nur drei herausragende Regisseure in Deutschland. Da wäre Fassbinder (gewesen), Rosa von Praunheim und Schlöndorff, also, ich bin damit nicht bewandert und Filme, Stars und Sternchen interessieren mich nicht. Die Entwicklung geht glücklicherweise weiter und heutzutage kommen auch gewiss noch andere gute neue, bzw. junge Regisseure dazu.
Egal - wo war ich stehen geblieben? Anders als in Israel, Afghanistan, Afrika oder anderswo, werden in unseren Breitengraden, Angst, Schuld und Sühne durch die Medien propagiert. Ganz schlicht und einfach, um die Menschen unserer Gesellschaft in genügend Abhängigkeiten zu verstricken. Dabei werden die Bilder von Gut und Böse übertrieben streng, in katastrophaler Form täglich oktroyiert; in dem, oder wobei jede Berichterstattung, möglichst ungenau und subjektiv erfolgt. Steuerhinterziehung von namhaften Spitzensportlern gehören zum Alltag und sind nur selten zu verfolgen. Politiker können sich grundsätzlich ihrer Schmier-, Bestechungs- und Unterschlagungsgelder nicht erinnern. Sie werden zwar in den Medien angeklagt, zu Verurteilungen kommt es selten. Anschließend dürfen sie auch besser bezahlte Stellungen bestreiten.
Da werden sogar Fleischermeister Moderatoren, die ganz ihrem Beruf und der daraus entstehenden Berufung nun, das Volk, die eingeladenen Gäste, sowie alle Wesen die auffällig werden, buchstäblich schlachten und unter der Gürtellinie hinzurichten versuchen. Eine wirklich ehrenvolle Sendung der zusätzlichen Verrohung.
So ein “amüsantes” Spektakel wird dann penetrant häufig über die Sendeanstalten ausgestrahlt und die übrige Menschheit wundert sich, warum Toleranz, Akzeptanz und Menschlichkeit immer mehr in den Hintergrund rücken. Wenn selbst Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen keinerlei Verantwortung aufzeigen, woher soll sie dann der einfache Mensch herbeiziehen? Er muss alles erst durch Krankheit lernen?
Wenn sich komplette Spielfilmserien ausschließlich mit Gewalt, Drogenverherrlichung und Denunziantentum beschäftigen und die unterschiedlichsten Süchte propagieren, woher soll da dann der Einzelne seine eigene Verantwortung für die Welt und sich selbst finden?
Diesem Dilemma wäre bereits im Kindergarten-, Vorschul- und Grundschulzeiten vorbeugend zu begegnen. Aber gerade hier passiert auch nichts weiter, und gelegentlich sogar genau das Gegenteil, sodass die negativen Attribute noch angeregt und positiv stimuliert werden und sehr häufig großzügig, über Gewalt, Rassismus und Sexismus hinweggeschaut wird. Da sind es dann nur Kinder, die nur unter schlechtesten Bedingungen auffällig, dann wieder für die Schuld aller geradestehen müssen. So werden Randgruppen forcierend gefördert und anschließend bewusst allein gelassen, damit das gesellschaftliche Bild auch mit Gut und Böse belegt werden kann.
Dieses demütigende Spiel, welches mittlerweile zur Massensportbewegung sterilisiert wird, hat denaturalen Charakter und ist bedauerlicherweise fast eine Zeitgeistepidemie. Um den daraus resultierenden Untergang der Menschheit zu vermeiden, müssen wir uns alle auf unser naturalistisches Bewusstsein konzentrieren und uns darin üben, uns einzig und allein nur uns selbst zu unterwerfen. Eben nicht bei den öffentlichen Gemeinheiten, Verunglimpfung und Oberflächlichkeit mitzuspielen, das ist auch
eine Aufgabe, die es zu lernen gilt.
Warum erhält Negativität so ein spektrales Forum, um die Massen zu unterhalten? Um vielleicht das Spektakel der Apokalypse in allen Facetten zu genießen? Es stellen sich bei solcherlei Überlegungen so unendlich viele Fragen, denn normal ist es für mich persönlich nicht, dass anthropologische Lehren und unkonventionelle, alternative Schulungs- und Heilverfahren stillschweigend nur einem kleinen Kreis von Interessierten zugänglich gemacht wird, aber alles andere in Dekadenz gepriesen werden darf. Wo ist da dann die intelligente Verantwortung?
Aber so oder so möchte ich auf gar keinen Fall Absolutheitsanspruch geltend machen. Also zurück zu Themen, welche dieses Buch füllen sollen. Denn in absolut jeder Sache zeigt sich auch eine Gegenperspektive. Auch über die Weltanschauungslehre des Rudolf Steiners wissen wir heute, dass der Grundgedanke mittlerweile als zweifelhaft faschistoid geprägt gilt. Und selbst den Montesourieschulen kann nicht grundsätzlich von allen, als die Verbreitung der Ideallehre verstanden werden. Auch wenn es dies ist - es gibt verschiedene Auffassungen.
Jedoch schon der Arzt, Naturforscher und Philosoph Theiphrastus Bombastus von Hohenheim, auch Paracelsus genannt, räumte die Grundursache aller Beschwerden ins rechte Licht. Nämlich, dass nicht der Sündenfall des Menschen für Entstehung, Ursache und Behandlung verantwortlich ist, sondern stets bestimmte individuelle Erkenntnisse und Ursachen einen Behandlungserfog voraussetzen.
Denn seit dem 6. Jahrhundert nach Chr. setzte sich im christlichen Abendland die Auffassung durch, dass Krankheit eine Strafe Gottes sei, die als Folge einer Sünde entsteht. Nahtlos haben wir diesen Heiligenschein heutzutage der Pharmazie und ihren Medizinern überantwortet, wobei wir seelische Ursachen völlig außer Acht lassen.
Aber ich möchte nicht über das vormittelalterliche Denken unserer Zeit, welches uns heute nicht mehr aus der Dunkelheit führen kann, klagen, sondern vielmehr ein Licht für die Zukunft anzuzünden. Denn es gibt auch genügend positive Aspekte, die uns hoffen lassen, dass die Menschheit sich zu seiner Ursprünglichkeit besinnt.
Meine Überzeugung ist es jedenfalls, dass sich in diesem Moment der Geschichte ein neues Bewusstsein in unserer Welt manifestiert, das uns so stark wie noch nie, auf unsere individuellen Lebensprozesse hin zu führen vermag. Erst dann sind unsere Geisteskräfte sensibilisiert für den universalen Geist und die Gedanken können sich auf die friedvolle Zukunft konzentrieren.
Ayurveda, die Wissenschaft vom Leben, bestätigt mich in meinem Denken. Indien war zwar der geographische und kulturelle Mittelpunkt des Ayurveda und entsprechend gilt, dass sie als “Mutter der Medizin”, den Grundlagen aller Naturheilsysteme entspricht. Nach Auffassung der ayurvedischen Lehre, ist es die Natur des Lebens selbst, die Ayurveda beschreibt. Im Inneren jedes Menschen, am Ursprung seines Denkens, Handelns und Empfindens, in der Tiefe seines eigenen Bewusstseins, dort kann der Vede im Grunde von jedem Menschen “eingesehen”, also erkannt werden. Auch in uns Selbst. Dort ist, wie gesagt wird: “apaurusheya”, ungeschaffen, zeitlose unmanifeste Realität, stille und unveränderliche Intelligenz der Natur und des sich ewig wandelnden Universums. In der Tiefe der Unendlichkeit kommt die Nähe der Schöpfung.
Wir müssen es zu akzeptieren lernen, dass bereits vor ca. 8 tausend Jahren in Nordafrika, bei lebenden Menschen Schädel operativ geöffnet wurden. Vor rund 6 tausend Jahren, Funde aus der Jungsteinzeit belegen, dass die Versorgung von Jagdwunden und Knochenbrüchen stattfanden. Dann entstanden wohl Keilschrifttexte aus Persien, die sich mit Arzneipflanzen beschäftigten und die Priestermedizin der Sumerer entwickelte sich. Bereits vor 5 tausend Jahren vollzog sich die Hohe Kunst der Mumifizierung. Mehr als 3500 Jahre alt, ist der “Papyrus Ebers”, ein ägyptischer Beleg, der insgesamt 700 Arzneipflanzen und 900 Rezepte für Salben, Pflaster, Pillen und Augentropfen beschreibt.
Der berühmteste Arzt der Antike, der Grieche Hippokrates gilt als Vater der europäischen Heilkunde und trotz all dieser Erkenntnisse tun wir altes Wissen ab. Behaupten aber, heutzutage den Ursachen keinerlei Bedeutung mehr zukommen lassen zu müssen und mit Chemie alles im Griff zu haben. Das ist doch vermessen - wenn nicht geradezu albern und schädigt langfristig mehr, als es nützt.
Es sind die Verhältnisse der historischen Situation als solcher, die mir die Schrecken vor der Zukunft nehmen und mir das Wissen garantieren, dass unsere Welt einen Quantensprung machen wird. Sobald wir gelernt haben, diese Entwicklung zu fördern und aufrechtzuerhalten. Vereint mit unserem neuen spirituellen Bewusstsein, schaffen wir die Erweiterung, nicht länger durch Doktrinen, Moden und vergängliche Trends, sondern mittels einer positiven persönlichen und psychologischen Ansteckung sozusagen, durch die globale Berührung mit dem Schicksal der anderen Menschen verbunden zu sein - zu helfen, und geholfen zu werden. Es ist ein morphogenetisches oder kollektives Bewusstsein, zukünftig daraus zu lernen.
Ich möchte ohne Schuldzuschiebung der Vermittler sein, der anhand meiner Geschichten dazu beiträgt, die vermeintlich seltsamen Zufälle, die gerade zur rechten Zeit in unser Leben treten, oder die Menschen, die unserem Leben unvermittelt eine neue Richtung geben, zu vertiefen und zu verdeutlichen. Dass das einem jeden von uns passieren kann, wenn man/frau die Augen nicht verschließt, das muss bewusst gemacht werden. Ich messe mehr als je zuvor, diesen mysteriösen Begebenheiten intuitiv eine höhere Bedeutung zu und weiß jetzt, dass es im Leben um eine Entfaltung unserer Spiritualität geht, die mehr als nur eine persönliche, individuelle Entfaltung beherbergt, die bisher keine Philosophie oder Religion imstande war, zufrieden stellend zu erklären. Auch wenn es die ökonomische Kirche versucht.
Darin erkenne ich einen Teil von Schuld und Sühne und die positHIVe Verknüpfung meiner Erkrankung als Weg. Das ist dann letztendlich das Ziel, welches dahin führt, die nationalen Isolationen und individuelle Vereinsamung aufzuheben und die Verbindung der Menschheitsgeschichte wiederherzustellen.
Mit dem globalen Gefühl der Gleichheit kann sich dann erst ein Verständnis abzeichnen. Wenn sich dies auf kosmische Weise mit uns selbst und Mutter Erde verbunden wird, haben wir das erreicht was wir dazu tun müssen, um diese Erkenntnis für eine neue Realität zu unserer Eigenen werden zu lassen. Da sind unsere Zweifel und Ablenkungen an den Nagel zu hängen, denn dann erst, gehört uns die Unsterblichkeit ohne Schuld und Sühne.
Mit unsterblich meine ich nicht, dass wir nicht alle zu der jeweiligen Zeit gehen müssen. Nein, Unsterblichkeit ist die bewusste Geistigkeit all unserer wohlwollenden Betrachtungen und Empfindungen. Unseren Energielevel weiter zu erhöhen, bedeutet höheres Bewusstsein. Um unsere Bestimmung unsterblich zu manifestieren, gehört Feingefühl, elementare Sensibilität mit unserem direkten Umfeld als solches ebenso, wie kosmische und weltliche Verbindung dazu. Damit erhöht sich auch automatisch die Frequenz der molekularen Schwingungen unserer körpereigenen Atome. Das sind die wahren Errungenschaften und Tatsachen, denen wir mehr Achtsamkeit entgegenbringen sollten und die bereits in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Bereichen nachgewiesen sind.
Die Atome werden von allen Lebewesen signalisiert und erscheinen für unser Augenlicht dann als Aura. Dieser lichte, helle Energielevel ist in meinem Augen die Unsterblichkeit, die sich absolut allen Lebewesen und natürlichen Dingen offenbart und durch diese dann ihre eigene Leuchtkraft erhellt - also ausstrahlt. Eine weitere Manifestation, die auch mit Eintritt des Todes nicht einfach nur so verschwindet. Es gibt viele Berichte, wo Menschen die sterbende Menschen begleitet haben, anschließend von lichten, warmen Schwingungen sprechen, die sich von dem Toten dann entfernten. Damit ist Aura oder Geist gemeint und beschreibt den Austritt der Seele. Die in ihrer Energie ewig fortlebt. Denn es gibt keinerlei Energie, noch dazu dermaßen hochkomprimiert im Manifest des Lebens, die sich so einfach auflöst und verschwindet. Das würde jeder Erkenntnis und Logik widersprechen.
Gesundheit und Heilsein ist in der Gegensätzlichkeit eins und kann in dem Sinne aus medizinischer Sicht, keine Gesundheit in einer erkrankten Welt garantieren. Aber der Einzelne kann das Heil-Sein in sich selbst, in seinen Handlungen und Worten, mit heilendem Aspekt auf das Ganze, zu seiner höchst eigenen Gesundung gestalten.
Ich habe durch meinen HIVirus eine neue Qualität zu meinem persönlichen Leben entdeckt. Ferner musste ich das Wichtigste erkennen, dass wir nicht auf diesem Planeten sind, um private Imperien aufzubauen, sondern um uns weiterzuentwickeln. Dabei werden wir alle verstehen und lernen müssen, dass die natürlichen Ressourcen und die unglaublichen Kraftquellen, wie Meere, Wälder und Steppen und so weiter, ebenso wie wir selbst, geschützt und erhalten werden müssen. Dabei haben wir Menschen die Aufgabe von Schutz und Verantwortung zu übernehmen.
Die Essenz dessen, können wir aber nur unbeeinflusst, und nicht mit alkoholischen und synthetischen Drogen, sowie ohne chemischen Einfluss verspüren. Das kommende Jahrtausend ist das, der geistigen Revolution, wo wir alle von der Intuition geleitet werden, um zu wissen, was wir genau und wann zu tun haben. Dabei werden die Aktionen des Einzelnen, die der Anderen harmonisch ergänzen. Daran glaube ich ganz gewiss, da ansonsten jedes Leben überflüssig wäre.
Exzessiver Konsum ist nicht notwendig, weil das Verlangen überflüssig ist, etwas aus Kontroll- oder Sicherheitsgründen besitzen zu müssen. Dabei müssen wir auch absolut nichts suchen, denn wir tragen alles in uns. Durch den Drang nach einem Lebenszweck ist die Tatsache unserer eigenen Evolution bereits umgesetzt und schon gegeben, in dem das Leben allmählich einen anderen Inhalt erhält, vertiefen wir unser Empfinden mit allen guten Gefühlen. Das nenne ich persönlich auch die androgyne Revolution in einer holographischen Allianz der kosmisch, globalen Betrachtung - des Christusbewusstseins.
Am Leben zu sein ist keine Schuld und jede einzelne schwere Krankheit ist es ebenso wenig, geschweige der Sündenfall schlechthin. Aber dies Schicksal nicht anzunehmen und daraus keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen, das ist verwerflich. So werden wir uns nicht manifestieren und demzufolge nicht unsterblich werden können, wenn wir nur am Althergebrachten festhalten und daraus Schlüsse ziehend, dann doch zu kapitulieren. Das hat wirklich nichts mit unserer Aufgabe zu tun.
In stillstehende Resignation zu verfallen, wäre für mich wirklich große Sünde und mehr nicht. Gut und Böse aufzuheben und im Yin und Yang heilsame Harmonie zu finden, ist für die gesamte Menschheit notwendig. Denn warum gibt es das Eine und das Andere? Doch nicht um ein vorwurfsvollen Gestöhns, sondern, um das Beste für alle aus jeder Situation zu machen. Denn ohne das Eine wäre das Andere nicht möglich und ohne das Böse, würde das Gute nicht existieren. Sollte sich die Menschheit nicht weniger Mühe am Verblöden geben, als bei neuen Erkenntnissen innovative Intelligenz zu suchen? Das könnte dann Entwicklung genannt werden.
Wenn ich antiquierte Sprachorgane gelegentlich vernehme, so hat es meines Erachtens den Anschein, als ob das Leben verboten werden soll. Als ob diese Sprecher in den Medien geradezu mit Leidenschaft auf dem Bösen herumpochen und es nur deshalb anprangern, um damit ihre eigenen Fehler, Abartigkeiten und Schwächen im “Guten” erscheinen zu lassen. Denn was haben sie ansonsten gelernt? Wenn nicht aus der Menschheitsgeschichte und noch nicht einmal aus sich selbst heraus? Wenn die Menschheit aus der Tragik der Geschichte gelernt haben würde, dann müsste die Erkenntnis daraus doch eine andere sein, als das Bild, welches uns immer und immer wieder aufgezeigt wird!
Wer könnte uns was verbieten und was wäre dann noch Sünde, wenn sich allein die Intelligenz entwickelt hätte und wir es alle ehrlich miteinander meinten? Aber wer hat wohl an solcherlei Entwicklung nur wenig Interesse? Doch nur die, die an bestimmten Stellen sitzend auch das Machtpotenzial bestreiten. Die sich dem Mammon Geld und Kapital und mehr haben zu müssen, als der Einzelne verbrauchen kann, verschrieben haben und alles andere zu Fron- und Sklavendiensten auszubeuten verstehen. Das, und nichts anderes nenne ich persönlich wirklich kriminelle Energien - ebenso, wie wenn Dummheit sozusagen, vorsätzlich gezüchtet und vermehrt wird.
Für alles benötigen wir in unserer bürokratischen Zivilisation eine Ausbildung, einen Tauglichkeitsschein und viele Prüfungen. Wenn dagegen Leben in die Welt gesetzt wird, dann ist dies auch von jedem Trottel möglich. Daraus ergibt sich dann das weitere Verbiegen, was bis hin zum Quälen und zu Verunstalten gestattet wird, solange ein äußerer Rahmen ORDNUNG verspricht. Wenn es Eltern und Lehrer tun, dann hat das alles schon seine Richtigkeit - wird so leichtfertig behauptet und übersehen, dass auch diese Wesen häufig nur einfache Leute sind, die schwer gezeichnet und mit ähnlichen Verletzungen und Schmerz sowie anerzogener Angst, dann ihre eigenen Fehler weitergeben. Andererseits sind mit den Auswüchsen dann auch gleichzeitig wieder Eltern, Lehrer und Gesellschaften überfordert, weshalb dann der Einzelne zu büßen hat. Letztendlich hängt alle Gerechtigkeit vom Geld ab und die beste Lüge wird geehrt. Wen das dann stört, der wird bestraft.
Eine so eigenartige Gesellschaft, die ich mit den Berichten und Nachrichten der weltweiten Tagesthemen, von Jahr zu Jahr, immer weniger verstehen kann. Die Masse wird immer dümmer, die Pogromen der Politiker werden teilweise immer polemischer, und nur einzelne Bestrebungen versprechen hoffnungsvoll, individuelle Intelligenz. Die dann auch in ihrer Arbeit und Verbreitung noch etwas Innovation versprechen und eine verträglichere Zukunft verheißen.
Ich kann dabei gar nicht verstehen, warum im kollektiven Handeln und solidarischen Denken nur so unwahrscheinlich wenig gelernt werden soll. Ist das vielleicht der Grund dafür, dass die meisten hoch entwickelten Kulturen alle ausgestorben sind? Weil ab einer bestimmten Größenordnung an gesellschaftlichen Entwicklungen eine Stagnation und geistige Rückentwicklung eintritt? Vernichtet der Mensch sich mit seiner „Überentwicklung“ an Kultur, nicht sich selbst und ist damit dümmer als jedes Tier? Aber jedes Leben richtet sich letztendlich doch nach evolutionären Grundbedingungen und elementaren Gesetzen aus. Wenn eine Lebensform unter den momentanen Bedingungen nicht mehr lebensfähig, dann wird sie durch eine nächsthöhere Art ergänzt und ausgetauscht. Das ist ein Gesetz der Schöpfung und unserer Evolution, und dagegen wird sich auch der Homo sapien nicht wehren können, wo wir uns auf der Schwelle zum homo scientificus befinden.
Wenn ich dagegen an meine eigene Erkenntnis glauben möchte, dann lässt mich doch solches allgemeine Geschehen um mich her, immer wieder sehr schmerzvoll leiden. Dann wird mir gelegentlich die Minderwertigkeit, der in der Masse lebenden Individuen bewusst und ich möchte aus dieser Zeit dann entfliehen. Mit dem Weltschmerz verbunden mich auflösen und nach neuen Gemeinschaften suchen.
Jedenfalls sind Schuld und Sühne nur die Definitionen, die Abhängigkeiten des einzelnen Menschen an die Gesellschaft binden sollen. Sie versuchen ein schlechtes Gewissen zu vermitteln und sind eine Lüge für alle die, die sich darin verstricken, ohne die Verantwortung der anderen geltend machen zu dürfen. Eigentlich nur eine menschliche Gemeinheit, die nichts mit Tatsachen zu schaffen hat und jede objektive Realität der Intelligenz, zu vertuschen versucht. Sie werden dann durch Glaubensbekenntnisse unterstützt und ausgebaut, indem der einzelne Mensch ausgebeutet wird. Und ich erinnere mich daran, dass der Ausspruch „einer für alle, alle für einen“ dann einen makaberen Charakter erhält, wenn „einer für alle - niemand für einen“ - und so werden weiterhin Spendengelder gesammelt, um ja nichts an sich selbst zu verändern und die eigene „Schuldanweisung“ zu kompensieren. Aber so einfach geht das nicht und mittlerweile wissen wir, dass auch zu schweigen und nichts zu tun eine gewisse „Schuld“ beinhaltet. Ja, man/frau kann sagen; tu’a res a’gitur - „um deine Sache handelt es sich!“
Gerade Intelligenz wäre doch eigentlich die Fähigkeit, gut mit neuen Situationen fertig zu werden, bei denen nicht Erfahrung, sonder schnelles Erfassen zählt. Dies dann zu erfassen und in kreativ, logisch, mathematisch, sprachlich, künstlerisch, sozial geistige Ausdrucksform und Körperbeherrschung zu bringen, wäre eigentlich die wichtigste Aufgabe der menschlichen Gemeinschaft. Sich nicht in Schuld verstricken zu lassen, sondern auf intelligentem Weg eine Lösung zu finden, den gesellschaftlichen Fehlleitungen entgegengesetzt. Um daraus zu lernen und den nachfolgenden Generationen den Boden der Erkenntnis zu bereiten. Ohne neu zu verschulden und die Enkel sozusagen mit Altlasten zuzuschütten.
Einen intelligenten Standpunkt zu erhalten, sich selbst zu lieben und aus sich selbst heraus geliebt zu werden, hieße, auch etwaige Schuld angemessen zu verarbeiten und für die Zukunft, einen offenen Geist walten zu lassen. Ohne Schuld aus eigener Verantwortung, die im Prinzip ja doch immer fehlt, da sie ja bekanntlich von offiziellen Seiten ebenfalls falsch interpretiert ist.
Ich glaube aber auch weiterhin an die wesentliche Aufgabe, die sich mit dem angebrochenem Wassermannzeitalter abzeichnet. Wir müssen die geistigen Kräfte entwickeln um den „Engel“, der tief in unserem Innern wohnt, aus seinem lethargischen Schlaf zu wecken.
Wir wissen um unseren inneren Tempel, von unserem inneren Alchemie-Labor, dem Platz in uns an dem unsere innere Schöpfung bzw. Meister, Guru, Lehrer wohnt, welcher uns von unserer Kindheit an theoretisch begleitet lernen, und im praktischen Handeln umsetzen.
Allerdings können wir diese innere Schöpfungskraft erst dann in dynamischen Betrieb setzen, wenn wir uns mit der Natur, unserer geliebten Mutter Erde, unserer Gaia in Einklang bringen und diese Kräfte integrieren. Erst dann werden wir auch die wahre Bedeutung unseres inneren Engels vernehmen, wenn wir unser “Biest”, unseren inneren Schatten erkennen.
Dann werden wir weiterkommen und teilhaben an den reichen Schätzen, die uns ganz selbstverständlich unsere Mutter Erde (Mama Patcha) anbietet. Das ist auch gewiss das Geheimnis, dass sich hinter vielen Inkarnationen verbirgt. Das heilige Gesetz des SEINS können wir vielen Dingen entnehmen. Den Steinen und Bergen, die uns ihre Weisheiten zu Verfügung stellen, oder den Wurzeln und Pflanzen, die uns ein breites Archiv an Wissen offenbaren.
Selbst die Baumkronen sind Hüter dieses Geheimnisses, das auch in der anderen Welt bewahrt wird. Die Stimme der Weisheit können wir auch im Rauschen des Wassers, der Wasserfälle, den Flüssen und Quellen vernehmen. Wenn wir nur zuhören würden, könnten wir die in unser Ohr geflüsterten Geheimnisse wahrnehmen. Es ist mehr als nur eine Phantasie oder gar Philosophie, es ist das Gesetz der Integration in die Wahrhaftigkeit, die uns Menschen zur Einheit führt und uns dadurch multidimensionale Pforten öffnet.
Ich glaube:
Nach Platon gleicht das menschliche Dasein
dem Aufenthalt in einer Höhle -
der Mensch erblickt nur die Schatten der Dinge,
die er aber für die Wirklichkeit hält.
Nur der Philosoph ist in der Lage,
die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind …
PUNKTO FINAL
Mit dem Geist der Liebe und den dadurch bei mir sehr stark berührten Empfindungen, pflegte mich meine Frau Woche für Woche, und Monat für Monat, bis wir den Rückzug nach Berlin antraten. Mit meinem Verstand, aus der Vergangenheit heraus geprägt, wollte ich dies alles garnicht mehr richtig begreifen und wehrte mich emens. Ich werte mich selbst innerlich mit Händen und Füßen gegen die “Fremdbestimmung”, die sich nun spürbar ausbreitete, wenn ich dieserlei äußerlichen Notwendigkeiten bedachte. Wir mussten einfach zurück - und auch wenn die Ärzte nichts finden konnten oder wollten - nun, mir war durch die Schwerpunktpraxen kundgetan, dass mein Sterbezeitpunkt ja längst überfällig sei.
Es war alles so fremd und aus meinem desolaten Zustand, kamen mir die gegenwärtigen Ereignisse eingenebelt, verschwommen und unwirklich vor. Aber all die Jahre meines Lebens hatte ich praktisch auch keine wahre Liebe, sondern nur die Ware Liebe kennen lernen können. Und nun war ich plötzlich gefangen in die Liebe und nicht mehr in die Ware. Meine Frau umsorgte mich die letzten Jahre dagegen mit einer dermaßen grossen Aufopferung, nun konnte ich sie nicht im Stich lassen und wollte doch nichts anderes als leben. Es war schon eigenartig, dass ich sowas erst im Sterben erleben durfte - aber besser jetzt als nie, dachte ich mir. Außer der Liebe meiner Frau und natürlich die philosophischen Aspekte, wie auch die von Erich Fromm und anderen Philosophen, kannte ich die Liebe doch eigentlich nur als käufliche Ware. Ganz wahre Liebe eben … haha. Nun waren es vereinigte Gedanken, die sich gewiss auch mit und durch meine Gebete zu einer Tat manifestierten.
Gefangen genommen von meiner körperlichen Schwäche, dem Verfall meiner Gesundheit, verbunden mit den Notwendigkeiten der Gegenwart, ließ jetzt auch noch meine Sehkraft nach. Und das mehr als rapide. Ich war in einem ständigen Nebel mit vielen Sternchen direkt im unmittelbaren Sehfeld. Als Punkte, wenn Lichteffekte die schwammigen Konturen trafen. Vom Sehfeld oder einer Sehkraft als solchen zu sprechen war da echt fatal und klares Erkennen und Sehen unmöglich. Das war alles nur Schwamm - und Grau - und Nebel mit vielen Sternchen und Punkten! Diese spermienförmigen Gebilde, die mich seit meiner Jungend nur unwesentlich durch eine sehr frühe Augenverletzung begleiteten, und nun immer intensiver wurden. Sie ließen mich aber innerlich doch schmunzeln über eine meiner Lieblingsgeschichten aus Kinderzeiten, Pünktchen und Anton von Erich Kästner. Da habe ich nun meine eigenen Pünktchen und das auch gleich im Dutzend oder mehr.
Ich hatte bereits vor mehreren Monaten eine gewisse Augenlichtschwäche feststellen müssen und hatte geglaubt, dass das eine typische altersbedingte Sehschwäche ist, die mit einer Lesebrille auszugleichen sei. Der Besuch, zuerst bei einem spanischen Optiker und dann bei einem deutschen Augenarzt, unterstützte mich in meiner Annahme. Nun aber, mittlerweile, konnte ich garkeine klaren Umrisse mehr erkennen und musste aus meiner eigenen Verantwortung heraus, selbst auf die Teilnahme im Strassenverkehr verzichten. Das musste mir aber kein schlauer Polizist oder studierter Richter erklären, das war ganz einfach logisch.
So waren die letzten Wochen vor unserer Rückreise, mit optisch kolossalen Beeinträchtigungen des Sehvermögens verbunden. Ich hatte ein ständiges Feuerwerk an kreisrunden Lichtreflexen im Sichtfeld meiner Perspektive. Tagsüber war es halbwegs zu ertragen und wurde nur wie in einem vernebelten Tunnel reflektiert. Aber bei Einbruch der Dunkelheit, wenn die Lichter in Häusern und bei Straßenlaternen, Ampelanlagen und vorbeifahrenden Fahrzeugen von meinem Auge wahrgenommen werden sollten, dann vollzog sich ein grandioses Spektakel von acht-, zwölf- und gelegentlich sechszehnfacher Einfallreflektion, die den Sichttunnel zu sprengen schienen. Selbst einzelne Lichteinflüsse und Lichtquellen erweiterten sich zu spektraler Unendlichkeit. Ein Spektakel von gestreutem Sternenlicht, wie es sonst nur mit Laserbeleuchtung in Diskotheken zu erleben ist.
Meine Leistungsfähigkeit war inzwischen auch wieder bei null. Nachdem ich noch die wichtigsten Dinge im Garten, am Haus und an den Fahrzeugen regeln konnte, strengte mich nun wieder jede Bewegung dermaßen an, sodass die Schritte zum Klo schon einen Kraftakt darstellten und mit Hochleistungssport zu vergleichen schienen. Selbst nach der Einnahme von Malzeiten, die ich mir völlig geschmacklos runterekelte, kam ich mir vor, als ob ich gerade mehrere Stunden Akkordarbeit hinter mich gebracht hätte. Jede Bewegung und die geringfügigste Anstrengung, war eine absolute Tortur für meine verbliebenen Kräfte, die einer anschließenden Erholung bedurften.
Die fehlenden Zähne, die kaputten, brennenden Schleimhäute, der Nachtschweiß, das fehlende Augenlicht und all die anderen auftretenden Gebrechen, die sich teilweise schon seit Monaten und auch Jahren abzeichneten und mich in meinem Gesundheitsempfinden beeinflussten, liessen mich wieder immer mehr und häufiger weinen als lachen. Ich war glücklich über jede Minute, die ich durchstehen konnte und hatte keine Hoffnung auf eine Zukunft, den die Schulmediziner hielten sich an ihre Statistiken und Tabellen, an Normen und Regeln - die alle besagten: „Nun müsste ich mich mal endlich mit dem Tod abfinden!“ Auf die Idee nach anderweitigen Ursachen zu suchen, oder das Immunsystem wenigstens wieder zu stärken - das war von der Schulmedizin zu viel verlangt.
Hinzu kam eine dramatische Wetterfühligkeit, wie ich sie so auch noch nicht erlebt hatte. Jeder Windhauch, jeder Sonnenstrahl oder Regentropfen, war ein direkter Angriff auf meinen restlich verbliebenen Körper. Die nur noch eine Hülle meines Selbst war. Alle Einflüsse des Augenblicks, ein retrospektiver Zusammenbruch meines Daseins. Im Revue passieren der Gegenwart, lähmte mich zusätzlich, der offensichtliche Zerfall meiner Lebensenergie. Dazu die Sprache der Natur. Vehemente Begebenheiten, die mich alle daran zu erinnern schienen, dass das wohl die letzten Tage auf dieser herrlichen Erde sind. Aber ich wollte es nicht akzeptieren.
Ich befand mich buchstäblich in einer anderen Welt. Aufrecht hielt mich nur noch mein täglicher, schleichender Begrüßungsgang zu den Bäumen, Pflanzen und Blumen in unserem Garten. Dabei war ich zutiefst beruhigt und zufrieden, dass den äußerlichen Zerfall kein anderer Mensch, außer meiner Frau, mehr mitbekam. Denn ich war ein Schatten meiner selbst und wirklich völlig verfallen. Ich bemerkte dabei noch nicht einmal, dass ja auch ihr geschwächter gesundheitlicher Zustand, durch ihre eigene Krankheit und die eklatante Sorge um mich, sie oft über die Grenze hinaus belastete. Woher wir beide die Kraft bekamen, trotz aller Widrigkeiten, die restlichen Tage und Wochen auf Ibiza durchzustehen, erscheint mir noch heute sehr verwunderlich. Wahrscheinlich war es der unerschütterliche Glaube an uns selbst und an die Vorhersehung der Schöpfung, der unausweichlichen, unabänderlich vorgeschriebenen Schicksalsfügung. Die Araber nennen es KISMET, und das kommt wohl aus dem Hebräischen. Jedenfalls führten diese Umstände uns insgesamt wie in Trance. Im wahrsten Sinne des Wortes hieß es nur noch, “Augen ZU und durch ...! Schrecklich!” Und wie ich mich dagegen wehrte, das verlangte abermals Kraft, die ich kaum noch zu besitzen schien.
Ganz offensichtlich war unser zugeteiltes Schicksal noch nicht abgeschlossen, sondern nur eine weitere Prüfung, auf dem Weg zu unserem persönlichen Weltziel und den damit verbundenen Aufgaben. So wie uns für das Leben immer wieder Seitenpforten geöffnet wurden, um die Existenz zu meistern, so musste es doch nun auch im Großen mit dem Überleben gehen. Dessen war ich mir sicher!
Es war sowieso sehr faszinierend, dass sich uns immer wieder kleine Erleuchtungen auftaten, wenn wir hart am Abgrund des Verhungerns, ganz plötzlich und unvorhersehbar kleine Geschenke oder finanzielle Zuwendungen erhielten, die uns den Magen füllten. So wie es sich der Konsul des Friedens zu seiner höchst persönlichen Aufgabe machte, uns wöchentlich mehrmals ein Brot, frisch vom deutschen Bäcker, vorbei zu bringen. So hatten wir in dieser Zeit auch noch glücklicherweise ein Berliner Pärchen, Ute und Heiko, zu unserer Seite, von denen Dasty sehr häufig ausgediente Sachen erhielt, die sich wiederum auf dem Flohmarkt verkaufen liessen.
Längst hatten wir selber keine ausreichende Kraft mehr, um uns noch um uns selbst zu kümmern - und trotzdem ging es alles irgendwie weiter. Schließlich ergab es sich doch ständig, dass uns auf irgendeine Weise geholfen wurde. Das ist dann wenigstens ein großer Vorteil, wenn man/frau in solcherlei hoch entwickelten Zivilisationen lebt, wo es doch der Mehrheit sehr gut, oder besser gesagt, viel zu gut geht. Jedoch schon in den Großstädten wäre dies anders, da dort niemand den Nachbarn kennt und nur im engsten Kreis für einander gesorgt wird. Und über die engsten Kreise, oder die Familie noch weitere Betrachtungen zu verlieren, das ist an dieser Stelle überflüssig - ich habe es ja schon erwähnt.
Wenn mir dagegen Afrika oder Asien in den Sinn kommt, oder gerade dazu passend ein Bericht aus Angola, was theoretisch das reichste Land der Erde sein könnte, wenn die natürlichen Ressourcen an Erdöl und Diamanten richtig verarbeitet werden würden und nicht nur im geringfügigen Handeln gegen Kriegsspielzeug getauscht, der Bevölkerung den Tod mit Obdachlosigkeit, Hunger und Krankheit bescheren. Da sterben jährlich in zweistelligen Millionenzahlen die Menschen an Hunger, Krankheit und in das Elend getrieben, wogegen meine Frau und ich garkeine Veranlassung sehen, uns über unsere notgedrungenen Diäten und Fastenzeiten zu beschweren. Wenn wir dazu dann noch an die anderen weltweit leidenden rund 770 Millionen (oder mehr?) Menschen erinnern und denken, dann ist mein Geweine wahrhaftig nur ein Hohn.
Aus dieser Perspektive ist uns beiden unsere tiefe Dankbarkeit erwachsen, die wohl letztendlich auch mit dafür verantwortlich ist, dass wir unsere persönlichen geringfügigen Schwierigkeiten demgegenüber, immer ganz gut überleben durften. Denn der Mensch wäre doch wohl ein Nichts, wenn er stets nur jammernd und sterbenskrank herumlaufen würde. In solchen Situationen, in denen es einem selber sehr schlecht ergeht, kann man/frau nicht zu und nach denen schauen, denen es besser geht. Vielmehr sollte sich grundsätzlich an denen ausgerichtet werden, die noch viel mehr leiden - und sich an ihnen aufrechterhalten, mit guten Wünschen für die, die noch schlechter gestellt sind - schon das ist eine Aufgabe, die lobenswert wäre, wenn es mehr Menschen täten. Mit der Hoffnung, dass es irgendwann einmal allen Lebewesen auf dieser Welt besser gehen wird. Wie oft haben wir uns beide daran erinnert und uns unser Leben fröhlich sein lassen, solange wir noch lachen konnten. Auch wenn die Tränen dabei näher, ist doch auch Zufriedenheit und Frohsinn eine Medizin, die kein Arzt verschreiben kann. So wie schon erwähnt.
Zu dem Fiasko von Gesundheit und Ernährung kam dann auch noch bedauerlicherweise ein Wetter hinzu, dass den ganzen letzten Monat unseres Ibiza-Daseins, mal abgesehen von herrlichen Sonnenaufgängen, furchtbar viel Sturm, Regen und feuchte Kühle brachte. Dadurch verspürte ich im Hals und am Solarplexus sozusagen ein weiteres Gefühl von großem Unbehagen, welches sich nur schwer erklären lässt und zu vergleichen wäre mit der Last eines Steins, oder sich wie ein eisernes Kreuz tragen ließ. Die Thymusdrüse kam mir in den Sinn. Mit einem ständigen Druck an besagten Stellen, erschwerte sich mein Befinden bis zu unerträglichen Schmerzen, die mir wahrhaftig einen schrecklichen Leidensweg signalisierten.
Steinern fühlte ich mich hinuntergezogen und an ein stählernes Kreuz geschmiedet. Auch dies vergälte mir zusätzlich jeden Appetit, obwohl ich geradezu große Lust gelegentlich verspürte, in schönen wohlschmeckenden Dingen zu schwelgen. So mussten wir uns doch auf unser Sparsamkeits-Programm konzentrieren. Klagen musste ich wahrhaftig nicht, da mir mein Sinn für Geschmack längst abhanden gekommen war - also, was sollte es mit dem Essen.
Tag für Tag und Woche auf Woche kreischte, tobte und schlug der Sturm auf mein Gemüt. Den Gesang, den der Kamin vollführte, das Getrommel am Garagentor, das Pfeifen durch Fenster- und Türschlitze, raubten mir den letzten bewussten Verstand und steuerten zusätzlich dazu bei, dass ein Vakuum mich gefangen nahm und sich mein Blickfeld noch mehr verengte.
Trotz allem reichte der Regen bei weitem nicht aus, um die Zisterne zu füllen. Denn der horribele Sturm verscheuchte jede Regenwolke schon nach kürzester Zeit. Aber hintereinander, mehrwöchig raste der Sturm über uns hinweg, was mich nahezu in den Wahnsinn trieb. Durch diesen psychischen Eindruck, es sich in ein physisches Unwohlgefühl verwandelte und mir scheinbar auch das innere Empfinden ans Kreuz geschlagen zu sein gab, was dann wie eine steinerne Last auf mir ruhte und mich völlig lethargisch werden ließ. Die nächtlichen Schweißausbrüche wurden von erstickungsähnlichen Angstzuständen abgewechselt und liessen mich nun schon wieder nicht mehr schlafen. Einfach unbeschreiblich und diesen körperlichen Verfall würde ich meinem schlimmsten Feind nicht an den Hals wünschen - noch nicht einmal als Kostprobe. Nun musste ich ihn Stunde für Stunde, Woche für Woche, und das über viele Monate ertragen.
Jede kleinste Überanstrengung verursachte Schüttelfrost und lang anhaltende Krämpfe. Würgegefühle und dann kam auch schon wieder neuerliches Fieber und Schüttelfrost dazu. Ich hatte das Gefühl, als ob ich trotz ständiger Flüssigkeitszufuhr verdurste und mein Körper austrocknen würde. So wie bereits im VII. Kapitel –Exsikkose- ausführlich beschrieben.
Wenn sich dann wirklich einmal das Wetter besserte, so ging es auch insgesamt gleich etwas, ach nein, eigentlich wesentlich besser. Dann liessen wenigstens viele Beschwerden etwas nach und das Gesamtbild erschien mir nicht so leidvoll und erschreckend. Die immer stärker werdenden Schmerzen veranlassten mich wieder ein leichtes Antibiotikum sowie Valium einzunehmen, da alle natürlichen Tees, Pflanzenextrakte und die Urintherapien längst nicht mehr zu wirken schienen.
Auch dies wirkte dann zunächst für wenige Tage positiv und der Tag unserer Heimreise in stationäre Behandlung, kam ganz langsam näher. Noch gut drei Wochen hatte ich durchzustehen und es wurde eine Zeit der Unendlichkeit. Notgedrungen ernährte ich mich mit vielleicht 20% von der Menge, die meinem Alter und meiner Größe als notwendig und wohl auch angemessen wäre. Ich konnte regelrecht zusehen, wie meine Kräfte immer mehr schwanden. Aber auch dieses kleine bisschen runter zu bekommen, kostete schon mehr Anstrengung, als ich theoretisch Kraft verspürte. Ich konnte zusehen, wie meine Haut immer stärker an den Knochen hing und mein Gesicht nur noch eine Maske war. In dieser Situation betete ich täglich meine selbst verfassten Gebete:
OOOHHHMMM AA TOON
OM A TON - OH OM –
übergeordnete Vernunft
und Denkkraft
die du uns alle lenkst -
OH MÄCHTIGE
universelle Energie
Sonne und Licht -
DU - kosmische Kraft
gib mir bitte,
trotz aller Schwächen,
Mängeln und Fehlern -
die Erkenntnis zu finden,
für den Heiligen Geist -
OH Heiliger Geist, OM A TON
gib mir BITTE
die KRAFT
für körperliche Harmonie -
OH HEILIGER GEIST OM-A-TON
GIB MIR BITTE
die Verbindung
zum Kosmos
und zur Erde
zur SONNE
und zum LICHT!
OH heiliger Geist OM A TON
HILF mir auf der Suche,
nach Gesundheit,
Tolleranz und Barmherzigkeit -
OH HEILIGER GEIST OM A TON
HILF mir bitte,
bei meiner Harmonisierung
mit SONNE – LICHT
und der UNIVERSELLEN Energie
DANKE
zutiefst
OM-A-TON
Ich schien aufgelöst und das zeigte sich auch in meiner geistigen Aktivität. Da war kein klarer Gedanke mehr, der noch bis zum Ende durchdacht werden konnte. Ich konnte noch nicht einmal mehr meiner Lieblingsbeschäftigung “Briefe zu schreiben” nachkommen. Kein Gespräch war mehr objektiv, sondern grundsätzlich subjektiv mit meinen Problemen behaftet und ich hatte keinen Blick für andere Dinge, da mich diese Umstände komplett gefangen nahmen. Alle meine Beurteilungen zu Tagesthemen und allgemeinen Aspekten, sowie persönlichen Dingen, bezogen sich für mich letztendlich auf meine fehlende Gesundheit. Gaben mir somit weitere Veranlassung, mir meinen negativen Zustand immer und immer wieder vor Augen zu führen. Kinder und Tiere, die ich eigentlich wegen ihrer Unschuld liebte, waren mir absolut lästig. Bekannte wollte ich nicht mehr sehen!
Aber immer wieder betete ich:
OH GROSSER Geist OM A TON
Die Endmaterialisierung durch meine Erkrankung mit (vielleicht) einer opportunistischen Infektion, ließ mich die Teilung von Körper und Geist nachempfinden. Dabei begegnete ich völlig unbekannten Dimensionen und erfuhr eine Energieebene, die sich entsprechend meiner morphologischen Auflösung intensivierte. Als wenn durch Teilung der vorhandenen Energie sich neue Materialisierung finden ließe. Mir wurde geistig die Reinkarnations-Theorie bewusst und ich verstand endlich vollends, dass keinerlei Energie jemals auf diesem Planeten und in diesem Universum verloren gehen kann.
Jede Form von Energie, die Teilung findet, wird sich auch auf die eine oder andere Weise neu materialisieren können. Nein, im gesamten Universum gehen keine Energien verloren. Dabei werden in jedem Lebewesen und gleichzeitig auf der ganzen Welt, morphogenetische Felder erzeugt, die die unterschiedlichen Energien in Schwingung bringen. Und der jeweilige Zeitgeist, das übergeordnete Denken, sowie innovative Bestrebungen sind dann global und elementar ein geistiges Manifest, welches sich in vielerlei Köpfen widerspiegelt. Wobei sich trotz aller Unterschiede und der Vielfalt durch die Teilung, gleiche und Identische, obwohl auch außerhalb so innerlich doch unabhängig und parallel zum Bewusstsein, neue Realitäten entstehen. Die Welt starb und ich auch. Die Natur setzte ihre Zeichen und ich musste morphogenetisch das Gefühl vom Sterben lernen, um nicht verloren zu gehen. Soviel wurde mir dann doch noch bewusst.
Der Beweis dafür sind für mich die zahllosen Erfindungen und Entdeckungen, die weltweit fast gleichzeitig von mehreren unterschiedlich forschenden Gremien und Genies, erfunden und entdeckt wurden. Egal in welchem Bereich, es gab alle innovativen Gedanken immer zeitgleich in mehreren Köpfen der unterschiedlichsten Erfinder. Das ist dann letztendlich auch die Hoffnung der Welt zum Überleben. Dass das gegenwärtig bekannte Bewusstseinsmanko sich in's Gegenteil verkehrt und als Notwendigkeit dann das kollektive Schöpfungsbewusstsein erzeugt. Denn der Mensch allein und in der Masse, würde die Erde mit seiner vernichtenden menschlichen Dummheit auslöschen, wenn er so fortführt, wie die letzten Jahrtausende bewiesen haben. Jedoch die kollektive Intelligenz wird das nicht zulassen.
Dabei ist es noch nicht einmal Dummheit alssolche, sondern nur der fehlende Respekt vor der Natur mit seinen Elementen: Wasser, Erde, Feuer, Luft und “Raum”. Denn die westliche Welt hat auf wissenschaftlichem und technischem Gebiet alles überholt, was je zuvor und soweit wir informiert sind, auf diesem Planeten geleistet worden ist. Wenn der Mensch dabei nicht in das Konzept der Natur passen würde, dann würde es ihn gewiss schon nicht mehr geben. Aber wir benötigen wohl immer erst Katastrophen, um zu begreifen, worum es überhaupt geht.
Aus dieser Diskrepanz zwischen Super-Intelligenz und dem Nicht-Wissen in den entscheidenden Fragen, “warum das alles? Und wo bleibt bei aller Verstandeserkenntnis der Sinn des Lebens;” ist die von keiner Institution und Instanz mehr zu leugnende Verzweiflung in unserer Welt, die uns wieder zur Spiritualität führt, ohne zukünftig einen kleinkarierten Katechismus verehren zu wollen. Nun, die islamisch denkenden Glaubensträger werden wohl noch einige Jahrhunderte mehr benötigen, bis ihnen die Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit ihres Urkorans in den Sinn kommt und sie nicht mehr von den Fanatikern irregeleitet werden. Würde sich dabei allein nur eine einzige der gegenwärtigen und bisherigen Religion als Weltglauben durchsetzen, dann wäre der Untergang der Menschheit gewiss. Aber es wird in einer Neuen Zeit auch Neue Wege geben, die, die spirituelle und mediale Vernetzung von Wahrheiten zulässt.
Die Ignoranz unserer wahren Bedürfnisse führte uns im Laufe der Jahrtausende, zu der akzeptablen Lüge, mit der wir heute unser gesellschaftliches Leben rechtfertigen. Das geht aber alles nicht mehr lange so weiter. So hilfreich uns in bestimmten Situationen auch Technik und Zivilisation über gewisse Schwierigkeiten hinwegheben konnten, so fesselt und zerstört dieser Anspruch, wenn er zur Absolutheit erklärt wird. Wie eben in allen Angelegenheiten. Die Entscheidungswege sind unvermeidbar und werden aus den wahren Bedürfnissen gespeist. Aber was soll das Große Denken, wenn ich in dieser Situation noch nicht einmal mit mir selber klarkomme? Auch das fragte ich mich zwischendurch oft genug selbst!
"Die Menschen erbitten sich Gesundheit von den Göttern, dass sie selbst darauf Einfluss nehmen können,
wissen sie nicht!“ (Heraklit ca.550-480 v.Chr.)
Meine pesönliche Anschrift zu Fragen:
P.O.Box 31 05 01 / 10 635 Berlin E-Mail aton@gmx.de
( Tel.: 0049 (0)30 960 80499 / 0049 (0)170 807 9981
Deine Meinung ist erwünscht - in perpetueller Intelligenz -
Postanschrift hier ...
DASTY/ATON / P.O.BOX 310501/ D-10635 Berlin / Germany:
eMail: aton@meine-wahrheit-deine-wahrheit.de / aton@gentlemanclub.de
21. OM ATON Zeitalter PHI TT / OM A TON/drR€Yeight
holographische Allianz & androgyne Revolution
www.postHIV.org / www.positiv-hiv-aids.de / www.positHIV.info /www.virus-matrix.de / www.life-8-berlin.de
Private Homepage: Dasty & ATON: hier>>>>>>
Energy-Dance-HP Dasty Daikini >>>>>>>>